Travel Tag

Food

Alle, die gutes und vor allem abwechslungsreiches Essen lieben, dürften sich in Toronto wie Zuhause fühlen. Denn in dieser von Einwanderern aus aller Welt geprägten Stadt ist das Essen so vielfältig wie die einzelnen Kulturen und ihre Traditionen. Es gibt wohl kaum eine Küche, die in Kanadas größter Stadt nicht vertreten ist. Von Fast Food bis Fine Dining, Toronto wird garantiert niemand hungrig oder mit leerem Magen verlassen. Dafür sorgen auch unsere Empfehlungen!

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The County General (West Queen West)

Angeblich hat der County General das „Best Fried Chicken“ der Stadt auf der Karte. Das können wir zwar nicht bestätigen, dafür empfehlen wir das kleine Restaurant sowohl für den schnellen Lunch als auch am Abend für ein Soulfood-Dinner. Burger, Steaks, Salate und Sandwiches bereitet die Küche mit viel Liebe und Geschmack zu. Und wenn man dann mal der Bacon für den Ceasar Salad vergessen wird (was uns zunächst gar nicht aufgefallen wäre), dann wird dieser schnell mit einem freundlichen „Sorry“ nachgereicht.

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George Street Diner (Downtown)

Natürlich gehört ein ordentliches Diner auf unsere kulinarische To-Do-Liste. Es gibt davon viele in Toronto. Besonders wohl gefühlt haben wir uns im George Street Diner. Das Frühstückslokal mit irischen Wurzeln bietet Frühstücks-Klassiker wie das „Full Irish Breakfast“ mit Baked Beans, Bacon, Ham, Bratkartoffeln und Spiegeleier. Die gegrillten Tomaten verschweigen wir lieber, obwohl uns diese hier sogar geschmeckt haben (und das ist schon ein echtes Kunststück)! Kaffee wird natürlich unendlich nachgeschüttet und wie in vielen Diner gilt auch hier die Regel: Cash only!

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Bacchanal (West Queen West)

Französische Küche modern und durchaus kanadisch interpretiert bietet das Bacchanal. Das hell und stylisch eingerichtete Restaurant haben wir zum Brunch besucht, der uns sofort überzeugen konnte. Bestellt das Shakshuka und Ihr werdet uns Recht geben (müssen). Am liebsten wären wir hier noch mal zum Abendessen zurückgekehrt, was leider am Ende nicht ganz geklappt hat. Wir glauben aber sofort, dass Küchenchef Luke Donato seinen Gästen auch ein erstklassiges Dinner serviert. Auch die bestens ausgestattete Bar unter der Leitung von Jason Griffin machte auf uns einen ziemlich guten Eindruck. Eine Reservierung am Abend ist bei diesem beliebten Restaurant absolut ratsam.

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Tennessee Tavern (Parkdale)

Zunächst könnte man diesem gemütlichen Neighborhood-Lokal Etikettenschwindel vorwerfen. Denn eigentlich erwartet man in der Tennessee Tavern passend zum Namen rustikale Südstaaten-Küche. Doch dann die Überraschung: Hier gibt es zwar rustikales Essen aber kein typisches Southern Food. Stattdessen serviert man osteuropäisches (genauer polnisches) Essen. Kielbasa, Blutwurst, Sauerkraut, Pierogi und Kohlrohladen sind Teil des deftigen Menüs, das dem Kalorien-Zählen den Kampf ansagt. Am besten bestellt Ihr den Sausage-Mix, so könnt Ihr einmal die verschiedenen Bratwürste durchprobieren. Ein weiteres Plus sind die absolut fairen Preise.

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Antler Kitchen (Dundas Street West)

Die Philosophie, regionale Gerichte aus wenn möglich saisonalen Zutaten zuzubereiten, befolgen Antler. Die beiden Besitzer Michael Hunter (ja das ist sein richtiger Name) und Jody Shapiro haben ihre Idee eines modernen kanadischen Restaurants perfekt umgesetzt. Wir haben im Antler gebruncht und waren von der Qualität der Gerichte und des Service sofort überzeugt. Allein die Portionen könnten etwas größer sein, aber das ist Jammern auf sehr hohem Niveau. Wie wir hören, lohnt es sich, am Abend wiederzukommen. Dann nämlich serviert das Antler regionale Fisch- und Wildgerichte auf bestem Fine Dining-Niveau!

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Little Sito (Bloor Street West)

Multikulti ist in Toronto kein Kampf- oder Angstbegriff sondern etwas, das man gerade als Foodie absolut schätzen und lieben sollte. Das Little Sito bringt die libanesische Küche auf die Food-Map Torontos. Natürlich gibt es noch andere libanesische Restaurants, doch die dürften es schwer haben, die Qualität des Little Sito zu übertreffen. Am liebsten hätten wir die gesamte Karte einmal hoch und runter bestellt. Hummus, Fatoush Salat und Baba Ganoush mit Fladenbrot, wer kann dazu Nein sagen? Wir jedenfalls nicht. Am besten teilt man sich gleich alles. Kleines Highlight für alle Hypebeasts: Die Mezze-Platte „Supreme“, hehe!

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Oretta (West Queen West)

Manchmal ist die Fassade schöner als der Inhalt. Im Fall von Oretta stimmt aber beides. Während die Inneneinrichtung des italienischen Restaurants einem feuchten Instagram-Traum entspringen könnte, entführt uns das Essen der Bella Cucina direkt nach Italien. Vor allem abends sollte man hier unbedingt reservieren, denn das Oretta ist dann sehr gut besucht. Mittags geht es deutlich ruhiger und entspannter zu. Die Karte ist dann etwas kleiner, bietet aber dennoch für jeden Geschmack ordentlich Auswahl (von Pasta, Pizza über Salate bis hin zu mediterranen Fleisch- und Fischgerichten). Und das bunt-verspielte Interieur sorgt für ein ebenso erstklassiges Ambiente. Selbst für den Coffee-to-Go ist das zugehörige Café des Oretta mit seinen italienischen Snacks immer ein guter Anlaufpunkt.

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La Banane (Ossington)

Wer auf Meeresfrüchte und Fisch steht, für den ist ein Abend im La Banane absolute Pflicht. Die exzellente Raw Bar des stylischen Restaurants bietet Garnelen, Hummer, Muscheln und Austern in bester Qualität. Diese kulinarischen Schätze sind zugegeben nicht ganz billig, aber dennoch jeden Dollar wert. Ebenso gut sind aber auch die anderen Gerichte im La Banane und die Drinks der perfekt ausgestatteten Bar. Und weil das Auge bekanntlich mitisst, darf man sich vor und während des Dinners beim Anblick der Popart noch etwas mehr Appetit holen. Auch deshalb ist das La Banane längst ein Treffpunkt für viele Promis und ein Hot Spot auf der abends sehr belebten Ossington Avenue.

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Alo (Chinatown/Spadina)

Wie schreiben wir über das Alo, ohne dass es so klingt, als seien wir dafür bezahlt worden? Wir hatten hohe Erwartungen, immerhin wurde das Alo schon mehrfach zum besten Restaurant Kanadas gewählt, und dennoch gelang es Küchenchef Nick Bentley, diese mit Leichtigkeit zu übertreffen. Von den 8-9 Gängen seines Tasting Menu (so genau wissen wir es nicht mehr) war einer besser als der andere. Egal ob die Meeresfrüchte, das Alo-Brot, die Ente oder des Schoko-Dessert, jeder Gang ist im Alo ein echter Fine Dining-Hochgenuss. Nicht weniger gut haben uns die Drinks der Alo-Bar geschmeckt. Perfekt wird der Abend durch den unglaublich aufmerksamen und freundlichen Service. Die sehr begrenzten Plätze werden online über ein Ticketsystem verkauft. Dabei gehen die Reservierungen für einen gesamten 2-Monats-Zeitraum immer an einem bestimmten Tag zu einer ganz bestimmten Uhrzeit online (am besten dazu den IG-Kanal des Alo abonnieren, denn nach wenigen Minuten sind alle Plätze weg). Ohne Reservierung kann man im Schwester-Restaurant Aloette sein Glück versuchen.

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Aunties & Uncles (Little Italy)

Wer hat eigentlich gesagt, man könne nur am Wochenende brunchen? Im Aunties & Uncles gibt es extrem leckere Frühstücks- und Brunch-Gerichte täglich von 9 bis 15 Uhr. Zu seinem Omelett oder Rührei kann man aus einem Dutzend Sides seine drei Favoriten wählen oder gleich mit den House Pancakes sündigen. Wechselnde Specials hat die Küche ebenfalls im Angebot. Das Aunties & Uncles sollte man aber nie ohne Bargeld betreten. Kreditkarten werden hier nämlich nicht akzeptiert (es gibt aber einen Automaten im Keller).

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The Federal (Dundas Street West)

Und noch mal ließe sich die Brunch-Frage an dieser Stelle aufrufen. Denn auch im The Federal wird jeden Tag bis 15 Uhr gebruncht (und ab 18 Uhr ist das Dinner an der Reihe). Und wie schon bei Aunties & Uncles konnte das, was hier auf den Tisch kommt, unsere Geschmäcker überzeugen. Der „Gold Standard Sandwich“ genießt in Toronto sogar fast Kultstatus. Im gleichnamigen Sandwich-Laden, der eher einem kleinen Büdchen gleicht und im Viertel Roncesvalles liegt, ist der in goldene Folie eingerollte Sandwich das einzige Gericht auf der Karte. In einen English Muffin werden Rührei, Cheddar, Speck, eingelegte Gurken und eine scharfe Soße verpackt. Bei The Federal gibt es darüber hinaus bis zum Nachmittag auch andere Sandwiches, Suppen, Salate und Eier-Gerichte. Gegen den süßen Hunger helfen French Toast und belgische Waffeln.

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Union (Ossington)

Das Union auf der Ossington Avenue ist abends meist sehr gut besucht (Reservierung empfohlen) und auch zur Mittagszeit eine beliebte Lunch-Adresse. Regionalität und Saisonalität sind die Leitlinien der modernen kanadischen Küche im Union. Die Karte wechselt täglich, bietet aber mit dem Union Burger oder dem Union Salad auch einige Konstanten. Vegetarier werden hier ebenso gut bedient. Die Qualität des Essens, das auf eine moderne Interpretation traditioneller Gerichte setzt, hat sich längst in der Stadt herumgesprochen. Wir können die vielen Stammgäste jedenfalls sehr gut verstehen.

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Wanda’s Pie in the Sky (Kensington Market)

Mitten im bunten und alternativen Kensington Market ist das Kuchenlokal/Café von Wanda’s Pie in the Sky. Dabei handelt es sich um eine echte Institution. Die Kuchen und Küchlein von Wanda, die angeblich seit ihrem 9. Lebensjahr leidenschaftlich backt, sind stadtbekannt und das vollkommen zu Recht. Auch wenn wir nicht Wandas legendären Kirschkuchen probiert haben, unsere Wahl fiel auf den schokoladigen Pecan Pie, so können wir die süßen Sünden hier nur jedem empfehlen. Am besten packt man sich noch einen Pie für die Heimreise ein.

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Drinks & Coffee

Wer unsere Instagram-Stories verfolgt, dem wird nicht entgangen sein, dass wir uns sehr gerne und oft in guten Cafés und Bars herumtreiben. Am Morgen geht ohne einen Kaffee erst einmal gar nichts, später dann darf es gerne ein Americano oder Cappuccino sein. Und am Abend begeben wir uns auf die Suche nach dem besten Drink. In Toronto gibt es fast überall kleine Cafés mit zum Teil eigenen Röstereien, gemütliche Nachbarschafts-Pubs und echte High-Class-Bars zu entdecken.

Sam James Coffee (u.a. West Queen West & Spadina/Chinatown)

Die Erfolgsstory von Sam James Coffee begann 2008. Seitdem ist viel passiert. Heute bringt es das Kaffee-Kollektiv bereits auf fünf Cafés verteilt über die ganze Stadt. Unser Anlaufpunkt war meist der Shop am Trinity Bellwoods Park in West Queen West. Dort und auch anderswo werden die eigenen Mischungen von Cut Coffee serviert. Hinter der unscheinbaren Spadina-Location in Chinatown versteckt sich übrigens noch der Stüssy-Store. Es werden hier nur kanadische Debit-Karten und Bargeld akzeptiert. Nur Sam James haben wir bislang nicht getroffen.

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BarChef (Chinatown)

Fragt man uns, welche Bar man in Toronto unbedingt besuchen sollte, dann müssten wir keine Sekunde lang überlegen: BarChef lautet die Antwort. Seit inzwischen 10 Jahren hat diese Weltklasse-Bar am Rande von Chinatown ihre Türen geöffnet. Das „Kind“ von Bartender Frankie Solarik bietet nicht nur ungewöhnliche Cocktail-Kreationen sondern auch ein Rundumpaket aus Atmosphäre, Service und Interieur, das einfach kaum besser sein könnte. Die Modernist-Cocktails kosten zum Teil mehr als 30 Kanada-Dollar (umgerechnet 20 Euro), doch die Präsentation und die verschiedenen Kompositionen der Drinks bewegen sich dann auch einem Niveau, das seinesgleichen sucht. Aber auch die „normalen“ Drinks der BarChef-Karte (zwischen 13 und 16 Dollar) sind absolute Ausnahme-Drinks, die vom Barteam mit größter Hingabe und Wissen zusammengestellt wurden. Wenn Ihr das BarChef besucht (und das solltet Ihr unbedingt), dann richtet viele Grüße vom Sneakerzimmer aus!

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Tokyo Smoke (u.a. West Queen West & Bellwoods)

Der Name mag zunächst nicht an einen Kaffee-Spot erinnern und tatsächlich haben Tokyo Smoke ihre Wurzeln im Cannabis-Geschäft. Wir waren hier jeden Morgen aber eher auf der Suche nach Koffein. Der kleine Laden in Bellwoods lag praktisch in Sichtweite unserer Wohnung. Neben den Haus-Röstungen, die wir auch gleich für Zuhause eingepackt haben, gibt es hier auch mehrere gute Tee-Mischungen mit japanischem Einschlag. Wer will, kann sich zudem mit Tokyo Smoke-Apparel und Merchandising eindecken. Ein sehr entspannter und angenehmer Coffee-Hangout!

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Founder Bar (Dundas Street West)

Das Konzept, gute Drinks mit erstklassigem Bar-Food zu kombinieren, verfolgt die Founder Bar. Über das Essen können wir hier allerdings kein Urteil fällen, da wir nur die Drinks der kleinen aber feinen Barkarte probiert haben. Während uns die Cocktails sofort überzeugten, sind wir in Bezug auf die Einrichtung etwas zwiegespalten. Für eine Bar war uns diese schlichtweg zu hell, so dass keine richtige Atmosphäre aufkam. Wir bevorzugen dann eher andere Bar-Konzepte. Wer am Abend die Dundas Street runterläuft, kann in der Founder Bar aber bedenkenlos mal auf einen Drink vorbeischauen. Der freundliche und aufmerksame Service ist ein weiteres Plus.

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Gift Shop (Ossington)

Nein, hier handelt es sich nicht um einen Schreibfehler oder um eine falsche Einordnung. Der Gift Shop auf der Ossington Avenue ist tatsächlich eine grandiose Cocktailbar. Allerdings tarnt sich diese tagsüber als Barbershop. Wenn es dunkel wird, startet in dem kleinen Raum dahinter der Barbetrieb. Einfach in den Barbershop eintreten und der Gift Shop-Leuchte folgen. Man sollte möglichst früh da sein, gerade am Wochenende, ansonsten muss man sich auf längere Wartezeiten einstellen (man kann seine Nummer hinterlassen und wird dann zurückgerufen). Es gibt in dem kleinen Bar-Raum nur wenige Tische und Plätze. Die Karte im Comic-Style ist ebenso kreativ wie detailverliebt. Der „Nutella Drink“ samt Schokocreme-Extra scheint bei den Gästen besonders beliebt zu sein. Bei dieser Speakeasy Bar stimmt einfach alles: Drinks, Atmosphäre, Konzept.

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Lipstick & Dynamite (West Queen West)

So gerne wir Cocktail-Bars besuchen, gelegentlich ist uns danach, in einem entspannten Neighborhood-Pub etwas Zeit zu verbringen. Dafür ist das Lipstick & Dynamite einfach die perfekte Wahl. Es gibt Bier, eine Auswahl bekannter Gesellschaftsspiele, viel Atmosphäre und noch mehr Gastfreundschaft. Dazu lassen sich an jede Ecke liebevolle Details und nerdiger Krimskrams entdecken. Bei unserem Besuch lief gerade „Der weiße Hai“ auf dem alten TV über der Bar. Wie bei vielen solcher Bars gilt auch im Lipstick & Dynamite, dass man seine Rechnung nur bar bezahlen kann.

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Reunion Island Coffee Bar (Roncesvalles)

Was nach Karibik und Strand-Feeling klingt, ist tatsächlich ein Coffee-Store in Roncesvalles. Die Reunion Island Coffee Bar bietet die Bohnen für ihre Kaffeespezialitäten sowohl „natural“ (also unbearbeitet) als auch „washed“ an. Das Café ist gemütlich und recht großzügig gestaltet. Es gibt kostenloses Wifi und viele Sitzmöglichkeiten. Bei gutem Wetter kann man auch auf den Bänken draußen Platz nehmen und sich von nebenan einen Gold Standard-Sandwich holen. Diese Kombination scheint bei vielen Reunion-Gästen gut anzukommen.

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Track & Field (Dufferin Grove)

Besondere Bar-Ideen gibt es viele in Toronto. Eine, die uns besonders gut gefallen hat, findet sich in der Track & Field Bar. Dort kann man bei einem Bier oder Drink auf zwei Bahnen Shuffleboard oder Boccia spielen. Wenn sich niemand hinter einem anstellt, kann man so lange spielen, wie man möchte. Am Sonntag Abend waren wir zunächst die einzigen Gäste, so dass wir bei den Games die Qual der Wahl hatten. Nach mehreren Partien Shuffleboard (wir brauchen jetzt keine Kreuzfahrt mehr zu machen) waren wir gar schön außer Atem! Natürlich mussten wir hier den „Old Kanye“-Drink probieren, cheers Mr. West!

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Cocktail Bar (Dundas Street West)

Manchmal ist das Einfache auch das Beste. Ohne Schnickschnack, stylische Gimmicks oder Marketing-Geschrei kommt die Cocktail Bar aus. So naheliegend wie der Name für eine Cocktail-Bar ist, so gut und ehrlich sind die Drinks. Diese spielen nämlich in der Champions League der Bartender-Kunst. Die cozy Bar versteht, warum es wirklich geht. Man muss sich als Gast wohl fühlen und dabei in Ruhe seine Drinks genießen können. Zu unaufdringlicher Jazz-Musik und im Kerzenschein (Ramontik pur) gelingt das hier auf Anhieb. Wer eher auf Rum-Drinks steht, sollte gleich gegenüber die Rhum Corner-Bar besuchen, die den gleichen Besitzer hat. Ein absoluter Wohlfühlort!

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Fika Café (Kensington Market)

Skandinavische Kaffee-Kultur bietet das Fika Café etwas abseits des Trubels des Kensington Market. Hier wird schwedische Gemütlichkeit und Gastfreundschaft zelebriert. Den Gästen stehen kuschlige Decken und sogar Schaukelstühle zur Verfügung. Der Kaffee ist stark und sollte am besten mit einem süßen Gebäck oder Cookie bestellt werden. Auch die hausgemachte Schokolade mit Espresso-Splitter ist ein absoluter Traum! Warum haben wir davon nur eine Tafel mitgenommen? Als Zwischenstopp bei einem Rundgang durch Kensington Market/Chinatown ist das Fika eine echte Entspannung.

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Tampered Press (Dundas Street West)

Ein Kaffee-Tipp für schönes Wetter: Holt Euch erst ein heißes Getränk bei Tampered Press und geht danach gegenüber in den Trinity Bellwoods-Park. Bei Eichhörnchen- und Hunde-Watching kann man dort ganz entspannt seinen Tampered-Kaffee genießen. Manchmal liegen die guten Dinge einfach so nahe!

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In Teil 2 unseres Toronto Guides dreht sich dann alles ums Shopping! Coming very soon!

Überall sieht man sie: Plakate, auf denen stolz der Slogan zu lesen ist „Building a New Chicago“. Tatsächlich hat man gelegentlich das Gefühl, irgendwer baue innerhalb der Stadt an einem zweiten Chicago. Das gilt vor allem für den aufstrebenden West Loop-District, der in den letzten Jahren einen unglaublichen Wandel vollzogen hat. Heute ist die Gegend bekannt als Ausgehviertel, für ihre vielen Top-Restaurants, Cafés und Bars. Mit Firmen wie Google zog es auch immer mehr junge Leute in den West Loop. Auch wir haben wir dort im erst 2017 eröffneten Ace Hotel gewohnt. Chicago ist zu allererst eine Food-Stadt, eine kreative Metropole, in der es praktisch zu jeder Tageszeit etwas zu entdecken gibt. Wir möchten Euch in diesem Beitrag unsere persönlichen Chicago-Highlights vorstellen und dabei – bis auf einige Ausnahmen – die üblichen Touristen-Tipps ganz bewusst links liegen lassen. Vieles spielte sich für uns im West Loop ab, was natürlich auch mit unserer Hotelwahl zusammenhing. Auch wenn wir diesen Guide nun auf 3 Tage ausgelegt haben, so empfehlen wir doch, mindestens 4 besser sogar 5 Tage für Chicago einzuplanen. Selbst dann wird einem in dieser Stadt bestimmt nicht langweilig.

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Tag 1

Beginnen wir unseren Chicago-Guide mit einem richtig guten Frühstück. Das gibt es im Little Goat Diner, das einen angenehmen Mix aus klassischem Diner und modernem All-Day-Restaurant bietet. Hier werden verschiedenen Omeletts, Pancakes und natürlich French Toast serviert. Dazu bietet die Frühstückskarte diverse raffinierte Gerichte, die zum Stil des Little Goat passen. Wie fast überall ist die Atmosphäre auch hier sehr locker und entspannt. Die Qualität des Essens hat sich in der Stadt herumgesprochen und so muss man zu gewissen Zeiten durchaus auch mit Wartezeiten rechnen.

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Nach dem Frühstück zieht es uns zum Sneaker-Store Leaders 1354 (bzw. LDRS), den man vom Little Goat aus zu Fuß in gut 10 Minuten erreicht. Überhaupt sind die Wege in Chicago alle recht kurz, zumal mit dem gut ausgebauten Nahverkehr und den vielen Bus- und Bahnlinien der CTA. Leaders führen natürlich Nike, Jordan und adidas. Dazu findet man hier aber auch Releases von Karhu, Diadora und eine kleine Apparel-Auswahl. Insgesamt stehen LDRS erkennbar für die „alte Schule“ des Sneaker-Business. Etwas fühlt sich der Store daher nach einer Zeit vor Social Media und wöchentlichen Hype-Releases an, was durchaus seinen Charme und seine Berechtigung hat.

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Wer jetzt schon wieder Hunger oder das Frühstück doch ausgelassen hat, der kann zum Lunch das Bad Hunter besuchen. Gerichte und Speisekarte des sehr Instagram-kompatiblen Restaurants sind sehr auf Gemüse und frische Zutaten ausgerichtet und doch nicht komplett vegetarisch. Die verschiedenen Salate, Sandwiches, Bowls und Burger bieten genau das, was wir von einem Lunch erwarten. Der Service ist wie fast überall sehr aufmerksam ohne sich dabei aufzudrängen. Man wird gefragt, ob man bestimmte Zutaten nicht verträgt. Auch auf Sonderwünsche wird problemlos eingegangen.

