Author: sneakerzimmer

Eine schwarze Store-Front, ein mittelgroßes Schaufenster, mittendrin eine leuchtende Gasmaske, die den Betrachter aus dem Inneren des Shops entgegenstrahlt. Diese kurze Beschreibung genügt alles, damit jeder weiß, wovon hier die Rede ist. Wir befinden uns in London, genauer im zentral gelegenen Stadtteil Soho, der für seine zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten (Oxford Circus, Regent Street, Tottenham Court Road), seine hippen Cafés, Bars und Restaurants, seine große LGBT-Szene und die vielen Nachtclubs bei Einheimischen wie Touristen gleichermaßen beliebt ist. In der Berwick Street haben Footpatrol seit 2010 ihr Headquarter. Tatsächlich ist die Footpatrol-Crew aber schon seit 15 Jahren auf Patrouille. Man darf sie aufgrund dieser langen Geschäftstätigkeit ohne jeden Zweifel zu den Urgesteinen der Sneakerszene zählen.

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Langlebigkeit ist aber noch kein Wert, über den man sich als Sneakerhead grundsätzlich freuen darf. Nicht alles, was gefühlt schon immer da war, ist auch wirklich ein Gewinn. Im Fall von Footpatrol gilt diese Gleichung aber ohne Abstriche. Selbst wenn die Boutique Teil eines mächtigen Turnschuhkonzerns ist, hat man sich ein eigenes Profil und seine kreative Unabhängigkeit bewahren können. Letzteres beweisen Footpatrol regelmäßig mit ihren Collabos, die sich mit Sneakers (oder besser Trainers, wir befinden uns ja immerhin in UK), Streetwear und so ziemlich alles, was irgendwie dazwischen liegt, beschäftigen. Natürlich haben wir auch lange überlegt, was unsere Lieblings-FP-Collabo ist. Dabei können wir uns nicht auf eine einigen. Der Saucony „Only in Soho“ respektive „Only in Tokyo“, ihr sandfarbener Asics Gel Saga oder auch der Le Coq sportif R800 „Artisan“ – je länger man über die verschiedenen Footpatrol-Designs nachdenkt, desto schwieriger wird es, einen klaren Favoriten hervorzuheben. Nicht vergessen sollte man zudem die vielen Arbeiten und Capsule Collections mit anderen Stores wie Beams und Alife.

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Bei einer London-Reise stellt für uns nicht der Buckingham Palace oder der Tower of London ein Pflichtbesuch dar sondern der Footpatrol-Shop in der Berwick Street. Besser wäre es aber, von einem Lieblingsort zu sprechen, denn „Pflicht“ klingt zugegeben ziemlich anstrengend. Dabei bleibt die FP-Crew selbst im allwöchentlichen Release-Stress oder am besonders gut besuchten Samstag erstaunlich gelassen. Die guten Vibes spürt auch der Kunde, wenn er den mit viel Holz und schwarzen Stahlregalen ausgestatteten Store betritt. Dieser ist kleiner als vielleicht gedacht. Während im Eingangsbereich die leuchtende FP-Gasmaske über die aktuellen Release-Highlights und Specials „wacht“, befinden sich im fensterlosen Raum dahinter die weiteren Sneaker-Modelle nach Brands sortiert. Footpatrol bekommen praktisch alles, ganz egal wie limitiert ein Release am Ende ist. Top-Accounts von adidas (Consortium) bis Nike (Tier Zero, Nikelab) sind dafür die Grundlage. Brand-Manager und Chef-Einkäufer John Brotherhood ist bestens vernetzt in der globalen Sneaker-/Streetwearszene. Er und sein Team ruhen sich dabei nicht auf der Reputation und den Erfolgen der Vergangenheit aus. Wie wir hören, gibt es viele neue Gründe, sich als Liebhaber der Footpatrol-Collabos auf die nächsten Monate zu freuen.

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Durch sein puristisches Design offenbart der Store zugleich eine bestimmte Haltung. Hier stehen ganz klar die Schuhe im Mittelpunkt und keine Designspielereien oder sonstigen Gimmicks. Die braucht man nicht. Selbst wenn Footpatrol seit vielen Jahren in der Turnschuh-Champions League mitspielen, hat man nicht vergessen, was letztlich das Wesentliche ist. In der Berwick Street 80 ehrt man die Klassiker wie den New Balance 1500 oder den Huarache Light und ein bisschen auch die „gute alte Zeit“. Dass man darüber nicht die Zukunft vergisst, steht für uns außer Frage. Wenn wir an London und Turnschuhe denken, dann fallen uns als erstes Footpatrol ein.

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Wir konnten dazu noch ein Interview mit Footpatrols Einkäufer und Store-Manager John Brotherhood führen. Lest, was er zu den Veränderungen im Sneaker-Geschäft und über Footpatrol als Teil der Sneakerszene zu erzählen hat.

 

What’s the DNA of Footpatrol? What makes you unique as a sneaker store?

John: So, the DNA of Footpatrol is a few things: Obviously the unique feel of the store and the selection of hard to find, top tier products are kind of what you could expect from us. Really, it’s about the people! The staff in the store and everyone that comes through the door. It’s about relationships and friendships. We want everyone that visits, be it their first and only time or the fifth time that week, to go away with a positive feeling and experience.

You are already celebrating 15 years in business. How has the „sneaker business“ changed during those years?

John: We have seen it change so much over the years. From early Nike SB’s and Adi Consortiums being the most sought after and queues being a very niche selection of guys very focused on the scene (being viewed almost as nerds like computer geeks or trainspotters), through a time when that fell off and a lot of dudes went on to dress like lumberjacks and ditched the sneakers for redwings and beards, through to the sneaker market exploding worldwide to what we have today with Yeezys and Nike Off White’s (to name just the very obvious top hitters) gaining huge interest worldwide. Yeah, it’s changed, but there’s still something for everyone.

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And how has Footpatrol changed?

John: We’d like to think that Footpatrol has changed with the times. Our first location was super small and hard to find with a very tight selection of the best Footwear. Our current spot is just around the corner from there so till very much Soho but a little larger with maybe a few more quick strikes but still the best the brands have to offer at top tier and still welcoming service from some nice guys that enjoy talking about shoes. We have big plans this year to help build on our past and improve things further for our customers.

You did collabs with all the big names. What’s your personal favourite? (tough question we know)

John: Ah man, that’s really a tough one! Each collaborative shoe has its own story, and its own journey – again it’s always about the people – the best shoes often come out of the strongest relationships and the ones which were the most fun. So, to get down to it, I would probably pick the Nike Huarache Light

Every time we come around, the unique design of the store makes us immediately feel comfortable (and of course your great crew). What was the idea behind its design?

John: Haha, we’re glad you feel like that. It is quite cozy! The idea was to mimic the feel of small Japanese stores with regards the feel, the designers were also very interested in motion within design, hence movable fixtures to display the stock and the mirror at the back helps extend the linear feel of the floorboards that build the whole hut inside the store.

Footpatrol is a very influential part of UK’s sneaker community. How do you wanna evolve as a store based on your past achievements?

John: Thank you, we hope all our friends and customers feel the same! As hinted at above we have some plans in place to improve what we do and how that feel for our customers, we will be „evolving“ real soon. (we did that interview before the grand Paris opening)

That sounds very promising! We’ll be watching closely. Thanks for your time John!

Es ist zugegeben schon etwas her, als wir Euch dazu aufriefen, uns Bilder Eurer Sneakerzimmer/sammlungen zu schicken. Es erreichten uns viele verschiedene Aufnahmen über Facebook, per E-Mail und Instagram. Zwischen perfekter Ordnung und totalem Chaos war so ziemlich alles dabei. Es gibt den Swoosh-Liebhaber, den Asics-Fanboy und den absoluten adidas-Hardcore-Fan. Klassiker wie der Nike Air Max 1 oder der Asics Gel-Lyte III sind erwartungsgemäß oft vertreten, gleiches gilt für Hype-Releases wie den Yeezy Boost 350 (ist der eigentlich noch Hype?) oder bestimmte Collabos. Einen „Sonderpreis“ gibt es für Anke und ihre Gary-Hauspantoffeln. Die laufen aber außer Konkurrenz. Überhaupt sollte das jetzt kein Wettbewerb sein und wir möchten die einzelnen Sammlungen auch nicht in Kategorien einteilen. Es ging uns einfach darum, einmal die Vielfalt der Sneakerszene abzubilden, die sich in den sozialen Netzwerken doch oft sehr eindimensional präsentiert. Wenn man sich heute Bilder von bestimmten Events anschaut, kann zumindest dieser Eindruck entstehen (Ihr wisst, was gemeint ist).

Wir wünschen Euch nun viel Spaß mit Euren Bilder!

E. & M.

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Since at least Nike’s massive Air Max campaign with Sean Wotherspoon, whose Air Max design won the “Vote Forward“ contest last year, his Round Two empire doesn’t need an introduction. Next door to his store on Melrose, where hypebeasts can buy stuff from Supreme, Off-White, Jordan and Acronym (just to name the usual suspects), you find Round Two’s vintage treasury (check our guide about both shops). This cool place of 90’s memorabilia, old fan shirts, kicks and toys is curated and co-owned by Sean’s buddy Adam Fineman. We met him in Los Angeles to get an insight into his daily business and talk about his love for vintage styles.

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Adam, you’re the co-owner of Round Two’s vintage outpost. Do you feel like „the hunter for the holy grail“?

Adam: Sure! I think a lot of people look to me to find grails out there in the wild. But honestly, there are so many pickers out there now I’m looking to them to find the grails for me!

Where do you find all those vintage gems?

Adam: I find all my gems everywhere, from online – Instagram, eBay – to the flea markets and thrift stores. Of course you need some luck in either case.

What qualifies a shirt, a toy or some nice old kicks for Round Two’s Vintage selection?

Adam: As long as we feel it connects to our childhood, like the 90s feel we all remember and love, then we want it!

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You seem to be a kid of the 90’s like ourselves. Can you tell us more about your heroes from your childhood?

Adam: Will Smith and his Fresh Prince was a style icon for me, as well as bands like Nirvana and rap artists like 2Pac. And the Simpsons were my constant source for pop culture and social commentary.

We couldn’t imagine today’s mad world without the Simpsons! Talking about madness: Some things haven’t changed for the better right? We’re thinking about all those hypebeasts and resellers.

Adam: The world is going through a rapid and constant change more so than ever due to the internet offering everyone access to anything. I think it’s a good thing but also causes for a more accelerated way of life for us all. In other words, we all have no time to take a breather in this game as it’s ever changing at a very fast level.

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Your friend Sean hast just experienced how crazy today’s sneaker game can be. How did you feel about this big Air Max campaign?

Adam: Sean’s Air Max release was a huge milestone for himself, RoundTwo and the entire sneaker culture. For the first time, people who weren’t major celebrities or athletes, but rather from within the streetwear community, were given an option to create a model of one of Nike’s most iconic silhouettes. Sean’s Air Max inspires people from all around to create something colorful and exciting within their community.

