Womft Tag

Das mit dem guten Gewissen fällt beim Kauf von Klamotten oder Schuhen nicht immer ganz so leicht. Egal ob Marke oder Discounter, oftmals kann man sich über die Bedingungen der Produktion nicht wirklich sicher sein – leider. Selbst teure Designerware wird meist in asiatischen Billiglohnländern hergestellt. Da ich mich beruflich um die Einhaltung und Dokumentation solcher Social Standards kümmere, weiß ich nur zu gut, wo hier die Probleme liegen.

Da ist es doch mal eine willkommene Abwechslung, wenn ein Schuh ganz offensiv den Kauf-mich-Impuls mit einer klaren Botschaft und einem Appell an unser gutes Gewissen verknüpft. Der kalifornische BAIT-Store brachte zuletzt den dritten und vorerst letzten Teil seiner zusammen mit Saucony entwickelten, grün eingefärbten „Cruel World-Reihe“ heraus. Für mich ist dieser zugleich das Highlight des Trios, das zunächst mit einem rein veganen Sneaker begann (ich bin kein Veganer).

BAIT x SauconyDas ist der Shadow Original „Cruel World 3: Global Warning“ definitiv zwar nicht mehr – das schwarze Leder fällt sofort ins Auge –, geblieben ist hingegen der gute Zweck, an den ein Teil der Verkaufserlöse fließen. Dabei handelt es um den amerikanischen Natural Resources Defense Council, einer Umweltschutzeinrichtung, die sich unter anderem der Bekämpfung des Klimawandels widmet. Die ersten beiden Teile der „Cruel World“-Collab-Serie hatten hingegen die Obdachlosen-Situation in den USA und die Krebsforschung im Blick. Dass der Klimawandel gleichsam ein weltweites Problem ist, unterstreicht nun bereits der Zusatz „Global Warning“.

BAIT x SauconyNun bin ich so ehrlich zuzugeben, dass allein der Charity-Ansatz für mich nicht ausgereicht hätte. Der Schuh muss mir immer noch gefallen, ganz egal welcher Gedanke dahinter steckt. Und da ist der „Cruel World 3“ für mich recht eindeutig der beste des Trios. Die Kombination aus schwarzem Glattleder und gestricktem, grau-schwarzem Upper passt perfekt zueinander. Im Gegensatz zu manch anderem Saucony-Modell ist der Shadow Original auch deutlich „schlanker“ und vom Absatz weniger bullig. Dadurch wirkt er letztlich um einiges leichter und eleganter. Gerade auf den On-Feet-Fotos zeigen sich diese Vorzüge. Ich mag zudem die leicht transparente Sohle im „Icy Look“, zu der sich sogar über den Klimaschutzgedanken des Projekts (schmelzende Eiskappen) ein Bezug herstellen lässt. Insgesamt passen hier Form und Inhalt, Design und Idee ziemlich gut zusammen. So dürfen Saucony und BAIT gerne weitermachen.

E.BAIT x Saucony BAIT x Saucony BAIT x Saucony

BAIT x Saucony BAIT x Saucony BAIT x Saucony BAIT x Saucony BAIT x Saucony BAIT x Saucony BAIT x Saucony BAIT x Saucony BAIT x Saucony BAIT x Saucony

BAIT x Saucony BAIT x Saucony BAIT x Saucony BAIT x Saucony BAIT x Saucony

RF x Asics "Sage"Customizing liegt erkennbar schwer im Trend. Außer mit Programmen wie „mi adidas“ oder „Nike iD“ habe ich mich bislang aber noch nicht ans Designen meines ganz persönlichen Sneakers gewagt. Vielleicht ahne ich schon, dass ich mit dem Ergebnis am Ende doch nicht zufrieden sein werde. Umso schöner ist es in diesem Fall, wenn jemand anderes meine Idee ungefragt umsetzt und sie als seinen Entwurf vorstellt (nur ein Scherz – um jetzt keine Missverständnisse aufkommen zu lassen).

RF x Asics "Sage"Zumindest kommt der von Ronnie Fieg designte Gel Lyte V „Sage“ meiner Vorstellung eines perfekten „Sneaker-Zimmer“-Customs schon sehr, sehr nahe. Das fängt bereits mit der Farbgebung des Schuhs an. Sein Mix aus Dunkelgrün, deutlich helleren Parts in Mintgrün, den türkisen Highlights sowie einem sparsam dosierten Lachston harmoniert ziemlich gut. Auch wenn sich mir die Analogie zum namensgebenden Salbei nicht so ganz erschließt – dieser blüht doch schließlich lila –, ist der „Sage“ optisch ganz einfach ein Volltreffer. Vielleicht wollte der Ronnie auch nur keinen weiteren „Mint“-Asics releasen, um sich nicht dem absehbaren Vorwurf der Ideenlosigkeit aussetzen zu müssen.