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Unsere zweite Shopping-Station liegt fast schon in Sichtweite des Bad Hunter. Gemeint sind Notre, von denen wir in Zukunft noch einiges erwarten. Das liegt zum einen am Ehrgeiz von Mitbesitzer Michael und seinem Team, zum anderen an den guten Kontakten von Notre zu den großen Sneaker-Brands. Darüber hinaus ist man auch mit der Kreativszene Chicagos bestens vernetzt. Über das wirklich innovative Event anlässlich das „Air Max Day“ zusammen mit dem Gourmet-Restaurant Next, welches zur Alinea-Gruppe von Grant Achatz gehört, haben zuletzt auch Hypebeast und andere Seiten ausführlich berichtet. Der cleane, minimalistisch eingerichtete Store mit seiner erstklassigen Markenauswahl (von Raf Simons über Visvim, 424 und Stone Island bis hin zu Cav Empt) wird bis Jahresende an gleicher Adresse deutlich vergrößert. Zu Notre kommen bereits heute alle wichtigen (limitierten) Releases. Wer gerade vor Ort ist, kann durchaus sein Glück bei einem Instore-Raffle für einen Yeezy oder Off-White x Nike versuchen.

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Da wir gerade schon das Next Restaurant bzw. Alinea erwähnt haben, bleiben wir doch am besten gleich dort. Wer das Alinea und dessen Chef Grant Achatz noch nicht kennt, der sollte sich unbedingt die „Chef’s Table“-Folge auf Netflix ansehen. So ist das Next auch im West Loop zu Hause (das Alinea befindet sich in Lincoln Park, das man vom West Loop aus mit dem Bus in nur 10 Minuten erreicht). Küchenchef im Next ist Ed Tinoco, dessen Story wir Euch noch in einem besonderen Feature vorstellen werden. Denn Ed ist mit seinen gerade einmal 27 Jahren nicht nur ein kreatives Genie in der Küche sondern auch ein echter Sneakerhead. Wer sich für ein Essen im Next entscheidet, den erwartet kein einfaches Menü sondern ein kunstvolles Gesamtkonzept, das sich sogar im Design des Restaurants widerspiegelt (die Menüs wechseln vier Mal im Jahr). Essen als Erlebnis.

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Gleiches lässt sich über The Aviary mit Blick auf Cocktails sagen. Die Cocktailbar der Alinea-Familie verspricht ebenfalls eine in dieser Perfektion nur ganz selten anzutreffende Kombination aus besten Spirits, Kreativität und einer einzigartigen Präsentation. Sowohl für das Next als auch für das The Aviary gilt, dass eine Reservierung vorab über ein sogenanntes Ticketing-System läuft. Der Gast kauft wie für ein Konzert online ein Ticket für einen bestimmten Abend und ein bestimmtes Menü. Bei The Aviary hat man neben der À la carte-Option die Wahl zwischen einem 3- und 5-Gänge-Cocktail-Tasting Menü (jeweils mit oder ohne Food Pairing). Viele der wirklich außergewöhnlichen Cocktail-Kreationen im Aviary stammen übrigens von Eds Frau Alexis, der Head Bartenderin. Natürlich kann man auch spontan sein Glück im The Aviary versuchen, allerdings sollte man selbst unter der Woche besser mit längeren Wartezeiten rechnen.

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Eine Reservierung erfordert auch die Speakeasy Bar The Office unterhalb des Aviary. Machen wir es kurz: Die Bar gehört zum Besten, was es im Bereich Speakeasy gibt. Das liegt zum einen an den Mixology-Künsten der Bar-Crew, zum anderen an der Auswahl alter Spirits und der Idee, auf eine klassische Karte weitgehend zu verzichten. Als Gast wird man vielmehr nach seinen Vorlieben und Wünschen gefragt. Daraus entstehen dann Drinks, die es in dieser Qualität nur in ganz wenigen Bars gibt (ein ähnliches Konzept bieten Attaboy in New York). Die intime Atmosphäre im The Office mit seinen wenigen Plätzen gefiel uns ebenso gut wie die Drinks. Und mit dem Bartender kommt man natürlich vor allem bei einem Platz an der Bar schnell ins Gespräch.

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Tag 2

Am zweiten Tag fahren wir zum Frühstück mit der Blue Line ins Viertel Logan Square. Das Longman & Eagle erinnert zunächst an einen typischen Gastro-Pub oder an eine gewöhnliche Whiskey-Bar. Wer dann aber etwas genau hinsieht, entdeckt die Auszeichnung des Guide Michelin über der Küche. Tatsächlich bietet die Frühstücks/-Lunch-Karte versteckt hinter scheinbar bekannten Gerichten sehr überraschende und leckere Kreationen. Das im Longman & Eagle jeden Tag die Möglichkeit zum Brunch besteht, ist ein weiteres Plus. Bei unserem nächsten Chicago-Trip müssen wir dann unbedingt die Bar und ihre Drinks testen. Manchmal reicht die Zeit für alles einfach nicht aus.

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Es liegen nur drei Bahn-Stationen zwischen Logan Square und dem Szeneviertel Wicker Park. Hollywood hat diesem sogar einen Kinofilm gewidmet, der ist aber nicht sonderlich gut. Für einen Chicago-Aufenthalt gehört die Gegend zwischen Damen und Division Street weiterhin zu unseren Favoriten, was vor allem an den zahlreichen Stores, Restaurants und Bars liegt. Das kulturelle wie kulinarische Angebot ist hier ziemlich vielfältig und damit ein Spiegelbild der recht jungen, multikulturellen Bewohner des Viertels. Vieles spielt sich dabei auf der Damen und der Milwaukee Avenue ab. Unser Tipp für einen guten Drink ist das The Violet Hour, das täglich ab 18 Uhr geöffnet hat.

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Steigt man mit der Blue Line an der Haltestellte Division aus, so steht man auf der Milwaukee Avenue als erstes vor Stash, die an gleicher Stelle seit inzwischen 5 Jahren vor allem Sneakers von Nike und Jordan verkaufen. Die Wurzeln von Stash gehen auf den alten Store von Diana’s Shoes zurück, den wohl außerhalb Chicagos nur wenige gekannt haben dürften. Seit unserem ersten Besuch hat sich die Sneaker-Boutique noch einmal vergrößert und die Verkaufsfläche von Diana’s Shoes übernommen. Aktuelle und auch ältere Releases von Nike und Jordan bilden weiterhin den Schwerpunkt des Sortiments, das zuletzt aber auch um Marken wie Vans, adidas und New Balance erweitert wurde.

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Etwas weiter nördlich betritt man bei Wormhole Coffee tatsächlich fast ein Wurmloch, das in ein Paralleluniversum zu führen scheint. Zumindest haben wir noch kein Café gesehen, dass derart liebevoll und detailverliebt die 80er- und 90er-Jahre feiert. In jeder Ecke gibt es hier etwas zu entdecken, das bei uns gleich einen Nostalgie-Flashback auslöste. Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass im Wormhole Coffee dank der hauseigenen Rösterei der Halfwit Coffee Roasters wirklich großartige Kaffees und Kaffeevarianten angeboten werden. Man versteht such auch als Aufklärer und Botschafter in Sache Kaffee, der für Halfwit viel mehr als nur ein Wachmacher oder Genussmittel ist.

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Auch bei Saint Alfred scheint die Zeit irgendwie stehen geblieben zu sein. Und das ist jetzt gar nicht mal böse gemeint. Während andere Sneaker-Stores expandieren oder immer neue Konzepte umsetzen, hat sich bei Saint Alfred in den letzten 5 Jahren kaum etwas verändert. Der Store sieht nicht nur exakt gleich aus, auch an der unaufgeregten Art der Saint Alfred-Crew hat sich praktisch nichts verändert. Man versteht sich trotz des durchaus vorhandenen Online-Auftritts vor allem als Teil der Chicagoer Sneaker-Community. Der hohe Anteil an Stammkunden scheint ihnen Recht zu geben. Saint Alfred führen neben Sneakers von Nike, adidas, Vans und New Balance auch Fashion-Releases wie den Ozweego von Raf Simons, japanische Brands wie Visvim und Apparel von angesagten Labels wie Cav Empt. Wir würden jede Wette eingehen, dass Saint Alfred genau mit diesem Konzept auch noch in 5 Jahren im Wicker Park an gleicher Stelle anzutreffen sind.

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Nach dieser kleinen Shopping-Runde zieht es uns ins Small Cheval. Der Wicker Park-Außenposten von Au Cheval aus dem West Loop bietet genau 3 Menüoptionen: Hamburger, Cheeseburger und die hausgemachten Golden Fries. Das war’s! Und weil weniger manchmal mehr ist, wundert es uns nicht, dass im Small Cheval genau mit diesem einfachen Konzept Burger-Fans glücklich gemacht werden. Für uns ist der Small/Au Cheval-Burger der beste, den wir seit vielen Jahren gegessen haben (der Double Cheeseburger im Au Cheval hat sogar drei Pattys). Im Au Cheval muss man daher abends schon mal 1 bis 2 Stunden auf einen Tisch warten. Wir empfehlen Euch daher, möglichst früh da zu sein oder es unter der Woche ab ca. 22 Uhr zu versuchen. Wir hatten jedenfalls Glück und bekamen sofort einen Platz im recht kleinen Restaurant, das auch als Brunch-Hotspot am Wochenende bekannt ist.

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Kein Guide über Chicago wäre ohne eine Erwähnung der RSVP Gallery komplett. Seit ihrer Eröffnung im Jahr 2009 ist die von außen ziemlich unscheinbare Boutique das Aushängeschild der Chicagoer Streetwear-Szene. Auch Don C und Virgil Abloh, die damals die RSVP Gallery gründeten, muss man niemandem mehr vorstellen. Wenngleich Sortiment und Konzept von RSVP inzwischen von vielen kopiert wird – hier vermischten sich erstmals Fashion, Streetwear, Kunst und Musik –, so ist und bleibt der Store in der Damen Avenue doch unbestreitbar das Original. Warum man im Store bis heute keine Fotos machen darf, verstehen wir dennoch nicht so ganz. Vermutlich ist auch diese Regel Teil des RSVP-Mythos.

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Fragt man, wer der berühmteste Chicagoer sei, so hört man als Antwort ziemlich oft Michael Jordan (Barack Obama und Kanye West sind zugegeben auch harte Konkurrenz). Dabei ist dieser doch in Brooklyn geboren. Aber natürlich strahlen die Erfolge mit den Chicago Bulls und Jordans Legendenstatus auch auf die Stadt und ihre sportliche Historie aus. Heldenverehrung sei daher gestattet, wenn man im United Center die überlebensgroße Michael Jordan-Statue besucht – Touristen-Schnappschuss inklusive. Die Spiele der Bulls waren in dieser Saison dagegen meist eine nicht so schöne Angelegenheit. Aber als Kölner wollen wir uns jetzt lieber nicht beschweren.

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Alle BBQ-Fans haben am Abend ein Date mit Green Street Smoked Meats, wo das Fleisch zuvor 12 bis 16 Stunden butterweich „gesmoked“ wurde. Egal ob Sliced oder Chopped Brisket, ob Pastrami oder Pulled Pork, hier ist für alle Fleischliebhaber das Paradies auf Erden. In einer gemütlichen Halle mit großer Bar und ebenso großer Bierauswahl findet täglich ab 11 Uhr ein echtes BBQ-Festessen statt. Ehrlich, ohne Schnickschnack und zu echt fairen Preise. Auch der Kartoffelsalat ist bei Green Street Smoked Meats ein echtes Highlight, wobei das Vegetarier nur bedingt trösten dürfte. Wer dagegen Ramen bevorzugt, findet an gleicher Adresse im Keller bei High Five Ramen sein persönliches Suppen-Glück. Die 16 Plätze im kleinen Restaurant sind auch fast immer belegt. Ihr habt die Wahl!

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Nach dem Abendessen finden BBQ- und Ramen-Fans gegenüber im Soho House in der Fox Bar wieder zusammen. In der Umgebung eines britischen Sport-Pubs werden hier neben Bier aber auch starke Longdrinks und Cocktails serviert. Ein nettes Gimmick ist das alte Münztelefon, über das sich Pizza bestellen lässt. Auf dem Telefon haben wir dann sogar einen Overkill-Sticker entdeckt. Später am Abend suchen DJs aus der Vinyl-Sammlung der Bar ihre Lieblingstracks raus. Gerade unter der Woche kann man in der Fox Bar den Tag entspannt zu Ende gehen lassen. Wir haben uns in der Bar jedenfalls gleich wohl gefühlt.

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Tag 3

Wer uns kennt, der weiß inzwischen, dass es uns in eigentlich jeder US-City regelmäßig in jüdische Delis und Diner verschlägt. Chicago macht diesbezüglich keine Ausnahme. Allerdings mussten wir dafür nach Downtown fahren, was wir eigentlich nicht so gerne machen. Doch das Eleven City Diner war es uns wert (die Location am Logan Square wurde inzwischen geschlossen). Hier gibt es natürlich den ganzen Tag über Frühstück, dazu Diner-typische Portionen und viele Specials zu Frühstück und Lunch. Rueben Pastrami-Sandwiches schmecken im Eleven City Diner genau so gut wie die üppig gefüllten Omeletts und Deli-Specials wie Latkes, Knish und Cheese Blintzes. Unser Magen macht noch heute Luftsprünge wenn er an das Essen hier zurückdenkt. Ebenfalls typisch Diner wird der Kaffee natürlich endlos nachgeschüttet.

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So gestärkt schauen wir bei Succezz vorbei, die ganz in der Nähe zu Hause sind. Allein das Sortiment des Sneaker-Shops ist zugegeben wenig aufsehenerregend, noch immer macht die Anordnung der Kicks nach Farben aber optisch einiges her. Allerdings ist sie für den Kunden, der ein bestimmtes Paar sucht, auch etwas verwirrend. Wer sowieso mal in Downtown ist, kann bei Succezz sicher einmal reinschauen. Mit etwas Glück gibt es auch einen Schnapper in der Sale-Ecke zu entdecken.

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Entlang des Wassers und vorbei am Art Institute of Chicago gehen wir nach Norden bis zum Millennium Park mit seinem Wahrzeichen, der Bean, die offiziell Cloud Gate heißt. Es sei uns erlaubt, für einen kurzen Moment mal so richtig die Touristen-Nummer durchzuziehen. Ein Foto vor erwähnter Bohne darf auch im Sneakerzimmer-Fotoalbum nicht fehlen. Zum Glück haben bei 5 Grad nicht Millionen anderer Touristen die gleiche Idee und so lässt es sich recht entspannt das Urlaubsmotiv schießen. „Been there, done that“ könnte man auch dazu sagen. Etwas Ähnliches ließe sich auch über den Gang über die berühmte Magnificent Mile nördlich des Chicago River sagen. Hier reihen sich große Hotels, Kaufhäuser und Restaurantketten aneinander.

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Deutlich mehr begeisterte uns der Besuch des CIBC Theatre im gleichnamigen Theatre District von Chicago. Dort sahen wir einst „The Book of Mormon“ – ein Musical für alle Musical-Hasser! Heute wird im historischen Theater, das 1906 unter dem Namen Majestic eröffnet wurde, das Erfolgs-Musical „Hamilton“ gezeigt. Wir kennen nur die Aufführung in Los Angeles, sind aber sicher, dass auch das Chicagoer Ensemble absolut sehenswert ist. Bleibt nur das Problem, rechtzeitig an ein Ticket zu kommen. Wir würden einfach mal an der Tageskasse nachfragen. Manchmal sind dort tatsächlich noch Restkarten erhältlich.

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Verlassen wir Downtown und fahren als nächstes ins East Village zu Boneyard Chicago. Der Store bietet eine recht spannende Mischung aus Vintage-Klamotten und aktuellen Hype-Releases in einem Consignment-Modell. Die Preise sind gegenüber Flightclub und anderen Consignment-Stores durchaus nicht uninteressant, dafür ist die Auswahl deutlich kleiner. Man braucht also vor allem Glück. An Boneyard wird noch etwas anderes wieder einmal deutlich: Heute kommt scheinbar kein Consignment-Shop ohne Supreme-Wand und Hypebeast-Kram aus. Aber wer zahlt dafür eigentlich diese Preise?

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Unsere Lunch-Empfehlung wäre dieses Mal das Summer House Santa Monica in Lincoln Park. Was schon nach Meer und kalifornischer Sonne klingt, entpuppt sich tatsächlich als Restaurant mit Beach House-Flair. Die Gerichte von Küchenchef Jeff Mahin sind ebenfalls sehr von der West Coast inspiriert. Er setzt auf frische und saisonale Zutaten und eine abwechslungsreiche Karte, die von Sandwiches über die Taco-Gerichte bis hin zu Salaten, verschiedenen Vorspeisen (Hummus) und Grill-Gerichten (darunter der „Impossible Burger“ für Vegetarier) zum Lunch eigentlich keine Wünsche offen lässt. Beim nächsten Mal müssen wir hier unbedingt den Brunch testen.

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Immer eine gute Idee ist es, bei Standing Passengers einen Kaffee zu holen. Oder auch einen Cookie oder einen Muffin. Das Café ist zugleich Art Space und Treffpunkt der Kreativen im Viertel. Es gibt eigenes Merchandise und freies Wlan. Hier würden wir öfters einfach mal so abhängen. Eine Alternative für alle Coffee-Junkies ist das Sip Coffee House auf der Grand Avenue. Hier gefielen uns neben dem guten Kaffee vor allem die sehr ruhige Atmosphäre und die Idee, sich die Tasse für seinen Kaffee selbst aussuchen zu können. Dazu werden auch im Sip Coffee House ebenfalls Cookies und anderes Gebäck angeboten.

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In der Nähe lassen sich auf der Hubbard Street zahlreiche Graffitis und Murals entdecken. Dabei gilt eigentlich für ganz Chicago, dass Street Art und Graffiti allgegenwärtig ist. Man sollte sich besser an jeder Ecke einmal umdrehen, ansonsten könnte man etwas wirklich Tolles verpassen oder übersehen. Wir wollen gar nicht wissen, an wie vielen Kunstwerken wir einfach so vorbeigelaufen sind. Chicago ist wunderbar bunt und vielfältig. Auch deshalb lieben wir diese Stadt!

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Bevor es gleich zum Abendessen zurück in den West Loop geht, wollen wir noch kurz in den Fat Tiger Workshop reinschauen. Der cleane, erfreulich ruhige Store dient als Zentrum für die Chicagoer Streetwear-Szene. Hinter Fat Tiger stehen vier kreative Chicagoer (Vic Llyod, Desmond Owusu, Joe Freshgoods, King Rello), die ihre Mode und Engagement auch immer als politisches Statement und Einsatz für die farbige Community verstehen. Ihre „Fuck Donald“-Klamotten sind ohnehin ein eindeutiges Statement. Verschiedene Collabs und Pop-up-Aktionen dürften für Fat Tiger nur der Anfang gewesen sein. Bestimmt hören wir von diesem Quartett in Zukunft noch einiges mehr.

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Nun aber geht’s zum Dinner. Und da haben wir mal wieder die Qual der Wahl. Gutes Essen gehört in Chicago schließlich praktisch dazu wie die Luft zum Atmen und Michael Jordan. Wir entscheiden uns für die Fulton Market Kitchen im West Loop. Von außen ziemlich unscheinbar, präsentiert sich die Kitchen drinnen als Mischung aus moderner Cocktailbar, Art Space und Restaurant. Oft finden hier auch besondere Events statt. Die Karte ist zugegeben nicht allzu groß und doch haben wir später das Gefühl, noch unbedingt ein zweites Mal hier essen zu müssen. Denn alle Gerichte waren einfach zu gut! Das Gleiche gilt auch für die unglaublich detailverliebten Cocktail-Kreationen des Fulton Kitchen Bar-Teams (probiert das „Lumberjack’s Breakfast“).

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Am besten noch vor dem Abendessen – oder eben auch danach – sollte Ihr im Waydown einen Drink nehmen. Das Waydown ist die Rooftop-Bar des Ace Hotels, von dem Ihr einen grandiosen Ausblick über den West Loop und große Teile Chicagos und deren Skyline habt. Bei gutem Wetter ist auch die Außenterrasse des Waydown geöffnet. Hier oben lässt es ziemlich entspannt die letzten Stunden in dieser großartigen Stadt genießen. Wir hoffen, Ihr lasst Euch von unserer Begeisterung für Chicago anstecken!

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Wenn es um einen Städtetrip innerhalb Deutschlands geht, so werden doch meist Berlin. Hamburg, München und vielleicht noch Köln genannt. Schnell vergessen scheint Frankfurt und das vollkommen zu Unrecht. Das sagen wir nicht in Richtung der Frankfurter – die wissen schließlich, was ihre Stadt alles zu bieten hat – sondern gerichtet an alle anderen. Lasst Euch davon überzeugen in unserem neuen Sneaker City Guide. Ohne große Vorworte wollen wir mit Euch die 24-Stunden-Erkundung von Mainhattan starten.

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Starten wir dort, wo der Tag mit einem guten Kaffee und einem liebevoll servierten Frühstück beginnt. Im Frankfurter Norden in der Gluckstraße liegt das gemütliche, etwas verträumte Café Im Glück (Gluckstraße 17), das uns auch durch seinen unaufgesetzten Retro-Charme und seine sehr freundlichen, entspannten Mitarbeiter überzeugt hat. Letzteres gilt selbst, wenn es wie an einem Sonntag Morgen auch schon mal etwas hektisch werden kann. Wer am Wochenende hier frühstücken will, sollte entweder recht früh da sein oder noch besser einen Tisch reservieren. Auch die Kuchen des Cafés sind eine Versuchung wert. Empfehlen können wir die Schoko-Tart und den Rübli-Kuchen.

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Vom Nordend aus fahren wir in die Innenstadt. Unser erstes Ziel liegt am Eschenheimer Tor. Viele dürften jetzt bereits wissen, wohin es uns zieht. Seit dem Sommer 2016 sind 43einhalb auch in Frankfurt vor Ort. Immerhin ist der Weg vom etwas verträumten Fulda nicht allzu weit. Der Store (Stiftstraße 36) selbst befindet sich in einem Gebäude, das selbst viele Geschichten zu erzählen hat. Bekannt wurde die Adresse als das Nitribitt-Haus, in dem die Edel-Prostituierte Rosemarie Nitritbitt in den 1950er Jahren einst lebte und später dann ermordet wurde. Auch die markante Fassade des Gebäudes kennt so ziemlich jeder Frankfurter. Und die Sneakerheads der Stadt kennen natürlich 43einhalb. Der Store bietet eine große Auswahl aktueller Modelle und gerade am Wochenende auch besondere Releases und Events. 43einhalb sind bekannt dafür, sich immer etwas Neues einfallen zu lassen. Der Store in Frankfurt bietet Kunden die Möglichkeit, über eine Art Scanner binnen Sekunden zu checken, ob ein bestimmter Schuh in ihrer Größe noch auf Lager ist. Finden wir echt ein nützliches Gimmick. Ansonsten fühlen wir uns bei den 43einhalber immer sehr wohl. Ein Pflichtbesucht für uns, ganz ohne Pflicht.

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Fast in Sichtweite von 43einhalb befindet sich die Frankfurter Adresse von Kauf Dich Glücklich (Große Eschenheimer Str. 39), die es inzwischen auf gut ein Dutzend Stores in ganz Deutschland bringen. Der in Frankfurt ist jedoch der Größte. Auf zwei Ebenen bietet man seinen Kunden einen zeitgemäßen Mix verschiedener Brands und Designer. Auch Sneakers gehören natürlich zum Sortiment. Modern, urban und immer etwas minimalistisch ist die Mode in den Kauf Dich Glücklich-Stores. Vor allem Liebhaber skandinavischer Marken wie Samsoe & Samsoe, Moss und Han Kjobenhavn sollten hier einmal reinschauen. Wohnaccessoires und kleine Designideen runden das KDG-Sortiment ab. Als Kölner freuten wir uns besonders über die pinqponq-Rucksäcke und Taschen.