A vintage store is always like a time machine. Do you wanna recreate this idea with Round Two?

Adam: My vintage store is like my childhood closet. When I was young, I had everything nice and organized in my closet, with displays of figurines and comic books, perfectly lines with my favorites posters and stickers. Ad vintage tees and it’s a little paradise in the middle of a chaotic city.

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Many people hate LA, but we love the city. What’s your tale on this LA controversy and can you tell us some of your davorite places?

Adam: Los Angeles is without a doubt the best city in the world if you enjoy shopping for rare gems. It’s the only city where you can drive to 10-20 vintage stores within a day. My favorite place to eat is In-N-Out Burger and one of my favorite places to have fun is Disneyland. I love the hiking, the beaches and of course the deserts for ATV tours or dirt biking. Best of all, I have tons of flea markets every month to attend!

Thanks for your time Adam! We hope, we can learn something from your vintage hunting skills!

If you wanna follow Adam and his passion for 90’s memorabilia, you should ckeck his Instagram account @fineminnn. You will also get a peek „behind the scenes“ at Round Two.

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Trends kommen und gehen. Über den derzeitigen Hype um möglichst klotzige (chunky) Sneaker, die erkennbar mehr aus der Fashion- als aus der Sneaker-Community stammen, dürfte man das Gleiche sagen. Die Frage ist allein, wie lange Silhouetten wie der Acne Manhattan Sneaker, der Balenciaga Triple S oder der Yeezy 500 gehypt werden. Die meisten dieser Modelle entlocken uns nur ein Kopfschütteln, schließlich fanden wir schon Buffalos in den Neunzigern ziemlich hässlich. Natürlich gibt es auch hier keine Regel ohne Ausnahme. Dazu gehört schon lange der Ozweego von Raf Simons, der sich nicht allein auf den Chunky-Faktor verlässt. Auch war er den meisten nun erhältlichen Copy-and-Paste-Designs ein ganzes Stück voraus. Die Kopie hat es bekanntlich immer schwerer als das Original.

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Ohne dass man es bei Nike darauf angelegt hatte, wurde der schon lange millionenfach verkaufte Air Monarch plötzlich von einem unscheinbaren Massenmodell zum Fashion-Musthave. Wir haben keine Ahnung, wie und wo dieser Trend genau angefangen hat, aber längst tragen nicht nur Menschen jenseits der 50 den Monarch. Vielen halten diesen für den ultimativen „Dad shoe“, einen Titel, den er sich vielleicht nur noch mit dem New Balance 990/991 teilen muss. Wir sind zugegeben auch keine 18 mehr und damit durchaus in einem Alter, in dem man ohne Ironie den Monarch tragen kann. Der Erfolg des Modells lag ursprünglich weniger in seinem Design, über das man geteilter Meinung sein darf, als in seinem Preis. Ein echter Nike-Sneaker für gut 50 Euro ist schon eine Seltenheit.

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Seitdem der Nike M2K Tekno bei einer Show von John Elliott erstmals auftauchte, rollte die „Dad Shoe“-Lawine endgültig auch auf Nike und die Sneaker-Community zu. Mit wenigen Veränderungen ist es Nike gelungen, den Air Monarch für eine Zielgruppe aufzuwerten, die eigentlich andere Sneaker kaufen sollte. Um das Grundgerüst des Monarch im M2K Tekno (wie ist eigentlich dieser Name zustande gekommen?) wiederzuerkennen, genügt ein Blick. Tatsächlich sind die Unterschiede eher im Detail zu finden. Der Swoosh wurde mal eben geschrumpft und in der besonders schönen Mini-Variante hinzugefügt. Neu sind auch das farblich abgesetzte Fersenstück und die Anordnung der Perforationen. Dazu erscheint die Midsole ebenso wie der gesamte Schuh nun wesentlich dynamischer. Wir sind jedenfalls positiv überrascht, dass die Silhouette aus nahezu jeder Perspektive funktioniert und dabei keinesfalls übertrieben chunky aussieht.

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Man kann vermuten, dass die Entwicklung des M2K Tekno nicht allzu viel Zeit verschlungen hat. Dass man bei Nike auf der Air Monarch-Vorlage aufbauen konnte, erklärt auch den noch recht moderaten Preis, selbst wenn dieser im Vergleich zum inoffiziellen Original mal eben verdoppelt wurde. Die ersten Colorways wie der hier gezeigte „Black Volt“ und der „Phantom“ erschienen zunächst nur im Wmns-Sizerun. Alle Dads und solche, deren Füße nicht bei Größe 42,5 aufhören, müssen sich noch bis Juli gedulden. Dann soll der M2K Tekno endlich auch in Männer-Größen erscheinen. Dass der Dad Shoe-Trend bis dahin etwas nachlässt, ist nicht zu erwarten.

Über mögliche Restocks des M2K Tekno informieren wir Euch auf Twitter. Den Air Monarch IV findet Ihr hier.

Dieser Text enthält Affiliate-Verlinkungen.

E. & M.Nike M2K Tekno-18 Nike M2K Tekno-20 Nike M2K Tekno-17 Nike M2K Tekno-15 Nike M2K Tekno-14 Nike M2K Tekno-6 Nike M2K Tekno-4 Nike M2K Tekno-3 Nike M2K Tekno-19 Nike M2K Tekno-9 Nike M2K Tekno

The best things in life often don’t happen according to plan. While this might sound a little trite, it is probably true. When we visited Chicago last month, we had of course some people and places on our bucket list. We wanted to check out some stores, eat at some fine restaurants and generally have a good time. While we managed to achieve all of this, Chicago really won over our hearts once again and despite some late onset of winter, it was a chance encounter that turned into the highlight of our Chicago trip. Michael, one of the owners of Notre, asked us if we were interested in meeting Ed Tinoco as his story bridges the worlds of fine dining and sneakers, two things we are tremendously passionate about as Micheal already knew from our blog and a brief chat. We didn’t have to think twice. Of course we couldn’t wait to meet the guy that became Chef de Cuisine at the famous Next Restaurant, owned by Grant Achatz’s Alinea Group – Chicago’s most famous and respected culinary institution (you should check the „Chef’s Table“ epsiode about Grant on Netflix).

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What was even more impressive: Ed was promoted to Sous Chef and later Chef de Cuisine at the age of only 24! We guess he must have worked his butt off and be more than just a talented guy. If he achieved this at Next that already won the respected James Beard award as Best New Restaurant in America (among many other awards), then this is proof of his outstanding skills as a chef. But being a great chef and an interesting person might sometimes be two separate things, so we were really curious to find out what that guy is like. As Michael told us, Ed considers himself a sneakerhead. So we could probably chat with him about some nice kicks. But there’s much more to his story.

We met Michael and Ed in the lobby of our hotel. Our first impression: Wow he’s really that young! Even though we knew about his age we were still quite impressed. Ed, with artful tattoos, wearing a black leather jacket and a pair of Off-Whites could also be mistaken for a tattoo artist or a member of an indie rock band. Or perhaps he’s actually a fashion designer? No, Ed is a chef as we already told you. And he provided the evidence when we walked to his workplace at Next (which was literally next to our hotel). There we caught not only a glimpse of the kitchen but also of the chef’s table and the impressive dining room with colorful graffitis on the walls. His job routine characterized by long hours and hard work. Ed and his team were working on the new menu which usually changes every three months at Next. In the past they did a Hollywood themed menu or an hommage to French Nouvelle cuisine. For all those who skeptical about so-called „fine dining“ because they think of it as a stiff, dated concept, Next is the ultimate antidote. In fact it’s exact the opposite as Ed told us. You can wear sneakers and don’t need to dress up if that makes you feel uncomfortable. We love this.

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From Next it’s only a short walk to Ed’s place, where he and his wife Alexis live together with their dog. The apartment is situated in a modern complex and is obviously the home of a sneakerhead. One of the first things we recognized are the Nike and Jordan boxes blocking the refrigerator (their impressive collection of fine spirits comes next). Ed apologized to us for the slight chaos in the kitchen, but there wasn’t really any need. After all it wasn’t too different to our own place. But before we got into some nerdy sneaker talk we wanted to hear more on Ed’s personal story. „We were both trying to push ourselves and to be more creative within the restaurant, but obviously their clientele was older and not so open minded“ Ed described the situation in New York at his former workplace. „So why don’t we move to Chicago? I asked my wife.“ In retrospective this moment seemed to be the inflection point. „I remember just buying a train ticket to Chicago. We were both kind of drunk, I guess. We both went home, packed some stuff and in the next morning we were here with only 200 Dollars in our pockets.“

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A new start can be tricky, especially if you ended up in a completely new city. „When we moved here, we obviously didn’t know anyone“ Ed told us. Today he seems happy with their decision, but we can imagine that the first days were probably quite rough. Ed admits that he panicked a little bit when he realized what they had done. „On our way to Chicago, still on the train, I emailed Next, telling them that I needed a job. It was around 6 AM“. Within some hours he got an answer from the restaurant, telling him to show up in the upcoming week. That’s how he got a foot in the door at Next. His first day at work was nevertheless different than expected: „Most people start in the basement with the morning crew, but as I already managed kitchens they put me straight in the actual line as a cook.“ To Ed this came like a motivation boost: „It was pretty awesome to see that intense environment“ he tells us, proud to be an important part of the Next/Alinea family today. Looking back on the last 4 years, for him and his wife Alexis moving to Chicago was obvious the right decision: „That’s why we moved to Chicago, because we wanted to evolve and I felt hat Next was the perfect place to be in.“ But at the same time Ed learned that you can’t plan everything in life or every step in your career: „The plan was to be there for a year, but within 9 months I got promoted to sous chef and a year after to Chef de Cuisine.“ We guess there’s not much to complain about getting ahead like Ed and Alexis did, who at the same time became the head bartender at The Aviary.

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But Ed is not only a distinguished, very creative chef, he’s also into sneakers. „My collection may not be that big, but I have some nice pairs“. Ed’s introduction of his sneaker collection turns out to be a big understatement as it’s not quantity that matters. To be completely honest, we couldn’t spot one bad pair. Various Air Max 97, the Off White x Nike Presto and Vapormax, some Jordans (also the Off-White’s), the atmos x Nike releases, the latest Acronym Vapormax Moc and of course the Tom Sachs Marsyard 2.0. Ed is a swoosh lover, hands down! When it comes to kicks, it’s all about Nike and Jordan. It seems rather impossible not to love Jordans when you live in Chicago, right? „There are also other chefs who collect sneakers but I’m really pushing it to be known as the chef who likes fashion and kicks.“ Ed has no problem admitting that he sometimes buys hype releases from resellers. „I wish, I could wear sneakers all day“ Ed confesses. At the moment he is still looking for the Off-White Vapormax White pair (he needs an US10, perhaps you can help him out).