RF x Asics "Sage"Für mich ist dieser Gel Lyte V jedoch mehr „Mint“ als „Sage“, was ich schon deshalb behaupte, weil ich seinerzeit meinen so geliebten minzfarbenen Gel Lyte III verkaufen musste (war mir leider zu groß). Und mit seinen türkisen Tiger Stripes und der ebenfalls teilweise türkisen Fersenpartie strahlt der Schuh auch einen gewissen Urlaubstouch aus. Zumindest ähnelt die Farbe dem Motiv einer Südsee-Postkartenidylle. Dass Türkis meine Lieblingsfarbe ist, muss ich eigentlich nicht mehr erwähnen oder?

RF x Asics "Sage"Die eigentliche Story des „Sage“ versteckt sich jedoch weniger in seiner harmonischen Farbzusammenstellung als in den verwendeten Materialien. Zehn sollen es angeblich sein, wobei ich mit dem Aufzählen so meine Probleme habe. Ich erkenne Nubuck, Suede, Glattleder, dazu grobes Mesh am Sockliner sowie ein beinahe mikroskopisch fein zerkratztes Fersenstück aus Kunststoff. Manchmal ist weniger mehr, doch hier fügen sich die unterschiedlichen Elemente durchaus harmonisch zusammen. Das Ergebnis ist kein Schuh aus lauter Einzelteilen sondern einer, der mir aus allen Perspektiven wirklich gut gefällt. Die Silhouette des Gel Lyte V wurde insbesondere durch die türkisen Tiger Stripes sowie die farbliche als auch materialbedingte Fünfteilung (!) der Rückseite herausgearbeitet. Auch der für das Modell so typische Sockliner sticht sofort ins Auge. Folglich wurde hier einem Schuh kein Design aufgezwungen sondern mit den Eigenschaften des Modells äußerst clever in kleinen Schritten experimentiert.

Die Bilder sind übrigens während unseres Urlaubs auf den Malediven entstanden. Für den „Sage“ (und nicht für den) war dieses Paradies die perfekte Kulisse.

 

M.RF x Asics "Sage"

RF x Asics "Sage"

RF x Asics "Sage"

RF x Asics "Sage"

RF x Asics "Sage"

RF x Asics "Sage"

RF x Asics "Sage" RF x Asics "Sage" RF x Asics "Sage"

RF x Asics "Sage"

RF x Asics "Sage"

RF x Asics "Sage" RF x Asics "Sage"

RF x Asics "Sage" RF x Asics "Sage" RF x Asics "Sage"

RF x Asics "Sage"

RF x Asics "Sage"

RF x Asics "Sage" RF x Asics "Sage" RF x Asics "Sage"

Reebok Ventilator AthlAuch wenn wir uns zuletzt aus den Reebok-Releases meist die Instapump Fury-Collabos und Klassiker wie den Court Victory Pump herausgesucht hatten, so hat sich die Marke dieses Jahr natürlich gerade im Running-Bereich stark zurückgemeldet. Mit dem Ventilator hat man hier eine echte Allzweckwaffe im Angebot. Das dreifarbige Ballistic-Pack war abseits der Collabos eines der Highlights dieses Sommers. Nun legt Reebok mit einem an die Jahreszeit angepassten Colorway nach. Der Ventilator Athletic setzt auf eine ziemlich sichere Bank: Schwarzes Upper, wenige Farbhighlights und eine weiße Midsole. Dazu bekommt man die bekannten „inneren Werte“, wozu auch die Reebok-typische Hexalite-Dämpfung gehört.

„Black/Canvas/Tres Sorbet“ nennt sich das Trio gemäß Reebok-Farbcode. Man könnte auch Schwarz, Gold, Pink dazu sagen. Wichtig ist am Ende aber nur, dass der Schuh am Fuß überzeugt und sein Farbmix aufgeht. Beides ist hier der Fall. Ich weiß daher schon jetzt, dass dieser Ventilator für die nächsten Wochen und Monate ziemlich weit vorne in meinem Schuhregal einsortiert sein wird. Und vielleicht ist das auch schon ein kleiner Vorgriff auf 2015. Dann soll der Ventilator nämlich vergleichbar dem Instapump Fury über (very) Limited Releases und Collabos gepusht und aufgewertet werden. Darauf freuen wir uns schon jetzt, auch weil wir auf der letzten Bright schon einen Blick auf die kommenden Ventilator werfen durften.