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Weiter geht es zu The Listener (Stephanstraße 3), die ebenfalls innerhalb weniger Minuten zu Fuß zu erreichen sind. Modern, immer am modischen Zeitgeist und doch zugleich die Klassiker im Blick folgt die Idee des nicht nur in seinen Ausmaßen beeindruckenden Stores einem durchaus überzeugenden Konzept. Das Alte und Neue will man bei The Listener möglichst harmonisch und optisch ansprechend seinen Kunden präsentieren. Die Sneaker-Auswahl deckt die wichtigsten Brands ab von Nike über adidas bis Puma. Es gibt hier sowohl die neuen Iniki-Modelle als auch richtig Fashion-Sneakers von Y-3 und Alexander Wang. Dazu findet die anspruchsvolle Kundschaft eher hochpreisige Footwear-Brands wie Common Projects, Golden Goose, Visvim und Filling Pieces. Es lässt sich hier ziemlich leicht ziemlich viel Geld ausgeben. Das gilt insbesondere, wenn man sich auf der oberen Etage im Apparel-Bereich umsieht. Dort hängen Stone Island, Undercover, Comme des Garcons, Stutterheim und viele weitere Top-Marken.

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Wer uns kennt, weiß sicher, dass wir uns gerne in kleinen Cafés aufhalten und dort einen Cappuccino, Flat White oder Espresso trinken. Gerade am Morgen geht ohne einen guten Kaffee nicht viel. Gleich mehrfach wurde uns von Frankfurtern die kleine Espresso Bar (Schäfergasse 42-44) empfohlen. Ein Geheimtipp ist die aber längst nicht mehr, was sich auch im Ansturm zu fast jeder Tageszeit bemerkbar macht (wir gehen jetzt fest davon aus, dass der Kaffee wirklich top sein muss). Zum Glück bekamen wir im The Listener „Kaffee-Asyl“. Dafür noch mal ein ganz großes Dankeschön!

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Einen Kaffee gibt es selbstverständlich auch in der Kleinen Anna (Mainzer Landstraße 111). Das gerade zur Mittagszeit beliebte Café im gemütlichen Retro-Stil nahe des Hauptbahnhofs bietet darüber hinaus verschiedene Sandwiches auf Basis eines knusprigen Steinofenbrots, diverse Aufstriche und sehr leckere Salate. Am besten lasst Ihr Euch einfach etwas zusammenstellen. Hier stimmt nicht nur die Qualität des Essens sondern auch das Preis-/Leistungsverhältnis. Natürlich wartet man zur Mittagszeit auch mal etwas länger auf einen freien Tisch.

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Wer guten Kaffee liebt, sollte dazu unbedingt einmal bei Bunca Baristas (Kirchnerstr. 4) nahe des Kaiserplatzes vorbeischauen. Die Baristas legen großen Wert auf die Qualität der Bohnen und eine auch optisch perfekte Präsentation der Kaffeespezialitäten. Morgens geht es hier auch meist noch etwas ruhiger und entspannter zu. Wer will, bekommt zu seinem Kaffee auch noch überaus leckere Cakes, Croissants und andere süße Snacks. Wir waren gleich mehrfach hier, so wohl haben wir uns im Bunca gefühlt (wir brauchen in Köln unbedingt auch einen Bunca).

Im wunderschönen, denkmalgeschützten Leinwandhaus am Weckmarkt zeigt das Caricatura (Weckmarkt 17) „komische Kunst“ aus Deutschland und der ganzen Welt. Darunter fallen Zeichnungen, Bilder, Karikaturen, Skulpturen und vieles andere. Während im Erdgeschoss wechselnde Ausstellungen stattfinden, widmet sich das erste Obergeschoss den Vertretern der legendären Neuen Frankfurter Schule. Der leider verstorbene Robert Gernhardt ist von diesen sicherlich der bekannteste. Seinen hintersinnigen Zeichnungen und Bildern räumt das Caricatura Museum natürlich einen großen Platz ein.

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Nach Kultur ist jetzt wieder Shopping angesagt. Und damit sind nun ausnahmsweise einmal nur die Männer gemeint. Uebervart (Kleiner Hirschgraben 14) sind nach inzwischen fast 10 Jahren längst eine Frankfurter Institution wenn es um beste Männermode geht. Der Store verbindet Streetwear mit Fashion, Sportliches mit Elegantem. Die Sneaker-Auswahl ist kleiner als bei einem üblichen Sneaker Store aber gleichzeitig deutlich exklusiver. Dank der besten Accounts bei adidas, Nike und New Balance bekommen Uebervart fast alle limitierten Releases und Collabs. Obwohl der typische Uebervart-Kunde eher etwas älter ist, finden hier auch regelmäßig Yeezy-Raffles statt. Einmal im Jahr räumt Uebervart zudem sein Lager für einen Instore Sale mit zum Teil echt unglaublichen Rabatten. Uebervart-Geschäftsführer Daniel Steindorf, den wir zuletzt auch im Interview hatten, geht es um Contemporary Menswear mit Stil. Brands wie Stone Island, APC, Maison Kitsuné, Norse Projects, Off-White, Billionaire Boys Club und Comme des Garcons zeigen, wie vielfältig das Sortiment hier ist. Und genau das zeichnet Uebervart aus. Wir legen Euch auch unseren Store Guide ans Herz.

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Um die Damen nicht zu benachteiligen, steuern wir als nächstes den Hayashi-Store (Börsenplatz 13) an der Börse an. Die Boutique führt ein exklusives Sortiment. Da finden sich Kollektionen von Designern wie Isabel Marant und Helmut Lang und Luxus-Brands wie Iro, Marni und MSGM. Das Hayashi-Konzept zielt auf eine anspruchsvolle, überaus mode- und stilbewusste Kundschaft. Dass so etwas seinen Preis hat, dürfte keine Überraschung sein. Aber selbst wer hier nichts findet oder kaufen möchte, kann sich von der Mode im Hayashi durchaus inspirieren lassen. Und das ganz kostenlos.

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In die frühere Kaffeehauskultur entführt uns das Bitter & Zart (Braubachstraße 14) samt angeschlossener Chocolaterie. Der stilvolle, hinter einem roten Samtvorhang Salon funktioniert tatsächlich wie eine Zeitreise. Das Café selber ist dabei noch keine 20 Jahre alt. Vieles Alte verbindet sich im Bitter & Zart auf eine neue Weise. Das gilt auch für den Kaffee und Tee, der hier serviert wird (ganz oldschool kann man ein Kännchen Kaffee bestellen). Viele Gäste bestellen auch gleich ein Glas Prosecco oder Champagner zu den hausgemachten Kuchen, Tartes und Macarons. Das Café eignet sich auch bestens zum Entspannen vom Rundgang durch die City.

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Kurz reingeschaut haben wir danach im heyhey Shop (Sandgasse 9). Der kleine Sneaker Store hat einige gute Modelle im Angebot. Wir fanden hier neue New Balance „Made in UK“-Releases oder auch Baby Prestos. Von adidas gibt es einige Klassiker wie den Gazelle und neue Silhouetten wie den Iniki. Dazu findet man eine Auswahl verschiedener Streetwear-Brands.

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Der Hype um die erste Deutschland-Filiale von Five Guys Burger (Zeil 127) nahm zur Eröffnung zugegeben fast schon beängstigende Ausmaße an. Wenngleich der Andrang nach einigen Tagen schon etwas nachließ, so sollte man gerade mittags und abends schon mit gewissen Wartezeiten rechnen. Dabei legt die Frankfurter Five Guys-Crew aber bereits ein ordentliches Tempo beim Zubereiten der großartigen Burger hin. Egal ob man seinen Burger minimalistisch mag oder das „All the Way“-Topping-Komplettpaket bestellt, der Geschmack stimmt in beiden Fällen. Auch die Five Guys Pommes können einiges. Die extragroßen, saftigen Pattys relativieren dann auch den sicherlich auf den ersten Blick stolzen Preis von bis zu 10 Euro für einen Burger. Mit dem üblichen Burger-Fast-Food haben Five Guys trotz der typisch amerikanischen Systemgastronomie-Idee jedenfalls nur noch wenig gemein.

So lange wird es dunkel und Zeit für einen Drink. Dafür gehen wir ins Tiny Cup (Mainkai 4) direkt am Mainufer. Seit 2 Jahren teilt sich die Bar diese Adresse mit dem Gourmet-Restaurant Seven Swans in einem bereits von außen ungewöhnlichen Gebäude (angeblich das schmalste Gebäude in ganz Frankfurt). Hier sollte man gerade am Wochenende aber rechtzeitig einen Tisch reservieren. Das Seven Swans serviert eine kreative vegetarische Küche auf Sterne-Niveau. Doch nun zurück zum Tiny Cup. Die stilvolle, angenehm entspannte Cocktail Bar bietet vor allem viele Drinks auf Whiskey-Basis. Daneben mixt das freundliche Bar-Team natürlich auch die bekannten Klassiker. Architektonisch ist das Tiny Cup erkennbar vom japanischen Minimalismus beeinflusst. Und auch sonst schaut man gerne nach Japan, wo derart kleine Bars häufig anzutreffen sind.

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Nach den Drinks haben wir es nicht weit bis zum Abendessen im Langosch am Main (Fahrgasse 3). Das gemütliche und eigentlich immer gut besuchte Lokal liegt gleich um die Ecke. Hier gibt es sowohl internationale als auch regionale Küche mit hessischen Spezialitäten. Unsere Empfehlung ist der hessische Tapasteller mit Frankfurter Grüner Soße. Auch der Falafel-Burger ist unglaublich lecker. Am Wochenende bietet man ab 10 Uhr eine Frühstückskarte. Wer noch nicht genug von Cocktails hat, wird auch im Langosch bestens mit Hochprozentigem versorgt. Als Alternative für echtes Soul Food können wir Euch das Maxie Eisen (Münchener Str. 18) empfehlen. Trotz der Lage im berüchtigten Bahnhofsviertel ist ein Besuch in dem Casual-Restaurant kein Risiko. Spezialität des Maxie Eisen sind die Pastrami-Sandwiches.

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Bleiben wir noch kurz im Bahnhofsviertel. Dort versteckt hinter einen unscheinbaren grauen Tür die Kinly Bar, in der wie auch im Tiny Cup erstklassige Drinks gemixt werden. Das Besondere dieser Speakeasy angehauchten Location: Man akzeptiert nur Barzahlung und nimmt keine Reservierungen an. Wer nicht mitten im Rotlicht- und Drogen-Hotspot vor der Tür warten will, schaut entweder recht früh (ab 19 Uhr) oder erst sehr spät am Abend vorbei. So oder so kann man direkt um die Ecke bei Currywurst Taunus 25 (Taunusstraße 25) bis spät nachts noch etwas Fettiges und garantiert Ungesundes essen.

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Übernachtet haben wir im 25 Hours Hotel by Levi’s (Niddastraße 58) im Bahnhofsviertel. Das moderne Design-Hotel kannten wir bereits aus Hamburg. In Frankfurt wurde die weltbekannte Denim-Marke als Designpartner ins Boot geholt (es gibt auch noch ein zweites 25 Hours Hotel im Frankfurter Ostend). Vor allem im Sommer lässt sich auf der Dachterrasse für einen Sundowner nutzen. Für die kulinarischen Highlights sorgt das Chez Ima im Erdgeschoss, in dem man als Hotelgast auch frühstücken kann. Abends gibt es dort orientalische Gerichte und Cocktails. Die stylisch eingerichteten Zimmer des 25 Hours Hotel bieten schnelles Wlan, ein Designer-Bad und den perfekten Rückzugsort nach einem erlebnisreichen Tag in der City. Wir haben uns hier sehr wohl gefühlt. Von der Lage sollte man sich jedenfalls nicht abschrecken lassen. Nachts ist es ruhig und tagsüber kommt man von dort aus schnell eigentlich überall hin. Auch für Konzerte in der nahegelegenen Festhalle bietet sich das 25 Hours Hotel by Levi’s an.

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Also worauf wartet Ihr noch? Fahrt nicht immer nur nach Berlin, München oder Hamburg sondern gebt Frankfurt eine Chance!

Nachdem wir schon unseren Store-Guide zu Nice Kicks veröffentlicht haben, möchten wir Euch noch ein paar Ideen und Tipps für einen San Francisco-Besuch im Schnelldurchgang vorstellen. Dabei gilt auch für San Francisco: Je mehr Zeit man hat, umso besser. Ganz gut sind 5 bis 6 Tage, vor allem wenn man auch noch ein paar Ausflüge ins Umland (Napa Valley, Nationalparks, Berkeley) unternehmen möchte. Für unseren San Francisco-Quickie beginnen wir nun aber mit der wichtigsten Mahlzeit des Tages, dem Frühstück. Wir möchten schließlich nicht mit einem hungrigen Magen die Stadt erkunden.

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Tag 1

Diese Gefahr besteht in den Cafés von The Grove zugegeben nicht. Es gibt gleich mehrere dieser gemütlichen Restaurants mit großer Frühstücksauwahl (bis in den Nachmittag) in San Francisco. Dabei spielt es keine Rolle, ob man die Adresse im Hayes Valley oder das Lokal an der Fillmore Street besucht. Beide bieten amerikanische Breakfast-Spezialitäten, eine gute Auswahl an Kaffeespezialitäten und süße Snacks von Cookies bis Kuchen. Für uns war das immer eine gute Basis für den weiteren Tag.

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Wenn man im The Grove im Hayes Valley gefrühstückt hat, kann man danach gleich mal bei Undefeated vorbeischauen. Der Store liegt schließlich nur wenige Gehminuten entfernt. Vorstellen muss man Undefeated, eine Institution an der Westküste, ohnehin nicht. Trotz des großen Namens geht es in den Shops immer erfreulich uneitel zu. Die Crews sind sehr hilfsbereit und freundlich, man kann die Sneakerauswahl in Ruhe checken und am Ende vielleicht noch ein paar Undefeated-Goodies wie Socken oder T-Shirts mitnehmen. Mit etwas Glück findet ja auch gerade ein interessanter Release statt. Zumindest führen Undefeated nahezu alle aktuellen Collabos.

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Ungefähr auf halben Weg zwischen The Grove und Undefeated liegen zudem zwei weitere durchaus interessante Stores. Zum einen sind damit Aether Apparel gemeint, die Outdoor-Bekleidung für eine anspruchsvolle, urbane Zielgruppe entwerfen. Die hohe Qualität der Aether-Kollektionen hat natürlich ihren Preis. Am besten probiert man gleich vor Ort einmal etwas an. Spätestens dann relativiert sich auch der auf den ersten Blick vielleicht ambitionierte Preis (wobei man bedenken muss, was vergleichbare Kleidung anderer Labels kostet). Ein anderer Fashion-Store im Hayes Valley sind Acrimony. Hier dürften Liebhaber von Luxus-Streetwear mit Sicherheit etwas Passendes finden. Acrimony führen Labels wie Aime Leon Dore, Stampd, OAMC, Y-3 und Reigning Champ. Auch die Yeezy-Kollektionen sind hier erhältlich.

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Als nächstes nehmen wir uns etwas Zeit für eine kleine Touristen-Exkursion. Wir gehen die Hayes Street Richtung Westen und werden dann sicher schon bald auf andere Touris treffen, die das gleiche Ziel haben. Gemeint sind die weltbekannten Painted Ladies, die eine Straße am Alamo Square Park „bewohnen“. Diese für San Francisco typischen Wohnhäuser sind zusammen mit der Golden Gate Bridge und Alcatraz eines der beliebtesten Fotomotive. Was die Bewohner wohl davon halten, wenn ihre Häuser jeden Tag hunderte Male fotografiert werden?

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Über die Fillmore Street gehen wir danach ins gleichnamige Viertel. Vom Alamo Square aus braucht man dafür knapp 20 Minuten. Man sollte allerdings das besondere Höhenprofil der Stadt nicht unterschätzen. Es geht oft recht steil nach oben und dann auch wieder recht steil nach unten. Spätestens am nächsten Morgen merkt man, jeden Kilometer in den Beinen. Entlang der Fillmore Street findet man jede Menge Restaurants und Cafés. Beliebt sind auch die Farmer’s Markets. In der La Boulangerie gibt es ziemlich leckere Pastries und guten Kaffee, mit denen wir fast jeden Morgen in den Tag gestartet sind. Eis-Liebhaber sollten unbedingt im Salt & Straw vorbeischauen.

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Im Osten grenzt Fillmore an Japantown. Hier findet man viele japanische und koreanische Restaurants. Im Japantown Peace Plaza sind die Stores mit japanischem Kitsch besonders dicht gedrängt. Ein Highlight und beliebtes Instagram-Motiv sind die Eis- und Crepes-Kreationen vom Belly Good Cafe. Ein Bild sagt hier mehr als 1000 Worte, wobei wir zugeben müssen, dass die Eiscrepes nicht nur hinreißend bekloppt aussehen sondern auch verdammt lecker sind.

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Zum Lunch zieht es uns in den Mission District. Wir nehmen dieses Mal Uber, was uns von Japantown aus zwischen 12 und 15 Dollar kostet. Unser Ziel ist das gemütliche jüdische Deli von Wise Sons, wo wir uns für einen Pastrami-Sandwich mit Cole Slaw und Kartoffelsalat entscheiden. Danach brauchen wir erst einmal eine kleine Verdauungspause. Und danach etwas Süßes. Letzteres bekommen wir bei Humphry Slocombe. Deren Eis ist längst weit über San Francisco hinaus bekannt. Die kreativen Rezepturen reichen von Matchadoodle über Secret Breakfast (Mit Müsli und Whiskey) bis Hong Kong Milk Tea. Wer länger in San Francisco bleibt, wird bei Humphry Slocombe garantiert zum Wiederholungstäter.

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Direkt gegenüber von Humphry Slocombe gehen wir nun in die kleine Balmy Alley. Was es dort zu sehen gibt, ist kein Geheimnis. Beide Seiten der kleinen Gasse schmückt kreative und sehr bunte Streetart. Auch andere Kunstinstallationen lassen sich nebenbei entdecken. Es gibt noch ein paar weitere kleine Straßen im Mission District, die ähnlich bunt bemalt sind. Wer schon mal in Miami war, dem kommt vermutlich gleich Wynwood in den Sinn. Ok, in diesem Fall müsste man eher von einem Mini-Wynwood sprechen. Schön ist es nichtsdestoweniger.

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Über die Mission Street gehen wir als nächstes Richtung Norden bis an die 16th Street. Das dauert zu Fuß eine knappe halbe Stunde. Unser Ziel ist der Bait-Store, wobei wir auf dem Weg dorthin erst noch einmal im Therapy-Shop reinschauen. Der ist tatsächlich mit einer Therapie zu vergleichen. Hier gibt es allerlei Geschenkartikel, Souvenirs und Krimskrams, den man garantiert nicht braucht. Und dennoch gehen wir jede Wette ein, dass auch Ihr ein paar Dollar raushaut. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Kanye-Malbuch? Oder warum müssen es immer diese langweiligen Postkarten sein, die man der Verwandtschaft aus dem Urlaub schickt? Der Therapy-Store hilft Euch, beim Pimpen der Urlaubspost.

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Bei Bait angekommen erwartet uns der bekannte Mix aus Sneakers, Klamotten und Collector’s Toys. Auch viele online längst ausverkaufte „Bait exclusives“ sind in den Stores meist noch erhältlich. Und selbst wenn man einmal nichts findet, so sind die großen Be@rbricks immer ein Hingucker. Man kann schließlich nicht alle in den eigenen vier Wänden unterbringen. Und praktischerweise ist direkt neben Bait mit ABV eine der besten Mission District-Bars zuhause. Diese ist täglich bereits ab 14 Uhr geöffnet. Am besten nimmt man hier gleich an der Bar Platz.

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Rund 800 Meter westlich von ABV schließt sich das für seine queere Subkultur weltbekannte Castro-Viertel an. Hier gingen in den 1970ern Jahren Schwule und Lesben für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung auf die Straße. Auch Harvey Milk, der erste offen schwule Politiker in den USA, lebte seinerzeit im Castro-Viertel. Heute sind viele Straßen im Castro in bunten Regenbogenfarben angemalt. Als essbares Souvenir eignet sich hier ein Einkauf bei Hot Cookie, die unterem allerlei Süßkram in Penisform verkaufen (hihi).

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So langsam können wir uns jetzt auf unser Abendessen vorbereiten (wer den Eindruck hat, in diesem Guide ginge es eigentlich nur ums Essen, dem geben wir Recht). Es gibt viele Spitzen-Restaurants in San Francisco, doch ein Erlebnis wie im Lazy Bear wird man so schnell nicht zu finden. Entstanden ist das Restaurant von David Barzelay (der Name Lazy Bear ist ein Anagramm aus seinem Nachnamen) aus einer privaten Dinner-Reihe. Inzwischen kann Barzelay auf Gäste aus aller Welt und zwei Michelin-Sterne stolz sein. Einen so perfekten Service in einer absolut entspannten Atmosphäre haben wir selten erlebt. Das Lazy Bear verkauft nicht bloß ein Dinner-Menü (ca. 12 Gänge!) sondern auch ein Erlebnis. Dazu gehört, dass man mit den anderen Gästen zuvor in einer Art Wohnzimmer einen Aperitif serviert bekommt. Es gibt Fingerfood und ein kleines Notizbuch, in dem man noch mal das gesamte Menü nachschlagen kann. An zwei langen Tischen wird danach das Essen serviert. Die Gäste werden dazu ermuntert, Fragen zu stellen und die offene Küche zu besuchen. Für einen Abend im Lazy Bear muss man im Vorfeld online Tickets kaufen. Das klingt leichter gesagt als getan. Aber wie sagt man auf Englisch so schön? Ein Once-in-a-Lifetime-Erlebnis!

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Tag 2

Am nächsten Morgen wachen wir mit den Gedanken an den letzten Abend im Lazy Bear auf. Fühlt sich irgendwie unwirklich an. Haben wir das tatsächlich erlebt? Noch etwas verwundert machen wir uns auf den Weg zu unserem Frühstück. Dafür fahren wir von unserem Hotel in Japantown aus mit dem Bus (Linie 2 oder 3) ins Jane auf die Larkin Street (es gibt auch noch ein Jane auf der Fillmore Street). Erst einmal brauchen wir einen Kaffee und dazu ein Avocado-Toast. Wer keine Avocados mag, wird hier natürlich auch mit Croissants, Granola, Sandwiches und Frühstückseier bestens versorgt. Am besten hält man sich mit dem Essen noch etwas zurück, denn gleich in der Nähe befindet sich Mr. Holmes Bakehouse, die vor allem für ihre süchtig machenden „Cruffins“ (ein Mix aus Croissant und Muffin) bekannt sind.

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Sollte Ihr an einem Wochenende in San Francisco sein, dann gehört ein Brunch fast schon zum Pflichtprogramm (quasi die kulinarische Golden Gate-/Alcatraz-Tour). Einen der besten findet Ihr im Nopa auf der Divisadero Street (nahe dem Alamo Square Park mit den Painted Ladies). Dort solltet Ihr am besten aber einen Tisch reservieren, ansonsten kann es zu sehr langen Wartezeiten kommen. Wir empfehlen gleich zu Beginn des Brunches um 11 Uhr dort zu sein. Später wird es im Nopa nämlich sehr voll und dementsprechend laut.

