Sneaker City Guide Tag

Die meisten zieht es zum Shopping nach London, New York oder Paris. Dabei kann man auch in anderen Städten gut und vor allem deutlich entspannter einkaufen. Stockholm ist eine dieser Metropolen, die für Fans von Mode, Streetwear und den anderen schönen Dingen des Lebens einiges zu bieten hat. Man sollte allerdings schon etwas Kleingeld – oder besser gesagt eine Kreditkarte mit nicht zu geringem Limit – auf seiner Reise dabei haben. Denn Stockholm kann ganz schön teuer sein. Damit wollen wir den spaßbefreiten Disclaimer aber auch beenden. Wer beim Einkaufen sein Limit kennt, dürfte an dieser Stadt nämlich sehr viel Freude haben. Wir liefern dafür hoffentlich den Beweis.

Sneaker City Guide Stockholm Stores

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Sneakersnstuff (Södermalm)

Es dürfte niemanden, der sich nur im Entferntesten für Sneakers interessiert, überraschen in einem Shopping-Guide über Stockholm den Namen Sneakersnstuff (SNS) zu finden. Hier begann vor rund 20 Jahren die Erfolgsgeschichte der beiden Freunde Peter und Erik, die heute ein kleines Sneaker-Imperium leiten mit Stores in London, Paris, Berlin, LA und bald auch Tokio. Trotz des Erfolgs sind die beiden nicht nur auf dem Boden geblieben, sie haben sich auch ihre Liebe für die Sneaker-Kultur bewahrt. Und ihre Stores sind im Gegensatz zu vielen anderen Shops noch weit vom seelenlosen Filialisten-Look manch eines Wettbewerbers entfernt. So gibt es zwischen allen SNS-Standorten einige Querverweise zu entdecken und viele Besonderheiten im Store-Design. Dass sich das Sortiment von dem anderer Sneaker-Shops kaum unterscheidet, wollen wir dabei überhaupt nicht bestreiten. Für uns sind SNS immer wieder ein Pflichtbesuch!

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Nitty Gritty (Södermalm)

Wer nach einer Übersetzung für „Nitty Gritty“ googelt, der erhält die etwas nüchterne Antwort: „praktisch veranlagt“. Wir bleiben daher beim englischen Original, hinter dem sich in Stockholm einer der schönsten Stores für Mode, Streetwear und Sneaker versteckt. Etwas abseits vom Trubel der City im schönen Södermalm teilt sich das Nitty Gritty-Universum auf in das Hauptgeschäft und einen deutlich kleineren Shop speziell für die Damen. Beide Shops liegen praktisch Tür an Tür zueinander. Das großzügige, moderne Store-Design gefiel uns genauso gut wie die Auswahl der hier gelisteten Brands (darunter Patagonia, Stone Island, Nanamica, Comme des Garcons), die zugegeben meist aus dem nicht ganz günstigen Preissegment stammen. Die Sneaker-Ecke ist zwar überschaubar aber dennoch mit aktuellen Releases von New Balance, adidas und Nike gut sortiert. Für den Womens-Store gilt das Gleiche nur in einer etwas kleineren Verpackung.

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Our Legacy (Södermalm)

Wie so viele moderne Fashion-Brands haben auch Our Legacy ihre Wurzeln in der schwedischen Hauptstadt. Seit der Gründung im Jahr 2005 hat sich die Marke von Jockum Hallin, Cristopher Nying und Richardos Klarén fest etabliert. Der Style ist einerseits klassisch bis elegant, zum anderen lässig und von Streetwear-Elementen und auffälligen Prints durchzogen. Wie so viele schwedische Fashion-Brands haben auch die Kollektionen von Our Legacy ihren Preis. Empfehlenswert ist daher auch der Besuch des Our Legacy „Work Shops“ im Stadtteil Vasastaden, der auch Stücke aus älteren Kollektionen zu reduzierten Preisen führt. Mit etwas Glück werdet Ihr fündig!

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Stutterheim (Södermalm)

An dieser Stelle böten sich die üblichen Klischees über das schwedische Wetter an. Wir können diese aber nicht bestätigen. Auch bei unserem letzten Stockholm-Trip schien meist die Sonne. Falls aber dennoch mal etwas Nasses von oben runterkommt, trägt man am besten eine Regenjacke bzw. einen Regenmantel von Stutterheim. Diese findet man hier in endlosen Farben und Designs. Es gibt ziemlich schwere Jacken und die etwas leichteren. Stutterheim sind eine schwedische Qualitätsmarke, die auch bereits mit anderen Brands und Designern wie Marc Jacobs zusammengearbeitet haben. Outdoor-Fans sollten den Store unbedingt auf ihre Liste setzen.

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Acne Studios (Södermalm)

Bei moderner Mode aus Skandinavien denken wir zuerst an Acne Studios. Zu unserem Unglück (oder zu dem unseres Reisebudgets) werden wir in den Acne-Stores eigentlich immer fündig. Seien es die Klamotten oder auch die Accessoires wie Schals und Taschen, der elegante Stil des schwedischen Modehauses trifft genau unseren Geschmack. Sogar die vermeintlichen Basics besitzen meist noch etwas Besonderes. Materialien, Schnitte, Farben – die schöne-teure Acne-Welt ist ein echter Modetraum. Sogar die Acne-Sneaker wollen wir nicht als reine Fashion-Monster verdammen. Acne-Gründer Jonny Johansson hat es zweifellos geschafft, Couture mit Street Fashion auf eine sehr unangestrengte Art miteinander zu verbinden. Wie schon bei Our Legacy findet sich ebenfalls in Vasastaden ein Outlet („Acne Archive“) mit reduzierten Styles aus älteren Acne-Kollektionen.