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When asked what his own sneaker design would look like, he doesn’t need to think twice: „My design would take inspiration from the Tom Sachs and the Off-White Presto. I just love how Virgil put all the details in the right place. The tongue, the strap and not to forget the use of different materials, this shoe is a piece of art.“ But Ed isn’t someone who likes everything that gets hyped. He points at the Off-White Air Max 97: „I feel like Virgil could have done a lot more with that pair than he actually did. I mean, they are alright but no comparison to his Jordan design or the Presto.“ If someone calls him a hypebeast, he’s probably the most rational collector of hype kicks we can think of.

Thanks to his love for sneakers he and Michael from Notre joined forces for a remarkable Nike event during Air Max Month. Only a couple of guests – mostly creative people, bloggers and sneakerheads from Chicago – had the privilege to be invited to a very special dinner (needless to say that we are pretty jealous). The Next crew created a full menu, experimenting with liquid nitrogen to freeze not only the food but also some Nike kicks. The recap video done and edited by Michael is pretty stunning. And if you watch closely you will recognize Ed in it. Compared to all those often boring launch events from big brands this Next and Notre collaboration clearly stands out. And it could point to the future. Someone who appreciates good food might also like elaborate streetwear and vice versa.Notre_AirMaxDinner_Blog_01 Notre_AirMaxDinner_Blog_08 Notre_AirMaxDinner_Blog_05

Ed is already thinking in that direction: „I love to think about new concepts like for example how can you bring a retail store and a restaurant together? Hopefully in the future there’s a chance to explore those things.“ Notre would be the perfect match as they have also bigger ambitions. So what’s next (no pun intended) for Ed and Alexis? „I actually started to love Chicago but I also miss New York“ says Ed and he adds with a smile: „At the end of the day I don’t wanna do something and not feel 100% happy. If I have the opportunity to open my own restaurant here, I will definitely do it.“ We have no doubt that he will achieve his objective rather sooner than later. Ed’s and Alexis’ story is inspiring. It tells us something about life in general and that’s why we all can relate to it. In the end it all comes down to a few things: Chasing dreams, taking risks, living it to the fullest.

You can (should) follow Ed on Instagram

Der schnelle Sold Out des Nike M2K Tekno war zugegeben absehbar. Interessant ist das Phänomen schon deshalb, weil der Release ohne allzu strenge Limitierung oder namhaften Collabo-Partner auskam. Manchmal reicht anscheinend doch noch ein Schuh, der einen Trend ziemlich clever aufnimmt (Dad Shoes) und ihn etwas modernisiert. Insofern ist es nicht schwer, auch für den kommenden pinkfarbenen Colorway einen erfolgreichen Release vorherzusagen. Vermutlich wird der Hype um den „Pink Foam“ sogar den seiner beiden Vorgänger noch überbieten. Angeblich dürfen sich bald auch die Jungs auf ihren M2K Tekno freuen, der im Sommer auch in Männergrößen erscheinen soll. Den M2K Tekno „Pink Foam“ findet Ihr erst einmal am Samstag bei TGWO, Nike, Naked, Voo Store und Afew.

Drop Weekly

Seit heute sind gleich mehrere neue Air Max 1-Colorways erhältlich. Von diesen ist der Watermelon für uns der klare Favorit für den Sommer, der es dieses Jahr schon ziemlich eilig hatte. Aber natürlich kann man auch mit den anderen Farben wie dem „Curry 2.0“ wenig falsch machen. Passend zum sommerlichen Watermelon erscheinen dann in der nächsten Woche endlich auch der Air Max 97 und 98 in den typischen South Beach-Farben. Auf diesen Air Max-Drop warten wohl einige von Euch schon sehnsüchtig. Die neuen Air Max 1-Releases findet Ihr u.a. bei 43einhalb, TGWO, Afew, asphaltgold und Bstn, wobei der Watermelon in den meisten Stores bereits ausverkauft ist. Bei Nike wurde der Release kurzfristig auf den 10. Mai verschoben. Es gibt also noch eine Chance!

Drop Weekly

Kein Hype, keine Limited Release, keine Gimmicks: So ließe sich der neue Footscape Woven-Drop auf den Punkt bringen. Gleich drei neue Wmns-Modelle erscheinen in dieser Woche, darunter dieser wunderschöne Multicolor. Obwohl der Footscape Woven weiterhin ein Nischendasein führt, so haben wir doch festgestellt, dass immer mehr anscheinend die Vorzüge dieser Silhouette zu schätzen wissen. Das mutige Design mit der asymmetrischen Schnürung und der rundherum verlaufenden Woven-Applikation ist selbst heute noch zukunftsweisend. Hinzu kommt, wie unglaublich bequem der Footscape Woven einfach ist. Das gilt für jeden Colorway, sowohl für den hier abgebildeten Multicolor als auch für die anderen neuen Wmns-Releases wie den Dusty Pink. Schaut am besten ab morgen mal bei TGWO, Shoez Gallery oder Sneakers76 vorbei und überzeugt Euch selbst von den Qualitäten des Footscape Woven.

Drop Weekly

Unser Highlight von den 3 Streifen nennt sich adidas F/22 PK „Atric“. Das neue Modell ist eine wirklich spannende Weiterentwicklung eines klassischen Mokassin, der optisch mit einem outdoor-tauglichen Trail-Sneaker und einem Upper aus Merino Wolle sowie Primeknit kombiniert wurde. Die Sohle erinnert tatsächlich an andere Moc-Sneaker und soll auf und abseits der Straße für Halt sorgen. Man könne den Atric problemlos auch barfuß tragen, so hören wir. Das Upper sei einerseits atmungsaktiv, zum anderen soll es schwitzende sowie nasse Füße verhindern. Dass adidas zum Start gleich fünf verschiedene Colorways herausbringt, macht die Entscheidung allerdings nicht gerade leicht. Nicht unerwähnt sollte zudem die dazu passende Vintage-Apparel bleiben. Komplettiert wird die Outdoor-inspirierte Atric-Kollektion („Engineered for any extreme“) von verschiedenen Backpacks und Zubehör wie dem Thermosbecher. Erhältlich bei adidas, asphaltgold, TGWO, 43einhalb und Uebervart.

Drop Weekly

Kurzfristige Änderungen im Release-Kalender sind nichts, was bekanntlich selten vorkäme. Und so verschob sich der Release der beiden Air Jordan 1 High aus dem „Best Hand in the Game“-Pack kurzerhand um eine Woche. Nun dürfen alle Jordan-Fans auf den 9. Mai gespannt warten, wenn bei Stores wie Afew, asphaltgold und Bstn der „Track Red“ und der „Yellow Ochre“ an den Start gehen. Selbst wenn wir keine Jordanheads sind, so gefallen uns beide doch wirklich gut. Was wir zuvor über den Air Max 1 gesagt haben, trifft wohl auch hier zu. Eine Silhouette wie der AJ1 ist einfach zeitlos und kommt nie aus der Mode, da es bei dieser nicht um irgendwelche Trends oder Hypes geht. Und nur die wenigsten Schuhe können auf eine derart lange Historie verweisen (die meisten Releases sind doch heutzutage schon nach wenigen Wochen vergessen).

Drop Weekly

Schließlich startete heute eine neue Sale-Runde bei Foot Locker. Wie immer könnt Ihr dort mit dem Code VIPDEAL25 ordentliche 25% auf viele Sneakers sparen. Unsere Empfehlung wären die verschiedenen TN1-Releases, die einst ja mal nur bei Foot Locker erhältlich waren. Auch für die weiblichen Sneakerheads hat Foot Locker einige Schönheiten in den VIP-Deal aufgenommen. Vorbeischauen lohnt sich!

Drop Weekly

Viele weitere Links zu den Releases dieser Woche findet Ihr wie immer zu gegebener Zeit unter unserem Twitter-Account @sneakerzimmer und ab sofort auf unserer neuen Release-Seite. Der Drop Weekly-Beitrag enthält Affiliate-Verlinkungen zu verschiedenen Online-Shops.

Bilder: adidas, TGWO, Afew, 43einhalb, Naked

Fortsetzungen sind ja meist eher eine Enttäuschung. Wir versuchen es dennoch, Euch mit unserem zweiten Dining & Drinking-Guide über Los Angeles Lust auf eine Reise dorthin zu machen. Natürlich bildet auch dieser nur einen Bruchteil von dem ab, was man in dieser Stadt kulinarisch erleben kann. Viel Spaß mit dem Guide und get Hungry!

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Millie’s Cafe (Silver Lake)

3524 Sunset Blvd

Wenn ein Café seit über 90 Jahren an gleicher Stelle geöffnet hat, dann ist das schon eine Rarität. Tatsächlich erinnert Millie’s Café im trendigen Silver Lake an jene Zeit, in der die Gegend noch wenig hip war. Hier läuft noch alles nach dem Oldschool-Prinzip: Ehrliche Diner-Küche, Frühstück und Brunch. Um 16 Uhr schließt das Millie’s nämlich. Die Menü-Optionen halten sich an Klassiker wie Egg Benedict, verschiedene Omeletts oder die Huevos á la Mexicana. Davor oder danach darf es gerne etwas süßer zugehen, wofür wir die Waffles empfehlen. Wer Glück hat, bekommt einen Platz direkt am Tresen mit Blick auf die Küche. Ansonsten lässt es sich gut bei kalifornischem Wetter an einem der Tische vor dem Millie’s aushalten. Besonders beliebt ist der Brunch am Wochenende, für den auch gerne mal Schlange gestanden wird (trendige Brunch-Gerichte sucht man hier aber vergebens). Eigentlich ist das Millie’s aber immer sehr gut besucht, der Service mehr als auf zack und das Essen bodenständig und sehr lecker.

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Honey Hi (Echo Park)

1620 Sunset Blvd

Von außen wirkt das kleine Honey Hi Café in Echo Park ziemlich unscheinbar und so läuft man vielleicht zunächst achtlos an ihm vorbei. Das wäre aber mehr als schade, denn das Frühstück hier ist unglaublich lecker. Dazu gibt es strikte Grundprinzipien wie der Verzicht auf Gluten und raffiniertem Zucker. So weit es geht versucht man biologisch angebautes Gemüse und Obst zu verwenden. Gleiches gilt für die Eier, die Milch und das Fleisch. Die Frühstückskarte wartet mit einem wirklich tollen Shakshuka auf, es gibt verschiedene Bowls und Klassiker wie Avocado Toast und den Breakfast Sandwich. Wir kommen gerne wieder!