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Vom Nopa aus ist es nicht weit bis ins Hippie-Viertel Haight Ashbury. Zu Fuß braucht man vielleicht eine Viertelstunde bis ins alternative Flower Power-Paradies. Oder was davon übrig geblieben ist. Denn natürlich pflegt man hier seine bunte Vergangenheit, die als Touristenmagnet immer noch funktioniert. Auf der Haight Street sind zudem bis heute noch viele alternative Shops vertreten. Aber neben einer gut konservierten Nostalgie gibt es auch ein neues, modernes Haight-Ashbury.

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Zu diesem „Neuen“ gehören auch seit Anfang 2016 Nice Kicks. Viele kennen mit Sicherheit deren News-Seite. Nice Kicks betreiben daneben auch drei Stores, wovon der in San Francisco ganz klar der schönste ist. Auf zwei Ebenen werden hier alle Sneakersüchtigen garantiert glücklich gemacht. Der Shop führt alle großen Sneaker-Labels, limitierte Releases und Collabos. Den Nice Kicks-Store in San Francisco haben wir erst zuletzt in einem ausführlichen Store Guide vorgestellt. Ein Besuch lohnt sich in jedem Fall!

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Am westlichen Ende der Haight Street wartet bei den Flywheel Coffee Roasters ein neuer Koffein-Shot auf uns. Die Rösterei befindet sich im gleichen Haus. Wer will, kann sogar beim Rösten der Mischungen zusehen. Dass die Qualität des Kaffees hier erstklassig ist, muss man eigentlich nicht mehr erwähnen. Die Angestellten sind aber nicht gute Baristas sondern auch sehr entspannte, freundliche Gastgeber. Selbst wenn es mal etwas voller wird, geht man seiner Kaffeekunst noch immer mit der gleichen Leidenschaft nach.

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Mit dem Bus (Linie 8, umsteigen an der Powell Street in die Linie N Richtung Ocean Beach) fahren wir als Nächstes ins Viertel North Bay im Nordosten. Das dauert knapp 40 Minuten. Ein kleiner Tipp zum Bus- und Bahnfahren in San Francisco: Das geht mit der MuniMobile-App ziemlich problemlos und bargeldlos. Ihr baucht nur eine Kreditkarte oder einen Paypal-Account. Ihr könnt mit der App verschiedene Tickets kaufen und diese dann vor dem ersten Fahrtantritt mit nur einem Klick aktivieren. Einfacher geht es kaum!

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Perfekt getimt zur Lunch-Zeit besuchen wir Molinari Delicatessen, eine Institution in der von vielen italienischen Einwanderern bewohnten North Bay. Wer den Laden betritt, glaubt sofort in Italien zu sein. Fast alle Produkte stammen von dort (leider lassen sich Gerüche nicht digital übermitteln). Man zieht eine Nummer, wählt aus dem Brotkasten sein Brot und lässt es sich dann reichhaltig belegen. Käse, Wurst, Saucen – alles zusammen ergibt das perfekte Sandwich. Das genießt man dann am besten auf einer Bank mit Blick auf den Washington Square.

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Es stimmt schon, dass Essen glücklich macht. Aber auch Shoppen kann glücklich machen. Den Beweis liefern The Darkside Initiative auf der anderen Seite des Washington Squares. Der Store besitzt eine feine Sneaker-Auswahl und einen NikeLab-Account. Daneben pflegt man eine besondere Liebe für japanische Brands wie Neighborhood und Wtaps. Mit dieser Ausrichtung lässt sich der Store durchaus mit Firmament vergleichen. Zumindest war das unser erster Gedanke. Auf dem Rückweg nach Japantown kann man noch die weltberühmten Serpentinen der Lombard Street besuchen. Mit dem Auto würden wir dort nicht runterfahren, was aber weniger an den engen Kurven als an den mitunter sehr unverschämten Touristen liegt, die für ein Foto scheinbar alle Regeln des Anstands vergessen.

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Wir sind bekanntlich keine Liebhaber der meist unpersönlichen Downtown-Büro/Shopping-Ghettos in vielen amerikanischen Großstädten. San Francisco ist in dieser Hinsicht leider keine Ausnahme. Ein Besuch im fünfgeschossigen Niketown gehört da bereits zu den interessanteren Dingen, die Downtown zu bieten hat. Überraschungen sollte man aber besser keine erwarten. Dafür ist der neue Acne Store in der Geary Street schon ein kleines Designjuwel. Selbst wer mit der Mode der Skandinavier wenig anfangen kann, dürfte vom Shop beeindruckt sein. Dieser funktioniert als durchgestylte Hommage an San Franciscos weltberühmte Golden Gate Bridge.

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Nach dem gestrigen Gourmet-Dinner im Lazy Bear schonen wir heute das Urlaubsbudget mit einem Essen bei der Flying Falafel. Dabei sind die Kirchererbsen-Spezialitäten dieses unscheinbaren Fast-Food-Spots an der Market Street kaum weniger lecker. Wir empfehlen die Flying Falafel Pocket im Pita-Brot inklusive Salat und Pommes (!). Einfach reinbeißen und genießen! Die Falafel gibt es auch in einer scharfen Variante.

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Nach dem Fastfood-Dinner zieht es uns ins Bourbon & Branch in der Jones Street. Dabei kann die Gegend im Dunklen schon etwas unheimlich wirken. Viele düstere Ecken und die Drogenproblematik sind dafür verantwortlich. Wer etwas ängstlich ist, fährt am besten gleich per Uber/Taxi bis zur angegebenen Adresse. Diese Fahrt lohnt sich. Das Bourbon & Branch zählt zu den weltbesten Speakeasy-Bars, was angesichts der Lage sicherlich etwas verwundert. Von außen deutet nämlich nichts darauf hin. Man klingelt und nennt seinen Namen. Wichtig ist, dass man eine Reservierung hat (diese lässt sich über Yelp vereinbaren). Ansonsten kann man es auch in der Library nebenan versuchen, die ebenfalls einige Drinks der exzellenten Bourbon & Branch-Karte anbietet.

Als Alternative bietet sich ein Besuch der Polk Street mit ihren vielen Bars an. Wir haben das Harper & Rye besucht. Hier gibt es starke Longdrinks, eine große Auswahl an Bieren und Weinen. Eine ehrliche, unprätentiöse Neighborhood-Bar, in die es – ebenfalls sehr angenehm – kaum Touristen und dafür vor allem Einheimische zieht. Und nur einen Steinwurf davon entfernt kann man im Miller’s East Coast Deli den ganzen Tag über leckeres jüdisches Essen genießen. So schmeckt bestes Soul Food!

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Damit endet unser San Francisco-Schnelldurchlauf. Wer noch weitere Empfehlungen benötigt, kann uns gerne schreiben. Es lohnt sich in jedem Fall, ein paar Tage mehr für einen Besuch einzuplanen.

LA Food Guide-101Los Angeles ist kaum zu überblicken, zu erfassen oder in wenigen Worten zu beschreiben. Die Stadt sprengt viele Dimensionen. Zwischen dem Beach in Santa Monica, den Luxus-Villen in den Hollywood Hills bis zum entspannten Los Feliz liegen scheinbar Welten oder ein paar Stunden im dichten Verkehr von LA. Immerhin scheint selbst im Stop-and-Go fast immer die Sonne. Und auch die Orte, an denen man gutes Essen und noch bessere Drinks bekommen kann, sind scheinbar unendlich. Wir möchten Euch zunächst unsere Lieblings-Restaurants, Diners, Food-Spots und Bars vorstellen. Hoffentlich machen diese Lust auf eine Reise nach LA. Entgegen mancher Meinungen, die eher enttäuscht über diese Stadt sprechen, haben wir dort nämlich viele neue Lieblingsplätze entdeckt. Man sollte nach diesen nur etwas abseits der üblichen Touristen-Wege suchen.

 

Caffeine Fix

Paramount Coffee Project (Fairfax District)

456 N Fairfax Ave

Auch wenn wir noch nie Sydney waren, so können wir uns doch vorstellen, dass beide Städte vieles gemein haben. So ist es auch zu erklären, dass drei Aussies ausgerechnet in Fairfax ihr zweites Café aufgemacht haben. Das Paramount Coffee Project oder kurz PCP versucht, die entspannte Kaffeekultur aus Down Under unter die Sonne Kaliforniens zu bringen. Dabei hat man nichts dem Zufall überlassen. Das stylische Café designte ein australischer Architekt, dazu finden regelmäßig internationale Barista-Events hier statt. Und natürlich ist der Kaffee ziemlich gut. Auch als Frühstücks-Spot ist das PCP sehr beliebt, weshalb man zur „Rush Hour“ schon etwas Zeit mitbringen sollte.

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Alfred Coffee (diverse Locations)

8509 Melrose Ave

3337 Sunset Blvd

Gleich an sieben Orten findet man in LA die gemütlichen Shops von Alfred Coffee. Die eingängige Punchline „But First, Coffee“ hat man sich sogar schützen lassen. Es werden alle beliebten Kaffeevariationen von Cold Brew bis Macchiato angeboten, frisch geröstet und immer mit großer Sorgfalt zubereitet. Nicht nur hier ist uns die Freundlichkeit und Entspanntheit der Baristas positiv aufgefallen. In dem kleinen Alfred Coffee in the Alley am Melrose Place oder im Café in Silverlake lässt es sich besonders gut bei einem Kaffee entspannen.

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Blue Bottle Coffee (diverse Locations)

8301 Beverly Blvd

132 S Beverly Dr

Seit der Gründung Anfang der 2000er Jahre in Oakland haben sich Blue Bottle Coffee zu einer überaus erfolgreichen Alternative zu den großen Kaffeehausketten vor allem in Kalifornien etabliert. Man verfolgt eine klare Philosophie. Dazu gehören ein ökologisch angebauter Kaffee, Frische, Geschmack und der Fokus auf höchste Kaffeequalität. Die minimalistisch eingerichteten Cafés spiegeln diese Ideen wider. Und auch die angebotenen Snacks, Sandwiches und süßen Versuchungen haben nichts mit der Massenware der scheinbar übermächtigen Konkurrenz gemein.

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Open Space (Fairfax District)

457 N Fairfax Ave

Wer einmal genug davon hat, sich die wartentende Hypekids vor Supreme anzuschauen, der kann im Open Space Café dem ganzen Hype-Wahnsinn entkommen. Dabei wird dort nicht nur ein guter Kaffee zubereitet. Der Ort ist auch eine Event-Location für Comedy-Auftritte oder andere Showeinlagen. Dabei promoten manche Künstler ihre Show auch schon mal mit „Live on Stage! With an Audience! (maybe)“. Soviel Selbstironie muss man einfach lieben. Gleiches gilt für das Gebäck und die Cookies, die man hier bekommt.

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Demitasse Coffee (diverse Locations)

1149 3rd St Santa Monica

6363 Wilshire Blvd

Zu den Pionieren der Micro-Roaster-Bewegung in LA zählen zweifellos Demitasse Coffee. Man verfolgt den Ansatz, direkt bei den Produzenten vor Ort einzukaufen – ohne Zwischenhändler. Über die Jahre hat man so ein Netzwerk aus verschiedenen Regionen und Bohnensorten aufbauen können, die dann in den eigenen Röstereien veredelt werden. Das schmeckt man. Wir haben verschiedene Demitasse-Cafés besucht und waren immer von der Qualität des Kaffees begeistert. Auch das Comeback des Filterkaffees hat man bei Demitasse schon lange erkannt.

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Bru Coffeebar (Los Feliz)

1866 N Vermont Ave

In Los Feliz ist man ziemlich weit weg von den Touristenhorden Hollywoods oder dem Bling Bling der Superreichen in Beverly Hills. Vielleicht haben wir uns deshalb auch so wohl gefühlt in diesem östlichen Stadtviertel zu Füßen der Hollywood Hills. Wir haben hier nach einem Ausflug am nahe gelegenen Griffith Observatory vorbeigeschaut. In der Bru Coffeebar gab es passend zu den Außentemperaturen dann erst einmal eine Iced Latte. Ein Ort zum Entspannen mit einem guten Kaffee und einem Triple-Choclate-Cookie.

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Dogtown Coffee (Santa Monica)

2003 Main St

Eine Institution in Santa Monica sind Dogtown Coffee. In dem Café an der Ecke von Main und Bay Street trifft die Surf-Kultur Kaliforniens auf die Micro-Brewing-Bewegung, die sich vor allem für fair angebauten und ökologischen Kaffee einsetzt. Dogtown bieten bis in den Nachmittag auch eine große Frühstücksauswahl, die wir im Gegensatz zum Kaffee aber nicht selbst getestet haben (wir glauben in diesem Fall einfach mal den durchweg begeisterten Google-Bewertungen). Dass man auch Surf- und Skateboards von Alva verkauft, ist angesichts der eigenen Wurzeln nur konsequent. California Dreaming bei Kaffee und Kuchen!

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Menotti’s Coffee Stop (Venice)

56 Windward Ave

Nur wenige Meter vom legendären Venice Beach bieten Menotti’s exzellente Kaffeespezialitäten, die von den preisgekrönten Baristas liebevoll zubereitet werden. Man serviert Four Barrel Coffee, was bereits ein Qualitätskriterium ist. Auch für den kleinen Hunger gibt es immer etwas im Angebot. Egal ob Latte, Cappuccino oder Americano, bei Menotti’s ist jeder Kaffee ein Genuss mit garantiertem Koffein-Boost. Bei den kalifornischen Temperaturen gerne auch in der gechillten Iced-Variante.

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Soul Food

Canter’s Deli (Fairfax District)

419 N Fairfax Ave

Seit den 1930er Jahren steht das Canter’s für alles, was ein gutes Nachbarschafts-Deli auszeichnet. Wer will, kann hier beispielsweise 24 Stunden am Tag frühstücken. Das Canter’s hat praktisch immer geöffnet. Die Stimmung ist herzlich, oft freundschaftlich und sehr bodenständig. Genau das stellen wir uns unter bester Diner-Tradition vor. Die Wände sind geschmückt von Zeitungsartikeln, welche die lange Geschichte des Delis demonstrieren. Sogar Obama hat hier schon gegessen (und auch Guns’n’Roses). Wir empfehlen die verschiedenen Reuben Sandwiches mit Pastrami und Corned Beef. Auch die osteuropäischen Spezialitäten wie die Knish und Kartoffelpfannkuchen sind unverschämt lecker. Kaffee wird natürlich unbegrenzt nachgeschüttet.

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Botanica (Silverlake)

1620 Silver Lake Blvd

Im Botanica kommen ein kleiner Bio-Laden mit einem Frühstücks-/Brunch-Lokal zusammen. Das Konzept geht auf. Nicht nur fühlt man sich in dem mit viel Holz eingerichteten Restaurant auf Anhieb wohl, auch das Frühstück schmeckte uns hier wirklich gut. Das Granola war sogar das Beste, was wir in Los Angeles gegessen haben. Das Botanica setzt auf lokale Produzenten und Bio-Zutaten, was nicht nur zum trendigen Silverlake bestens passt. Frische und Qualität stehen hier an erster Stelle. Eine weitere Empfehlung ist das „Summer Scramble“-Rührei.

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Mel’s Drive In (diverse Locations)

8585 Sunset Blvd

Kitsch as Kitsch can! In den Diner von Mel’s Drive In werden bis heute die goldenen 1950er und 1960er-Jahre gefeiert. Und dazu gehört eben viel Kitsch, Chrom und ein guter Milchshake mit Kirsche. Selbstredend hat auch dieses Dinner 24 Stunden am Tag geöffnet. Man ist Anlaufstelle für Einheimische wie Touristen gleichermaßen. Zu Mel’s zieht es Familien ebenso wie Stars (zuletzt wurde Justin Bieber dort gesehen). Ein Besuch kommt fast einer Zeitreise gleich – persönliche Jukebox am Tisch inklusive!

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In-N-Out Burger (diverse Locations)

922 Gayley Ave

9245 Venice Blvd

7009 Sunset Blvd

Es wurde uns immer wieder gesagt: Wer nicht bei In-N-Out Burger war, der war auch nicht in Kalifornien. Es muss sich schon etwas dran sein, wenn eine Burgerkette sich einen derart legendären Ruf erarbeitet hat. Seit fast 70 Jahren sind In-N-Out Burger inzwischen in Kalifornien für bestes Fast Food verantwortlich. Burger wie der Double-Double lassen die Konkurrenz ziemlich alt aussehen. Dazu gibt es noch so manches Geheimnis zu entdecken.

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Pink’s Hot Dogs (Fairfax District)

709 N La Brea Ave

Eine weitere Institution in Los Angeles sind Pink’s Hot Dogs. Alles begann damit, dass Paul und Betty Pink 1939 in La Brea und Melrose Hot Dogs aus ihrem Food-Cart heraus verkauften. Heute gibt es die Hot Dogs von Pink auch an vielen anderen Locations in ganz Kalifornien und darüber hinaus. Zu den „Stammhäusern“ gehört aber noch immer der Laden an der Ecke von Melrose und La Brea Avenue, an dem regelmäßig auch die Stars vorbeischauen. Erst kürzlich kürte das Online-Magazin Eater die Wurstbrötchen zu „LA’s 20 Most Iconic Dishes“.

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Gjusta (Venice)

320 Sunset Ave

Wenn die Besitzer des Gjelina, des derzeit gehyptesten Brunch-Spots in Venice, ein neues Projekt ankündigen, dann ist dessen Erfolg praktisch garantiert. Ein unschöner Nebeneffekt sind die gerade am Wochenende langen Wartezeiten, wenn man im Deli-Café Gjusta etwas essen möchte. Man kann die leckeren Sandwiches, Pizzen, Salate und Pastries aber auch einpacken und mitnehmen. Das Gjusta verbindet ein Deli mit langer Theke mit einem Lunch-Spot und einem Café. Dazu gibt es noch eine Außenterrasse, die natürlich nicht weniger gut besucht ist.

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Pono Burger (Santa Monica, Venice & West Hollywood)

829 Broadway

512 Rose Ave

„Pono“ ist ein Wort aus dem Hawaiianischen. Es bedeutet übersetzt so viel wie „die Dinge richtig machen“. Im Fall von Pono sind damit vor allem die Burger gemeint, für die man nur frische, lokalen Zutaten und Fleisch aus ökologischer Landwirtschaft verwendet. Chefin Makani kennt ihre Produzenten persönlich. Schon dafür muss man das Pono-Konzept einfach lieben. Dazu wurde das Restaurant in Santa Monica in einem alten Weltkriegsbunker untergebracht. Wir haben dort nur den Milkshake probiert. Aber auch der hat sich seine volle Punktzahl verdient!

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Chez Jay (Santa Monica)

1657 Ocean Ave

Wenn Euch diese rustikale Dive Bar wie aus einem Hollywood-Film vorkommt, dann täuscht Ihr Euch nicht! Denn das Chez Jay war schon die Kulisse für viele Hollywood-Filme und Serien. Zuletzt war es die zweite Heimat von Billy Bob Thorntons Filmcharakter in „Goliath“ (das Motel aus der Serie ist gleich nebenan). Chez Jay ist vor allem ein Gefühl und natürlich ein verdammt gutes! Obwohl es recht bekannt ist, waren bei unserem Besuch kaum Touristen dort. Etwas Wartezeit auf einen Tisch sollte man einkalkulieren, denn das Chez Jay ist nicht allzu groß. An diesem Abend entschieden wir uns für den Ceasar Salad, die Clam Chowder Suppe und das NY Strip Steak. Man sollte in jedem Fall aber noch etwas Hunger übrig haben für „Jay’s Cheesecake“.

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Belcampo (Santa Monica)

1026 Wilshire Blvd

Wie schon das Botanica setzt auch das Belcampo auf den Ansatz, Lebensmittelgeschäft mit Restaurant zu verbinden. In diesem Fall dreht sich alles um gutes Fleisch. Das kann entweder im Metzgergeschäft für die Zubereitung zuhause eingekauft werden oder man lässt es sich als Gast im Restaurant des Belcampo perfekt zubereiten. Wir haben uns für Letzteres entschieden und unsere Entscheidung nicht bereut. Das gesamte Fleisch kommt aus Farmen aus dem Umland. Auch die Charcuterie ist daher im Belcampo eine absolute Empfehlung. Vegetarier/Veganer sollten vielleicht woanders vorbeischauen.

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Milk (Silverlake & La Brea)

7290 Beverly Blvd

1639 Silverlake Blvd

Habt Ihr jetzt nicht auch Lust auf etwas Süßes? Da hätten wir eine Idee: Bei Milk werdet Ihr bestimmt fündig. Hier gibt es nicht nur diverse Eiscreme-Varianten, man kann sich auch einen eigenen Ice Cream Sandwich oder seinen eigenen Milkshake zusammenstellen. Dazu gibt es verschiedene Sundaes, Kuchen und Cookies, die leider alle nur zu gut schmecken. Zudem sind sie offenbar ein beliebtes Instagram-Motiv.

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Bay Cities Italian Deli (Santa Monica)

1517 Lincoln Blvd

Wenn man das stets gut besuchte Bay Cities Italian Deli in Santa Monica betritt, fühlt man sich fast wie in Italien. Der Laden ist weit über Santa Monica hinaus als die Heimat des „Godmother Sandwich“ bekannt. Mit diesem verlässt auch gefühlt jeder Zweite das Deli. Die Auswahl an besten Produkten aus Italien ist gewaltig. Wurst, Käse, Getränke, Süßes, Antipasti und natürlich Pasta machen eine Auswahl nicht gerade leicht. Am Ende kauft man vermutlich viel zu viel. Soulfood zu 100%!

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The Hart and the Hunter (im Palihotel Melrose, Melrose)

7950 Melrose Ave

Zu den beliebtesten Frühstücks- und Brunch-Lokalitäten der Einheimischen gehört das The Hart and the Hunter im Palihotel Melrose. Da wir dort ein Zimmer hatten, mussten wir die hoch gehandelten Frühstückskünste der Hart and the Hunter-Crew selbstredend testen. Und die Vorschusslorbeeren sind absolut berechtigt! Sowohl das Granola als auch das Mushroom-Toast mit Rührei schmeckten uns sehr gut. Der Cappuccino wird mit Liebe zubereitet und der Kaffee schön heiß und stark serviert. Wir würden allerdings dazu raten, recht früh da zu sein. Bei einem vollbesetzten Brunch zur Mittagszeit kann es hier nämlich sehr laut werden, was die Freude am Essen zumindest etwas schmälert.

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Jon & Vinny’s (Fairfax District)

412 N Fairfax Ave

Die Namen hinter Jon & Vinny’s sind in Los Angeles und weit darüber hinaus keine Unbekannten. Jon Shook und Vinny Dotolo, die auch das Trois Mec, Animal und das Son of a Gun-Restaurant betreiben, haben hier ein entspanntes All Day-Restaurant mit italienischer Ausrichtung erschaffen. Man kann hier wunderbar frühstücken oder mittags die allesamt hausgemachten Pastas, Pizzen und Antipasti genießen. Auch am Abend ist das Jon & Vinny’s ein beliebter Treffpunkt in Fairfax. Auch preislich bleibt das Ganze für LA-Verhältnisse im Rahmen.

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Market Provisions (Fairfax District)

8009 Beverly Blvd

Im Market Provisions lautet das Motto „Food – Wine – Company“. Das tritt es ziemlich gut. Die italienisch angehauchte Küche kommt ohne Firlefanz aus. Hier steht dafür der Geschmack im Vordergrund. Auch preislich bewegt sich das Market Provisions auf einem recht fairen Niveau. Sicherlich noch ein Geheimtipp!