Reebok Ventilator AthlUnd noch etwas Erfreuliches: Während die Preispolitik anderer Marken viele Turnschuhfans und auch uns bisweilen brachial vor den Kopf stößt, gibt man sich bei Reebok doch eher bescheiden. Für knapp 90 Euro ist beispielsweise dieser Ventilator inzwischen bei Shops wie Afew erhältlich. Das ist ausgesprochen fair und spricht dafür, dass man am Aufbau einer längeren „Beziehung“ mit einer neuen Sneaker-Generation interessiert ist. Kurzfristige Gewinnmaximierung sieht zumindest anders aus. Weil außerdem die Qualität stimmt – ich konnte weder Materialfehler noch Klebespuren erkennen, die für eine schlampige Verarbeitung sprechen würden – bin ich mit meinem neuen Ventilator (ist übrigens offiziell ein Männer-CW) doch sehr glücklich.

 

This has to be classic!

Erhältlich ist dieser Ventilator u.a. bei Afew.

 

E.Reebok Ventilator Athl Reebok Ventilator Athl Reebok Ventilator Athl Reebok Ventilator Athl Reebok Ventilator Athl

Reebok Ventilator Athl Reebok Ventilator Athl Reebok Ventilator Athl Reebok Ventilator Athl Reebok Ventilator Athl Reebok Ventilator Athl Reebok Ventilator Athl Reebok Ventilator Athl

Reebok Ventilator Athl

Reebok Ventilator Athl

Pharrell x Stan SmithDie Verpflichtung von Musik- und Stil-Ikone Pharrell Williams durch adidas sorgte Anfang des Jahres für Aufsehen. Beide Seiten wollten eine langfristige Partnerschaft aufbauen, von der im Idealfall alle Beteiligten profitieren würden. Nun ist das aus der Sicht eines Sneakerinteressierten erste Ergebnis dieser besonderen „Collabo“ bei den Stores eingetroffen. Die Lederjacke, die vor allem aufgrund ihres Preises auch bei uns für Erstaunen sorgte, lassen wir erst einmal außen vor. Uns geht es stattdessen um den Klassiker Stan Smith, der von Herr Williams in drei einfarbigen Colorways neu verpackt wurde.

Pharrell x Stan SmithNeben dem ZX Flux ist 2014 für adidas bislang das Jahr des Stan Smith, der sowohl in den klassischen Farbvarianten als auch durch spannende Limitierungen und Collabos (z.B. mit Hong Kongs CLOT und Raf Simmons) ein grandioses Comeback hinlegte. Man könnte aber auch behaupten, dass der Stan Smith über all die Jahre und Jahrzehnte nie aus der Mode gekommen ist und ganz einfach in jede gut sortierte Turnschuhsammlung gehört. Egal welche man Meinung vertritt, der erste Pharrell-Release – weitere werden im Oktober, November und Dezember folgen – dürfte sowohl an die alten als auch an die vielen jungen Stan Smith-Fans gerichtet sein. Letztere lassen sich durch einen Influencer wie Pharrell sicherlich noch viel besser erreichen.

Pharrell x Stan SmithBei der Wahl zwischen Rot, Blau und Schwarz fiel mein erster Kauf-mich-Impuls auf den roten Stan Smith. Warum? Wäre ich nicht schon Mitte Dreißig, man könnte mich Hypekid schimpfen. Dabei kann mich ein gewisser Herr West mit seinen roten Plastikschuhen eigentlich jagen. Die Wahrheit ist daher vielleicht viel einfacher. Es war nun mal der auffälligste der Drei. Außerdem besitze ich schon einen schwarzen Stan Smith, da kam das leuchtende Rot gerade Recht. Der Preis von 150 Euro beinhaltet sicherlich einen gewissen Pharrell-Aufschlag, von dem jeder selbst wissen muss, ob er diesen wirklich zahlen möchte.

Pharrell x Stan Smith

Zum Schuh selbst gibt es nicht viel zu sagen: Ein Stan Smith ist und bleibt eine Ikone, egal in welcher Farbe oder Verarbeitung. Pharrells Beitrag zeigt sich abseits des leuchtenden Colorways in dem besonderen Aufdruck auf der Rückseite und in den bunt gestalteten Einlegesohlen, auf denen die „Landkarte“ der Fußreflexzonenmassage im Pop-Art-Design abgebildet ist. Das rot gefärbte Leder erscheint hochwertig und gut verarbeitet. Wir haben jedoch auch von schlecht verarbeiteten Paaren gehört, über die wir uns natürlich kein Urteil erlauben können. In diesem Fall hilft leider nur Zurückschicken. Ich bin jedenfalls sehr zufrieden mit meiner Entscheidung für Pharrells ersten adidas-Release, dem vielleicht schon bald ein zweiter folgen könnte. Zumindest scheint der blaue Stan Smith schon einen fiesen „Kauf mich!“-Virus in mein Ohr eingepflanzt zu haben.

 

Bei Sivasdescalzo finden sich noch einige kleine Größen des Schuhs. Vom blauen und schwarzen Stan Smith ist sogar noch fast der komplette Siezrun auf Lager.