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Ostrich Farm (Echo Park)

1525 Sunset Blvd

Noch gar nicht lange öffnet die Ostrich Farm in Echo Park ihre Türen für ein kulinarisches Highlight. Das kleine Restaurant wird von einem Ehepaar geführt: Jaime Turrey und Brooke Fruchtman haben sich mit der Ostrich Farm einen Traum verwirklicht. Sie bieten moderne amerikanische Küche an, eine kleine aber feine Karte mit Gerichten, die man am besten immer teilt. Dann kann man nämlich umso mehr bestellen. Als Vorspeise empfehlen wir eines der Flatbreads (probiert am besten das ganz einfache nur mit Öl und Meersalz), später dann gibt es verschiedene kleinere und größere Teller (Risotto, gegrillter Lachs, Kräuterhähnchen und vieles mehr), von denen uns einer besser als der andere schmeckte. Wir würden uns nicht wundern, wenn bei unserem nächsten Besuch schon ein Michelin-Stern in der Küche hängt.

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Alimento (Silver Lake)

1710 Silver Lake Blvd

In der Nähe des Silver Lake Reservoirs versteckt sich das Alimento. Das Restaurant von Küchenchef Zach Pollack hat sich schnell als neuer kulinarischer Hotspot in SIlver Lake etabliert. Das wundert uns nicht. Die von der italienischen Küche inspirierte Karte (ein Pasta-Gericht ist im Alimento Pflicht) setzt auf den beliebten Gerichte-zum-Teilen-Trend. Aber Vorsicht: Die Portionen sind gar nicht mal so klein! Mit insgesamt 5 Gerichten waren wir jedenfalls mehr als satt. Richtig gut schmeckten uns hier neben den hausgemachten Tortelloni vor allem der gegrillte Oktopus und die Pork Meatballs. Eine Reservierung ist aber sehr zu empfehlen, denn das Alimento ist längst weit über Silver Lake hinaus bekannt.

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Maru Coffee (Los Feliz)

1936 Hillhurst Ave

Fast wie einer Zen-Kapsel fühlt man sich im wunderbar entspannten Maru Coffee. Mitten in Los Feliz (es gibt noch einen zweiten Maru in Downtown) steht hier seit 2 Jahren eine kleine Oase der Ruhe für alle Liebhaber von Kaffee und Tee. Passend zur asiatisch-minimalistischen Einrichtung bekommt man hier bestes Barista-Handwerk geboten. Die hohe Qualität der Kaffeespezialitäten liegt gleich mehrere Lichtjahre von den üblichen Kaffeehausketten entfernt. Allein schon das Design der Kaffeetassen ist bei Maru wirklich etwas Besonderes. Die verarbeiteten Bohnen stammen von Stereoscope Coffee, ein weiteres Qualitätsmerkmal.

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Birds and Bees (Downtown)

207 South Broadway

Man mag zunächst glauben, man sei an der falschen Adresse. Tatsächlich sollte man in der hinteren Ecke eines Parkplatzes nach einer Treppe Ausschau halten. Unten am Ende eines langen Gangs wartet dann der Eingang ins „Birds and Bees“, einer wunderbar gemütlichen Cocktailbar mit langer Theke, vielen Tischen und Sitzmöglichkeiten. Unter der Woche geht es hier recht entspannt zu, so dass man nicht Schlange stehen muss. Die Drinks sind wirklich stark und abwechslungsreich. Für 14 bis 16 Dollar (Los Angeles typische Preise) kann man dies aber auch durchaus erwarten. Wir haben den Patsy Cline und den Rome with a View getestet. Für alle Fans von Campari-Cocktails ist letztgenannter fast schon ein Muss!

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Cliff’s Edge (Silver Lake)

3626 Sunset Blvd

Zum Cliff’s Edge gehört die vielleicht schönste Außen-Gastronomie in Silver Lake. Auch wenn das Restaurant gerne als romantischer Date-Sport am Abend empfohlen wird, so haben wir hier doch am Wochenende gebruncht. Und auch dieser ist sehr beliebt, so dass eine Reservierung absolut notwendig ist. Das Pork Belly Hash war eines der besten, das wir jemals in den USA gegessen haben. Kaum weniger lecker waren die Ricotta Pancakes, von denen echte Suchtgefahr ausgeht. Wer auf der Suche nach einem Top-Brunch in schöner Atmosphäre ist, der kommt am Cliff’s Edge in LA eigentlich nicht vorbei.

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Good Luck Bar (Los Feliz)

1514 Hillhurst Ave

Die Good Luck Bar ist ein Phänomen: Hier sieht alles zunächst nach chinesischer Spelunke aus. Die Einrichtung spart nicht mit China-Kitsch und doch sind weder die Besitzer noch die Drinks wirklich „chinesisch“. Man könnte diese hinter einer unscheinbaren Tür versteckte Fake-China-Bar auch als augenzwinkernde Täuschung umschreiben. Serviert werden ordentliche Tiki-Drinks, Bier und Hochprozentiges. Die Kombination aus Whisky-Shot und Tsing Tao-Bier nennt man hier „Double Happiness“ – eine schöne Umschreibung. Vor oder nach dem Barbesuch kann man gleich nebenan das wunderschöne Vista Theatre-Kino besuchen.

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Jaffa (Fairfax)

8048 W 3rd S

Die israelische Küche scheint derzeit in Los Angeles sehr angesagt zu sein. Es gibt viele gute neue Restaurants, so dass uns eine Auswahl wirklich schwer fiel. Unser Tipp ist das Jaffa auf der 3rd Street, das in einem hellen, sonnigen Restaurant beste israelische Speisen serviert. Auch zum Brunch gibt es hier Hummus mit Pita-Brot, Shakshuka, Fattoush-Salat, Flatbread und andere besondere Frühstücks-Varianten mit orientalischer Note. Bei nächsten Mal werden wir in jedem Fall auch die Abendkarte testen. Eine Enttäuschung scheint dabei so gut wie ausgeschlossen.

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The Butcher, the Baker, The Cappucino Maker (Sunset Strip)

8653 Sunset Blvd

Den längsten uns bekannten Café-Namen haben The Butcher, the Baker, The Cappucino Maker, die damit praktischerweise schon verraten, was man bei ihnen erwarten darf. Frische Backwaren und süßes Gebäck, eine vielfältige Frühstückskarte, Kaffee und sogar Lunch/Dinner mit Bratwurst und Bone-In New York Steak bekommt man an diesem recht neuen Spot am Sunset Strip, der gerne auch schon mal von Promis besucht wird (ok wir sind in Los Angeles). BBCM verbinden ein stylisches Ambiente mit gut zubereiteten Frühstücks-/Lunch-Klassikern. Nur in Sachen Service kann man vielleicht noch eine Schippe drauflegen. Der war bei unserem Besuch nämlich etwas schläfrig.

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Verve Coffee (West Hollywood)

8925 Melrose Ave

Praktisch in Sichtweite des neuen Bape-Stores liegt die Melrose-Location der Verve Coffee Roasters. Dass hier nur beste Bohnen geröstet werden, versteht sich eigentlich fast von selbst. Immerhin ist die Kundschaft in dieser Gegend durchaus anspruchsvoll. Wir mochten das Café aber auch, weil es dort angenehm ruhig und entspannt zuging. Kostenloses Wifi und einige süße Versuchungen warten hier ebenfalls auf Euch. Während einer Einkaufstour rund um den Melrose Place ist ein Besuch in dieser schönen Kaffeebar eine echte Wohltat.

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Here’s Looking at you (Koreatown)

3901 W 6th St

Hip, hipper, Here’s Looking at You! Dieses Restaurant in Koreatown ist ein neuer Hot Spot der Gastro-Szene. Wenn man schon am Eingang vom Supreme-Sticker begrüßt wird und später dann das Morrissey-Bild entdeckt, glauben wir das gerne. Aber natürlich wollen wir es nicht bei solchen, zugegeben hübschen Äußerlichkeiten belassen. Denn das Essen wurde von uns selbstverständlich auch getestet (für die Drinks müssen wir noch einmal wiederkommen). Die meist kleinen Teller sind wieder mal zum Teilen gedacht. Gerichte wie Octopus Hushpuppies oder Monkfish Schnitzel klingen nicht nur interessant, sie sind es auch. Mutige versuchen die Froschschenkel.

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Destroyer (Culver City)

3578 Hayden Ave

Die Dekonstruktion eines Cafés und Frühstückslokals erlebt man im Destroyer. Das ganze Ding wirkt wie eine von Designstudenten eingerichtete Kathedrale des modernen Minimalismus. Bereits der Schriftzug an der Tür und die Präsensation der Menükarte machen neugierig. Das Avocado-Toast, was wir hier gegessen haben, kommt in einem Do-it-Yourself-Baukasten daher. Am liebsten hätten wir Teller, Bestecke und Tassen gleich mit nach Hause genommen. Hinter der überstylischen Fassade stecken aber auch richtig leckere Frühstücksvarianten. Den Besuch im Destroyer vergisst man garantiert nicht.

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Plant Food + Wine (Venice)

1009 Abbot Kinney Blvd

Kann vegetarische Küche auch Nicht-Vegetariern schmecken? Was für eine dumme Frage! Das wird einem spätestens im Plant Food + Wine bewusst. Matthew Kenney hat inzwischen ein Imperium der Veggie-Küche aufgebaut, mit mehreren Restaurants. Das Plant Food + Wine in Venice Beach liegt zwar am hippen Abbot Kinney Boulevard und ist doch etwas abseits des großen Trubels. Vor allem der schöne Hinterhofgarten ist als Treffpunkt zum Lunch oder Dinner perfekt. Auch der Verzicht auf jegliche Fertigprodukte und Geschmacksverstärker – leider oft der Normalfall – macht dieses Veggie-Restaurant zu einer absoluten Empfehlung für alle, die gut und gleichzeitig gesund essen wollen.

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Black Rabbit Rose Magic (Hollywood)

1719 N Hudson Ave

Das Black Rabbit Rose Magic liegt mitten in Hollywood am Hollywood Boulevard, der sicherlich nicht zu den schönsten Ecken von LA zählt. Den Vergleich mit den Kölner Ringen haben wir schon öfter mal gemacht. Im Black Rabbit Rose Magic spürt man davon zum Glück nichts. Die eine Hälfte ist eine etwas dunkle Cocktail-Bar, in der man auch Essen serviert bekommt (vom Crying Tiger-Restaurant nebenan). Der andere Teil wird am Abend zu einem Theater. Für die einstündige Show, in der Musiker, Zauberkünstler und Tänzer auftreten, kann man vorab Tickets kaufen. Aber auch in der Bar sieht schon mal ein Zauberer vorbei, der Euch seine Tricks am Tisch vorstellt. Einmal in der Woche gibt es auch einen Jazz-Abend, der lustigerweise von Fred Durst (ja genau richtig gelesen) präsentiert wird. Insgesamt eine sehr stimmige, angenehm ruhige Themen-Bar.

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Lono Hollywood (Hollywood)

6611 Hollywood Blvd

Tiki-Vibes versprüht diese recht neue Bar im Herzen Hollywoods. Das Lono ist dennoch nicht mit den billigen, überfüllten Bars in der Umgebung zu vergleichen sondern ein echtes Tiki-Paradies mit einer sehr schönen, stilvollen Einrichtung. Da kann man sich fast wie in der Südsee fühlen (mitunter mussten wir auch ans Oriole in London denken). Fast noch besser als die hochprozentigen Drinks schmeckte uns das Coconut Popcorn und die anderen Fingerfood-Spezialitäten aus der Lono-Küche. Aloha und ab dafür!