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Grandpa (Södermalm)

Gäbe es nur einen Shop, den wir Euch in Stockholm ans Herz legen könnten, dann wäre dies ganz bestimmt Grandpa. Eigentlich handelt es sich bei diesem um einen klassischen Gemischtwarenladen, das aber mit sehr viel Stil und Geschmack. Hier findet man sowohl ein neues Outfit als auch eine neue Inneneinrichtung und vieles mehr für die eigenen vier Wände. Die Auswahl würde eine ganze Seite füllen, deshalb nur soviel: Neben vielen skandinavischen Brands (Hay, Wood Wood, Muuto, Uniforms for the Dedicated, die eigene Hausmarke) aus den Bereichen Mode und Interior führen Grandpa auch klassische Denim (Edwin, Levi’s) und sogar Workwear. Wir haben beim letzten Mal hier gleich die Hälfte unseres Urlaubsbudgets ausgegeben. Ein sehr erwachsener und zugleich wunderschöner Store, bei dem sich ein Besuch eigentlich immer lohnt.

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Fred Perry (Södermalm)

Auch wenn in diesem Guide hauptsächlich die schwedischen Brands bei den Stores im Vordergrund stehen sollen, können wir doch ab und zu eine Ausnahme machen. Im Fall von Fred Perry fällt uns diese nicht wirklich schwer. Zum einen mögen wir die Brand sehr (was wahrscheinlich nicht nur mit dem typischen Fred Perry-Style sondern auch mit ihrer Geschichte und ihrem Namensgeber zu tun hat), zum anderen ist der Stockholmer Flagship-Store auf Södermalm ein echtes Schmuckstück. Bei unserem letzten Besuch fanden wir hier auch die neue Fred Perry x Raf Simons-Kollektion.

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Papercut (Södermalm)

Es gibt sie noch, die guten Dinge. Ganz viele davon findet Ihr im Papercut Store, dessen komplettes Sortiment aus Büchern, Magazinen, Comics und Krimskrams wir am liebsten auf der Stelle eingepackt hätten. Man findet hier die bekannten Coffee Table Books von Taschen, Literatur über Mode, Architektur und Film, die Monocle Guides, besondere Postkarten und Poster und zudem jede Menge DVDs und Videospiele. Wer schwedisch beherrscht, darf sich über so manchen schwedischen Literaturklassiker freuen. Oder man entscheidet sich für ein schwedisches Kochbuch, wo es vielleicht nicht auf jedes Wort ankommt. Auch das „Ultimate Sneaker Book“ von Sneaker Freaker hatte Papercut auf Lager.

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Happy Socks (Norrmalm)

Manchmal hat man doch so richtig Lust auf etwas mehr Farbe in seinem Leben. Die bunten Designs von Happy Socks eignen sich dafür perfekt. Als schwedische Brand sind Happy Socks natürlich in Stockholm auch mit einem eigenen Shop vertreten (es gibt sogar mehrere). Was wohl eine gewisse Pipi Langstrumpf zu den Socken und Strümpfen in dieser etwas anderen Villa Kunterbunt sagen würde? Die rebellische Pipi käme aus dem Staunen vermutlich nicht mehr raus. Wenn Shopping schlechte Laune vertreiben kann, dann sind Happy Socks dafür mit Sicherheit der beste Beweis.

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Caliroots (Norrmalm)

Vielleicht hat es sich inzwischen herumgesprochen, dass der Caliroots-Store in Stockholm nicht unbedingt das Highlight aus der Sicht eines Sneakerheads ist. So sehr die Schweden ihren Online-Shop pushen, so bescheiden und durchschnittlich fällt im Vergleich dazu ihr Store aus. Nachdem es lange Jahre drei verschiedene Caliroots-Stores gab (der Skate-Shop, der Premium-Store, der Sneaker-Store), so wurden diese einzelnen Shops an einer Location gebündelt. Das hat zumindest den Vorteil, dass man mit einem Besuch alles in wenigen Minuten abhaken kann. Been there, done that! Wir machen dann auch brav einen Haken hinter die neue Caliroots-Adresse und ziehen unbeeindruckt weiter.

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Stone Island (Norrmalm)

Inmitten der edlen Fashion-Stores und Mode-Boutiquen in Stockholms Zentrum findet man auch den Flagship-Store von Stone Island. Die Italiener erleben ja schon seit einigen Jahren auch in der Sneakerszene einen unglaublichen Boom (wie hat das eigentlich angefangen?). Dass Stone Island-Klamotten ihren Preis haben, dürfte daher allgemein bekannt sein. Hier zahlt man eben auch für die Marke, wenn man es denn möchte oder es sich leisten kann. Aber Achtung! Wie wir festgestellt haben, sind die Stone Island-Kollektionen in Schweden noch teuer als in den meisten anderen europäischen Ländern. Nicht dass am Ende die Urlaubsstimmung beim Blick auf die Rechnung plötzlich dahin ist.

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Östermalms Saluhall (Östermalm)

Früher oder später meldet sich beim Shopping vermutlich der Hunger. Doch auch dafür haben wir eine Lösung, die zugegeben kein Geheimtipp ist. In Östermalms Saluhall werden garantiert alle Gourmets und Foodies glücklich. Die Halle mit ihren vielen unterschiedlichen Ständen und kleinen Restaurants (die meisten öffnen um 11 Uhr) ist mit der Mercat de la Boqueria aus Barcelona oder der Markthalle IX in Berlin durchaus vergleichbar. Gerade gegenüber Barcelona geht es hier aber noch recht gemütlich zu und auch der Andrang an Touristen hält sich erfreulicherweise in Grenzen. Egal ob frische Meerestiere, Fleisch in bester Qualität, schwedisches Fingerfood, Pralinen oder süßes Gebäck, die Auswahl in der Saluhall lässt kaum Wünsche offen.

Sneaker City Guide Stockholm Food & Drinks

Plug me please (Södermalm)

Es wäre echt ein Wunder, wenn es in Stockholm noch keinen dieser Consignment-/Hype-/Reseller-Stores geben würde. Auf Södermalm findet sich einer fast in Sichtweite zum Sneakersnstuff-Store, mit dem es aber ansonsten keine Verbindung gibt. Plug me Please bietet die aktuellen Hype-Releases und Hypebeast-Essentials zu den durchaus gängigen Kursen. Dass man mit einem Tablet bequem nach seinem Wunsch-Sneaker suchen kann, ist ein nettes Feature. Bei einem Rundgang durch Södermalm kann man hier einmal reinschauen. Ansonsten halten sich bei einem Store wie Plug me Please die Überraschungen natürlich in engen Grenzen. Uns machen diese Shops inzwischen auch immer so müde. Warum nur?