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Fine Dining

Trois Mec (Melrose)

716 N Highland Ave

Jon Shook und Vinny Dotolo, die wir Euch zuvor schon als die Köpfe hinter dem Casual-Italiener Jon & Vinny’s kurz vorgestellt haben, sind aus kulinarischer Sicht echte Vollprofis. Und sie tanzen auf vielen Hochzeiten. Die Beste geben sie zusammen mit ihrem Kompagnon Ludo Lefebvre vermutlich im Trois Mec. Fünf Mal in der Woche laden Sie in einen von außen unscheinbaren alten Pizza-Joint ein. Für ein Dinner im Trois Mec muss man im Vorfeld Karten wie für ein Sport-Event kaufen und das ist leichter gesagt als getan. Wer aber ein Ticket ergattert, bekommt im Trois Mec ein herausragendes 5-Gang-Menü serviert (Allergien und Unverträglichkeiten werden im Vorfeld abgefragt). Die Location ist klein und daher sehr intim. Man kann in die offene Küche schauen und mit den überaus lockeren Angestellten nicht nur über das Essen fachsimpeln. Mehr als ein Dinner, eher ein Erlebnis!

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FIG (Santa Monica)

101 Wilshire Blvd

Ein Brunch unter Palmen? Klingt nach keiner allzu schlechten Idee. Im FIG in Santa Monica, das sich in den Räumlichkeiten des Fairmont Hotels befindet, lässt sich beides mit einem perfekten Essen verbinden. Wenn Ihr die Wahl habt, solltet Ihr daher unbedingt einen der Außentische wählen. Für die Lemon Ricotta Pancakes würden wir sofort alle Likes dieser Welt verteilen. Mit einem Brunch im FIG kann das Wochenende in Santa Monica kaum besser starten. Wir sind aber fest davon überzeugt, dass das Restaurant auch an den übrigen Tagen nicht enttäuscht. Immerhint hältdas von Küchenchef Yousef Ghalaini zusammengestellte Lunch- und Dinner-Menü Gerichte wie den FIG Burger, Shrimp Tacos und Slow Cooked Lamb Pasta bereit.

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Ysabel (Fairfax District)

945 N Fairfax Ave

Im Ysabel steht alles unter der Regentschaft von Küchenchefin Alison Trent, die dort ein Team aus über 50 (!) Köchen anführt. Trent ist Australierin und kochte zuvor in der weltberühmten The French Laundry und im Bouchon in Beverly Hills. Bessere Referenzen gibt es nicht. Das merkt man auch dem Menü im Ysabel an, das als Dinner-Hotspot in Los Angeles längst zur Spitze zählt. Aber auch die Cocktail-Kreationen liegen auf dem Niveau der besten Bars. Das Restaurant ist sehr stylisch eingerichtet mit einem mediterranen Touch, sehr offen und modern. Es gibt sogar eine Dachterrasse. Das Ganze fühlt sich wie eine Mischung aus Restaurant, Bar und Lounge an. Die Gerichte sind dazu gedacht, mit den anderen am Tisch geteilt zu werden (liegt ja ohnehin im Trend). Wir sind gespannt, wann das Ysabel seinen verdienten Michelin-Stern erhält. Es dürfte ohnehin nur eine Frage der Zeit sein.

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Rustic Canyon (Santa Monica)

1119 Wilshire Blvd

Sharing is caring! Dieses Motto trifft auch das Essen im Rustic Canyon zu. Auch hier sollen die Gerichte geteilt werden. Aber das hätten wir auch so gemacht, denn jeder von uns wollte das probieren, was der andere bestellt hatte. Sei es der Oktopus oder die Rote Beete, das Rinderfilet oder die Muscheln mit den knusprigen Corn-Nudeln, jeder Gang im Rustic Canyon bekommt von uns die volle Punktzahl. Küchenchef Jeremy Fox ist ein Anhänger von Frische und lokalen Produkten. Viele davon findet er auf dem Farmer’s Market vor seiner Haustüre. Als Winebar versteht es sich von selbst, dass auch der Traubensaft im Rustic Canyon von besonderer Qualität ist. Nur für den Geräuschpegel im vollbesetzten Restaurant verteilen wir einen kleinen Minuspunkt.

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Animal (Fairfax District)

435 N Fairfax Ave

Und ein weiteres Mal tauchen die Gastro-Trendsetter Jon Shook, Vinny Dotolo und Ludo Lefebvre in unserer Auflistung auf. Das ist sicherlich kein Zufall. Das Star-Trio ist aus LA’s Kochszene nicht mehr wegzudenken (ihr neues Projekt „Trois Familia“ hat zuletzt in Silverlake aufgemacht). Im Animal zelebrieren sie echte Kochkunst und das zu jeder Tageszeit. Egal ob Brunch, Lunch oder Dinner, die Gerichte im Animal besitzen fast alle den gewissen Wow-Faktor. Vor allem der Brunch zieht jedes Wochenende viele in das von außen ziemlich unscheinbare Restaurant, das sich gleich neben Supreme befindet. Probiert unbedingt Raymundo’s Chilaquiles und die Pastrami Reuben Benedict! Wie wir von Stammgästen des Animal hören, sind die besten Gerichte auf der Brunch-Karte zu finden. Ein Tipp von uns: Reserviert am besten einen Tisch gleich zu Beginn der Brunch-Zeit (ab 10.30 Uhr). Dann ist das Restaurant noch recht leer und alles geht etwas gemütlicher zu.

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Wolf (Fairfax District)

7661 Melrose Ave

Im Wolf hat Küchenchef Marcel Vignerons das Sagen. Und der ist uns schon deshalb sympathisch, weil er es genauso wie wir liebt zu reisen und dabei Neues kennenzulernen. Einflüsse aus ganz unterschiedlichen Kulturen und Ländern verbindet er in seinem Restaurant zu einer neuen kalifornischen Küche, bei dem beides stimmt: Präsentation und Geschmack. Er liebt Experimente ebenso wie Klassiker. Die „Let the Beet Drop“-Vorspeise ist optisch fast schon ein Kunstwerk. Neben Regionalität hat für Vignerons auch die vielseitige Verwendung eines Ausgangsprodukts oberste Priorität. Konkret heißt das, dass er möglichst alles für seine kreativen Gerichte nutzt. Er und sein „Wolfpack“ haben scheinbar noch viel vor!

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Birch (Hollywood)

1634 N Cahuenga Blvd

Brendan Collins ist eigentlich Engländer. Vielleicht hat es ihn deshalb vor 10 Jahren ins immer sonnige Los Angeles verschlagen. Fest steht, dass Collins schon vor seiner Ankunft in LA ein Spitzenkoch war, der gleich in mehreren Sterne-Restaurants die Küche leitete. Im Birch, das so gar nicht ins leider heruntergekommene Hollywood passt, kann er nun seine ganz eigene Vision umsetzen und die besteht aus intensiven Geschmacksrichtungen und verschiedenen kulinarischen Einflüssen. Damit steht er auch für eine derzeit sehr angesagte Richtung der kalifornischen Küche, die ihre unterschiedlichen Wurzeln von Einwanderern aus der ganzen Welt ehrt. Wie im Rustic Canyon oder im Animal wird es auch im Birch gerne gesehen, wenn man Gerichte wie das Schweinekotelett mit seinen Begleitern teilt.

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The Tasting Kitchen (Venice)

1633 Abbot Kinney Blvd

Wer keine Lust auf langes Warten auf einen Tisch im Gjelina hat, der sollte es im The Tasting Kitchen versuchen, das praktisch in Sichtweite liegt (hier kann man auch online reservieren). Der Abbot Kinney Boulevard ist praktisch der Sehen-und-Gesehen-Werden-Hotspot in Venice. Wir haben im Tasting Kitchen exzellent gebruncht und das trotz der Einteilung in der Kategorie „Fine Dining“ in einem sehr entspannten, uneitlen Umfeld. Das mit der entspannten Atmosphäre gilt übrigens für fast alle Orte in Los Angeles, die wir besucht haben. Hier kann man problemlos und ohne schlechtes Gewissen in Shorts und Sneakers zum Dinner gehen. Es lohnt sich auch, die Cocktails von Tasting Kitchen-Bartender Justin Pike zu probieren. Immerhin wurde dieser schon 2011 zum „Top Mixologist“ gewählt. Cheers!

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Spirits

The Chestnut Club (Santa Monica)

1348 14th St

Als Lieblingsbar für alle Whiskey-Liebhaber empfiehlt sich der Chestnut Club. Obwohl man in Santa Monica vielleicht etwas anderes erwartet, geht das Konzept der leicht Speakeasy/NYC angehauchten Bar erstaunlich gut auf. Das Licht ist gedimmt, die Musik nicht zu laut. Vor allem auf die große Auswahl an Rye und Bourbon kann man sich im Chestnut Club verlassen. Aber auch die nicht-Whiskey-basierten Longdrinks und das Fingerfood konnten uns überzeugen. Als Bonus gibt es noch kostenlose Tipps auf weitere gute Bars in LA. Konnten wir sehr gut gebrauchen! Dass die Bar selbst an einem Samstag Abend noch nicht überfüllt war, gefiel uns ebenfalls.

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The Walker Inn (Koreatown)

3612 W 6th St

Auf Speakeasy-Charme setzt auch The Walker Inn im partyerprobten K-Town. Um in die Bar zu gelangen, muss man erst einmal den bekannten Normandie Club betreten und dort nach einem kleinen Gang mit einer unscheinbaren Türe an dessen Ende Ausschau halten. Dort betätigt man dann eine Klingel, worauf sich die Tür nach kurzer Zeit öffnet. Es hilft, im Walker Inn eine Reservierung zu haben. Diese gibt es für die Bar, wo man ein mehrgängiges Cocktail-Tasting-Menü zum Preis von 75 Dollar bekommt, oder für die Lounge, wo man die Drinks auch Á la carte bestellen kann. Ohne Reservierung muss man sich auch schon mal auf Wartezeit von 1-2 Stunden einstellen, die sich dann aber im Normandie Club überbrücken lässt. Die Qualität der Drinks spielt im The Walker Inn ganz klar auf Champions League-Niveau.

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R Bar (Koreatown)

3331 W 8th St

Nicht ganz so mysteriös und versteckt gibt sich die eher rustikale R Bar. Dennoch sollte man vor seinem Besuch das aktuelle Passwort wissen, was auf Twitter und Facebook bekannt gegeben wird. Neben Cocktails werden hier auch eine Vielzahl an Bieren und Weinen ausgeschenkt. Auch Karaoke-Abende (!), kleine Konzerte und Comedy-Events finden regelmäßig in der R Bar statt. Von außen sollte man nach dem leuchtenden „R Bar“-Schriftzug Ausschau halten, der eigentlich nicht zu übersehen ist.

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Ysabel (Fairfax District)

945 N Fairfax Ave

Wie gut man im Ysabel Essen kann, haben wir schon gesagt. Und doch wollen wir dieses trendige Restaurant mit Lounge-Charakter noch einmal erwähnen. Denn auch die Drinks, die hier auf der Karte stehen (volle Empfehlung für „Charlie“ und „Ava“), haben es in sich. Die Preise sind mit 13 bis 16 Dollar zugegeben nicht mit einer deutschen Happy Hour zu vergleichen. Aber dafür trinkt man diese auch unter der Sonne Kaliforniens! Und verdammt gut – und stark – sind sie natürlich auch.

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Umbrella Melrose (Fairfax District)

7465 Melrose Ave

Als neuen Neighborhood-Spot hat sich das Umbrella auf der Melrose Avenue längst etabliert. Nachdem man als klassische Bar gestartet war, bietet man inzwischen auch tagsüber Kaffee und Tee an. Geöffnet hat das Umbrella täglich ab 9 Uhr. Neben ehrlichen, guten Drinks möchten die Inhaber vor allem ein „Social Cocktail Experience“ vermitteln. Man könnte auch sagen: Das Umbrella will in einer entspannten, gemütlichen Atmosphäre zum Abhängen und Zusammenkommen einladen. Wir würden sagen, das ist gelungen. Nicht umsonst schauten wir hier gleich mehrfach vorbei (nein nicht immer gab es Alkohol).

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Now Boarding (West Hollywood)

7746 Santa Monica Blvd

Eine Bar im Themen-Look? Das kann schnell daneben gehen oder nach Verkleidung aussehen. Im Fall von Now Boarding geht die Idee aber tatsächlich auf. Die Bar greift den Look alter Pan Am-Zeiten auf als das Fliegen noch etwas Besonderes war. Man wählt seine Drinks von einer Menükarte, die wie die Sicherheitshinweise im Flugzeug aufgebaut ist. Über dem Ausgang leuchtet der Schriftzug „Departure Gate“ und der Bartender könnte auch sofort als (Bruch-)Pilot anfangen. Das Now Boarding besitzt einen ganz besonderen Charme – leicht trashig, aber nicht zu sehr. Bis 20 Uhr gibt es täglich zudem eine Happy Hour-Karte mit Drinks zu einem Preis von 8 Dollar.

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Good Times at Davey Wayne’s (Hollywood)

1611 N El Centro Ave

Mark und Jonnie Houston gelten als die ungekrönten „Secret Bars“-Könige von Los Angeles. Die Brüder betreiben gleich mehrere (mehr oder weniger) versteckte Bars. Während im Pour Vous das alte Burlesque-Zeitalter zelebriert wird, stehen im ungleich lockeren Good Times at Davey Wayne’s die alten 1970er-Jahre im Mittelpunkt. Dieses Lebensgefühl trifft die in einer Garage versteckte Bar abseits des Hollywood Strips ziemlich perfekt. Der Eingang ist dann übrigens ein Kühlschrank (!). Gespielt wird natürlich Funk und Disco Musik, es gibt ein BBQ und eine Einrichtung, die wie aus einer Zeitkapsel gefallen zu sein scheint (drinnen waren leider nur Handyfotos erlaubt). Das ganze Setting erinnerte uns mehr an eine Hausparty und weniger an eine typische Bar. Kleine Anekdote: Hier haben wir den bislang stärksten Old Fashioned unseres Lebens getrunken.

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Zu unserem Shopping-Guide zu Los Angeles geht es hier!

Keine Sorge, wir wissen um die Klischees und die immer gleichen Postkartenansichten von Paris. Auch wenn wir uns gelegentlich dabei erwischen, dass wir in die allseits bekannten Touristenfallen tappen – der Eiffelturm sieht zugegeben gerade am Abend schon ziemlich magisch aus –, so wollen wir in diesem Guide zumindest den Versuch unternehmen, unser ganz persönliches Paris vorzustellen. Und das besteht eigentlich weniger aus Louvre, Sacré-Coeur und Moulin Rouge. Für einen Aufenthalt haben wir schon mehrere Gegenden und Arrondissements ausprobiert. Wir haben im Quartier Latin gewohnt, in der Nähe der Oper oder im lebendigen 9. Arrondissement. Nach mehreren Paris-Reisen können wir vor allem die Viertel im Norden des Zentrums empfehlen. Neben dem 9. Arrondissement ist das vor allem Marais (3. ARR). Zuletzt lag unser Hotel in unmittelbarer der Metro-Haltestelle Cadet, was als Ausgangspunkt für eine Stadterkundung nahezu perfekt war.

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An Cafés herrscht in Paris wahrlich kein Mangel. Und dennoch muss man manchmal etwas länger nach einem gemütlichen Spot suchen, der nicht nur einen guten Kaffee sondern auch einen Platz zum Nichtstun anzubieten hat. Mûre (6 Rue Saint-Marc) liefert beides. Besonders beliebt sind hier die allesamt selbst gemachten Müslis aus Bio-Zutaten. Das Acai-Granola hat uns am besten geschmeckt. Vor allem am Morgen geht es im Mûre noch angenehm ruhig zu. Da setzen sich die Angestellten schon mal für ein Gespräch mit an den Tisch. Bei einem richtig guten Café Allongé kann man darüber hinaus ganz entspannt den weiteren Tag planen.

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Von Mûre aus braucht man zu Fuß keine 10 Minuten bis zum malerischen Palais Royale mit seinem Garten, den vielen kleinen Designer-Shops und Cafés. Auf der Nordseite befindet sich der Shop von Maison Kitsuné (52 Rue de Richelieu), die im Palais Royale zudem noch ein kleines Café (51 Galerie de Montpensier) betreiben – das zweite Café Kitsuné befindet sich etwas weiter weg in Tokio. Auch im Pariser Café gehören die Kaffee- und Espressotassen mit Kitsuné-Branding zu den beliebten Andenken. Dass unser Herz für die Mode von Maison Kitsuné schlägt, die Streetwear- und Fashion-Einflüsse miteinander verbindet, ist kein Geheimnis. Während für viele der Besuch des Eiffelturms zum Pflichtprogramm bei einer Paris-Reise gehört, so ist es für uns der Besuch bei Maison Kitsuné.

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In Sichtweite von Maison Kitsuné liegt der Store von Maison Margiela (26 Rue de Richelieu), die mit ihren hochpreisigen Kollektionen ebenfalls auf Fashion-Liebhaber zielen. Seit der gemeinsamen Kollektion mit dem Moderiesen H&M sind die Franzosen, die eigentlich von Martin Margiela einst in Belgien gegründet wurden, sicherlich auch vielen außerhalb der eigentlichen Stamm-Kundschaft bekannt. Uns sind die meisten Entwürfe zugegeben etwas zu extravagant und zu teuer. Mehr als einen kurzen Blick haben wir daher auch dieses Mal nicht für den Pariser Store übrig.

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Uns zieht es vielmehr in den Pariser Streetwear-/Mode-Tempel auf der noblen Saint-Honoré. Hier Tür an Tür mit Luxus-Brands wie Hermès, Givenchy und Balenciaga sind seit 20 Jahren Colette zu Hause (213 Rue Saint Honoré). Zusammen mit Dover Street Market waren sie für uns immer die Top-Adresse in diesem Segment. „Waren“ weil Colette Ende des Jahres für immer schließen werden. Diese traurige Nachricht verbreitete sich zuletzt wie ein Lauffeuer. Bei Colette fand man aktuelle Sneaker-Releases, wobei die Ecke dafür eher übersichtlich war, praktisch alle neuen Kollektionen aus dem Streetwear- und Fashion-Bereich, Literatur, Accessoires und immer wieder besondere Collabos mit den größten Brands der Modeszene. Die Kreativen standen bei Colette für eine Zusammenarbeit Schlange. Bei unserem letzten Besuch wurde mal eben eine komplette Etage in einen Balenciaga-Pop-up-Shop verwandelt. Viele Stücke der Kollektion waren wieder exklusiv nur bei Colette erhältlich und der Andrang entsprechend hoch. Gemütliches Shopping war bei Colette eher die Ausnahme. Und dennoch werden wir diese Institution schmerzlich vermissen.

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Deutlich ruhiger lässt sich das Geld bei Comme des Garçons (54 Rue du Faubourg Saint-Honoré) auf der Saint-Honoré ausgeben. Wer etwas Glück hat, findet bei seinem Besuch sogar manche der begehrten CdG-Entwürfe im Sale vor. Auch dann sind diese natürlich nicht gerade günstig. Selbst wenn man einmal nichts findet, so ist ein Gang durch den hufeisenförmigen Store fast schon ein meditatives Erlebnis. Schöne Mode kann offenbar bereits beim Anblick glücklich machen. Oder es ist einfach nur die Erleichterung, dass das Reisebudget nicht gleich am ersten Tag drastisch dezimiert wird. Sucht Euch einfach die Erklärung aus, die Euch am besten gefällt.

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Es gibt für uns aber noch einen weiteren Grund die Saint-Honoré bis kurz vor den Elysée-Palast herunter zu laufen und der heißt Honor (54 Rue du Faubourg Saint-Honoré). Etwas versteckt im Hinterhof von Comme des Garçons liegt dieser trendige Café-Spot. Glaubt man der Webseite ist es sogar der erste unabhängige Outdoor-Coffee-Shop der Stadt. In jedem Fall treffen sich hier gerne die Schönen und Kreativen des Viertels auf einen Kaffee oder einen Snack. Wer böse ist, könnte jetzt sagen, dass die Models und Modeleute sich ohnehin nur von Kaffee und Zigaretten ernähren. Gerade am Mittag, wenn in dem offenen Café jeder Platz besetzt ist, sollte man schon etwas Geduld und Zeit mitbringen. Neben diversen Kaffee-Spezialitäten – wir haben uns aufgrund der Hitze für einen erfrischenden Iced Latte entschieden – bietet das Honor auch Salate, Quiche und süße Snacks.

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Eine Lunch-Empfehlung ist das Frenchie To Go (9 Rue du Nil) neben dem gleichnamigen Restaurant von Küchenchef Gregory Marchand. Für letzteres sollte man unbedingt eine frühzeitige Reservierung gemacht haben. Frühzeitig heißt in diesem Fall am besten einen Monat im voraus. „Frenchie“ war übrigens der Spitzname, den Marchand von seinem Kumpel Jamie Olivier während seiner Zeit in London erhielt. In Paris ist Gregory Marchand längst einer der Stars der Restaurantszene. Sein kleiner Lunch-Spot Frenchie To Go bietet täglich bis 16 Uhr frische Sandwiches mit Pastrami (Katz Deli kann es nicht besser) und Pulled Pork, dazu tägliche Specials wie eine Hummer Gazpacho und verschiedene Desserts. Man kann alles gleich dort essen oder auch mitnehmen. Nicht selber getestet haben wir hier dagegen die Frühstückskarte. Wir glauben jetzt einfach mal denjenigen, die auch davon begeistert waren.

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Nach dem Lunch bei Frenchie To Go besuchen wir den Pariser Ableger von Sneakersnstuff (95 Rue Réaumur), der praktisch in Sichtweite liegt. Der Store ist etwas schöner aufgeteilt als der in London, bietet davon abgesehen aber das gleiche Sortiment. Gerade am Samstag ist hier aufgrund der vielen Instore-Releases immer einiges los. Die skandinavische SNS-Handschrift ist unübersehbar. Viel Beton, Holz und weiße Fliesen bestimmen den Look des Stores, der praktisch alle aktuellen Releases führt. Sogar manches, was online längst ausverkauft ist, steht hier noch im Regal. Ansonsten halten sich die Überraschungen für jeden, der regelmäßig die üblichen Sneakerstores besucht, eher in Grenzen.

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Etwas spannender war für uns da schon der kleine Shop von Sneakers & Chill (78 Rue d’Aboukir). Hier haben drei Pariser Sneakerheads ein Geschäft eröffnet, in dem sie neben Customisation-Diensten auch die Restaurierung alter Modelle anbieten. Wie der Name schon vermuten lässt, geht es bei Sneakers & Chill recht entspannt zu. Der Laden ist vor allem ein Treffpunkt für Freunde und Gleichgesinnte.

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Wer uns kennt, weiß, dass wir einem guten Drink nie abgeneigt sind. Weil es zur späten Stunde in vielen Pariser Bars gerade am Wochenende sehr voll werden kann, haben wir uns dieses Mal für einen recht frühen Besuch der erst seit vergangenes Jahr geöffneten Bar Danico (6 Rue Vivienne) unweit des Palais Royal entschieden. Täglich ab 18 Uhr zaubern Bar-Chef Thibault Mequignon und sein junges Team beste Longdrinks aus zum Teil sehr ungewöhnlichen Zutaten wie Bacon und Matcha. Ganz besonders können wir den erfrischenden Morning Blurry Fizz empfehlen – Suchtgefahr! Das Danico gehört übrigens Namensgeber Nico de Soto, der zugleich die Top-Bar Mace in New York leitet. Interessant ist die Bar noch aus einem anderen Grund: In den Räumlichkeiten hatte einst Jean Paul Gaultier seinen Pariser Shop.