 

M.Pharrell x Stan Smith Pharrell x Stan Smith Pharrell x Stan Smith Pharrell x Stan Smith Pharrell x Stan Smith

Pharrell x Stan Smith Pharrell x Stan Smith Pharrell x Stan Smith Pharrell x Stan Smith Pharrell x Stan Smith Pharrell x Stan Smith Pharrell x Stan Smith Pharrell x Stan Smith

Pharrell x Stan Smith Pharrell x Stan Smith Pharrell x Stan Smith Pharrell x Stan Smith

Pharrell x Stan Smith

size? x Puma WildernessMan nehme einen Klassiker, ein interessantes Thema und packe beides zusammen. So geschehen beim „Wilderness Pack“ von Puma und dem englischen Retailer size?. Beide Seiten kreierten zuletzt ein SMU-Quartett, das aufgeteilt in zwei Teile zunächst in die size?-Shops und dann kurze Zeit später auch zu weiteren Stores kam. Das Quartett bestand aus den vier Modellen R698, XS850, Disc Blaze und Blaze of Glory. Während die beiden erstgenannten die Sahara-Wüste und den Großstadtdschungel in ihrem Design widerspiegeln sollten, beschäftigte sich Teil 2 des Packs mit dem echten, grünen Dschungel und den Bergen.

size? x Puma WildernessDer Disc Blaze „Mountain“ ist für mich dabei eindeutig der stärkste der Vier. Hier wurde eines meiner Puma-Lieblingsmodelle in ein neues, schlüssiges Farbdesign verpackt. Auf der Grundlage eines hellen, weißen Leder-Uppers spielt der Schuh mit wenigen, dafür umso effektiveren Farbakzenten. Hierzu zählen neben den verschiedene Grüntönen auch die braunen (=erdigen) Parts des Disc Blaze, sein Lining und die ebenfalls braunen Sprenkel auf der Midsole. Das Gesamtbild wirkt stimmig und trotz des sicherlich vielseitig interpretierbaren Thema keinesfalls überfrachtet oder unruhig. Vielmehr achtete man bei size? darauf, die besonderen Merkmale des Schuhs klar im Vordergrund zu positionieren. Und dazu gehört in jedem Fall das namensgebende Disc-System mit seinen in diesem Fall türkis-transparenten Kunststoff-Parts.

size? x Puma WildernessWas seinerzeit als Revolution von Puma angekündigt war, ist bis heute weiterhin ein eher exotischer Laces-Ersatz, eine Nischen-Technologie auf dem Turnschuhmarkt, mit der ich nichtsdestoweniger viele Kindheitserinnerungen verbinde. Anfang der neunziger Jahre war so ein Schuh mit Disc-System fast schon Science-Fiction. Allein deshalb mag ich das Modell immer noch sehr. Und als gleichermaßen verlässlicher (=bequemer) wie schicker Wegbegleiter für den Großstadtdschungel steckt insbesondere der size?-Entwurf viele der aktuellen Releases mal eben ganz locker in die Tasche. Wem dieser Disc zu wenig nach „Dschungel“ aussieht, sollte mal einen Blick auf seinen Kollegen aus dem „Wilderness-Pack“ riskieren. Der dunkelgrüne „Blaze of Glory“ mag für diese Wünsche genau der richtige sein.

M.

size? x Puma Wilderness size? x Puma Wilderness size? x Puma Wilderness size? x Puma Wilderness size? x Puma Wilderness size? x Puma Wilderness size? x Puma Wilderness size? x Puma Wilderness size? x Puma Wilderness size? x Puma Wilderness size? x Puma Wilderness size? x Puma Wilderness size? x Puma Wilderness

size? x Puma Wilderness

size? x Puma Wilderness

size? x Puma Wilderness

size? x Puma Wilderness

IMG_8895Wie sich die Zeiten doch ändern. Immer öfter finden sich inzwischen adidas, Reebok und Asics an meinen Füßen. Trug ich früher fast nur Nike, so ist mein Schuhschrank längst bunter und von ganz unterschiedlichen Modellen bevölkert. Zu meinen Lieblings-Silhouetten von Asics gehört neben dem GT-II der seit einiger Zeit dank zahlreicher Collabos mächtig gepushte Gel Lyte V. Natürlich gefällt mir nicht jeder Colorway oder Limited Release. Doch bei dem von Concepts designten „Ember“ schlug mein Sneakerherz schon beim ersten Teaser eindeutig schneller. Als ich dann die Story hörte, dass ein Teil der bereits fertigen Produktion von einem Feuer bzw. Wasserschaden dezimiert worden sei, hatte ich die Hoffnung auf ein Paar eigentlich schon aufgegeben.