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Damit endet unser Shopping-Rundgang durch Stockholm. Wer uns kennt, weiß sicher, dass wir auch noch einen Food- und Bar-Guide für Euch haben. Was gutes Essen und gute Drinks angeht, so hat Stockholm ebenfalls einiges zu bieten.

 

Für Sneakerheads bietet Barcelona durchaus einige interessante Spots. Damit meinen wir aber nicht die üblichen Flagship-Stores oder Ramschläden mit gelegentlich zweifelhafter Ware. Und schon gar nicht die Fake-Balenciagas der Straßenverkäufer am Hafen. Die Sneaker-Kultur ist in dieser Stadt nicht bloß ein trendiges Accessoire, mit dem man sich bei einer Fashion Week gerne schmückt, sondern wird von den meisten mit echter Leidenschaft gelebt. Wir stellen Euch die aus unserer Sicht wichtigsten Stores in diesem Blogpost vor.

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24 Kilates

Wer denkt beim Thema Sneakers und Barcelona nicht sofort an 24 Kilates? Uns geht es zumindest so, wobei wir offen zugeben, dass die Verdienste der 24 Kilates-Crew und ihr Einfluss auf die spanische Sneaker-Community nicht mit dem so unglaublich unspektakulären Store zusammenzubringen sind. Irgendwie erinnert uns diese Diskrepanz an Patta in Amsterdam, deren Store auch nur den Charme eines Outlets besitzt. Seit unserem ersten Besuch bei 24 Kilates vor fast 6 Jahren hat sich hier auch kaum etwas verändert. Nur an den Wänden sind wieder ein paar Collabos neu hinzugekommen. Tatsächlich sind viele der 24 Kilates-Designs wie die beiden „Sol y Sombra“ Diadora N9000 oder der New Balance 15000 „Miro“ längst echte Turnschuh-Klassiker. Und auch ihre neue Diadora-Collab hat das Zeug dazu. Immerhin bietet der kleine Store so einen Schnellkurs in Sneaker-History. Das Sortiment unterscheidet sich hingegen nicht von dem vergleichbarer Sneaker-Stores.

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Sivasdescalzo SVD

Bei Sivasdescalzo (abgekürzt SVD) hält man eher wenig von Understatement und Zurückhaltung. Ihr perfekt durchgestylter Store bietet auf zwei Ebenen reichlich Platz für Streetwear, Sneakers und Fashion. Während im Untergeschoss unter anderem die jeweils neuen ACG-Kollektionen, Fashion-Brands wie Rick Owens und Y-3 sowie eine Tischtennisplatte (!) auf den Besucher warten, findet man oben ein kleines „Sneaker-Lab“ und meterlange Wände voll mit aktuellen Releases. Egal ob Nike, New Balance, Puma, adidas oder Asics – alle Top-Brands haben hier ihren eigenen Platz. Regelmäßig werden auch Pop-up-Installationen und besondere Release-Specials in das großzügige Shop-Konzept integriert. Dank ihrer Top-Accounts ist der SVD-Store auch eine „Pilgerstätte“ für alle Hypekids und Reseller, die sich dort für einen Instore-Raffle eintragen. Vielleicht läuft während Eures Barcelona-Trips auch gerade ein Raffle. Wir drücken Euch die Daumen!

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LimitEDitions / LimitEDitions Wmns

Bislang waren LimitEDitions immer ein guter Ort, um ganz entspannt auch noch ältere und zum Teil limitierte Sneaker zu entdecken. Ohne Online-Shop und mit einer eher zurückhaltenden Social-Media-Präsenz bewegte sich der Store trotz seiner durchaus spannenden History und zahlreicher Collabs (zum Beispiel mit Diadora) unter dem „Radar“ vieler Sneakerheads. Bei unserem letzten Besuch fanden wir hier noch den ersten Undefeated x adidas UltraBoost, leider aber mit einem Aufschlag von 40 Euro zum damaligen Retail-Preis. Streng genommen teilt sich das LimitEDitions-Geschäft in drei unterschiedliche Shop-Konzepte auf. Direkt neben dem stets mit Schuhen und Kartons vollgestellten Stammsitz befindet sich ein weiterer Store, in dem vor allem die limitierten Drops (Yeezy, Off-White x Nike, FOG) erscheinen und vor dem sich daher an Samstagen regelmäßig die üblichen Verdächtigen einfinden. Einmal um die Ecke wartet auf die weiblichen Sneakerfans der LimitEDitions Wmns-Shop, von dem es in El Born auch noch einen Außenposten gibt (direkt gegenüber der Paradiso Bar).

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Foot District

Ursprünglich kommen Foot District ähnlich wie SVD aus Madrid. In Barcelona haben sie vergangenes Jahr ihren ersten Store außerhalb der Hauptstadt eröffnet, der sich in einer kleinen Gasse im historischen Barri Gotic ziemlich gut versteckt (um die Ecke befindet sich der „Fake“ Supreme-Store). Wir wären jedenfalls fast an ihm vorbei gelaufen. Von außen eher unscheinbar bietet der Store dann aber doch eine feine Auswahl an Sneakers und Streetwear, die vor der Konkurrenz keinen Vergleich scheuen muss. Da man für die Instore-Releases eigene Kontingente zur Verfügung hat, findet man hier auch online längst ausverkaufte Modelle. Labels wie Stone Island, Kenzo, Aimé Leon Dore, CP Company, Opening Ceremony, Maharishi und die diversen NikeLab-Kollektionen findet man im Apparel-Bereich. Ein besonderes Feature des Shops ist seine begehbare Jordan-Box, die zum Kino wird, wenn man einen Schuh auf den dafür vorgesehenen Sockel platziert. Dann verdunkeln sich die Wände und es startet ein kleiner Clip mit Hintergrundinfos.