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Eine zweite Bar-Empfehlung ist das von außen eher unscheinbare Little Red Door (60 Rue Charlot). Wenn man davor steht, mag der Name zunächst irritieren. Tatsächlich kann man die Bar durchaus auch anders betreten. Drinnen erwartet den Gast eine klassische aber erfreulich lockere Bar-Atmosphäre mit einer barocken Einrichtung, viel Samt und gedämpftem Licht. Das Highlight sind auch in der Little Red Door die exzellenten Longdrinks, die sich oftmals einem ganz bestimmten Thema widmen. Bei unserem Besuch war die Karte nach verschiedenen Architekturstilen – von Art Déco bis Minimalismus – unterteilt. Sogar das Glas, in dem die Drinks serviert werden, wurde an die jeweilige Design-Epoche angepasst. Soviel Detailverliebtheit ist uns selten begegnet. Nicht umsonst hat es das Little Red Door-Team schon mehrfach auf die Liste der weltbesten Bars geschafft.

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Von den Pre-Dinner-Drinks geht es als nächstes zum Dinner. Wer zuvor im Danico war, ist Luftlinie gerade einmal 200 Meter vom kulinarischen Himmel des Verjus (52 Rue de Richelieu) entfernt. Das kleine Restaurant bietet ein von der französischen Küche inspiriertes, wöchentlich wechselndes Tasting Menu in vier Gängen zum Preis von 68 Euro. In einer angenehm entspannten Atmosphäre wird hier eine moderne Gourmet-Küche serviert, die sich längst über die Grenzen Paris herumgesprochen hat. Eine Reservierung ist daher Pflicht. Das Verjus gehört zu einer neuen Generation von Gourmet-Restaurants, die zum Glück nichts mit dem konservativen Mief klassischer Sterne-Küche gemeinsam hat. Hier muss sich niemand mehr zum Essen „verkleiden“.

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Auch das Elmer (30 Rue Notre Dame de Nazareth) unweit des Place de la République folgt dieser Philosophie. Das moderne Bistro-Restaurant setzt ebenso auf frische, regionale Zutaten und eine kreative Zubereitung. Als Gast kann man jederzeit einen Blick in die offene Küche werfen und sich ansonsten auf ein wunderbares Essen freuen. Viele der Hauptgerichte sind gleich für 2 Personen gedacht. Sharing is caring! Auch die Weinauswahl des Elmer kann sich wahrlich sehen lassen. Am besten folgt man einfach der Empfehlung des Sommeliers. So haben wir es jedenfalls gemacht und wir wurden nicht enttäuscht.

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Am nächsten Tag wollen wir Marais erkunden. Daher bietet sich zum Frühstück das wirklich süße Ob-La-Di-Café (54 Rue de Saintonge) an. Hier werden neben frischen Croissants und selbstgebackenen Kuchen auch verschiedene Granola-Variationen (unter anderem mit Matcha) angeboten. Auch das Avocado-Toast mit pochierten Eiern ist bei den vielen Stammgästen des Cafés äußerst beliebt. Dazu liefert das Ob-La-Di auch noch nebenbei recht hübsche Aufnahmen für den eigenen Instagram-Account. Dass hier ein guter Kaffee angeboten wird, versteht sich fast schon von selbst.

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Etwas weiter nördlich im berüchtigten 10. Arrondissement nahe des Canal Saint Martin ist seit 2013 das Holybelly (5 Rue Lucien Sampaix) zu Hause. Erst kürzlich sind die beiden Besitzer Sarah und Nico mit ihrem „Baby“ an eine neue, größere Location in der gleichen Straße weitergezogen. Am alten Standort entsteht ein zweites Holybelly mit einem etwas anderen Konzept. Man sollte darauf vorbereitet, hier auch schon mal eine halbe Stunde auf einen Tisch zu warten. Die Wartezeit lohnt sich aber in jedem Fall. Holybelly bieten ein sehr internationales Frühstück, Pancakes, Granola und noch dazu täglich wechselnde Specials wie ein „Godfather Focaccia“. Wie selbstverständlich spricht hier jeder Englisch, was zumindest in Paris noch recht ungewöhnlich ist.

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Ein gutes Frühstück mit einer ersten Shopping-Etappe zu verbinden, das geht im The Broken Arm (12 Rue Perrée). Seit 2013 bietet der minimalistisch eingerichtete Shop eine ziemlich spannende Kombination aus Café und Fashion-Store, wobei das Café von Dienstag bis Samstag bereits ab 9 Uhr geöffnet ist. Zu den in The Broken Arm vertretenen Brands zählen Balenciaga, Prada, Vetements und Céline ebenso wie Asics, Y-3 und Nike. Gerade diese Mischung zeichnet The Broken Arm aus. Hier kann man noch sehr entspannt shoppen. Von der Hektik vieler Einkaufsstraßen scheint man hier gleich mehrere Lichtjahre entfernt zu sein.

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Aus der klassischen Sneaker-Ecke kommen dagegen BlackRainbow (68 Rue des Archives). Entsprechend ist auch der recht unspektakuläre Store nach den gängigen Styles von adidas über Puma, Asics, Nike bis hin zu Karhu und Veja sortiert. Die dazu passenden Socken gibt es von Stance. Bei einem Rundgang durch Marais kann man durchaus einmal vorbeischauen. Man sollte jedoch besser keine allzu großen Erwartungen haben. Vielleicht ist ja gerade Sale bei BlackRainbow, so dass man einen Schnapper machen kann. Sock Racer um die Hälfte reduziert? Da nehmen wir doch gerne ein Paar mit.

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Gnadenlos überschätzt – zugegeben auf einem ganz anderen Level – sind die Streetwear-„Götter“ von Supreme. Die Stores bieten für uns nur selten etwas Interessantes. Inzwischen fühlen wir uns auch ehrlich gesagt für vieles von dem Hype-Kram zu alt. Wenn dann kaufen wir uns allenfalls überteuertes Spielzeug wie das Supreme x Undercover Apple Light oder die Supreme Wärmflasche. Man sollte dabei aber schon über sich selber lachen können. Auch der Pariser Supreme-Store (20 Rue Barbette) ist sicher für viele eine Kathedrale. Man könnte auch sagen: Ein Pflichtbesuch für den eigenen Instagram-Account.

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Paris sind neben den Metropolen Tokio, New York, London, Shanghai und Hong Kong auch ein NikeLab-Standort. Das vergleichsweise kleine NikeLab P75 (12 Rue Des Hospitalia Res Saint-Gervais) in Marais ist dabei ein zuverlässiger Anlaufpunkt für alle Kollektionen und Releases aus Nikes Premium-Schmiede. Pigalle, Kim Jones, Mark Newson. Mit etwas Glück findet man hier außerdem auch manches, was wie der Air Max 97 Silver Bullet online bereits längst ausverkauft ist. Und im Gegensatz zum obercoolen Supreme-Personal sind die NikeLab-Mitarbeiter jederzeit freundlich und hilfsbereit.

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Das Breizh Café (109 Rue Vieille du Temple) ist sicherlich schon lange kein Geheimtipp. Dennoch wollen wir es bei unserem Rundgang durch Marais nicht unerwähnt lassen, immerhin haben wir hier unsere obligatorischen Paris-Crêpes gegessen. Wir stehen ja auf die Plain-Variante mit gesalzener Butter. Das Einfache ist oft eben das Beste, wobei auch die süßen wie herzhaften Varianten an den Nachbartischen allesamt ziemlich lecker aussahen. Fast hätten wir noch einen Crêpe nachbestellt. Da wir aber schon unser Mittagessen bei L’As du Fallafel (34 Rue des Rosiers) geplant hatten, konnte sich unsere Vernunft am Ende doch noch einmal durchsetzen. Es wäre sonst zu schade um die großen Schawarma- und Fallafel-Portionen gewesen, die wir auch so kaum geschafft haben. Seit 1979 bieten L’As du Fallafel ehrliches arabisches Fast Food ohne Firlefanz. Sogar die Pommes sind hausgemacht.

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Direkt am Boulverad Beaumarchais in Marais liegen Merci (111 Boulevard Beaumarchais), die als Concept Store eine große Auswahl an Kleidung, Heimtextilien, Möbel sowie Nützliches und Schönes für die eigenen vier Wände führen. Wer möchte, kann hier vom Schlafzimmer über die Küche bis zum Wohnzimmer seine Wohnung einmal ordentlich „aufpimpen“. All diese schönen Dinge haben im Merci gleich auf mehreren Etagen ihren Platz. Natürlich kann man hier auch auf Souvenirjagd gehen oder im benachbarten „Old Book Café“ zwischen alten Büchern seinen Kaffee oder Tee genießen. Zu Merci gehört auch ein Restaurant am Boulevard, dessen Charcuterie, Tartines, Salate und Suppen gerade zum Lunch eine Empfehlung sind.

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Nicht nur ein NikeLab hat Paris, auch die Konkurrenz aus Herzogenaurach weiß natürlich um die Bedeutung von Paris als Modeolymp und Trendgeber. Im No.42 (42 Rue de Sévigné), das dem Konzept von No.74 in Berlin folgt, bekommt man sämtliche Top-Releases aus dem Hause adidas Originals und Y-3. Auch die Entwürfe von Stella McCartney und anderer Fashion-Designer, die für adidas eigene Kollektionen herausbringen, sind im No.42 erhältlich. Gleiches gilt für die allseits gehypten Yeezy-Releases. Nur wenige Gehminuten entfernt liegt zudem der Pariser adidas Originals-Flagshipstore (3 Ter Rue des Rosiers), wo noch weitere Releases mit den drei Streifen auf Euch warten.

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Überquert man die Pont Marie liegt mitten auf der Île Saint-Louis – eine der teuersten Gegenden von Paris – der etwas verträumte Upper Concept Store (19 Rue des Deux Ponts) von Jacky Huang. Hier scheint die Hektik der Stadt plötzlich sehr weit entfernt. Die kleine Boutique bietet vor allem lokalen Designern und Künstlern eine Bühne. Regelmäßig organisieren Jacky und ihr Team auch Ausstellungen oder Events. Als Treffpunkt der Kreativen ist der Store bereits recht bekannt. Zuletzt stellte „96 Hours“-Regisseur Olivier Megaton dort seine Bilder aus. Wir würden uns jedenfalls wünschen, wenn es noch mehr solcher Store-Konzepte geben würde.

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Einer Vorstellung bedürfen Club75 (32 Rue Yves Toudic) eigentlich schon längst mehr. Lange bevor sie 2013 ihren Store im 10. Arrondissement eröffneten, war das Streetwear-/Künstler-Kollektiv um Michael Dupouy von La MJC, Pedro Winter von Ed Banger Records und Grafiker So Me weit über Paris hinaus bekannt. Seitdem kamen weitere Collabos mit großen Brands und Stores wie zuletzt mit Bape, Champion, Colette und Converse hinzu. Club 75 sind mit ihrem Store zu einem Wohnzimmer und Event Space für die Streetwear-Szene der Stadt geworden und aus dieser kaum mehr wegzudenken.

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Ein interessanter Multi-Brand-Store ist das Centre Commercial (2 Rue De Marseille) praktisch um die Ecke von Club 75. Das Sortiment umfasst Marken wie A Kind Of Guise, Études, Stutterheim, New Balance, Patagonia, Zespa und Norse Projects und richtet sich sowohl an modebewusste Männer als auch an Frauen. Sogar an den Nachwuchs hat man im Centre Commercial gedacht. Eine feine Auswahl an Büchern, Magazinen, Pflegeprodukten und Home Accessoires gibt hier es noch dazu.

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Nun fahren wir einmal quer durch die Stadt. Vom 10. Arrondissement geht es nach Pigalle, das als Pariser Reeperbahn-Pendant sicherlich nicht den besten Ruf hat. Wir interessieren uns aber weniger für die abgeranzten Kaschemmen und Kneipen oder eine der Peep Shows. Uns zieht es vielmehr in den Pigalle Shop (7 Rue Henry Monnier) in der Rue Henry Monnier. Drinnen trifft angesagte Streetwear-Mode auf ein fast schon aus der Zeit gefallenes Interieur. Man merkt sofort, dass Pigalle sich nicht nach anderen richten sondern ihr ganz eigenes Ding machen. Dass man im Store sogar noch Einzelstücke aus alten Kollektionen findet, macht einen Besuch doppelt interessant. Genau so sieht für uns Pariser Charme aus.

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Der kleine Basketball Store (17 Rue Duperré) von Pigalle liegt nur wenige Gehminuten entfernt. Natürlich war dort die letzte Collabo mit NikeLab das bestimmende Thema. Den rosafarbenen Basketball veredelten dabei Unterschriften von NBA-Stars wie Dwayne Wade. Sichtlich stolz erklärte man uns, wer schon alles einmal hier vorbeischaute. Die Liste würde einen eigenen Guide füllen. Pigalle-Gründer und leidenschaftlicher Basketball-Fan Stéphane Ashpool ist eigentlich fast schon selbst eine Legende. Gleich gegenüber des Shops liegt Paris’ vielleicht berühmtester Basketballcourt, der anlässlich des letzten NikeLab-Projekts in neuen, wunderschönen Farben erstrahlt.

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Wir wollen noch einmal zur Saint-Honoré zurückkehren. Dort sind immerhin auch Starcow (62 Rue Saint Honoré) zu Hause. Obwohl der Shop zugegeben eher unspektakulär ist, gehört die Starcow-Truppe doch zu den profiliertesten im weltweiten Sneaker-Business. Die Anfänge liegen unverkennbar im Skate-Bereich. Dennoch führen Starcow auch aktuelle Running-Modelle von Nike, adidas, Reebok und Karhu. Bekannt ist man nicht zuletzt für seine Collabos zum Beispiel mit Champion, New Balance oder Le Coq sportif. Seit dem Sommer haben die weiblichen Sneakerheads mit Starcow Woman (4 Rue Vauvilliers) auch ihren eigenen Store.

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Nike besitzt in Paris nicht nur ein schmuckes, kleines NikeLab sondern auch einen der schönsten und modernsten Flagship-Stores. Zentral gelegen in Les Halles mit seinen Shopping-Neubauten bietet der helle und großzügig gestaltete Nike-Store einen guten Überblick über die verschiedenen Segmente des Sportswear-Giganten wie Lifestyle, Running, Basketball und Fußball. Auch an ein eigenes NikeiD-Studio wurde gedacht.

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Shinzo sind ähnlich wie Starcow oder Club75 schon lange ein unverzichtbarer Teil der Pariser Sneaker- und Streetwearszene. Obwohl unabhängig verfügt die Shinzo-Crew über beste Kontakte vor allem zu Nike und Jordan. Das Herz von Shinzo schlägt eindeutig für Basketball, was auch ihr mit viel Liebe eingerichteter Flagship-Store (39 Rue Étienne Marcel) beweist. So zieren bereits den Eingang Portraits meist alter NBA-Legenden. Drinnen dürften alle Basketball-Fans dann so richtig ins Staunen kommen wenn Original-Jerseys hinter einer Glasvitrine rotieren und die neuen Modelle vom Boden bis an die Decke reichen. Das hat selbst uns als Nicht-Basketballer beeindruckt. Nur wenige Meter weiter widmet sich das Shinzo Lab den Themen Lifestyle und Running.

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Wie beendet man am besten eine Reise nach Paris? Wir wüssten da was. Ein Abendessen im gemütlichen Champagner-Restaurant Le Muselet (48 Rue Saint-Georges) dürfte das Herz jedes Feinschmeckers tanzen lassen. Hier bekommt man ein 6-gängiges Tasting Menü serviert, das auf Wunsch mit den dazu passenden Weinen oder einer Auswahl an Champagner begleitet wird. Die Gerichte sind zwar einerseits erkennbar von der französischen Küche inspiriert, andererseits aber auch sehr mutig und experimentell. So servierte man uns Zucchini-Pasta mit scharfem Kimchi, Mangoldeis auf karamellisierten Kohl oder auch Kabeljau in einer schwarzen Sauce. Jeder Gang war für uns optisch und geschmacklich ein Erlebnis. Dem Michelin-Stern des Le Muselet sollte bald ein zweiter folgen.

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Nicht vergessen wollen wir aber noch auf das einzigartige Palais de Tokyo (13 Avenue du Président Wilson) hinzuweisen. Das Museum für zeitgenössische Kunst liegt direkt am Seine-Ufer unweit des Eiffelturms. Man selbst bezeichnet sich gerne als „Anti-Museum“, das sich ständig wandelt und verändert. Vor allem der Kontrast aus der antiken Fassade und dem zum Teil recht abgedrehten Ausstellungen und Kunstprojekten macht das Palais de Tokyo derart reizvoll. Auch als Event Space wird das Museum gerne genutzt. Obwohl das Palais de Tokyo anders als der Louvre nie von Menschenmassen überrannt wird, ist ein Besuch gerade in den ruhigen Abendstunden zu empfehlen. Geöffnet sind die meisten Ausstellungen täglich bis um Mitternacht. Dann kann man von der Terrasse auch gleich den Blick auf den beleuchteten Eiffelturm genießen. Als Tourist gehört das schließlich irgendwie dazu.

Demnächst wird es nach dem Vorbild New York auch ein kompaktes pdf-Dokument mit allen Paris-Adressen zum Download auf unserem Blog geben!

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Reading the headlines about Cologne during the last year one could easily gain the impression that this city is a war zone. We live here and we can assure you that the opposite is the case. But the incidents from New Year’s Eve 2015/2016 still resonate in people’s minds. We won’t deny this. But that’s only a small fraction of our beloved hometown and – trust us – Cologne is as safe as any other major European city nowadays. Neither do we feel threatened nor do we feel unsafe. So take a walk with us through some neighbourhoods and let us introduce our favourite spots of Cologne.

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The best start into the day is with a hearty breakfast. For many years we kicked off our weekend at Cafe Weissenburg (Weißenburgstraße 66), an unpretentious restaurant in the Agnesviertel. You can choose your favourites from a multiple choice menu. It’s like building your own breakfast – we recommend the scrambled eggs with ham and cheese. It can get crowded on weekends and you won’t find many tourists here. It’s a place where the locals meet. We also recommend their brunch, which takes place once a month (usually on the first Sunday).

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If you stay in multi-ethnic Ehrenfeld, you should consider Zeit für Brot (Venloer Str. 202). It uses the concept of a “design bakery” combined with a café that you can also find in other German cities like Berlin and Frankfurt. They bake their delicious breads in an inhouse bakery literally before your eyes. The taste and the freshness together with the strictly organic ingredients justify the above average prices for most of their breads, cakes and pastries. Zeit für Brot attracts a crowd of all ages with an elaborate concept of good food in a laid-back atmosphere.

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From Zeit für Brot it’s only just a short walk to the wonderful historic Neptunbad (Neptunplatz 1), which was once Cologne’s first public bath house. Today it is home to a big Asian sauna and bath area among other things. Find some time to relax on the sun deck or work out at the gym in a beautiful Jugendstil setting. Burning some calories doesn’t come easier. Naturally you can also have lunch or a small bite at the adjacent restaurant/café (and add some calories again).

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After breakfast, let’s do the obvious things first. A short walk around the famous Eigelstein area, which used to be a red light district with many bars and night clubs some of which some remain until today, will lead to the central station and the world famous Kölner Dom (Cologne cathedral). This impressive building needs no further introduction. Here you can follow your touristic instincts. Take pictures and enjoy the view from above. But watch your step if you decide to ascend the tower! It’s like a little workout after breakfast.

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Walking straight ahead, leaving the Dom to your left you will see the entrance to a central shopping area around Hohe Straße and Schildergasse, where many of the big fashion retailers like H&M and Zara are located. You know what to get there – so no surprises. At the beginning of the Hohe Straße one of the biggest size?-stores (Hohe Straße 160 – 168) in Europe opened back in 2015. Their footwear selection is quite sizeable and includes many size?-exclusives. Here you can get the latest quickstrikes from Nike, New Balance „Made in USA“ & „Made in UK“ and also a broad selection of adidas Originals and Asics footwear. Take your time and have a browse!

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Within spitting distance is the new JD Sports store (Hohe Str. 128-132). With its 3 levels and multiple well assorted brand areas the store offers a wide range of general sneaker releases and – like size? – many exclusives. It also boasts a large apparel section with brands like Champion and Ellesse, who made their comebacks recently. They were big during our childhood, which perhaps explains our crush. The British sneaker retailer apparently expects a lot from the remodelled shop. You can also find other major sneaker retailers like Snipes, Kickz and Office London on Hohe Straße.

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The same thing could probably be said about the new Foot Locker/House of Hoops store (Schildergasse 84A) on Schildergasse. It’s in the former adidas place. Perhaps you’ll remember it from an earlier trip to Cologne. Foot Locker and its House of Hoops line need no introduction. When we checked the store on the opening day, we stumbled upon some nice restocks of NMDs and UltraBoost releases (some being FL exclusives). It’s also a big plus that many of the employees are huge sneakerheads themselves.

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Thanks to social media (especially Instagram) photography attracts more and more people nowadays. So perhaps you want to check out Foto Gregor Neumarkt 32-34) one of Cologne’s biggest and oldest stores for photography equipment. If you find yourself at Neumarkt, which also marks the southern end of shopping street Schildergasse, you can’t miss the Foto Gregor sign at the corner. Make sure to check their basement and the vintage cameras on display. Even if you can’t afford them, those beauties will warm your heart.

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It’s time for a quick lunch or some sweet treats with a good coffee. Both will be served at Miss Päpki (Brüsseler Platz 18) in the hip Belgisches Viertel (Belgian quarter). The small, cozy café at Brüsseler Platz offers food (try their quiche) as well as hot/cold drinks with lots of love. If it’s too warm or crowded inside, you can also enjoy your latte or cake outside. Forget Starbucks, come to this place! Right next door is Pivot Skateshop (Brüsseler Platz 22). It’s obvious what to expect here. If you appreciate Nike SB releases or other skate shoes, you might reward yourself with some nice pickups.

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If you don’t find anything at Pivot, not to worry. Our next stop is the one and only The Good Will Out (Händelstraße 41), Cologne’s finest sneaker boutique. They have done collabs with New Balance and Asics and their footwear selection is excellent thanks to the highest accounts from Nike (Tier Zero), adidas (Consortium), Asics, Saucony, Puma and many more. Yeezy Boosts, NMDs, Asics collabs – almost every Saturday people queue at TGWO and their second store N/GH (just a short walk around the block, Jülicher Str. 14), which was just recently transformed into an art space with changing exhibitions and events. If there is something like the heart of Cologne’s sneaker community, then it beats at TGWO. We love the guys and the place close to being our second home!

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Literally next to N/GH is Cologne’s one and only Sneakermuseum. It is owned and managed by the TGWO crew. The space itself is quite small, but the temporary exhibitions like the history of the Air Max 1 are always worth a visit. During the last months the space was dedicated to the fascinating adidas Futurecraft story. Did we mention that admission is free? The Sneakermuseum is usually only open to the public on Fridays and Saturdays (but closed at the moment, better check this before your visit).

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We know it’s probably too early for dinner, but as you find yourself now at N/GH and TGWO’s Sneakermuseum, you are just some steps away from one of Cologne’s (or even Germany’s) best restaurants. Chef Maximilan Lorenz from L’Escalier (Brüsseler Str. 11) takes you on a culinary journey with his tasting menu (prices between 79 and 109 Euro), presenting traditional German cuisine with a modern twist. His charming, cosy restaurant offers a gourmet experience, great food and an excellent wine selection. Lorenz, who is only 26, was honoured 2016 by the world famous Guide Michelin. The critics gave L’Escalier a much sought-after star rating. We highly recommend making a reservation as the space in the restaurant is limited to only a few tables.

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Perhaps you want to check some other stores before having dinner? Alma (Palmstraße 38) is quite a new name in town. It’s a sneaker store only for girls and kids. With its focussed profile and a steadily growing selection of brands chances are good for Alma to establish themselves in the sneaker community. During our first visit we met a highly motivated team. Alma also hosts special events like readings from time to time.