Asics x Concepts "Ember"Doch bei dieser Nachricht scheint es sich eher um eine geschickt gestreute PR-Legende gehandelt zu haben. Denn nur wenige Wochen nach dem US-Release bei Concepts kam mein neuer Liebling auch zu den bekannten Asics-Accounts nach Europa. Und dann war endlich auch für mich ein Paar dabei. Da der Gel Lyte V aus meiner Erfahrung eine halbe Nummer kleiner ausfällt, bin ich auch mit meiner US8 sehr glücklich. Während ich mit der gespaltenen Zunge beim Gel Lyte III so meine Probleme habe (was vermutlich an meinen Füßen liegt, den Schuh trifft keine Schuld), fühlen sich meine Füße im Gel Lyte V auf Anhieb „zuhause“. Vor allem die Innensocke aus Neopren sorgt für ein wirklich angenehmes Tragegefühl und eine optimale Passform.

Asics x Concepts "Ember"Der von Concepts gewählte Farbverlauf wurde ja bereits vor dem Release durchaus kontrovers aufgenommen. Mir gefällt dabei am „Ember“ gerade das, was ansonsten meist kritisiert wurde. Die dunkelgraue, weiß gesprenkelte Midsole macht für mich hier den Unterschied aus. Gerade damit setzt der Schuh ein Ausrufezeichen, das man vermutlich nur lieben oder hassen kann. Ebenfalls zum Hingucker mutieren am „Ember“ die feuerroten Tiger Stripes auf der Innenseite sowie die ebenfalls roten Lace Panels. Bei den Laces, von denen gleich vier unterschiedliche zur Auswahl stehen, habe ich mich bislang für die eher zurückhaltende Rot-in-Rot-Option entschieden. Diese passt für mich am besten zum grau-roten Colorway.

Ansonsten punktet auch diese Concepts-Collabo mit einem guten Materialmix (Neopren, perforiertes Suede) und einem an das Feuer-Asche-Glut-Motiv angelehnten Farbverlauf, der sich in einem Übergang von Schwarz zu Grau und Rot zeigt. Einfach, aber effektiv. Ob der Schuh letztlich auf 500 Paare limitiert ist, was ich angesichts der langen Store-Liste bezweifle, spielt für mich keine Rolle. Eine echte Rarität sind Asics-Collabos ohnehin schon lange nicht mehr. Aber Hauptsache sie werden getragen und landen nicht als Reseller-Beute in irgendwelchen Facebook-Gruppen.

E.

Asics x Concepts "Ember" Asics x Concepts "Ember" Asics x Concepts "Ember" Asics x Concepts "Ember" Asics x Concepts "Ember" Asics x Concepts "Ember" Asics x Concepts "Ember" Asics x Concepts "Ember" Asics x Concepts "Ember"

Asics x Concepts "Ember" Asics x Concepts "Ember" Asics x Concepts "Ember" Asics x Concepts "Ember" Asics x Concepts "Ember" Asics x Concepts "Ember" Asics x Concepts "Ember" Asics x Concepts "Ember" Asics x Concepts "Ember" Asics x Concepts "Ember"

Courty Victory PumpDass ich mit Tennis in den später 1980ern und frühen 1990ern aufgewachsen bin, habe ich schon mehrmals erzählt. Natürlich war Boris Becker für mich ein Idol, ebenso wie Andre Agassi und Stefan Edberg. Später mochte ich auch Goran Ivanisevic, mehr noch für seine unterhaltsame Art als für sein sicherlich etwas limitiertes Tennisspiel. Ein Name fehlt in dieser Aufzählung aber bislang, der für mich ebenso groß und beeindruckend war: Michael Chang.

Über Changs Kämpferherz könnte man Romane schreiben. Nie gab er ein Spiel verloren, nie auch nur einen einzigen Ball. Es wurde vielmehr gesprintet bis zur Erschöpfung. Immer dabei waren seine weißen Tennisschuhe. Chang trug Reebok und war somit auch bei der Wahl des Schuhwerks in gewisser Hinsicht der Underdog. Edberg wurde von adidas eingekleidet, Agassi von Nike. Reebok kämpfte wiederum im Schatten dieser Marken um sein Stück vom damals boomenden „Tennis-Kuchen“. Vor allem mit dem Court Victory Pump wagte man den Angriff auf die scheinbar übermächtige Konkurrenz. Passenderweise verkörperte kein anderer Spieler als Michael Chang diesen fighting spirit derart perfekt.

Courty Victory PumpWer mit Tennis weniger anfangen kann oder noch ein paar Jahre jünger ist, wird sich nun vielleicht etwas langeweilen. Immerhin soll es hier doch um Schuhe gehen, oder? Mir war es aber wichtig, bei einem Schuh, dessen Geschichte ich als Kind so nah mitverfolgen konnte, auch ein paar Worte über dessen Historie zu verlieren. Immerhin können nicht viele der heutigen Releases auf ein solches Erbe zurückblicken. Und vielleicht lässt sich so auch erklären, warum Schuhe manchmal mehr als einfach nur ein schickes Accessoire sind und wie sich meine Liebe zum Sneaker entwickelt hat.