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Unseren Food- & Bar-Guide zu Barcelona findet Ihr hier.

Wer unsere Reisen in den letzten Jahren verfolgt hat, dem wird nicht entgangen sein, dass wir ziemlich oft in Los Angeles waren. Das hängt zum Teil auch mit dem Essen dort zusammen. Und damit meinen wir nicht bloß Burger oder Hot Dogs, wobei es davon in LA auch verdammt gute gibt. Überhaupt ist die Stadt auch in kulinarischer Hinsicht so bunt und vielfältig wie ihre Bewohner. Durch die Nähe zu Mexiko trifft man vor allem auf die mexikanische Küche an jeder Ecke. Neben den vielen erstklassigen Restaurants lohnen sich auch die sehr unterschiedlichen Food Trucks und Pop-Up-Restaurants. Für aktuelle Events folgt man am besten IG Accounts wie @Eater_la und @happeningindtla. Vielleicht werden Ihr in dieser Auflistung die von uns besuchten Bars vermissen. Das hat einen einfachen Grund: Unserer Bar-Odyssee durch LA werden wir demnächst einen eigenen Blogpost widmen („30 Bars in 30 Days“). Hier geht es dagegen absolut jungendfrei zur Sache. Wir wünschen Euch einen guten Appetit!

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Brite Spot (Echo Park)

Seit kurzem führen die Inhaber des nahegelegenen Fine Dining-Restaurants Ostrich Farm das alteingesessene Brite Spot Diner. Doch keine Sorge! An den Grundzutaten eines guten Diners ändert das nichts. Das Essen ist noch immer bodenständig und manchmal sogar etwas überraschend wie beim „Brussels Sprouts Hash“, das wir so in dieser Form noch auf keiner Karte gefunden haben. Omeletts, Sandwiches, Pancakes, hausgemachte Kuchen und andere Kalorienbomben warten hier auf den hungrigen Gast, der satt und zufrieden das Brite Spot verlassen dürfte. Zuletzt wurde das Angebot auch auf den Abend ausgeweitet.

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Dayglow (Silver Lake)

Einen guten Kaffee in LA zu bekommen, ist leichter als gedacht. Das liegt vor allem an den vielen kleinen Röstereien und Cafés, die in den vergangenen Jahren entstanden sind. Es gibt wirklich keinen Grund mehr, bestimmte Kaffeehaus-Ketten zu besuchen. Zu diesen kleinen, unabhängigen Spots zählt auch das sehr „instagramm-taugliche“ Dayglow in Silver Lake. Hier findet der Kaffeeliebhaber ganz verschiedene Bohnensorten aus unterschiedlichen Röstereien. Die Inhaber begeben sich regelmäßig auf die Suche nach den besten Röstern. Wer länger in LA bleibt, kann hier sogar so eine Art Club-Mitgliedschaft inklusive Kaffee-Abo abschließen.

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Original Tommy’s (Historic Filipinotown)

Natürlich kann man in LA unzählige Burger-Brater finden. Doch nur wenige sind derart legendär wie Tommy’s. Wir empfehlen die Original-Location, gemeint ist die Erste überhaupt von Tommy’s, in Filipinotown. Diese hat nicht nur rund um die Uhr geöffnet sondern besitzt auch noch den ganz besonderen Tommy’s-Charme. Was man hier bestellen muss, erklärt sich von selbst. Tommy’s Spezialität ist neben dem Burger das cremige Chili, das wahlweise auf die Burger oder die Pommes gegeben wird. Man kann aber auch das Chili pur probieren, wobei man hier aber schon eine gewisse Schärfe mögen muss. Zu jeder Tages- und Nachtzeit ist auf den guten Tommy Verlass!

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Millie’s Cafe (Silver Lake)

Dieser Ort war bei unserem letzten LA-Urlaub so etwas wie unser zweites Wohnzimmer. Fragt uns lieber nicht, wie oft wir bei Millie’s Cafe gefrühstückt haben. Wir wissen es nicht! Seit fast 100 Jahren gibt es Millie’s an der gleichen Stelle nun schon, natürlich mit wechselnden Besitzern und wechselnden Designs. Geblieben ist der schon legendäre Ruf dieses Frühstücklokals, das eigentlich an jedem Tag gut besucht ist. Am Wochenende muss man zu den beliebten Brunch-Zeiten schon mal etwas länger auf einen Tisch warten (wer die Ruhe sucht, kommt vor 9 Uhr vorbei). Ansonsten ist die Millie’s-Crew aber ziemlich fix unterwegs. Wie im Diner wird auch hier der Kaffee unendlich nachgeschüttet. Die Frühstücks-/Brunch-Karte lässt zudem keine Wünsche offen. Probiert unbedingt das Spanish Omelett mit Bohnen und Avocado, das „Neptun’s Mess“-Omelett mit Lachs, Frühlingszwiebeln und Cream Cheese, die Huevos Rancheros und die Pancakes! Und ein paar Scheiben Bacon oder die gebratene Chorizo als Beilage dürfen im Millie’s ebenfalls nie fehlen.

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Freedman’s (Silver Lake)

Wir hatten zugegeben hohe Erwartungen an dieses relativ neue Restaurant in Silver Lake. Entsprechend wäre es auch möglich gewesen, dass wir Freedman’s mit einer gewissen Enttäuschung verlassen hätten. Allerdings war das genaue Gegenteil der Fall. Das Freedman’s – vom Bon Appetit-Magazin 2018 immerhin unter die „10 Best New Restaurants“ in den USA gewählt – bietet eine jüdisch inspirierte Soulfood-Küche, die wir mit dem ersten Bissen in unser Herz geschlossen haben (und in unseren Magen). Sowohl mittags zum Lunch als auch am Wochenende zum Brunch oder abends zum Dinner haben Jonah Freedman und seine Crew unverschämt köstliche Gerichte wie ihren berühmten Reuben Signature Sandwich, den Lachs Bagel mit hausgemachtem Eiersalat, die Matzoh Ball-Suppe oder die Smoked Fish-Platte auf der Karte. Auch kann man nach dem „Baukastenprinzip“ seinen eigenen Bagel zusammenstellen. Aber lasst noch etwas Platz für den Guava Cheesecake! Noch so eine Freedman’s Spezialität. Dazu verbreitet das gesamte Restaurant einen hinreißenden Retro-Charme inklusiver gemusterter Tapeten und einem Haus-Telefon (!). Dort würde Jonah so gerne mal einen Anruf annehmen und ganz wie Moe Szyslak einen Gast ausrufen lassen. Wir kommen ganz bestimmt wieder! Und sei es nur für die Drinks an der Bar.