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If you walk further along the famous ring road “die Ringe” that runs along the stretch where medieval city wall used to be and that during night time turns into a party area for a young crowd with many bars, pubs and clubs, you will pass by a Cologne institution: At Café Wahlen (Hohenstaufenring 64) you can travel back in time to the 1950s. It’s a place your grandma would immediately fall in love with. Since 50 or 60 years nothing seems to have changed here. Besides all the nostalgia they make delicious cakes and chocolates. And you can still order a „Kännchen Kaffee“. Fuck that Pumpkin Spice Latte!

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Another time warp awaits you at Flakes Corner (Bonner Str. 69) in Cologne’s Südstadt. It’s literally a cute sugar bomb and Germany’s first Cornflakes café. Flake junkies can combine their own cereal mixtures from over 120 types of corn flakes and mueslis (not to be confused with healthy granola). From Captain Crunch to Coco Pops the decision is yours! Top off your bowl with different sweet toppings like Kinderschoko Bons, Oreo, Giotto or gummi bears and your choice of milk (with such exotic flavours such as Peanut Butter or Mint). Besides corn flakes the café also makes delicious waffles, milk shakes and cookies. And the guys sell many US candies that are otherwise hard to get in Germany. There’s no time for regrets when you enter this sweet kind of heaven!

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If your daily dose of nostalgia isn’t satisfied after this, you might rush to Early Bird Records (Lindenstraße 77). Entering this store of vinyl dreams wil make you feel young again. We would call Early Bird our secret fountain of youth. Curated and owned by Cologne’s Hip Hop fanatic Frank Schneider the store offers a big selection of mostly rare and original Hip Hop and Oldschool releases including many collector’s items. Feel free to sink into Early Bird’s unique vibes of vinyl classics.

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In striking distance a new food spot has been drawing a crowd recently. The restaurant called “Sonder” (Lindenstraße 93) is a casual and yet chic place for every occasion. On weekends they offer a refined breakfast menu. Try their avocado bread with fresh lime and green asparagus. Or how about a healthy fruit salad with yoghurt? All small breakfast plates are meant to be shared. The coffee comes from Cologne’s oldest coffee roasting facility Schamong Kaffee, which is also a big plus. Of course you can also have lunch or dinner at Sonder. It’s a really cute and very cosy restaurant.

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Now we are going back to the Belgisches Viertel for another store check. Release your inner Scandinavian’s screams of pure joy at Schee (Maastrichter Str. 36). Find nordic styles and home accessories that are probably overpriced but also too nice to miss. If you can overcome this temptation, you are either broke or blind (no offense to blind people). Schee, who supply Sonder with their interior products, looks like an Instagrammer’s wet dream.

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Another hot spot for interior design connoisseurs is How we live (Beethovenstraße 15) located in the trendy Rathenau quarter. The store focuses on Scandinavian brands like Hay, ferm living, Normann Copenhagen, String among others. If your heart beats for elegant, minimalistic design chic, you will probably spend some money here. We love the easy going shopping experience at How we live and their ever supportive staff.

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We now want to return to Ehrenfeld, which is easy to reach by bus or tram. Turn into Körnerstrasse with its cute shops and cafés. One of them is Ehrenfeld Apparel (Körnerstraße 73), an independent clothing brand from – of course – Ehrenfeld. They are well known in Cologne for their playful styles that borrow references from pop and streetwear culture. One half of Sneakerzimmer was born in Ehrenfeld and lived in this neighborhood for many years. So we are a little biased.

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All coffee connoisseurs will probably cherish a stop at Van Dyck (Körnerstraße 43). “Echt Kölnisch Kaffee” is their tagline, a reference to world famous 4711 “Echt Kölnisch Wasser” eau de toilette. We won’t call it a café. It’s actually a roasting facility with a minimalistic, award-winning interior. You can either sit a bar while sipping your espresso or drink it like the Italians right next to the baristas. They only sell high quality, 100% organic coffee. They also do barista workshops. You could describe Van Dyck as Cologne’s cathedral of coffee culture.

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Fancy a meal like back in the day while having a good Kölsch? We guess a brewery (Brauhaus) is the place you’re looking for! We won’t recommend the usual suspects around the Altstadt – some might call them tourist traps. Instead, take the tram from Rudolfplatz (route 1, direction Weiden/Junkersdorf) and get off at Clarenbachstift in Braunsfeld. Just across the tram station you will find the old Marienbild Brauhaus (Aachener Str. 561). During the summer you can have some classic Cologne meals in the Biergarten (and a refreshing Kölsch of course). The food is heavy, delicious, honest and never lets you down. Meals like Sauerbraten, Rouladen and Schnitzel are German classics. And as an appetizer you have to taste the „Metthappen“ (tartar on a roll).

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Burgers are one of the biggest food trends, that’s why you don’t have to look long for a burger joint. They are literally everywhere. Skip the usual suspects and order your patty at Die Fette Kuh (Bonner Str. 43) Instead. This small grill in Cologne’s Südstadt is always crowded, so take some time for your burger experience. We can assure you that it’s worth the wait! Besides seasonal creations their menu offers something for everyone. What about a Teriyaki Burger or a Triple Cheese? Even vegetarians will be pleased with the veggie option. Ehrenfeld’s Bunte Burger (Hospeltstraße 1) takes the veggie burger idea one step further. Originally a food truck concept they strictly do vegan burgers, which admittedly sounds pretty strange. But even people like us, who enjoy meat, will appreciate Bunte Burger’s new and brave approach to “burger culture”.

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An always more than delicious choice is the cute wine restaurant Sorgenfrei (Antwerpener Str. 15) in the Belgisches Viertel (it’s quite close to Schee). You can “build” your own dinner from different smaller dishes or just go with their four course menu instead. The food here is really special and can compete easily with famous gourmet restaurants. We’ll guess that sooner or later the creative cuisine at Sorgenfrei will be awarded with their already much deserved star rating by Michelin. Besides a menu that changes with the seasons, you can always order their steak & fries classic. And as it is a wine restaurant, you don’t have to worry about a perfect wine pairing.

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Like any major city Cologne boasts its own Zoo (Riehler Str. 173). Even though the park is open to the public throughout the entire year, we recommend an evening tour during the summer nights. The zoo does guided tours after the closing time several times a week (only during summer months). You can register at the zoo’s website. It’s really pleasant to enjoy thevirtually empty park. And probably you will learn some things about the residents during your visit. Don’t forget to see Cologne’s most famous animal Hennes, the billy goat – mascot of Germany’s best football team 1. FC Köln!

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As the sun goes down, Cologne’s nightlife wakes up. We are film fanatics so going to the movies is always a good option. The Residenz (Kaiser-Wilhelm-Ring 30 – 32) at Kaiser-Wilhelm-Ring is a luxurious movie temple. Relax in your big leather seat while drinking a glass of wine. The movie selection is a well-balanced mix between big Hollywood names and independent films. You can’t buy popcorn or nachos at the Residenz, which is a big plus! Other nice movie theatres in Cologne are the Odeon in the Südstadt and the Metropolis at Ebertplatz (for originals). Movie geeks should also check out the Traumathek (Engelbertstraße 45), one of the last “oldschool” video stores with a special interest section, genre movies and forgotten cult classics. The associated café is very cute too.

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Now we are ready for a good drink! Our suggestion for a memorable cocktail experience is the Suderman (Sudermanplatz 3) near Ebertplatz. It’s a stylish yet very comfortable place with an exquisite spirits selection. The bartenders are deeply knowledgeable of spirits and they can prepare a drink exactly to your preferred taste. The Suderman and its sister institution Spirits (Engelbertstraße 63 near Rudolfplatz) are up there with the best bars in cities like New York and London. While you’re sipping your drink, we would like to say goodbye. We hope you enjoyed the day with us in Cologne!

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Wir haben diesen Guide ganz bewusst auf englisch verfasst. Unser Bericht soll mehr als nur ein kleiner Stadtführer sein. Wir möchten damit auch vor allem Menschen außerhalb Deutschlands ansprechen, die bereits einen Köln-Besuch planen oder mit dem Gedanken spielen, die Stadt zu besuchen. Manche mögen nach den zugegeben negativen Schlagzeilen der letzten eineinhalb Jahre ein falsches Bild von Köln haben. Wir fühlen uns hier bis heute sehr wohl und genau das soll hier zum Ausdruck kommen. Die allermeisten Kölner sind offene, tolerante und sehr großherzige Menschen. Hier soll jeder nach seiner Façon selig werden. Nur für Rassisten, Fanatiker und Chaoten ist in Köln kein Platz!

Ein wenig plagte uns auch das schlechte Gewissen. Immerhin wollten wir schon so lange einmal Lyon besuchen. Die Stadt wurde uns immer wieder von ganz unterschiedlichen Seiten als Geheimtipp empfohlen. Wenn man bei einem Frankreich-Urlaub meist nur an Paris oder an die Côte d’Azur denkt, dann sei das wirklich ungerecht. Nach dieser Reise können wir diese Meinung nur voll und ganz teilen. Denn Lyon haben wir nicht nur als eine wunderschöne sondern auch als eine sehr abwechslungsreiche und wirklich entspannte Metropole kennen und lieben gelernt. Am liebsten würden wir sogar gleich wieder unsere Sachen packen und uns auf den Weg nach Lyon machen.

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Vor unserer Reise wussten wir zugegeben nicht allzu viel über die Stadt. Dass Lyon in Teilen zum Weltkulturerbe der Unesco gehört, dass die Altstadt Vieux Lyon ein Touristen-Magnet sein soll, dass es in der gesamten Region eine exzellente Küche gibt – das waren so die Basics, mit denen wir uns auf den Weg machten. Bereits der erste Eindruck war trotz dunkler Gewitterwolken ein absolut überwältigender. Lyon könnte man auch als die „Stadt der Brücken“ umschreiben. Denn aus der Lage am Zusammenfluss von Rhone und Saône ergibt sich zwangsläufig, dass sich das Leben in der Stadt oftmals sehr nah am Wasser und am Ufer der beiden Flüsse abspielt. Grob kann man Lyon in die Altstadt auf der linken Flussseite, die Halbinsel mit der Stadtmitte und dem noblen Bellecour sowie in das Geschäftsviertel La Part-Dieu auf der rechten Flussseite aufteilen. In Bellecour hatten wir auch unser Appartement über Airbnb gefunden, was von der Lage kaum besser hätte sein können.

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Lyon ist angenehm übersichtlich. Zu Fuß lässt sich vieles erkunden und ansonsten kann man bequem die Metro, die Tram oder einen der vielen Busse nutzen. Eine einzelne Fahrt mit der Metro kostet beispielsweise 1,80 Euro. Solche Preise wünscht man sich auch in Köln. Wer mit dem Flugzeug in Lyon ankommt, der sollte für die Fahrt in die Stadt den Rhone Express-Zug nutzen. Dieser braucht lediglich knapp 30 Minuten bis zum Bahnhof Part-Dieu. Wir waren nach unserer Ankunft erst einmal auf der Suche nach einer kleinen Stärkung und einem guten Kaffee. Beides findet man im Café La Loggia (21 Rue Auguste Comte). Und nicht nur das. Denn obwohl die Küche eigentlich schon geschlossen hatte, bekamen wir noch einen Rucolasalat mit Burrata, Rigatoni und selbstgemachtem Pesto serviert. Wir haben noch nie einen derart leckeren Salat gegessen – ehrlich! Die Gastfreundschaft der Lyonaiser (?) ist uns dabei zum ersten und nicht zum letzten Mal positiv aufgefallen. Überhaupt haben wir uns in der Stadt jederzeit sehr wohl gefühlt.

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Überall in Lyon und auch hier in Bellecour findet man die traditionellen Boucheries, in denen die Fleisch- und Käsespezialitäten aus der Region verkauft werden. Für jeden, der gutes Essen schätzt, sind diese kleinen Geschäfte das Paradies. Natürlich kommen wir bei Lyon nicht am Meisterkoch Paul Bocuse vorbei. Dieser ist hier praktisch allgegenwärtig. Doch dazu später mehr. Aus Lyon bringt man am besten keine normalen Souvenirs mit sondern einen guten Käse oder eine der traditionellen Wurstspezialitäten. Oder wie wäre es mit einer süßen Kleinigkeit wie einer Tart, Pralinen oder Macarons? Auch davon wird man hier an fast jeder Ecke in Versuchung geführt.

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Rund um die Einkaufsstraße Victor Hugo in Bellecour sind viele Möbel- und Antiquitätenhändler zuhause. Für unser Handgepäck war das Meiste aber leider etwas zu sperrig. Stattdessen sind wir im Comic-Laden Momie Mangas (53 Rue Victor Hugo) fündig geworden. Hier reicht das Angebot von japanischen Mangas und Anime-Fundstücken bis hin zu Fantasy- und Science-Fiction-Comics. Unsere Liebe für Hayao Miyazaki und dessen Filme dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben. Die hier erhältlichen Miyazaki-Andenken ließen dann auch unser Urlaubsbudget gleich zu Beginn schrumpfen.

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Als Ausgangspunkt für einen Rundgang durch Bellecour bietet sich auch der zentrale Place Bellecour an. Mit den dortigen Metro-Linien A und D ist man zudem in wenigen Minuten sowohl im Geschäftsviertel Part Dieu oder am Rathaus, in der luxuriösen Wohngegend Foch oder in der Altstadt. All diese Orte erreicht man aber auch zu Fuß problemlos. Lyon ist eben eine recht übersichtliche Stadt der kurzen Wege verglichen mit den Großstädten Paris, Berlin oder London. Auch das macht sie so charmant.

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Wir fahren mit der Metro als nächstes ins oben erwähnte Foch. Dort gilt unser erster Besuch dem von außen recht unscheinbaren Harper Store (2 Rue de Sèze). Tatsächlich ist der Shop auch drinnen recht klein. Und dennoch haben es Louis und seine Partnerin geschafft, die wenigen Quadratmeter optimal auszunutzen. Harper bietet nämlich sowohl Klamotten und Sneaker für Männer als auch für Frauen. adidas, Puma, New Balance und Vans decken das Sneaker-Angebot ab. Auch wenn Harper über einen Online-Shop verfügen, so findet man hier noch viele Modelle, die andernorts schon längst ausverkauft sind. Der Ultra Boost 3.0 „Trace Cargo“ oder der „Oreo“ fielen uns sofort auf. Auch wer Primeknit-NMDs wie das NMD R1 Gum Pack, City Socks oder die beliebten Fenty-Releases von Puma sucht, sollte hier einmal vorbeischauen.

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Nicht fehlen dürfen Accessoires wie Taschen, Caps und Socken. Mit dem Socken-Label Royalties aus Paris haben Harper erst kürzlich eine kleine Collaboration herausgebracht. Flamingos und Melonen als Sockenmotiv? Das funktioniert tatsächlich. Der Store strahlt eine angenehme Wärme aus. Immer wieder gibt es Dinge, die uns wie die an der Decke angebrachten Flamingo-Schwimmreifen zum Schmunzeln gebracht haben. Weiter ausbauen möchte Louis das Angebot an skandinavischen Brands wie Samsoe & Samsoe. Schon bald soll darüber hinaus das Store-Design inklusive Logo komplett überarbeitet werden.

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Um den Namen Paul Bocuse kommt man bei einem Guide zu Lyon kaum herum. Der französische Meister-Koch, der seinen Berufsstand revolutionierte, ist gleich mit mehreren Restaurants, einer Kochschule, in der die Lehrlinge auch für Gäste kochen, und als Namensgeber der „Les Halles de Lyon – Paul Bocuse“ in der Stadt präsent. Letztere muss man sich als einen Gourmet-Food-Tempel vorstellen. In der Halle im Geschäftsviertel Part-Dieu findet man unzählige Stände mit Wurst-, Käse- Fisch- und Patisserie-Spezialitäten. Es gibt Obst, Gemüse, gutes Brot, Austern und natürlich auch ein Glas Champagner. Leider können wir den Duft des Essens nicht einfangen. Man kann dort sowohl wie auf einem Markt einkaufen als auch gleich vor Ort in einem der Restaurants essen. Es gibt ja diesen Spruch vom „Essen wie Gott in Frankreich“. In den Les Halles de Lyon bekommt man eine Idee, was damit gemeint sein könnte.

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Eine kulinarische Reise nach Japan unternimmt man als Gast im Takao Takano (33 Rue Malesherbes). Küchenchef Mikuni verbindet die französische Küche mit Einflüssen aus seiner Heimat Japan. Das Ergebnis ist nicht nur ungewöhnlich in der Zusammensetzung der Gerichte – jeder Gang wie die Meeresfrüchte auf Pak Choi ist ein kleines Kunstwerk – sondern auch in der stilvollen Präsentation. Zudem fühlt sich das kleine Restaurant mit seinen 10 Tischen mehr wie ein Wohnzimmer an. Die Einrichtung ist minimalistisch und doch sehr angenehm. Etwas Vergleichbares haben wir zuletzt im Tokuyoshi in Mailand erlebt. Abends hat man die Wahl zwischen zwei Menüs (Essence und Partage), für die zwischen 60 und 95 Euro aufgerufen werden. Eine frühzeitige Reservierung ist im Takao Takano zwingend erforderlich.

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Am nächsten Morgen zieht es uns Richtung Stadtzentrum ins Les Cafetiers (36 Rue Ferrandière). Samstag und Sonntag ist dort ab 11 Uhr Brunch-Zeit. Es gibt kross getoastete Sandwiches belegt mit Wurst und Käse, frische Salate, hausgemachtes Granola, Croissants und eine große Auswahl an süßen Kuchen und Gebäck (ebenfalls hausgemacht). Auch die Kaffee-Variationen sind hier allesamt herausragend. Wir empfehlen Euch ganz besonders den Cappucino – wunderbar oldschool! Das Les Cafetiers wird gerne auch als „Hipster-Café“ umschrieben. Lasst Euch davon nicht abschrecken, wobei die Einrichtung wirklich sehr Instagram-freundlich ist.

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So gestärkt können wir uns als nächstes dem Shopping zuwenden. Dabei beginnen wir nicht mit Schuhen sondern mit Whisky. Davon gibt es in der Whisky Lodge (7 Rue Ferrandière) mehr als genug. Von den USA über Irland bis nach Japan reicht die alkoholische Weltreise, für die man durchaus etwas Zeit einplanen sollte. Eine kompetente Beratung und natürlich die Möglichkeit, die edlen Tropfen vor dem Kauf zu probieren, sind hier selbstverständlich.

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Praktisch um die Ecke in der großen Rue du Président Edouard Herriot, die auf den Rathausplatz zuläuft, haben Le coq sportif (Hausnummer 19) ihren Store. Es gibt wohl keine Sportmarke, die urfranzösischer ist als die mit dem gallischen Hahn in den Farben der Tricolore. Auch wenn die Tradition von Le coq sportif vor allem auf Tennis und den Radsport begründet ist, so haben die Franzosen gerade in den letzten Jahren auch als Lifestyle-Brand wieder auf sich aufmerksam gemacht. Wir denken da vor allem an Collabos mit Stores wie Sneakers76, HAL und Titolo. Der Store liefert einen guten Eindruck von dem, was die Marke heutzutage anzubieten hat.

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Eine hierzulande wenig bekannte Sneaker-Adresse sind Issue Shoes (11 Rue Constantine) nahe des Place des Terreaux mit dem Rathaus von Lyon. Auch hier könnt Ihr Modelle von Le coq sportif einkaufen. Von New Balance führen Issue Shoes sowohl ausgewählte „Made in USA“- als auch „Made in UK“-Releases. Ebenfalls nennenswert ist die Auswahl an aktuellen adidas Originals-Sneakers darunter viele NMD. Puma, Reebok, Saucony Originals aber auch Diadora und Hummel sind weitere Brands im Issue-Sortiment. Wie eigentlich überall in Lyon trafen wir zudem auf ein extrem freundliches Personal.

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Schräg gegenüber von Issues Shoes liegt der örtliche Carhartt WIP-Store (8 Rue Lanterne) im Erdgeschoss eines der für Lyon so typischen Altbauten. Die Architektur der Stadt hat uns auf Anhieb fasziniert. Sie vereint wunderschöne Altbauten mit neuen, sehr modernen Wohn- und Geschäftsgebäuden wie im revitalisierten Confluence-Viertel. Gerade diese Mischung macht für uns den Charme der Stadt aus, die auch ein gewisses mediterranes Flair besitzt. Dabei sind die französischen Alpen und das Zentralmassiv ebenfalls nur eine knappe Autostunde entfernt und somit eigentlich viel näher als das Mittelmeer.

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In der Shoez Gallery (15 B Rue d’Algérie) schlägt vielleicht das Sneaker-Herz Lyons. Seit dem Jahr 2003 ist der Shop die erste Anlaufstelle für alle Turnschuhverrückten aus Lyon. Entsprechend groß ist das Sortiment, das neben Masse aber auch sehr viel Klasse zu bieten hat. Neben den von uns geliebten New Balance „Made in USA“-Releases verkaufen Shoez Gallery auch Nike Quickstrikes, Limited Editions und viele Collabos. Die in Frankreich besonders populären Air Max Plus und AM95 nehmen im Store fast ein ganzes Regal ein. Wer mal nach oben schaut, entdeckt dort eine besondere Galerie aus Hype-Releases, die jedoch allesamt unverkäuflich sind. Shoez Gallery sind aus der Sneakerszene von Lyon jedenfalls nicht wegzudenken. Auch die Präsentation der Sneakers auf einer langen Werkbank unterstreicht die von den Jungs gelebte (Turnschuh-)Liebe.

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Im letzten Jahr hat die Shoez Gallery-Familie übrigens Zuwachs bekommen. Auf der anderen Straßenseite liegt Her by Shoez Gallery. Der Name lässt schon erahnen, dass dort ein Store nur für die weiblichen Sneakerheads aufgemacht hat. Natürlich kann man hier auch als Mann mit kleinen Füßen Sneakers einkaufen, wobei die Modellauswahl klar auf den Geschmack der Ladies zielt. Viele Releases wie zuletzt der Air Max 97 „Golden Bullet“ sind ohnehin unisex. Das Konzept wird scheinbar auch in Lyon angenommen, was uns nicht überrascht.

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In einer etwas anderen Liga bewegen sich hingegen Kapadokya (4 Rue Constantine). Von außen recht unscheinbar bietet der Store drinnen auf zwei Ebenen eine feine Auswahl an Streetwear und Fashion für Männer und Frauen. Eher hochpreisige Brands wie A.P.C. Très Bien, AMI, Gosha Rubchinskiy, Raf Simons, Off-White und Maison Margiela werden in einem ebenso durchgestylten wie hochklassigen Store-Ambiente präsentiert. Hier stimmt jedes Accessoire, jedes Designpuzzleteil. In einer recht cleanen und dennoch nicht unterkühlten Atmosphäre kann man die limitierten Stücke in Ruhe begutachten und natürlich auch anprobieren. Von der Hektik üblicher Shopping-Hotspots und Einkaufsstraßen scheinen Kapadokya gleich mehrere Welten entfernt. Auch das fanden wir sehr angenehm. Die Sneaker und Schuhe sind allesamt mehr Fashion als Turnschuh. Y-3, Common Projects und Raf Simons stehen beispielhaft für das Kapadokya-Sortiment. Wir würden das Store-Konzept mit Totokaelo oder dem Voo Store vergleichen.

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Darf es noch etwas exklusiver sein? Dann wären die Graphiti-Boutiquen für Männer und Frauen (8 Rue du Plâtre und 32 Rue du Président Edouard Herriot) vermutlich die richtige Adresse. Die beiden Shops führen Nobel-Marken wie Balenciaga, Moncler, Dolce & Gabbana, Lanvin und Dior. Aber auch Stone Island und Stella McCartney gehören zum Graphiti-Sortiment. Nicht weniger stilvoll ist das edle Interieur der Stores, die auf eine zahlungskräftige Kundschaft setzen. Man gönnt sich ja sonst nichts.