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Swingers (Fairfax)

8020 Beverly Blvd

Von der Karte im Swingers Diner kann man schon etwas überfordert sein. Natürlich wird hier den ganzen Tag über Frühstück serviert, Diner-Style eben! Die Portionen sind dementsprechend groß und sättigend. Kaffee bekommt man unendlich nachgeschüttet und auch sonst wird man mit den besten Diner-Qualitäten versorgt. Zu diesen gehört ein Essen, das gleich mal ordentlich Power für den ganzen Tag liefert. Oder man merkt, dass man zu viel gegessen hat. Sucht Euch was aus! Wir würden ohne die Swingers-Pancakes am liebsten keinen Morgen mehr das Haus verlassen. Herzhafter geht es bei dem Breakfast Burrito, dem Fried Egg Sandwich und dem Klassiker Steak & Eggs zu.

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Coffee Commissary (West Hollywood)

801 N Fairfax Ave

Jeden Morgen das gleiche Ritual: Erst einmal einen Kaffee holen! Und das taten wir im Coffee Commissary um die Ecke. Neben der Location in West Hollywood finden sich auch in Culver City, Hollywood und Burbank Filialen des Kaffeerösters, dessen Statement „In Pursuit of the Perfect Cup“ auch ganz gut auf uns passen würde. Denn ohne einen guten Kaffee wollen wir auch im Urlaub nicht in den Tag starten. Und die Kaffeetasse von hier ist ohnehin das beste Mitbringsel (für uns selber).

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Adults Only (Hollywood)

7065 1/2 Sunset Boulevard

Der Eingang zu dieser Speakeasy-Bar ist unser persönliches Highlight. Wie der Name schon vermuten lässt, versteckt sich die Bar hinter der Erwachsenen-Abteilung einer gefaketen Videothek (einfach draußen auf die Leuchtreklame achten). Dort laufen auf den Bildschirmen sogar noch besagte XXX-Filmchen. Die Bar selbst bietet unter der Woche bis 22 Uhr eine Happy Hour, in der bestimmte Drinks für unschlagbare 5 Dollar angeboten werden. So stellt man nicht nur sein treues Stamm-Publikum zufrieden. Natürlich kann man auch etwas mehr Geld ausgeben. Oder man spielt eine Runde Billard.

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Son of a Gun (West Hollywood)

8370 W 3rd St

Zum „Imperium“ von Jon Shook und Vinny Dotolo (Animal, Trois Mec, Jon & Vinny) gehört auch das Son of a Gun-Restaurant, in dem sich vieles um Seafood dreht. Es sollte also eigentlich klar sein, was man hier bestellt. Interessanterweise ist das Restaurant vor allem für seinen Fried Chicken-Sandwich bekannt. Der findet sich sowohl auf der Brunch- als auch auf der Dinner-Karte. Ansonsten bestellt man gleich mehrere Gerichte, die man sich dann am besten teilt. Es gibt sowohl rohe/fast rohe Delikatessen (Ceviche, Austern), verschiedene Meeresfrüchte, Fisch aber auch Fleisch (die Rippchen waren perfekt), Gemüse und Salate. Somit dürfen auch Nicht-Fisch-Fans hier durchaus einmal vorbeischauen.

Bibo Ergo Sum (West Hollywood)

116 N Robertson Blvd

Eine Cocktail-Bar, die sich an einem bestimmten Thema orientiert, wirkt manchmal etwas eindimensional oder cheesy (was auch seinen Reiz hat). Nicht so im Bibo Ergo Sum, dessen lateinischer Name übersetzt so viel heißt wie „Ich trinke, also bin ich“. Erst 2017 eröffnete die Bar im neuen Robertson Plaza in West Hollywood. Von außen weist nur eine unscheinbare Tür auf die Cocktail-Meisterwerke im Inneren hin. Diese stammen übrigens vom Bar-Team des Normandie Clubs. Das elegante Innendesign der Bar mit ihrem halbrunden Tresen spielt mit Symmetrie und Einflüssen aus ganz unterschiedlichen Richtungen. Wer die Karte aufschlägt, entdeckt die Inspiration für das Menü, das nach den 3 Kapitel des Christopher-Nolan-Films „The Prestige“ über zwei rivalisierende Zauberer aufgebaut ist (The Pledge, The Turn, The Prestige). Am Besten fängt man bei den Drinks vorne an und lässt sich dann von den weiteren Kreationen überraschen. Wie in einer guten Zaubershow.

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The Spare Room (Hollywood)

7000 Hollywood Blvd

Das Hotel Roosevelt am Hollywood Boulevard ist eine Institution. So schön das alte Hotel aber auch ist, wir waren mehr an dem interessiert, was sich in dessen Zwischengeschoss „versteckt“. Im Spare Room bekommt man nicht nur exzellente Drinks gemixt sondern – wer möchte – kann sich dabei auch noch auf einer der beiden Bowlingbahnen körperlich betätigen. Eine Reservierung dafür ist aber in jedem Fall zwingend erforderlich (100 Dollar pro Stunde kostet die Bahn). Aber selbst wer nur für einen guten Drink oder die Snacks in den Spare Room kommt, kann sich eine der Tischspiele ausleihen. Wie wäre es denn mit einer Runde Jenga oder Vier Gewinnt? Für Schach reichte unsere Konzentration leider nicht mehr. Warum das so war, überlassen wir Eurer Fantasie.

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Flore Vegan (Silver Lake)

3818 Sunset Blvd

Eigentlich ist es nicht allzu schwer, in Silver Lake ein veganes Restaurant zu finden. Wir waren hier zum Lunch nicht wegen sondern trotz der veganen Karte. Und selbst wenn wir hier nur einen Salat gegessen haben, so waren wir danach nicht nur wirklich satt – die Größe der Portion sagt eigentlich schon alles – sondern auch mit der veganen Option sehr zufrieden. Es muss eben nicht immer Fleisch sein. Gerade zur Mittagszeit ist das Flore ziemlich gut besucht, weshalb man durchaus mal mit Wartezeiten rechnen muss. Das Warten lohnt sich aber.

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The Semi-Tropic (Echo Park)

1412 Glendale Blvd

Das Semi-Tropic ist eine typische Neighborhood-Bar/Restaurant mitten im hippen Echo Park. Täglich von 11 bis 19 Uhr gibt es hier eine Happy Hour mit einem ausgewählten Food-Menü und verschiedenen Drinks. Auch zu dieser Zeit ist die gemütliche Bar gut besucht. Am Wochenende lässt es sich hier brunchen und ansonsten auch bis spätabends an der Bar ein Bier trinken. Dabei kommt man recht schnell mit den anderen Gästen (fast alles Einheimische) ins Gespräch. Da die Bar am Glendale Boulevard recht zentral in Echo Park liegt, kann man hier praktisch immer mal auf einen Drink vorbeischauen.

Sneaker City Guide LA

Hier geht es zu Teil 1 unseres Dining & Drinking-Guides über Los Angeles.

Etwas schwer tun wir uns zugegeben mit der Strategie, einen Schuh monatelang „anzuteasern“ und immer wieder anzukündigen. Das führt am Ende dazu, dass man schon vor dem Release das Interesse verliert. Beim adidas Kamanda wäre das vermutlich wirklich schade, denn die ungewöhnliche Silhouette mit ihrer auffälligen Sohle hat sicher das Potenzial, ein ganz starker Newcomer zu werden. Das gilt insbesondere für den dunkelroten Colorway, der uns von beiden Farboptionen am besten gefällt. Beim Kamanda ist es den adidas-Designer außerdem gelungen, alte Designelemente aufzunehmen ohne in die Retro-Falle zu tappen. Denn dass der Kamanda anders ist – ob gut oder schlecht, das soll jeder selbst beurteilen – daran gibt es eigentlich keinen Zweifel. Am Samstag findet die Kamanda-Premiere u.a. bei TGWO, 43einhalb, Overkill und Uebervart statt.

Drop Weekly

Was passiert wenn der Dadshoe-Trend in ein Hypebae-Remake gerät? Die Antwort gibt es ebenfalls am Samstag. Dann erscheint der M2K Tekno, dessen Namen ebenso sperrig und gewöhnungsbedürftig ist wie sein Design. Die Einflüsse des Monarch sind unverkennbar. Ebenso wurden hier Elemente von „chunky“ Fashion-Sneakers in die Sohlenkonstruktion eingebaut. Wie schon beim Kamanda ist auch der verwandelte Monarch ein „Love it or Leave It“-Ding. Als Wmns-Release wird der neue „Mum’s Shoe“ nur bis zu einer 44,5 erhältlich sein. Aber ganz ehrlich: So einen Sneaker will man doch gar nicht in einer 46 oder 47 tragen? Alle Fashion-Mädels und Monarch-Liebhaber erhalten zum Start des M2K Tekno gleich zwei Colorways zur Auswahl. Wir müssen nicht lange überlegen, welcher der beiden uns besser gefällt (natürlich der helle). Mit rund 100 Euro liegt der M2K Tekno auf einem nicht uninteressanten Preisniveau – etwas über dem des Monarch IV zuletzt. Erhältlich ist die neue Mumshoe-Wunderwaffe ab Samstag beim Voo Store, bei Naked, Stoy und direkt bei Nike.

Drop Weekly

Und noch einmal müssen wir den Dadshoe-Vergleich bemühen. Denn der Puma Thunder Spectra ist ziemlich „chunky“ und setzt ganz klar auf diesem Trend auf. Ob der fränkische Dadshoe nun zu spät kommt, werden die Käufer entscheiden. Wir wagen erst einmal keine Prognose. Allerdings finden wir ihn ganz in Ordnung, wobei wir erklärtermaßen auch keine großen Puma-Fans sind. Nicht nur das auffällige Colorblocking erinnert schließlich an frühere Alexander McQueen-Designs mit der Raubkatze. Für die Positionierung des Thunder Spectra als Fashion-Sneaker kann das nur von Vorteil sein, wobei der Preis von knapp 130 Euro zum Glück nicht mit Fashion-Releases konkurriert. Als Mitternachts-Release geht der Puma in der Nacht zu Samstag bei 43einhalb, Afew, TGWO und asphaltgold online.