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Bowery Bungalow (Silver Lake)

Der Bowery Bungalow steht nicht in New York sondern in SIlver Lake. Und es ist auch kein Bungalow sondern ein Restaurant mit einem leicht mediterranen/orientalischen Einschlag. Zum Brunch gibt es hier zum Beispiel ein sehr gutes Shakshuka oder eine Blue Crab Benedict-Variante. Ok, das ist zugegeben weniger orientalisch aber nichtsdestoweniger sehr lecker. Auch lässt es sich hier im Gegensatz zu manch überfüllten Cafés am Wochenende noch recht entspannt brunchen. Definitiv (noch) ein echter Geheimtipp in Silver Lake!

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Yeastie Boys (Food Truck)

Hier kommen die neuen Bagel-Shooting Stars von LA! Die Yeastie Boys machen mit ihren beiden Food Trucks täglich woanders Station. Oft findet man sie in Silver Lake und Los Feliz. Um zu wissen, wo sich die Trucks an einem Tag genau befinden, folgt Ihr den Yeastie Boys am besten auf Instagram. Dort wird der Zeitplan immer am Vorabend bekannt gegeben. Außerdem werdet Ihr dann auch mit den vielleicht lustigsten/skurrilsten IG-Stories überhaupt versorgt. Schon dafür lohnt sich das Folgen! Aber bei aller Social Media-Brillanz stimmt bei den Yeastie Boys auch das, wofür die Leute regelmäßig vor den Trucks in der Schlange anstehen. Die verschiedenen Bagels und die dazu hausgemachten Schmears (Aufstriche) kommen der Definition von Food Porn schon sehr nahe. Wir würden uns immer wieder für den „Lox Deluxe“ entscheiden. Wie fast überall in LA gibt es aber auch eine vegane Option!

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Scout (Silver Lake)

Wir waren eben ja schon mal kurz bei den kleinen, schönen Cafés. Scout gehört auch in diese Kategorie. Für einen leckeren Cappuccino oder Americano haben wir hier gerne mal reingeschaut. Es gibt auch süßes Gebäck und einige Sandwiches sowie Müsli und Salate (alles auch zum Mitnehmen, was angesichts der wenigen Plätze recht praktisch ist). Wer mehr Hunger mitbringt, kann gleich nebenan im Schwester-Restaurant Sawyer etwas bestellen. Der Kaffee kommt dann auch von Scout, die Bohnen stammen von bekannten Röstern wie Stumptown. Auch das spricht für die Qualität des Scout-Kaffees.

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Blu Jam Café (Melrose & Downtown)

Obwohl wir uns schon lange vorgenommen hatten, einmal im Blu Jam Café zu frühstücken, haben wir uns damit doch ganz schön Zeit gelassen. Das lag auch daran, dass vor dem Café immer eine mehr oder weniger lange Warteschlange zu sehen war. Denn der Ruf des Blu Jam, das nach dem alten Jazz-Club im Keller der Melrose Location benannt ist, geht weit über LA hinaus. Gründer und Chef Kamil Mejer hat 2006 das erste Blu Jam Café eröffnet. Zu der damaligen Zeit war die Idee, ausschließlich auf frische Zutaten und regionale Erzeuger zu setzen, nicht sehr weit verbreitet. Wie wir hören, hat das Blu Jam Café noch nicht mal einen Tiefkühler. Alles wird stattdessen frisch zubereitet und verarbeitet. Man sollte zudem besser nicht in Eile sein, denn auf das Frühstück wartet man hier schon mal eine halbe Stunde. Das Warten lohnt sich. Wir würden aufgrund des großen Andrangs jedoch eher unter der Woche hier frühstücken.

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Manuela (Arts District)

Im Zentrum das wiederbelebten Arts District reiht sich Kunstgalerie an Kunstgalerie. Hauser & Wirth ist eine der bekanntesten. In deren Gebäude befindet sich nicht nur jede Menge Kunst, ein Geschenkeladen und ein schöner Innenhof sondern auch das Restaurant Manuela. Eingebunden in den Gebäudekomplex der Galerie lässt sich hier in einem stilvollen Ambiente großartig essen. Das großzügig gestaltete Restaurant bietet moderne amerikanische Küche und kleine Gerichte zum Teilen. Umsonst erhält der Gast auch noch einen Blick auf reichlich Kunst an den Wänden. Und welches Restaurant hält sich schon Hühner mit einem eigenen Instagram-Account (@chicksofManuela)?

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Kismet (Los Feliz)

Wir sind generell eher vorsichtig, was gehypte Restaurants angeht. Die Enttäuschung folgt oft ziemlich schnell. Auch bei Kismet hatten wir das Gefühl, dass hier manch einer vielleicht zu große Worte gewählt hat. Keine Frage, unser Frühstück war wirklich gut. Das Pita-Brot als Beilage war hausgemacht und wunderbar frisch, das Granola ebenso. Das moderne aber keinesfalls kühl eingerichtete Restaurant bietet Gerichte aus dem Mittleren Osten, die man am besten im Family-Style genießt. Aber dennoch haben wir uns angesichts der Vorschusslorbeeren (James Beard-Nominierung) noch etwas mehr erhofft. Die beiden Kismet-Gründerinnen Sara Kramer und Sarah Hymanson dürften so oder so ihren Weg gehen. Als Teil einer neuen Generation an Restaurant-Besitzern, die auf Nachhaltigkeit und lokale Erzeuger setzen, stehen sie für ein absolut zukunftsweisendes Konzept.