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Das trifft nicht nur auf Mode sondern auch auf die anderen schönen Dinge des Lebens zu. Da trifft es sich gut, dass die Aesop-Dependance (69 Rue du Président Edouard Herriot) in Lyon beinahe in Sichtweite zu den Graphiti-Shops liegt. Wer also nach dem Besuch bei Graphiti noch etwas Urlaubsbudget loswerden möchte, kann das problemlos bei Aesop tun. Egal ob Hautcreme, Deo, Handseife, Shampoo oder pflegende Gesichtsmaske – längst wurde das Aesop-Angebot zu einem Komplettsortiment der Körperpflege ausgebaut. Hinzu kommen in den Stores eine äußerst kompetente, unaufdringliche Beratung und ein sehr angenehmes Einkaufserlebnis. Dazu trägt auch das durchdachte Design der einzelnen Stores maßgeblich bei. Der Store in Lyon ist diesbezüglich keine Ausnahme.

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Auch wenn wir bei unserem Besuch in Lyon fast durchgängig die Sonne schien, so ist es immer gut, auch mal Alternativen für Regen und Schmuddelwetter zu haben. Neben dem zentral gelegenen Musée des Beaux-Arts de Lyon (20 Place des Terreaux), in dem sowohl antike als auch moderne Kunstwerke aus mehreren Jahrhunderten (bzw. Jahrtausenden) ausgestellt werden, können wir das etwas versteckte Musée de L’Imprimerie et de la Communication graphique (13 Rue de la Poulaillerie) empfehlen. Angefangen bei der Geschichte des Buchdrucks bis zu modernen Formen des Grafikdesigns aus dem 20. Jahrhundert bietet die Ausstellung einen umfassenden Überblick über grafische Instrumente der Kommunikation und der Werbung. Für alle Fans der Netflix-Serie „Abstract“ ist das Museum eigentlich ein Pflichtbesuch.

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Da uns spätestens jetzt der Magen knurrt, besuchen wir das wunderschöne Café Jeannine & Suzanne (34 Rue Sainte-Hélène) in Bellecour. Am Wochenende kann hier ab 11 Uhr exzellent gebruncht werden. Aber auch sonst ist das Café immer einen Besuch wert. Besondere Spezialität sind die süßen Tartes, von denen eine besser als die andere aussieht (und auch schmeckt). Auf die Präsentation legt man im Jeannine & Suzanne halt ebenso großen Wert wie auf den Inhalt. Cappuccino und Flat White schmecken nicht weniger gut. Hier kann man wirklich bei Kaffee und Kuchen entspannen und das süße Leben genießen. Und für den eigenen Instagram-Account fallen ganz nebenbei noch ein paar nette Fotos ab.

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Nach Kaffee und Kuchen zieht es uns an den Place Gailleton zum Summer Store (1 Place Gailleton). Hinter schwarz-weißen Markisen versteckt sich Lyons erste Adresse für Premium Streetwear und Sneakers. Seit 2012 hat sich der Shop einen erstklassigen Ruf erarbeitet. Als Consortium-Händler bekommt man unter anderem sämtliche Top-Releases und adidas-Collabos. Nicht nur zu den Yeezy-Releases versammeln sich daher die Sneakerheads aus Lyon regelmäßig vor dem Store, der in seinem minimalistischen und zugleich eleganten Design voll und ganz unseren Geschmack trifft. Viel Beton, etwas Holz und Leder, dazu ein angenehmes Licht und eine stilvolle Präsentation – viel besser kann man eine Sneaker-/Streetwear-Boutique kaum einrichten. Die Markenauswahl legt einen Schwerpunkt auf japanische Brands wie Suicoke, Visvim, Neighborhood und Undercover. Auch die meist nur instore erhältlichen Palace-Drops sind oftmals bereits am Release-Tag ausverkauft. Summer sind für uns eindeutig Lyons Top-Location im Bereich Mode und Street Wear. Zu Summer haben wir bereits einen eigenen Store Guide geschrieben.

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Die malerische, aber leider gerade am Wochenende ziemlich überlaufene Altstadt unterhalb der Basilika Notre Dame des Fourvière erreicht man von Bellecour aus zu Fuß ebenfalls in nur einer knappen Viertelstunde. In Vieux Lyon reiht sich Touristenlokal an Touristenlokal. Es gibt Souvenirstände und Andenkenshops soweit das Auge reicht. Das Gedränge in den kleinen Gassen ist groß. Man sollte also besser nichts gegen größere Menschenansammlungen haben. Man trifft auf Partygruppen und die üblichen Touristenfallen. Immerhin gibt es auch kleine Lichtblicke. Man muss nur wissen, wo sich diese verstecken.

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Eines dieser Lichtblicke ist das Gourmet-Restaurant Jérémy Galvan (29 Rue du Bœuf). Mit 33 Jahren zählt Küchenchef und Namensgeber Jérémy schon zu den besten Köchen der Grande Nation. Sein feines Restaurant darf sich verdientermaßen mit einem Michelin-Stern schmücken. Als „Cuisine d’Instinct“ bezeichnet der Meister des kreativen Kochens selbst seine Philosophie. Wir empfehlen das wahlweise in 7 oder 9 Gängen (zum Preis von 65 bzw. 85 Euro) angebotene „Let Go-Menü“, zeigt es doch Jérémys ganze Kochkunst. Jeder Gang ist hier ein Erlebnis. Das Ambiente ist stilvoll aber komplett unverkrampft. Das Personal plaudert mit dem Gast schon mal gerne über Privates und überhaupt fühlt man sich im Jérémy Galvan schon nach wenigen Minuten wie Zuhause. Eine rechtzeitige Reservierung ist selbstverständlich.

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Die Brasserie Leon de Lyon (1 Rue Pleney) ist eine Institution in Lyon. Es ist einer dieser wirklich guten Bouchons, in dem noch die traditionelle „cuisine lyonnaiseserviert und zelebriert wird. In Köln würde man dazu vielleicht Brauhaus sagen. Tatsächlich ist die 1904 eröffnete Brasserie schon etwas mehr als nur ein Brauhaus. Die Einrichtung ist rustikal und scheinbar seit Jahrzehnten unverändert. Keine Experimente scheint auch das Erfolgsrezept der gutbürgerlichen Küche im Leon de Lyon zu sein. Neben klassischen Brasserie-Gerichten finden sich viele Lyoner Spezialitäten wie Andouilette (eine Wurst aus dem Magen von Schweinen und Kälbern, schmeckt viel besser als es klingt), Kalbsleber und Pastete auf der Karte. Vegetarier haben es hier eher schwer. Dazu trinkt man natürlich am besten einen kräftigen Wein. Danach kann man ins Redwood (1 Rue Chavanne) weiterziehen und die Cocktailkunst der Barcrew genießen.

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Zum Ende unseres Lyon-Guides haben wir noch einige Lieblingsplätze für Euch. Südlich des Bahnhofs Perrache liegt das revitalisierte Confluence-Viertel. In den letzten 5 Jahren sind hier komplett neue Wohn- und Bürogebäude, ein großes Einkaufszentrum samt Multiplex-Kino und viele öffentliche Plätze entstanden, zum Teil mit wegweisender Architektur, die uns wirklich beeindruckt hat. Bei schönem Wetter zieht es viele Städter zudem an das Ufer der Saône, entlang des von Cafés, und Restaurants bevölkerten Quai Rambaud. Ein Highlight ist das La Sucrière (49-50 Quai Rambaud), eine alte Zuckerfabrik, in dem heute unter anderem der Club Le Sucre mit seiner großen Dachterrasse beheimatet ist. Hier finden regelmäßig Konzerte, Partys (Rollschuh-Disco!), Filmvorführungen und Karaoke-Events statt.

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Am Quai Perrache liegt das futuristische Musée des Confluences, das Ende 2014 nach einer fast 14-jährigen (!) Bau- und Planungszeit eröffnet wurde. Große Bauvorhaben dauern also auch in anderen Ländern manchmal etwas länger. Wir haben das Museum bei unserem Lyon-Besuch nur von außen betrachtet, was auch schon ziemlich imposant ist. Drinnen werden naturwissenschaftliche Ausstellungen gezeigt. Das Museum ist schon jetzt das neue Wahrzeichen Lyons und ein Symbol für Modernität und Weltoffenheit. Wir verlassen die Stadt in der festen Absicht, hier nicht das letzte Mal einige Tage verbracht zu haben.

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Unsere Reiselust ist ungebrochen. Eigentlich nimmt sie mit jedem Trip zu. Zuletzt zog es uns nach Mailand und Antwerpen und somit zwei Städte, die auf den ersten Blick vielleicht nicht in einer Liga mit Paris, London oder Berlin spielen. Tatsächlich gibt es in beiden Metropolen sehr viel, was es sich zu entdecken lohnt. Unser Reisegepäck für beide Trips wurde uns von pinqponq zur Verfügung gestellt. Wir finden es nur ehrlich, so etwas hier ganz klar zu schreiben. Wir durften die Taschen und Rucksäcke des Kölner Labels auf ihre Reise- und Alltagstauglichkeit testen. Das Besondere der pinqponq-Entwürfe sind neben den vielen praktischen Designideen vor allem der darin konsequent umgesetzte Nachhaltigkeitsgedanke. Dieser zeigt sich in der Wahl der Stoffe, die aus recycelten PET-Flaschen hergestellt worden sind.

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Auf unseren Reisen nach Mailand und Antwerpen begleitete uns der eher kompakte Cubik Large Vivid (Fassungsvermögen 22 Liter), der deutlich größere aber immer noch als Handgepäck nutzbare Blok Vivid Monochrome (45 Liter) sowie die Karavan Acid Duffle Bag im All Black-Colorway. Die letzten beiden sind in ihrer Größe absolut ausreichend für einen verlängerten Wochenendtrip. Beim Blok Vivid lernten wir schnell insbesondere dessen Vielseitigkeit zu schätzen. Man kann ihn von oben öffnen oder auch von vorne. Er lässt sich wie eine Messenger-Bag tragen oder wie ein klassischer Rucksack. Und auch sein gepolstertes Laptop-Fach wurde ebenfalls von uns bei jeder Reise sehr geschätzt. Laptop-/Tablet-Fach und Dokumententasche finden sich ebenso im Cubik Large Vivid, den wir zukünftig als kompakte Ergänzung nutzen werden.

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Als erstes wollen wir Euch unseren Vorschlag für einen 3-tägen Mailand-Aufenthalt vorstellen.

Tag 1:

Frühstück/Brunch in der California Bakery

Rundgang durch Navigli

Besuch der Stores Inner & Antonioli

Kaffeepause im Mag Cafè

Shopping im Viertel Ticinese mit den Stores von Stüssy, Edwin und Special Milano

Abends Dinner im Tokuyoshi

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Tag 2:

Ein süßes „Frühstück to Go“ mit Croissant und Kuchen in der Pasticceria Marchesi

Besuch des Castello Sforzesco und des Mailänder Doms

Danach ins berühmte Kaufhaus La Rinascente und in den Sneaker-Tempel One Block Down

Lunch im Food-Supermarkt Eataly

Besuch des neu gestalteten Garibaldi-Viertels

Ein Cappucino trinken im Concept-Kaufhaus 10 Corso Como

Shopping bei Slam Jam Milano und im NikeLab, Rundgang durch Breda

Am Abend geht es zu Pizza und Cocktails ins Dry

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Tag 3:

Frühstücken in der California Bakery

Mit der Tram zum „Kunstmagnet“ Fondazione Prada fahren und die dort wechselnden Ausstellungen besuchen

Danach in das von Wes Anderson gestaltete Bar Luce gehen und sich wie im „Grand Budapest Hotel“ fühlen

Bei gutem Wetter chillen in einem der vielen Mailänder Parks

Zum Dinner und für einen Drink ins Lacerba

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Die Überleitung von Mailand nach Antwerpen ist leichter als gedacht. Beide Städte sind sich nämlich recht ähnlich. Mode, Architektur und gutes Essen prägen den Lifestyle vieler Bewohner. Beide Städte lassen sich zudem gut zu Fuß bzw. mit öffentlichen Verkehrsmitteln entdecken. Die Anreise nach Antwerpen fällt für uns als Kölner mit einer Autofahrt von rund 2 Stunden natürlich besonders bequem aus. Auch für Antwerpen haben wir einen Vorschlag für ein verlängertes Wochenende zusammengestellt, wobei sich die Konzentration der Orte rund um das hippem Stadtteil Het Zuid sicherlich auch aus der Lage unserer Wohnung ergab. Für Antwerpen lohnt es, sich nach einer privaten Unterkunft zum Beispiel auf Airbnb umzusehen. Für 50-70 Euro die Nacht findet man hier schon wirklich tolle Altbau-Apartments.

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Tag 1:

Nach der Anreise erst einmal auf einen Burger ins Lunchbox

Kultur tanken im alten Rubenshaus, teilweise richtig scary

Pralinen-Meisterwerke bei Joost Arijs naschen

Gleich gegenüber zum Avenue Store neue Sneaker checken

Die kleinen Einkaufsstraßen entdecken, dabei bei Vier, Renaissance, A.P.C., Acne und dem adidas Originals Store vorbeischauen

Abendessen in der Brasserie Den Artist

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Tag 2:

Frühstück im Café Tinsel

Gleich danach ins Fotomuseum (FoMu) mit seinen wechselnden Ausstellungen (derzeit Saul Leiter)

Wer will, kann danach im M HKA (Museum of Contemporary Art) moderne Kunst und Architektur unter einem Dach entdecken

Mittags gibt es in der Konditori Gebäckmeisterwerke, Croissants und kleine Tarts

Es folgt ein Rundgang durch das Diamantenviertel

Auf einen Kaffee ins Caffènation, wo man auch gut entspannen kann

Zu einem Ausnahme-Dinner und großartigen Drinks fahren wir am Abend ins The Jane (2 Michelin-Sterne) bzw. in die The Upper Room Bar. Beides befindet sich in einer alten Kirche. Reservierung in jedem Fall erforderlich, wobei das in der Bar, die auch ein exzellentes Tasting Menu serviert (65 Euro pro Person), etwas leichter ist.

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Tag 3:

Frühstücken im Mirlo’s – hier ist alles unglaublich lecker

Ein Besuch des historischen Zentrums mit seinen Kirchen, dem Rathaus, der Liebfrauenkathedrale und den vielen kleinen Gassen

Noch einmal Pralinen kaufen bei Joost Arijs (erwischt)

Sich bei Monar & Clothes einmal von Kopf bis Fuß einkleiden – vom Sneaker bis zur Designer-Klamotte

Eine Quiche essen im Juliette

Fritten essen (egal wo)

Bei schönem Wetter in den Stadtpark

Abends auf einen letzten Drink ins Cocktails at Nine

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Wenn Euch unser kleiner „Fahrplan“ nun Lust auf eine Reise nach Mailand oder Antwerpen gemacht hat, so ist das durchaus gewollt. Aber natürlich haben wir auch für beide Trips noch einen ausführlichen Sneaker City Guide in Vorbereitung. Also haltet einfach die Augen nach einem Update in unserer City Guide-Rubrik auf!

E. & M.

Wieder einmal startet Foot Locker Europe in diesen Tagen eine neue „Week of Greatness“ (vom 19. bis 26.11). Bereits die letzten Kampagnen setzten auf exklusive Releases beliebter Silhouetten. Und auch die neue „Week of Greatness“ dürfte mit Sicherheit nicht enttäuschen. Mehr dazu aber zu einem späteren Zeitpunkt. Dann stellen wir Euch auch unsere Favoriten vor. Bis dahin gibt Euch der „Week of Greatness“-Clip einen Vorgeschmack auf die mit Sneaker-Drops ziemlich vollgepackten Tage. Der gestrige Auftakt mit dem Ultra Boost „Triple Black“ und einem weiteren „FL exclusive“ NMD war bereits eine echte Ansage.

 

Im Vorfeld stellte uns Foot Locker die Frage, was uns zum Kampagnen-Thema „Unique Greatness“ einfällt. Was ist das Einzigartige an unserem Blog? Da mussten wir erst einmal etwas länger nachdenken, vielleicht auch weil man nicht so gerne über sich selber schreibt. Also haben wir nach einem anderen Zugang gesucht und schließlich auch gefunden. Die Idee kam uns, als wir wieder einmal eine Nachricht mit der Frage nach Empfehlungen für eine New York-Reise erhielten. Ganz offenbar hat sich unsere Reiseleidenschaft rumgesprochen. In den Sneaker City Guides, die wir seit dem letzten Blog-Update weiter ausgebaut haben, trifft unsere Sneaker-Begeisterung auf den Impuls, neue Städte, Länder und Kulturen zu erkunden.

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Da sich das Jahr so langsam der Ziellinie nähert, wollen wir Euch noch einmal auf unsere Reisen der letzten Monate mitnehmen. Unser virtueller Reiseführer beginnt im vom Blizzard tief verschneiten New York. Für einen Tag kam das Leben Mitte Januar selbst in Manhattan fast komplett zum Stillstand. Es fuhren keine Bahnen mehr, Straßen und Brücken waren gesperrt und viele Restaurants und Shops mussten notgedrungen schließen. Die Stille in den Straßen von Soho war fast schon unheimlich. Zum Glück waren wir mit unserer Schuh- und Klamottenwahl auf den Blizzard vorbereitet.

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Von New York ging es im März nach Fernost. Die erste Station unserer Asien-Reise war Seoul, das sich uns als moderne, geschäftstüchtige Metropole vorstellte. Die Koreaner sind nicht nur sehr stil- und modebewusst sondern auch absolut technikverrückt. Gerade im Trend-Viertel Apgujeong mit seinen vielen Fashion-Stores und Boutiquen trifft man junge Leute, die in ihrer Sneaker-Leidenschaft genauso extrem wie wir sind. Kaum zu glauben aber wahr!

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Nachdem wir Seoul hinter uns gelassen hatten, erreichten wir das sehr quirlige Osaka. Japan und Korea sind sich geografisch so nahe und doch lassen sich manche Mentalitätsunterschiede kaum übersehen. Die Japaner scheinen weniger zurückhaltend als ihre Nachbarn. Bei unserer Ankunft im Ausgeh- und Partyviertel Namba kam uns die Stadt am Abend wie eine Mischung aus New Yorker Times Square und Hamburger Reeperbahn vor. Mit dieser Reizüberflutung muss man erst einmal klarkommen.

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Schließlich endete unsere Asien-Reise in Tokio. Shibuya und Harajuku sind das Zentrum der japanischen Mode- und Sneakerwelt. Hier findet man alles, wenn man nur lange genug danach sucht. Bei unserem Besuch blühten gerade auch die Kirschblüten, was die Stadt noch etwas schöner machte. Shopping scheint neben Arbeiten die zweite große Leidenschaft der Japaner zu sein. Es dauerte nicht lange bis wir uns in Tokio verliebten.

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Ende Mai ging es für uns dann nach Marseille. Zum ersten Mal waren wir in der zweitgrößten Stadt Frankreichs, die zugegeben nicht den besten Ruf besitzt. Tatsächlich haben wir Marseille und seine Einwohner jedoch ganz anders erlebt. Das südfranzösische Lebensgefühl war jedenfalls ziemlich ansteckend. Gelassenheit, die Liebe für gutes Essen, der Mix aus alter und neuer Architektur – ja von Marseille kann man sich schon einiges abgucken. Auch die Streetartszene ist ebenso wie die Sneaker-Community in Marseille sehr aktiv.

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Nach einer kleinen „Sommerpause“ hieß es für uns im August erneut Koffer packen. Zum ersten Mal wollten wir uns in Washington D.C. umsehen. Auch wenn wir ansonsten versuchen, das übliche Sighseeing-Programm auszulassen, so haben wir uns hier ganz brav für einen Stadtrundgang entschieden. Es gibt in D.C. sehr empfehlenswerte „Walking Tours“ von Einheimischen, an deren Ende man nur soviel bezahlt wie man möchte. Das hängt natürlich auch davon ab, wie sehr es einem gefallen hat. Weißes Haus, die Memorials, das Capitol – hier ist man tatsächlich im Zentrum der Macht. Besonders schön ist abseits von Downtown das Viertel rund um den Dupont Circle mit seinen vielen Bars und Restaurants. Und kein Washington-Besuch wäre ohne das legendäre Chili von Ben’s Chili Bowl (hier aß schon Obama) komplett.

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Weiter ging es auf unserer USA-Tour mit Pittsburgh, einer Stadt etwas abseits der üblichen Touristenpfade. Genau das machte sie für uns so interessant. Außerdem durchlebte Pittsburgh in den letzten Jahren einen spannenden Wandel von der früheren Stahl-Hauptstadt in eine moderne Technologie- und Dienstleistungs-Community. Ganze Viertel wie East Liberty werden plötzlich vor allem von jungen Leuten (wieder-)entdeckt. Mit dem Andy Warhol Museum und den vielen Foodie-Hotspots bietet Pittsburgh reichlich Futter für Augen und Magen.

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Welcome to Miami! Der Kontrast von Pittsburgh zu Miami ist zugegeben offensichtlich. Wo in Pittsburgh alte Industriehallen stehen, leuchten in Miami Art-Déco-Fassaden. Das Wetter ist meist besser und der Strand gleich vor der Haustüre. Hier fühlt sich vieles schon nach Karibik an, was die Faszination als Urlaubsziel schnell erklärt. Tatsächlich ist das Laid Back-Lebensgefühl der Stadt ansteckend. Eine erstaunliche Entwicklung hat in den vergangenen Jahren vor allem der Stadtteil Wynwood genommen. Heute ist das Viertel eine einzige Outdoor Gallery mit Streetart weltberühmter Künstler an jeder Häuserwand.

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Auf Einladung von adidas und Foot Locker anlässlich des „HardenVol.1“-Drops waren wir im Oktober das erste Mal in Houston. Die viertgrößte Stadt der USA ist die Heimat von NBA-Superstar James Harden und seinen Houston Rockets. Überhaupt wird die Sportbegeisterung der Einwohner nur noch von ihrer Food-Obsession übertroffen. „Texanische Portionen“ sind das, wonach es klingt. Die Sneakerszene ist nicht zuletzt dank Harden sehr Basketball-lastig. Aber auch hier sind die von uns so geliebten Ultra Boost, NMD und andere Running-Silhouetten im Kommen. Wie in so vielen US-Großstädten lassen sich die großen Unterschiede zwischen Arm und Reich leider nicht übersehen.

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Ende Oktober haben wir uns schließlich für ein verlängertes Wochenende in Mailand entschieden. Die Stadt gilt es Fashion-Hochburg, was wir durchaus bestätigen können. Der Stylefaktor ist hier extrem hoch. Man braucht recht lange, um mal einen so richtig schlecht gekleideten Mailänder zu treffen (der sich dann wahrscheinlich als Tourist entpuppt). Auch für Sneakerheads hat die Stadt viel zu bieten. Die Dichte an Stores ist in Mailand so hoch wie in kaum einer anderen europäischen Großstadt. Was es genau in Vierteln wie Brera und Navigli zu entdecken gibt, werden wir Euch noch ein einem neuen Sneaker City Guide verraten.

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Das Jahr beenden wollen wir dort, wo wir es begonnen haben: In New York. Hier fiel vergangenen Dienstag der Startschuss für die neue „Week of Greatness“. Ganz egal ob verschneit oder nicht, bleibt diese Stadt wohl für immer unser Lieblingsort. Seid gespannt auf unser Update in den Sneaker City Guides! Denn mit jedem Besuch lässt sich hier etwas Neues entdecken. „Unique Greatness“ – damit kann eigentlich nur NYC gemeint sein.Unique Greatness

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