Courty Victory PumpDer Court Victory Pump wurde von Reebok nun in drei Original Colorways neu aufgelegt. Mein Favorit ist ganz eindeutig der weiß/grün/zirtonenfarbene CW, weil dieser letztlich am deutlichsten bei mir Erinnerungen an Michael Chang weckt und er sich überdies mit kleinen Details wie dem Tennisball-farbigen Pump-Button vor diesem großartigen Sport verbeugt. Die regulierbare Dämpfung rund um die Knöchel war und ist mehr als eine bloße Spielerei. Gerade Changs laufintensives Spiel profitierte von diesem System. Innovativ war seinerzeit auch die wabenförmige Hexalite-Dämpfung des Schuhs, der recht offen mit Nikes Air Tech Challenge konkurrierte.

Courty Victory PumpMittelhohe Sneaker sind in meiner Sammlung zugegeben eher eine Rarität. Zu den wenigen Ausnahmen wird ab sofort auch wieder der Reebok Court Victory Pump gehören, der gemessen an Komfort, Verarbeitung und Style so ziemlich alles richtig macht. Und wenn ich ihn trage, fühle ich mich plötzlich 20 Jahre jünger. So etwas nennt man „Nostalgie“, Kids!

 

Der Court Victory Pump ist u.a. bei Overkill und 43einhalb erhältlich.

 

M. Courty Victory Pump Courty Victory Pump Courty Victory Pump Courty Victory Pump Courty Victory Pump Courty Victory Pump Courty Victory Pump Courty Victory Pump Courty Victory Pump Courty Victory Pump Courty Victory Pump Courty Victory Pump Courty Victory Pump Courty Victory Pump Courty Victory Pump Courty Victory Pump Courty Victory Pump Courty Victory Pump Courty Victory Pump Courty Victory Pump Courty Victory Pump Courty Victory Pump

Air Max 1 iD LunarEs ist endlich soweit! Nachdem ich vor einigen Wochen meine „Wünschdirwas“-Session mit Nike iD hatte, kann ich nun endlich das Resultat meiner damaligen Designspielereien vorstellen. Dabei ließ ich mich angesichts der vielfältigen Optionen rund um den Air Max 1 von einem mir durchaus sehr sympathischen Grundsatz leiten: Weniger ist mehr. Das war in gewisser Weise auch eine Hilfe. Ansonsten hätte ich vermutlich noch Tage mit dem Basteln und Verwerfen meiner Entwürfe verbracht. Hinzu kommt das bekannte „Problem“, sich am Ende auf eine (!) Variante festlegen zu müssen. Gerade an dieser Hürde sind nicht wenige meiner früheren iD-Versuche grandios gescheitert.

Air Max 1 iD LunarDie Idee, einen Sneaker in einer eher schlichten, unauffälligen Verpackung zusammen zu bauen, war somit eine recht naheliegende. Ich mag zudem aufgeräumte Colorways und einfarbige Schuhe. Weil mir in meiner Sammlung bislang ein komplett schwarzer Air Max fehlte, entschied ich mich für die „Beinahe All Black“-Option (man könnte auch „Triple Black“ dazu sagen haha). Als nächstes musste ich mir Gedanken zu den Materialien machen. Das ist ebenfalls leichter gesagt als getan, denn auch hier hat Nike ordentlich aufgerüstet. Letztlich erhielt (synthetisches) Glattleder den Vorzug vor Wildleder und mein Air Max 1 iD eine strapazierfähige Mesh-Toebox.

Air Max 1 iD LunarImmerhin musste ich mir bei der Gestaltung der Sohle keinerlei Gedanken machen. Als Fan von Gum-Sohlen stand deren Design eigentlich schon vor dem ersten Mausklick fest. Ein weißes, kontrastreiches „Snkr Zmmr“-Branding sowie schwarze Laces rundeten meinen ersten Air Max 1 iD ab. Eine weitere Premiere ist die Lunarlon-Option in meinem Schuhschrank – zumindest bei einem Air Max. War ich von den Vorzügen der Lunar-Technologie beispielsweise bei einem Flyknit Chukka schon lange überzeugt, so konnte ich mich noch nicht so recht mit der heiligen Air Bubble in einer Lunar-Sohle anfreunden. Eigentlich ist die Dopplung beider Systeme zumindest in der Theorie unsinnig. Meine Füße sind nach unserem Kopenhagen-Urlaub inzwischen aber anderer Meinung. Viel bequemer geht es nicht. Ich hatte weder eine Blase noch Druckstellen und das bei neuen Schuhen im Dauertest.