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Here’s Looking at You (Koreatown)

Wenn Ihr nur einen Brunch in Los Angeles macht, dann kommt hierher! Denn Here’s Looking at You (HLAY) hat einfach den besten Brunch der Stadt. Ende Der Geschichte. Und das ist absolut kein Zufall. Denn HLAY-Chef Jonathan Whitener hat schon beim Animal-Restaurant in der Küche gestanden und dort den großartigen Brunch gemanagt. Wer also schon bei Animal war, wird hier gewisse Parallelen bei den Gerichten und deren Zusammenstellung erkennen. Selbst was sich auf der Karte wenig spektakulär liest –wie zum Beispiel ein scheinbar einfacher Tomatensalat – löst eine echte Geschmacksexplosion aus. Der von uns gleich mehrfach besuchte Brunch folgt dem „Sharing is caring!“-Prinzip. Es fehlt uns schwer einzelne Gerichte zu empfehlen, weil alles so sensationell lecker ist. Wir versuchen es dennoch mal mit einer kleinen Rangliste: Auf dieser dürfen das Okonomiyaki, das Green Shakshuka und das verboten leckere Zucchini Brot nicht fehlen. Bagel-Fans bestellen natürlich den Jerusalem Bagel. Auch die Bar im HLAY gehört zu den Besten und Kreativsten von LA (schaut mal in unseren Bar Guide rein). Hinzu kommt, dass Jonathan ein unglaublich sympathischer Typ ist. Er hat eine Schwäche für Streetwear und ein ganz bestimmtes Label. Wer einmal in seinem Restaurant war, wird wissen, was damit gemeint ist.

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Jones (West Hollywood)

Bei Jones handelt es sich um einen Liebling der Bartender und Küchenchefs. Das liegt zum einen an den langen Öffnungszeiten der Küche bis 2 Uhr nachts. Dazu ist das Jones einer dieser Orte, die noch an das „alte“ Los Angeles erinnern. Vieles ist hier übertrieben, kitschig und somit ganz Hollywood. Das Essen und die Drinks sind guter Durchschnitt, doch dieses kleine Defizit macht Jones mit seiner besonderen Atmosphäre und Geschichte weg. Es fällt schwer das kurz und knapp in wenige Worte zu packen. Am besten schaut Ihr hier selbst einmal vorbei, dann werdet Ihr sofort wissen, was damit gemeint ist. Es gibt darüber hinaus so einige Parallelen zum ebenfalls herrlich verkitschten, leicht trashigen HMS Bounty-Restaurant in Koreatown. Doch dazu später mehr!

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Canter’s (Fairfax)

Das hier ist nicht unser erster Los Angeles-Guide. Wer unsere älteren Guides gelesen hat, dem wird dieser Name bekannt vorkommen: Canter’s. Das jüdische Restaurant/Deli/Café in Sichtweit von Supreme und Flight Club ist ganz klar einer unserer absoluten Lieblinge. Geöffnet 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr ist das Canter’s zu jeder Tages- und Nachtzeit für Euch da (Frühstück wird ebenfalls rund um die Uhr serviert)! Hier gibt es echtes Soulfood, große Portionen und die Canter’s typische Gastfreundschaft. Beliebt bei Einheimischen, Promis und Touristen kommen hier alle Generationen zusammen. Das Canter’s ist so wunderbar direkt und ehrlich. Kein Design-Mist, keine Marketing-Labels, nur verdammt gutes Essen! Ein Los Angeles ohne Canter’s können und wollen wir uns nicht vorstellen.

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The Original Pantry Cafe (Downtown)

Wir bleiben noch etwas bei Traditionen und deren Bewahrer. Das Original Pantry Cafe muss man absolut dieser Kategorie zuordnen. Ununterbrochen (!) geöffnet seit den 1920er Jahren hat sich dieser Ort erfolgreich gegen jeden Zeitgeist und gegen jede Modernisierung durchgesetzt. Es handelt sich um ein typisch amerikanisches Diner der alten Schule. Fotos an den Wänden erinnern an die wechselvolle Geschichte des Diners und der Stadt. Man akzeptiert nur Barzahlung und kommt schnell zur Sache. Das Menü ist übersichtlich und das Gegenteil von Low Carb. Einen Berg Pommes und Brot gibt es praktisch zu jedem Gericht dazu. Bereits ab 4 Uhr morgens serviert das Original Pantry Cafe Frühstück. Wer zu gewissen Zeiten am Vormittag vorbeischaut, muss auch schon mal länger auf einen freien Tisch warten. Doch das ist es wert. Schnörkelloser kann amerikanische Diner-Geschichte kaum sein!

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Tsubaki (Echo Park)

Die kulinarische Weltreise, die sich in einer Metropole wie Los Angeles machen lässt, wurde dank des Tsubaki noch ein kleines bisschen aufregender. Das recht neue Restaurant in Echo Park nennt sich ganz bescheiden und schlicht „A Japanese restaurant“. Tatsächlich ist das Tsubaki ein echtes Highlight für alle, die gutes (japanisches) Essen lieben. Das fängt bereits beim Service und der Gastgeberqualitäten von Chefin Courtney an, für die das Tsubaki spürbar ein echtes Herzensprojekt ist. Ihr Mann Charles ist hier der Küchenchef und zusammen sind beide ein fast unschlagbares Team. Für Sake-Liebhaber ist dieser Ort der Himmel auf Erden (gleich nebenan öffnet in diesen Tagen die Sake-Bar des Tsubaki). Egal ob das Sashimi, das Wagyu Tataki, der Tempura-Oktopus oder die gegrillten Lamm-Koteletts, jedes einzelne Gericht hat im Tsubaki die Höchstnote verdient.