Drop Weekly

Keine Ausnahme von der Regel! Auch wenn wir meist Jordan-Releases unerwähnt lassen, so ist es in dieser Woche der AJ XI Low „Medium Grey“, der Eingang in den Weekly fand. Warum eigentlich? Darf man zugeben, dass man allein den dezenten Colorway auf der XIer-Silhouette ziemlich gelungen fand? Zumindest an eher schmalen und kleinen Füßen gefällt uns der AJ XI noch immer gut. Die Kombination aus glänzendem Lackleder und transparenter Außensohle mag wenig innovativ sein und doch bleibt der Look eine ganz sichere Bank, mit dem man kaum etwas falsch machen kann. Für Kontroversen sind auch in dieser Woche andere Releases zuständig. Ab Samstag ist der AJ XI Low „Medium Grey“ bei Nike, Afew, Bstn und asphaltgold erhältlich. Am 1. Mai erscheinen dann exklusiv in Europa zwei der vier Jordan 1 aus dem „Best Hand in the Game“-Pack und zwar der Jordan-typische „Track Red“ sowie der „Yellow Ochre“.

Drop Weekly

Zum Start von Highsnobiety Japan haben die Berliner gleich eine Vielzahl Collabo-Partner ins Boot geholt. Im Footwear-Bereich traf man sich mit Mizuno, die vor allem für ihre Performance-Modelle bekannt sind. Mit dem Wave Rider 1 brachten die Japaner Ende der 1990er Jahre einen Running-Schuh auf den Markt, der nun zu seinem 20. Geburtstag bereits in einer limitierten Auflage zusammen mit mita sneakers und als OG erschien. Für Highsnobiety entwarf kein Geringerer als Solebox-Gründer Hikmet auf der Basis des Wave Rider 1 den Wave Rider Phoenix, der mit seinem klassischen Materialmix aus Mesh, Nubuck und Suede an den Style der damaligen Zeit anknüpft. Damit könnte für Mizuno zugleich ein neues Kapitel beginnen, denn die Marke will mit dem Launch ihrer Sportstyle-Linie nun auch stärker den Lifestyle-Faktor in ausgewählten Designs und Kollektionen berücksichtigen. Der Highsnobiety x mizuno Wave Rider Phoenix erscheint am Samstag zunächst im Highsnobiety-Onlineshop. Ein weltweiter Release wurde für Mai angekündigt.

Drop Weekly

Eigentlich dreht sich im Weekly alles um Schuhe. Wenn wir davon eine Ausnahme machen, dann nur aus gutem Grund. Dieses Mal wollen wir unbedingt die kleine, feine Kollektion von END und Wood Wood nicht unerwähnt lassen. Diese erscheint am Samstag auch online bei END (man kann sich bereits jetzt über das Draw-System anmelden). Sowohl für die beiden Hoodies als auch für das Shirt und den Sweater wurde ausschließlich Öko-Baumwolle verwendet. Alle Teile der Kollektion besitzen darüber hinaus ein Dual Branding der beiden Partner, die damit beweisen, dass sich Style und Nachhaltigkeit nicht ausschließen müssen. Für die Hoodies werden jeweils 145 Euro verlangt, das Shirt kostet 59 Euro und das Sweatshirt 119 Euro.

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Viele weitere Links zu den Releases dieser Woche findet Ihr wie immer zu gegebener Zeit unter unserem Twitter-Account @sneakerzimmer und ab sofort auf unserer neuen Release-Seite. Der Drop Weekly-Beitrag enthält Affiliate-Verlinkungen zu verschiedenen Online-Shops.

Bilder: END, Highsnobiety, 43einhalb, TGWO, Overkill, Hypebeast

Mit dem Epic React stellte Nike erstmals im Februar seine neue Wunderwaffe im Running-Bereich vor. Der Fokus liegt hier zwar deutlich auf den Performance-Eigenschaften, doch das muss ja eine ansprechende Verpackung nicht ausschließen. Die Zeiten hässlicher Running-Styles sind glücklicherweise schließlich schon lange vorbei. Heute erschienen gleich mehrere neue Epic React-Colorways, darunter ein Wmns-Release in einem frischen Pearl Pink und ein khakifarbener Men’s Epic React. Wir haben unseren einzigen Epic React bislang noch keinen Langzeittest unterziehen können. Nach den ersten, eher kürzeren Läufen sind wir von den Qualitäten des Epic React durchaus angetan, wobei wir bislang dem UltraBoost noch einen kleinen Vorsprung einräumen. Richtig gut gefallen uns aber die neuen Colorways. Und weil auch Männer natürlich Pink tragen können, gibt es noch einen pinken Männer-Release. Bei Foot Locker, Nike und Runners Point findet Ihr die neuen Epic React-Styles.

Drop Weekly

Passend zum Frühlingswetter kann etwas Farbe an den Füßen wirklich nicht schaden. Alle Liebhaber von lilafarbenen Sneakers dürften in dieser Woche nur Augen für den neuen Sonra Proto-Releases haben. Der „Leylak“ erscheint am Samstag zunächst instore bei den bekannten Sonra-Adressen wie Soto, Hanon und Patta. Am Sonntag folgt dann auf der Sonra-Seite der Online-Release. Mit insgesamt 150 Paaren – jedes Paar ist wieder einzeln nummeriert – ist auch der „Leylak“ ein wirklich limitierter Sneaker-Schatz. Die Qualität von Hikmets Sonra-Modellen (100% Premium Leder, Made in Germany) hat sich ohnehin schon lange herumgesprochen. Insofern relativiert sich auch der auf den ersten Blick hohe Preis von 250 Euro. Aber dieser wird inzwischen auch für die MIG-Releases von Kangaroos akzeptiert (und für Hype-Releases sowieso). Wir hoffen, dass möglichst viele echte Proto-Liebhaber erfolgreich ihr neues Lieblingspaar sichern können.

Drop Weekly

Die Frequenz der Zoom Fly-Drops wurde von Nike zuletzt auch wieder erhöht. Nach dem weiß-gelben Colorway zu Wochenbeginn folgten heute schließlich ein Wmns-Release sowie ein „Rage Green“ genannter Colorway. Vor allem der „Sunset Pulse“ fühlt sich dank seiner orangenen Highlights schon sehr nach Sommer an, was bei den aktuellen Temperaturen für ein glückliches Timing spricht. Das Laufgefühl im Zoom Fly mag zunächst etwas gewöhnungsbedürftig sein, früher oder später aber will man den auch optisch starken Lauf-Sneaker jedoch gar nicht mehr ausziehen. Da gehen wir jede Wette ein! Auch auf unserer letzten USA-Reise war ein Paar immer dabei. Die neuen Colorways gefallen uns ebenfalls recht gut. Für 170 Euro bekommt Ihr sowohl den Zoom Fly SP „Sunset Pulse“ als auch den „Rage Green“ direkt bei Nike. Auch END hat den Rage Green noch in vielen Größen online.

Drop Weekly

Da der Weekly zuletzt im Urlaub war und wir mit ihm, wollen wir in dieser Woche einen Release unbedingt noch nachholen. Der weiße Flyknit Trainer ist für uns schon jetzt der Sneaker dieses Frühjahrs. Noch besser wird dieser cleane, komplett schneeweiße Trainer durch seine Gum-Sohle. Genau eine solche Kombination haben wir uns schon lange gewünscht. Morgen erscheinen zwar auch weitere neue Colorways (darunter der Neutral Olive), doch mit dem weißen Flyknit Trainer können es diese nicht aufnehmen. Erhältlich ist dieser derzeit noch bei asphaltgold, TGWO und END. Worauf wartet Ihr noch?

Drop Weekly

Eine „Wiedervereinigung“ auf der Collabo-Seite bescheren uns Le Coq Sportif und Highs & Lows aus Australien. Die Sneaker-Boutique hatte schon im Jahr 2014 mit der französischen Traditionsmarke gemeinsame Sache gemacht. Die beiden R1000 sind seitdem bekannt als Black bzw. White Swan. Für uns sind beide bis heute zwei der stärksten Le Coq-Collabs auf dieser Silhouette. Komplettiert wird die Schwanenfamilie nun von einem dritten R1000. Der „Cygnet“ nimmt sich optisch dem noch etwas farblosen Schwanen-Nachwuchs an. Die in zartes Pink getauchte Toebox des neuen HAL R1000 ist eine Anspielung auf das Federkleid eines frisch geschlüpften Schwans. Gleiches gilt für das weiße und graue Leder/Suede. Ab Samstag gibt es die Collab bei HAL, Hanon, TGWO und Afew.

Drop Weekly

Viele weitere Links zu den Releases dieser Woche findet Ihr wie immer zu gegebener Zeit unter unserem Twitter-Account @sneakerzimmer und ab sofort auf unserer neuen Release-Seite. Der Drop Weekly-Beitrag enthält Affiliate-Verlinkungen zu verschiedenen Online-Shops.

Bilder: Pangea, 43einhalb, asphaltgold, HAL, Nike

Überall sieht man sie: Plakate, auf denen stolz der Slogan zu lesen ist „Building a New Chicago“. Tatsächlich hat man gelegentlich das Gefühl, irgendwer baue innerhalb der Stadt an einem zweiten Chicago. Das gilt vor allem für den aufstrebenden West Loop-District, der in den letzten Jahren einen unglaublichen Wandel vollzogen hat. Heute ist die Gegend bekannt als Ausgehviertel, für ihre vielen Top-Restaurants, Cafés und Bars. Mit Firmen wie Google zog es auch immer mehr junge Leute in den West Loop. Auch wir haben wir dort im erst 2017 eröffneten Ace Hotel gewohnt. Chicago ist zu allererst eine Food-Stadt, eine kreative Metropole, in der es praktisch zu jeder Tageszeit etwas zu entdecken gibt. Wir möchten Euch in diesem Beitrag unsere persönlichen Chicago-Highlights vorstellen und dabei – bis auf einige Ausnahmen – die üblichen Touristen-Tipps ganz bewusst links liegen lassen. Vieles spielte sich für uns im West Loop ab, was natürlich auch mit unserer Hotelwahl zusammenhing. Auch wenn wir diesen Guide nun auf 3 Tage ausgelegt haben, so empfehlen wir doch, mindestens 4 besser sogar 5 Tage für Chicago einzuplanen. Selbst dann wird einem in dieser Stadt bestimmt nicht langweilig.

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Tag 1

Beginnen wir unseren Chicago-Guide mit einem richtig guten Frühstück. Das gibt es im Little Goat Diner, das einen angenehmen Mix aus klassischem Diner und modernem All-Day-Restaurant bietet. Hier werden verschiedenen Omeletts, Pancakes und natürlich French Toast serviert. Dazu bietet die Frühstückskarte diverse raffinierte Gerichte, die zum Stil des Little Goat passen. Wie fast überall ist die Atmosphäre auch hier sehr locker und entspannt. Die Qualität des Essens hat sich in der Stadt herumgesprochen und so muss man zu gewissen Zeiten durchaus auch mit Wartezeiten rechnen.