Air Max 1 iD LunarNimmt man alles zusammen, so kann der Air Max 1 Lunar iD sein Versprechen an einen überall und jederzeit tragbaren Runner in allen Belangen einlösen. Sogar seine Form wirkt dank Lunar-Unterbau plötzlich deutlich windschnittiger. Damit dürfte ich den iD in diesem Herbst ziemlich oft an meine Füße lassen. Dass der dunkle Ritter (das Wortspiel in der Überschrift musste bei einem schwarzen Nike einfach mal sein) schließlich zu jedem Outfit tragbar ist, sollte vor allem uns Mädels glücklich machen. Ein Schuh, auf den man sich ganz einfach verlassen kann.

 

E.Air Max 1 iD Lunar Air Max 1 iD Lunar Air Max 1 iD Lunar Air Max 1 iD Lunar Air Max 1 iD Lunar Air Max 1 iD Lunar Air Max 1 iD Lunar Air Max 1 iD Lunar Air Max 1 iD Lunar Air Max 1 iD Lunar Air Max 1 iD Lunar Air Max 1 iD Lunar Air Max 1 iD Lunar Air Max 1 iD Lunar Air Max 1 iD Lunar Air Max 1 iD Lunar Air Max 1 iD Lunar Air Max 1 iD Lunar Air Max 1 iD Lunar Air Max 1 iD Lunar Air Max 1 iD Lunar Air Max 1 iD Lunar Air Max 1 iD Lunar Air Max 1 iD Lunar Air Max 1 iD Lunar Air Max 1 iD Lunar Air Max 1 iD Lunar

Lunar Fly 306Was war Euer Sommerschuh in diesem Jahr? Die beste Antwort hierauf wäre vermutlich, dass man eigentlich überhaupt keinen brauchte, schließlich hat sich der Sommer – von kleinen Ausnahmen einmal abgesehen – bislang doch sehr zurückgehalten. Vor einem Jahr hätte ich ohne zu Zögern auf den Roshe vertraut oder den Mayfly Woven. Während sich letzterer auch in den vergangenen Monaten oft noch an meinen Füßen wiederfand, ist meine ganz große Roshe-Liebe etwas abgekühlt.

Lunar Fly 306Dafür hat mich das Lunar Fly-Fieber gepackt. Als der Mann sich im letzten Sommer seinen ersten Lunar Fly 306 zulegte, fand ich das Ding an meinen Füßen noch etwas gewöhnungsbedürftig. Die Idee hinter dem ultraleichten Running-Modell konnte mich aber schon damals begeistern. Vor einigen Monaten stellte Nike dann die neuen Sommer-Colorways vor, die mich auf unserer US-Reise praktisch auf Schritt und Tritt „verfolgten“. Vor allem der pink/cherry-farbene Colorway hatte es mir angetan, nur wurde ich damals nicht in meiner Größe fündig. Erst zurück in Deutschland konnte ich mir diesen über eBay dann doch noch sichern.

Lunar Fly 306Inzwischen ist auch noch der „Shanghai“ QS hinzugekommen, wobei ich zwischen diesen beiden keinen Favoriten benennen könnte (will ich auch gar nicht). Die Vorzüge sind bei beiden Schuhen ohnehin identisch. Da wäre zum einen die bereits erwähnte ultraleichte Konstruktion des Schuhs. Gerade seine sockenähnliche Passform, die man so ähnlich u.a. vom Presto kennt, macht den Lunar Fly 306 zum bequemen Begleiter. Man könnte fast vergessen, dass man überhaupt einen Schuh trägt. Das verwendete Hyperfuse-Mesh sorgt für eine gute Luftzirkulation, was ich vor allem bei etwas höheren Temperaturen sehr zu schätzen weiß. Wie auch der Roshe lässt sich der Lunar Fly 306 problemlos barfuss tragen – Socken sind angesichts seiner Passform eigentlich überflüssig.

Lunar Fly 306Ebenfalls überflüssig ist das Binden der Laces. Es gibt ganz einfach keine. Stattdessen punktet der Lunar Fly 306 mit einem simplen Klettverschluss, auf den Nike seinen Slogan „Just do it“ druckte. Schließlich sorgt die Lunarlon-Sohle für den bestmöglichen Tragekomfort. Die Optik des Lunar Fly 306 trifft vielleicht nicht den Mainstream, dass der Schuh aber gerade in Fernost so gut ankam, verwundert mich nicht. Asiaten lieben futuristische Looks und funktionale Designs. Wir hier in Europa brauchen anscheinend immer etwas länger, was aber auch seine guten Seiten hat. Immerhin ließ sich mein zweiter Lunar Fly so ganz entspannt im Sale mitnehmen. Was ich jetzt schon weiß: Es dürfte nicht mein letzter gewesen sein.