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Mustard Seed Cafe (Los Feliz)

So sehr wir Viertel wie Silver Lake und Los Feliz für ihren entspannten kalifornischen „Lifestyle“ schätzen, so sehr lieben wir Orte wie das Mustard Seed Café, in dem vor allem Einheimische anzutreffen sind und in denen die Hektik manch anderer gehypter Cafés ganz weit weg zu sein scheint. Wer beim Frühstück seine Ruhe haben möchte und dennoch nicht auf eine frische Frühstücksauswahl verzichten will, sollte unbedingt hier mal reinschauen. Die Qualität stimmt, das Preis-/ Leistungsverhältnis umso mehr. Ein echter Geheimtipp!

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Mh Zh (Silver Lake)

Gemütlich geht es im Mh Zh zu, was auch an dem winzig kleinen Raum mit gerade einmal 2-3 Tischen liegt. Bei gutem Wetter – Gottseidank ist das in LA fast immer der Fall – kann man auch draußen an einem der kleinen Tische und Holzbänke Platz nehmen. Das Essen schmeckt in beiden Fällen grandios gut. Die israelisch/nahöstliche Küche des Mh Zh hat sich längst in ganz LA herumgesprochen und so sollte man am Abend möglichst frühzeitig dort sein, um lange Wartezeiten zu umgehen. Die angenehm schnörkellose Speisekarte kommt auf einem einfachen Blatt Papier daher. Neben wechselnden Specials gibt es einige Mh Zh-Favoriten wie das cremige Hummus Bling, der Bohneneintopf oder die Grillgerichte (probiert das Lamm). Viel besser geht es kaum! Das Mh Zh ist ein echtes Neighborhood-Juwel.

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Wexler’s Deli (Santa Monica & Century City)

Wo Deli draufsteht, ist Deli drin. Auf diesen einfacher Nenner lässt sich das Angebot des Wexler’s bringen. Man erwartet hier Bagel mit Cream Cheese, geräucherten Fisch, Sandwiches mit Pastrami und Corned Beef. Und genau das soll der Gast auch bekommen. Der Fisch wird bei Wexler’s noch selbst geräuchert und die Qualität des Pastrami muss sich nicht vor der anderer Delis verstecken. Wer lieber Lust auf was Süßes hat, bestellt den Black-and-White-Cookie oder einen Schokoladen-Babka. Und keine Sorge wegen der Kalorien: Wir sind schließlich im Urlaub!

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Norah (West Hollywood)

Auch das Norah in West Hollywood bietet einen Einblick in die moderne kalifornische Küche. Das im Wochenrhythmus wechselnde Abend-Menü erhält am Wochenende Unterstützung von einem nicht weniger empfehlenswerten Brunch, der dank Klassiker wie das Avocado Toast, über Egg Benedict und Granola bis zu Pancakes und French Toast eigentlich kaum Wünsche offen lässt. Einen weiteren Pluspunkt erhält das Norah für seine elegante aber keinesfalls prätentiöse Atmosphäre und Einrichtung. Beides war vielmehr genau nach unserem Geschmack. Allein die Portionen könnten angesichts der doch recht gehobenen Preise etwas größer sein. Aber schließlich befinden wir uns in West Hollywood, was zumindest die Preisgestaltung teilweise erklärt.

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Redbird (Downtown)

Schon lange wollten wir einmal ins Redbird. Das Restaurant von Küchenchef Neal Fraser besitzt einen tadellosen Ruf, dem ihm weit vorauseilt. Bereits die Location ist durchaus beeindruckend. Neben einer gemütlichen Lounge mit Barbetrieb gibt es den eigentlichen Dining Room mit einer zweiten Bar, in dem wir zum Brunch verabredet waren. Beim Blick auf das Menü steht man schnell vor existenziellen Entscheidungen: Nehme ich die Basque Baked Eggs oder doch lieber das Lamb Belly Hash? Sollen es die klassischen Shrimp & Grits sein oder eher die Ricotta Blueberry Pancakes? Morgens um 11 Uhr, wenn man noch auf seinen ersten Kaffee wartet (der Service könnte etwas schneller sein), fällt eine Entscheidung nicht gerade leicht. Vermutlich verlässt hier aber jedes einzelne Gericht nahezu perfekt zubereitet die Küche. Für die ebenfalls viel gelobte Bar des Redbird müssen wir ohnehin noch einmal wiederkommen.

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Doubting Thomas (Historic Filipinotown)

Eigentlich hätten wir ein derart hippes Café eher in Silver Lake oder Berlin-Mitte vermutet, doch mit seiner Lage in Filipinotown überrascht das Doubting Thomas wohl nicht nur uns. Frühstück, Brunch und Lunch sind die Angebote dieses perfekt durchdesignten Cafés, in dem großen Wert auf die Qualität der Röstungen und möglichst naturbelassene Zutaten gelegt wird. Letzteres schmeckt man besonders beim hausgemachten Granola. Das Doubting Thomas beweist außerdem, dass auch ein gutes Shakshuka einfach seine Zeit braucht. Doch das Warten lohnt sich, das können wir Euch versichern! Schneller geht es, wenn man nur einen Coffee-to-go und dazu ein süßes Gebäck bestellt.

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Hatchet Hall (Culver City)

Was Hatchet Hall auszeichnet, klingt zunächst nach einem Widerspruch: Rustic Fine Dining. Chef Brian Dunsmoor, der bereits mit seinem Pop-up-Restaurant „Wolf in Sheep’s Clothing“ und als Küchenchef des „Hart and the Hunter“ im Palihotel auf sich aufmerksam machte, hat es geschafft, diesen Widerspruch aufzulösen. In seiner Küche wird mit alten Techniken, viel offenem Feuer und qualitativ besten Lebensmitteln gearbeitet. Das Ergebnis ist eine amerikanische Küche, die das Vergangene in die Gegenwart holt. „Finding beauty in imperfection“ lautet einer der Leitlinien von Dunsmoor, der mit Hatchet Hall und der angeschlossenen Old Man Bar das ansonsten etwas verschlafene Culver City (West) wirklich bereichert hat. Allein Veganer oder Kalorienzähler dürften vielleicht mit dem recht fleischlastigen (viel Wild) und gehaltvollen Menü ihre Probleme haben.