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Nach dem Frühstück zieht es uns zum Sneaker-Store Leaders 1354 (bzw. LDRS), den man vom Little Goat aus zu Fuß in gut 10 Minuten erreicht. Überhaupt sind die Wege in Chicago alle recht kurz, zumal mit dem gut ausgebauten Nahverkehr und den vielen Bus- und Bahnlinien der CTA. Leaders führen natürlich Nike, Jordan und adidas. Dazu findet man hier aber auch Releases von Karhu, Diadora und eine kleine Apparel-Auswahl. Insgesamt stehen LDRS erkennbar für die „alte Schule“ des Sneaker-Business. Etwas fühlt sich der Store daher nach einer Zeit vor Social Media und wöchentlichen Hype-Releases an, was durchaus seinen Charme und seine Berechtigung hat.

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Wer jetzt schon wieder Hunger oder das Frühstück doch ausgelassen hat, der kann zum Lunch das Bad Hunter besuchen. Gerichte und Speisekarte des sehr Instagram-kompatiblen Restaurants sind sehr auf Gemüse und frische Zutaten ausgerichtet und doch nicht komplett vegetarisch. Die verschiedenen Salate, Sandwiches, Bowls und Burger bieten genau das, was wir von einem Lunch erwarten. Der Service ist wie fast überall sehr aufmerksam ohne sich dabei aufzudrängen. Man wird gefragt, ob man bestimmte Zutaten nicht verträgt. Auch auf Sonderwünsche wird problemlos eingegangen.

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Unsere zweite Shopping-Station liegt fast schon in Sichtweite des Bad Hunter. Gemeint sind Notre, von denen wir in Zukunft noch einiges erwarten. Das liegt zum einen am Ehrgeiz von Mitbesitzer Michael und seinem Team, zum anderen an den guten Kontakten von Notre zu den großen Sneaker-Brands. Darüber hinaus ist man auch mit der Kreativszene Chicagos bestens vernetzt. Über das wirklich innovative Event anlässlich das „Air Max Day“ zusammen mit dem Gourmet-Restaurant Next, welches zur Alinea-Gruppe von Grant Achatz gehört, haben zuletzt auch Hypebeast und andere Seiten ausführlich berichtet. Der cleane, minimalistisch eingerichtete Store mit seiner erstklassigen Markenauswahl (von Raf Simons über Visvim, 424 und Stone Island bis hin zu Cav Empt) wird bis Jahresende an gleicher Adresse deutlich vergrößert. Zu Notre kommen bereits heute alle wichtigen (limitierten) Releases. Wer gerade vor Ort ist, kann durchaus sein Glück bei einem Instore-Raffle für einen Yeezy oder Off-White x Nike versuchen.

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Da wir gerade schon das Next Restaurant bzw. Alinea erwähnt haben, bleiben wir doch am besten gleich dort. Wer das Alinea und dessen Chef Grant Achatz noch nicht kennt, der sollte sich unbedingt die „Chef’s Table“-Folge auf Netflix ansehen. So ist das Next auch im West Loop zu Hause (das Alinea befindet sich in Lincoln Park, das man vom West Loop aus mit dem Bus in nur 10 Minuten erreicht). Küchenchef im Next ist Ed Tinoco, dessen Story wir Euch noch in einem besonderen Feature vorstellen werden. Denn Ed ist mit seinen gerade einmal 27 Jahren nicht nur ein kreatives Genie in der Küche sondern auch ein echter Sneakerhead. Wer sich für ein Essen im Next entscheidet, den erwartet kein einfaches Menü sondern ein kunstvolles Gesamtkonzept, das sich sogar im Design des Restaurants widerspiegelt (die Menüs wechseln vier Mal im Jahr). Essen als Erlebnis.

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Gleiches lässt sich über The Aviary mit Blick auf Cocktails sagen. Die Cocktailbar der Alinea-Familie verspricht ebenfalls eine in dieser Perfektion nur ganz selten anzutreffende Kombination aus besten Spirits, Kreativität und einer einzigartigen Präsentation. Sowohl für das Next als auch für das The Aviary gilt, dass eine Reservierung vorab über ein sogenanntes Ticketing-System läuft. Der Gast kauft wie für ein Konzert online ein Ticket für einen bestimmten Abend und ein bestimmtes Menü. Bei The Aviary hat man neben der À la carte-Option die Wahl zwischen einem 3- und 5-Gänge-Cocktail-Tasting Menü (jeweils mit oder ohne Food Pairing). Viele der wirklich außergewöhnlichen Cocktail-Kreationen im Aviary stammen übrigens von Eds Frau Alexis, der Head Bartenderin. Natürlich kann man auch spontan sein Glück im The Aviary versuchen, allerdings sollte man selbst unter der Woche besser mit längeren Wartezeiten rechnen.

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Eine Reservierung erfordert auch die Speakeasy Bar The Office unterhalb des Aviary. Machen wir es kurz: Die Bar gehört zum Besten, was es im Bereich Speakeasy gibt. Das liegt zum einen an den Mixology-Künsten der Bar-Crew, zum anderen an der Auswahl alter Spirits und der Idee, auf eine klassische Karte weitgehend zu verzichten. Als Gast wird man vielmehr nach seinen Vorlieben und Wünschen gefragt. Daraus entstehen dann Drinks, die es in dieser Qualität nur in ganz wenigen Bars gibt (ein ähnliches Konzept bieten Attaboy in New York). Die intime Atmosphäre im The Office mit seinen wenigen Plätzen gefiel uns ebenso gut wie die Drinks. Und mit dem Bartender kommt man natürlich vor allem bei einem Platz an der Bar schnell ins Gespräch.

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Tag 2

Am zweiten Tag fahren wir zum Frühstück mit der Blue Line ins Viertel Logan Square. Das Longman & Eagle erinnert zunächst an einen typischen Gastro-Pub oder an eine gewöhnliche Whiskey-Bar. Wer dann aber etwas genau hinsieht, entdeckt die Auszeichnung des Guide Michelin über der Küche. Tatsächlich bietet die Frühstücks/-Lunch-Karte versteckt hinter scheinbar bekannten Gerichten sehr überraschende und leckere Kreationen. Das im Longman & Eagle jeden Tag die Möglichkeit zum Brunch besteht, ist ein weiteres Plus. Bei unserem nächsten Chicago-Trip müssen wir dann unbedingt die Bar und ihre Drinks testen. Manchmal reicht die Zeit für alles einfach nicht aus.

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Es liegen nur drei Bahn-Stationen zwischen Logan Square und dem Szeneviertel Wicker Park. Hollywood hat diesem sogar einen Kinofilm gewidmet, der ist aber nicht sonderlich gut. Für einen Chicago-Aufenthalt gehört die Gegend zwischen Damen und Division Street weiterhin zu unseren Favoriten, was vor allem an den zahlreichen Stores, Restaurants und Bars liegt. Das kulturelle wie kulinarische Angebot ist hier ziemlich vielfältig und damit ein Spiegelbild der recht jungen, multikulturellen Bewohner des Viertels. Vieles spielt sich dabei auf der Damen und der Milwaukee Avenue ab. Unser Tipp für einen guten Drink ist das The Violet Hour, das täglich ab 18 Uhr geöffnet hat.

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Steigt man mit der Blue Line an der Haltestellte Division aus, so steht man auf der Milwaukee Avenue als erstes vor Stash, die an gleicher Stelle seit inzwischen 5 Jahren vor allem Sneakers von Nike und Jordan verkaufen. Die Wurzeln von Stash gehen auf den alten Store von Diana’s Shoes zurück, den wohl außerhalb Chicagos nur wenige gekannt haben dürften. Seit unserem ersten Besuch hat sich die Sneaker-Boutique noch einmal vergrößert und die Verkaufsfläche von Diana’s Shoes übernommen. Aktuelle und auch ältere Releases von Nike und Jordan bilden weiterhin den Schwerpunkt des Sortiments, das zuletzt aber auch um Marken wie Vans, adidas und New Balance erweitert wurde.

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Etwas weiter nördlich betritt man bei Wormhole Coffee tatsächlich fast ein Wurmloch, das in ein Paralleluniversum zu führen scheint. Zumindest haben wir noch kein Café gesehen, dass derart liebevoll und detailverliebt die 80er- und 90er-Jahre feiert. In jeder Ecke gibt es hier etwas zu entdecken, das bei uns gleich einen Nostalgie-Flashback auslöste. Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass im Wormhole Coffee dank der hauseigenen Rösterei der Halfwit Coffee Roasters wirklich großartige Kaffees und Kaffeevarianten angeboten werden. Man versteht such auch als Aufklärer und Botschafter in Sache Kaffee, der für Halfwit viel mehr als nur ein Wachmacher oder Genussmittel ist.

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Auch bei Saint Alfred scheint die Zeit irgendwie stehen geblieben zu sein. Und das ist jetzt gar nicht mal böse gemeint. Während andere Sneaker-Stores expandieren oder immer neue Konzepte umsetzen, hat sich bei Saint Alfred in den letzten 5 Jahren kaum etwas verändert. Der Store sieht nicht nur exakt gleich aus, auch an der unaufgeregten Art der Saint Alfred-Crew hat sich praktisch nichts verändert. Man versteht sich trotz des durchaus vorhandenen Online-Auftritts vor allem als Teil der Chicagoer Sneaker-Community. Der hohe Anteil an Stammkunden scheint ihnen Recht zu geben. Saint Alfred führen neben Sneakers von Nike, adidas, Vans und New Balance auch Fashion-Releases wie den Ozweego von Raf Simons, japanische Brands wie Visvim und Apparel von angesagten Labels wie Cav Empt. Wir würden jede Wette eingehen, dass Saint Alfred genau mit diesem Konzept auch noch in 5 Jahren im Wicker Park an gleicher Stelle anzutreffen sind.

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Nach dieser kleinen Shopping-Runde zieht es uns ins Small Cheval. Der Wicker Park-Außenposten von Au Cheval aus dem West Loop bietet genau 3 Menüoptionen: Hamburger, Cheeseburger und die hausgemachten Golden Fries. Das war’s! Und weil weniger manchmal mehr ist, wundert es uns nicht, dass im Small Cheval genau mit diesem einfachen Konzept Burger-Fans glücklich gemacht werden. Für uns ist der Small/Au Cheval-Burger der beste, den wir seit vielen Jahren gegessen haben (der Double Cheeseburger im Au Cheval hat sogar drei Pattys). Im Au Cheval muss man daher abends schon mal 1 bis 2 Stunden auf einen Tisch warten. Wir empfehlen Euch daher, möglichst früh da zu sein oder es unter der Woche ab ca. 22 Uhr zu versuchen. Wir hatten jedenfalls Glück und bekamen sofort einen Platz im recht kleinen Restaurant, das auch als Brunch-Hotspot am Wochenende bekannt ist.