E.Lunar Fly 306 Lunar Fly 306 Lunar Fly 306 Lunar Fly 306 Lunar Fly 306 Lunar Fly 306 Lunar Fly 306 Lunar Fly 306 Lunar Fly 306 Lunar Fly 306 Lunar Fly 306 Lunar Fly 306 Lunar Fly 306 Lunar Fly 306 Lunar Fly 306

Gel Lyte V OG vs. RetroManchmal stolpert man über einen Schuh, den man eigentlich gar nicht mehr im Kopf hatte und der dann doch einfach zu einem will. So geschehen auf der Sneakerness Zürich, als die Frau einen Vintage Wmns Gel Lyte V in ihrer Größe entdeckte. Natürlich mussten wir den „White/Magenta/Topaz“ mitnehmen, zumal der Zustand (DS nach echter Schweizer Art) angesichts des Alters wirklich perfekt war. Knapp drei Monate danach taucht nun ausgerechnet dieser Colorway zusammen mit einem zweiten als „Kith exclusive“ Re-Release wieder auf. Und dann glücklicherweise sogar in Männergrößen!

Anders als bei den üblichen Ronnie Fieg-Collabos konnte man noch Tage nach dem eigentlichen Release-Datum ganz entspannt nahezu alle Größen einsammeln. Entweder hatte man Kith gigantische Stückzahlen auf Lager oder die Leute interessieren sich ganz einfach nicht für den Schuh, was doch angesichts seiner Vorzüge mehr als schade wäre. Vielleicht kommt aber mittlerweile nur einfach viel zu viel Zeug in zu kurzer Zeit heraus.

Gel Lyte V OG vs. RetroNachdem nun auch der 2014er-Gel Lyte V im „Sneaker Zimmer“ eingetroffen ist, konnten wir beide Schuhe in einem direkten „Duell“ gegeneinander antreten lassen. OG vs. Retro, Made in Korea vs. Made in Vietnam, Frau gegen Mann (an dieser Stelle wäre Trommelwirbel sicher nicht verkehrt).

Von der Materialwahl sind keine großen Unterschiede zu erkennen. Beide Schuhe vereinen den bewährten Mix aus Suede, leicht glänzendem Mesh und Neopren. Hier hat man sich bei der Neuauflage offenbar große Mühe gegeben, die Qualität des Originals zu konservieren. Leider ist das heute längst keine Selbstverständlichkeit mehr. Die Zahl der miesen Retros geht schließlich ins Unendliche. Die für den OG Gel Lyte V charakteristischen grauen Parts auf der Midsole glänzen beim Retro allerdings in kräftigem Silber. Da ist der Oldie doch die dezentere Wahl.

Gel Lyte V OG vs. RetroAndere Abweichungen betreffen vor allem das Asics-Branding. Während der Retro den Asics-Schriftzug auch auf den Innensohlen aufgedruckt bekam, fehlt dieser beim OG. In der Rückansicht zeigt sich dann noch die unterschiedliche Farbwahl beim Asics-Logo (Magenta beim OG, Weiß beim Retro), was bestenfalls Geschmackssache ist. Glücklicherweise verzichtete man beim 2014 auf jegliche „Vintage-Verkleidung“. So darf auch dieser ganz natürlich über die Jahre altern. Als kleines Zugeständnis an den Zeitgeist kommt der Retro dafür mit den passenden Rope Laces – bei einem „Kith-exclusive“ keine Überraschung.

Gel Lyte V OG vs. RetroGel Lyte V OG vs. RetroDass unser Herz beim OG dennoch etwas schneller schlägt, dürfte niemanden verwundern. Und doch muss sich die 2014er-Version keinesfalls verstecken. Warum diese noch immer ganz stressfrei bei Kith eingesammelt werden kann, wissen nur die Turnschuhgötter. In einigen Jahren werden sich nicht wenige ärgern, dass sie hier nicht zugegriffen haben. Darauf gehen wir fast jede Wette ein.

 

E. & M.Gel Lyte V OG vs. Retro Gel Lyte V OG vs. Retro Gel Lyte V OG vs. Retro Gel Lyte V OG vs. Retro Gel Lyte V OG vs. Retro Gel Lyte V OG vs. Retro Gel Lyte V OG vs. Retro Gel Lyte V OG vs. Retro Gel Lyte V OG vs. Retro Gel Lyte V OG vs. Retro Gel Lyte V OG vs. Retro Gel Lyte V OG vs. Retro Gel Lyte V OG vs. Retro Gel Lyte V OG vs. Retro Gel Lyte V OG vs. Retro Gel Lyte V OG vs. Retro Gel Lyte V OG vs. Retro Gel Lyte V OG vs. Retro