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Kein Guide über Chicago wäre ohne eine Erwähnung der RSVP Gallery komplett. Seit ihrer Eröffnung im Jahr 2009 ist die von außen ziemlich unscheinbare Boutique das Aushängeschild der Chicagoer Streetwear-Szene. Auch Don C und Virgil Abloh, die damals die RSVP Gallery gründeten, muss man niemandem mehr vorstellen. Wenngleich Sortiment und Konzept von RSVP inzwischen von vielen kopiert wird – hier vermischten sich erstmals Fashion, Streetwear, Kunst und Musik –, so ist und bleibt der Store in der Damen Avenue doch unbestreitbar das Original. Warum man im Store bis heute keine Fotos machen darf, verstehen wir dennoch nicht so ganz. Vermutlich ist auch diese Regel Teil des RSVP-Mythos.

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Fragt man, wer der berühmteste Chicagoer sei, so hört man als Antwort ziemlich oft Michael Jordan (Barack Obama und Kanye West sind zugegeben auch harte Konkurrenz). Dabei ist dieser doch in Brooklyn geboren. Aber natürlich strahlen die Erfolge mit den Chicago Bulls und Jordans Legendenstatus auch auf die Stadt und ihre sportliche Historie aus. Heldenverehrung sei daher gestattet, wenn man im United Center die überlebensgroße Michael Jordan-Statue besucht – Touristen-Schnappschuss inklusive. Die Spiele der Bulls waren in dieser Saison dagegen meist eine nicht so schöne Angelegenheit. Aber als Kölner wollen wir uns jetzt lieber nicht beschweren.

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Alle BBQ-Fans haben am Abend ein Date mit Green Street Smoked Meats, wo das Fleisch zuvor 12 bis 16 Stunden butterweich „gesmoked“ wurde. Egal ob Sliced oder Chopped Brisket, ob Pastrami oder Pulled Pork, hier ist für alle Fleischliebhaber das Paradies auf Erden. In einer gemütlichen Halle mit großer Bar und ebenso großer Bierauswahl findet täglich ab 11 Uhr ein echtes BBQ-Festessen statt. Ehrlich, ohne Schnickschnack und zu echt fairen Preise. Auch der Kartoffelsalat ist bei Green Street Smoked Meats ein echtes Highlight, wobei das Vegetarier nur bedingt trösten dürfte. Wer dagegen Ramen bevorzugt, findet an gleicher Adresse im Keller bei High Five Ramen sein persönliches Suppen-Glück. Die 16 Plätze im kleinen Restaurant sind auch fast immer belegt. Ihr habt die Wahl!

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Nach dem Abendessen finden BBQ- und Ramen-Fans gegenüber im Soho House in der Fox Bar wieder zusammen. In der Umgebung eines britischen Sport-Pubs werden hier neben Bier aber auch starke Longdrinks und Cocktails serviert. Ein nettes Gimmick ist das alte Münztelefon, über das sich Pizza bestellen lässt. Auf dem Telefon haben wir dann sogar einen Overkill-Sticker entdeckt. Später am Abend suchen DJs aus der Vinyl-Sammlung der Bar ihre Lieblingstracks raus. Gerade unter der Woche kann man in der Fox Bar den Tag entspannt zu Ende gehen lassen. Wir haben uns in der Bar jedenfalls gleich wohl gefühlt.

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Tag 3

Wer uns kennt, der weiß inzwischen, dass es uns in eigentlich jeder US-City regelmäßig in jüdische Delis und Diner verschlägt. Chicago macht diesbezüglich keine Ausnahme. Allerdings mussten wir dafür nach Downtown fahren, was wir eigentlich nicht so gerne machen. Doch das Eleven City Diner war es uns wert (die Location am Logan Square wurde inzwischen geschlossen). Hier gibt es natürlich den ganzen Tag über Frühstück, dazu Diner-typische Portionen und viele Specials zu Frühstück und Lunch. Rueben Pastrami-Sandwiches schmecken im Eleven City Diner genau so gut wie die üppig gefüllten Omeletts und Deli-Specials wie Latkes, Knish und Cheese Blintzes. Unser Magen macht noch heute Luftsprünge wenn er an das Essen hier zurückdenkt. Ebenfalls typisch Diner wird der Kaffee natürlich endlos nachgeschüttet.

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So gestärkt schauen wir bei Succezz vorbei, die ganz in der Nähe zu Hause sind. Allein das Sortiment des Sneaker-Shops ist zugegeben wenig aufsehenerregend, noch immer macht die Anordnung der Kicks nach Farben aber optisch einiges her. Allerdings ist sie für den Kunden, der ein bestimmtes Paar sucht, auch etwas verwirrend. Wer sowieso mal in Downtown ist, kann bei Succezz sicher einmal reinschauen. Mit etwas Glück gibt es auch einen Schnapper in der Sale-Ecke zu entdecken.

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Entlang des Wassers und vorbei am Art Institute of Chicago gehen wir nach Norden bis zum Millennium Park mit seinem Wahrzeichen, der Bean, die offiziell Cloud Gate heißt. Es sei uns erlaubt, für einen kurzen Moment mal so richtig die Touristen-Nummer durchzuziehen. Ein Foto vor erwähnter Bohne darf auch im Sneakerzimmer-Fotoalbum nicht fehlen. Zum Glück haben bei 5 Grad nicht Millionen anderer Touristen die gleiche Idee und so lässt es sich recht entspannt das Urlaubsmotiv schießen. „Been there, done that“ könnte man auch dazu sagen. Etwas Ähnliches ließe sich auch über den Gang über die berühmte Magnificent Mile nördlich des Chicago River sagen. Hier reihen sich große Hotels, Kaufhäuser und Restaurantketten aneinander.

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Deutlich mehr begeisterte uns der Besuch des CIBC Theatre im gleichnamigen Theatre District von Chicago. Dort sahen wir einst „The Book of Mormon“ – ein Musical für alle Musical-Hasser! Heute wird im historischen Theater, das 1906 unter dem Namen Majestic eröffnet wurde, das Erfolgs-Musical „Hamilton“ gezeigt. Wir kennen nur die Aufführung in Los Angeles, sind aber sicher, dass auch das Chicagoer Ensemble absolut sehenswert ist. Bleibt nur das Problem, rechtzeitig an ein Ticket zu kommen. Wir würden einfach mal an der Tageskasse nachfragen. Manchmal sind dort tatsächlich noch Restkarten erhältlich.

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Verlassen wir Downtown und fahren als nächstes ins East Village zu Boneyard Chicago. Der Store bietet eine recht spannende Mischung aus Vintage-Klamotten und aktuellen Hype-Releases in einem Consignment-Modell. Die Preise sind gegenüber Flightclub und anderen Consignment-Stores durchaus nicht uninteressant, dafür ist die Auswahl deutlich kleiner. Man braucht also vor allem Glück. An Boneyard wird noch etwas anderes wieder einmal deutlich: Heute kommt scheinbar kein Consignment-Shop ohne Supreme-Wand und Hypebeast-Kram aus. Aber wer zahlt dafür eigentlich diese Preise?

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Unsere Lunch-Empfehlung wäre dieses Mal das Summer House Santa Monica in Lincoln Park. Was schon nach Meer und kalifornischer Sonne klingt, entpuppt sich tatsächlich als Restaurant mit Beach House-Flair. Die Gerichte von Küchenchef Jeff Mahin sind ebenfalls sehr von der West Coast inspiriert. Er setzt auf frische und saisonale Zutaten und eine abwechslungsreiche Karte, die von Sandwiches über die Taco-Gerichte bis hin zu Salaten, verschiedenen Vorspeisen (Hummus) und Grill-Gerichten (darunter der „Impossible Burger“ für Vegetarier) zum Lunch eigentlich keine Wünsche offen lässt. Beim nächsten Mal müssen wir hier unbedingt den Brunch testen.

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Immer eine gute Idee ist es, bei Standing Passengers einen Kaffee zu holen. Oder auch einen Cookie oder einen Muffin. Das Café ist zugleich Art Space und Treffpunkt der Kreativen im Viertel. Es gibt eigenes Merchandise und freies Wlan. Hier würden wir öfters einfach mal so abhängen. Eine Alternative für alle Coffee-Junkies ist das Sip Coffee House auf der Grand Avenue. Hier gefielen uns neben dem guten Kaffee vor allem die sehr ruhige Atmosphäre und die Idee, sich die Tasse für seinen Kaffee selbst aussuchen zu können. Dazu werden auch im Sip Coffee House ebenfalls Cookies und anderes Gebäck angeboten.

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In der Nähe lassen sich auf der Hubbard Street zahlreiche Graffitis und Murals entdecken. Dabei gilt eigentlich für ganz Chicago, dass Street Art und Graffiti allgegenwärtig ist. Man sollte sich besser an jeder Ecke einmal umdrehen, ansonsten könnte man etwas wirklich Tolles verpassen oder übersehen. Wir wollen gar nicht wissen, an wie vielen Kunstwerken wir einfach so vorbeigelaufen sind. Chicago ist wunderbar bunt und vielfältig. Auch deshalb lieben wir diese Stadt!

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Bevor es gleich zum Abendessen zurück in den West Loop geht, wollen wir noch kurz in den Fat Tiger Workshop reinschauen. Der cleane, erfreulich ruhige Store dient als Zentrum für die Chicagoer Streetwear-Szene. Hinter Fat Tiger stehen vier kreative Chicagoer (Vic Llyod, Desmond Owusu, Joe Freshgoods, King Rello), die ihre Mode und Engagement auch immer als politisches Statement und Einsatz für die farbige Community verstehen. Ihre „Fuck Donald“-Klamotten sind ohnehin ein eindeutiges Statement. Verschiedene Collabs und Pop-up-Aktionen dürften für Fat Tiger nur der Anfang gewesen sein. Bestimmt hören wir von diesem Quartett in Zukunft noch einiges mehr.

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Nun aber geht’s zum Dinner. Und da haben wir mal wieder die Qual der Wahl. Gutes Essen gehört in Chicago schließlich praktisch dazu wie die Luft zum Atmen und Michael Jordan. Wir entscheiden uns für die Fulton Market Kitchen im West Loop. Von außen ziemlich unscheinbar, präsentiert sich die Kitchen drinnen als Mischung aus moderner Cocktailbar, Art Space und Restaurant. Oft finden hier auch besondere Events statt. Die Karte ist zugegeben nicht allzu groß und doch haben wir später das Gefühl, noch unbedingt ein zweites Mal hier essen zu müssen. Denn alle Gerichte waren einfach zu gut! Das Gleiche gilt auch für die unglaublich detailverliebten Cocktail-Kreationen des Fulton Kitchen Bar-Teams (probiert das „Lumberjack’s Breakfast“).

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Am besten noch vor dem Abendessen – oder eben auch danach – sollte Ihr im Waydown einen Drink nehmen. Das Waydown ist die Rooftop-Bar des Ace Hotels, von dem Ihr einen grandiosen Ausblick über den West Loop und große Teile Chicagos und deren Skyline habt. Bei gutem Wetter ist auch die Außenterrasse des Waydown geöffnet. Hier oben lässt es ziemlich entspannt die letzten Stunden in dieser großartigen Stadt genießen. Wir hoffen, Ihr lasst Euch von unserer Begeisterung für Chicago anstecken!

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