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Gracias Madre (West Hollywood)

Während vegane Ernährung für viele nur ein gehypter Trend oder Lifestyle ist, bei dem Fleisch durch Fleischersatz ersetzt wird, so lässt sich an vielen Orten in LA das genaue Gegenteil beobachten. Dort wird vegane Küche nicht über Verzicht sondern über ihren Genuss definiert. Das elegante Gracias Madre ist einer dieser Vorreiter des veganen Essens und auch veganer Drinks. Stark beeinflusst von der mexikanischen Küche fällt es manch einem wohl erst hinterher auf, dass er/sie soeben einen veganen Lunch oder ein veganes Dinner hatte. Am besten lässt man das Wort „vegan“ in der Beschreibung des Gracias Madre einfach ganz weg, löst es bei den meisten doch nur falsche Assoziationen aus. Promis wie Beyoncé, so heißt es, seien hier öfters zu Gast. Die Nähe zum mondänen Beverly Hills macht das Gracias Madre dann auch zu einem echten Celebrity-Hotspot (Gossip Modus aus).

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101 Coffee Shop (Hollywood)

Auf den 101 Coffee Shop wurden wir durch eine Episode der Jerry Seinfeld-Serie „Comedians in Cars Getting Coffee“ aufmerksam. Etwas abseits des nicht sehr glamourösen Hollywood „Walk of Fame“ gelegen ist dieser ein klassisches Diner, das fast rund um die Uhr geöffnet hat. Auch sonst kann man sich hier schnell wie Zuhause fühlen, woran nicht zuletzt das Essen seinen Anteil hat. Die gemütlichen Leder-Bänke im klassischen Diner-Style wollten wir nach unserem Frühstück am liebsten gar nicht mehr verlassen. Gutes Essen, große Portionen, so einfach kann es manchmal sein.

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Bavel (Arts District)

Bavel ist ein Phänomen. Es befindet sich derzeit vermutlich auf nahezu jeder Foodie-List über Los Angeles. Entsprechend gut besucht (voller geht es nicht) ist das in einem alten Lagerhaus im Arts District untergebrachte Restaurant. Der Hype um Bavel scheint keine Grenzen zu kennen. Das erklärt sich nicht nur mit dem von der Küche des Nahen Osten inspirierten Essen sondern auch mit der Vita der Bavel-Chefs, die bereits mit dem Bestia eines der Top-Restaurants von LA betreiben. In beiden Fällen sollte man unbedingt frühzeitig (am besten 1 Monat im voraus) reservieren. Wer sich nicht an der immensen Hektik und Lautstärke eines vollbesetzten Restaurants stört, kann hier sein Dinner genießen. Das Hummus ist unglaublich cremig, die Garnelen sind richtig gut gewürzt. Das Highlight im Bavel ist aber sicherlich das Lamm-Shawarma, das praktisch vom Knochen abfällt so zart ist es.

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HMS Bounty (Koreatown)

Der Übergang vom Bavel zum HMS Bounty-Restaurant fällt uns nicht leicht. Wir versuchen es trotzdem. Ähnlich wie das Jones ist auch das kurioserweise mitten in Koreatown gelegene HMS Bounty ein Liebling vieler Küchenchefs und Bartender (danke an Jonathan von HLAY für den Tip). Die absolut trashige Innenausstattung, die sich am besagten Segelschiff orientiert, lenkt aber nur kurz von der bodenständigen Küche ab. Die täglich wechselnden Specials für 12 Dollar bieten ein unschlagbares Preis-/Leistungsverhältnis. Hier gibt es weder fancy Schnickschnack noch läuft man irgendwelchen Trends hinterher. Das HMS Bounty scheint sich vielmehr ein eigenes Paralleluniversum geschaffen zu haben, in dem der Genuss eines guten Steaks oder von knusprig frittierten Fish & Chips alles andere vergessen lässt. Eine Oldschool-Kaschemme mit sehr viel Seele!

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Auch bei unserem zweiten Lieblings-Thema „Food & Drinks“ macht London so schnell niemand etwas vor. Was es hier nicht gibt, muss kulinarisch vermutlich erst noch erfunden werden. Egal ob Street Food auf dem berühmten Brick Lane Market oder die weltbesten Restaurants für das etwas größere Budget, in dieser Stadt wird jeder sein Lieblingsessen oder seinen kulinarischen Lieblingsplatz finden. Und die Londoner Barszene ist vermutlich die beste weltweit – zumindest wenn man uns fragt. Aber lest selbst, was wir Euch in London ans Herz legen!

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Food

Luca (Clerkenwell)

Auch wenn Großbritannien oder zumindest eine knappe Mehrheit bekanntlich die EU verlassen will, so funktioniert die Kombination aus beidem doch zumindest auf dem Teller ziemlich gut. Den Beweis dafür liefert das Luca, in dem italienische bzw. mediterrane Küche mit oftmals britischen Zutaten serviert wird. So kommen viele Meerestiere von den schottischen Küsten oder der Käse aus Nordirland. Alle Pasta-Gerichte sind hausgemacht und ebenso wie die anderen Fisch- und Fleischgerichte ein echter Hochgenuss. Authentisch nach Italien schmeckte uns auch das Tiramisu.

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Grind (Clerkenwell)

Das Grind, von dem es in London gleich mehrere Ableger gibt (u.a. an der Underground-Station Old Street siehe Bild 1), ist praktisch zu jeder Tageszeit ein beliebter Treffpunkt. Am Morgen lockt das Frühstück mit einem klassischen All English Breakfast, verschiedenen Eier-Variationen wie Shakshuka und hausgemachtem Granola. Nach dem Lunch werden ab dem späten Nachmittag diverse Drinks zur Happy Hour (von 17 bis 19 Uhr) serviert. Am Abend ist das stylische Grind auch ein gefragter Date Spot und entsprechend gut besucht.

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Frog Hoxton (Hoxton Square)

Das Frog am Hoxton Square ist das zweite Restaurant von Küchenchef Adam Handling, dem wir auch ein eigenes Portrait gewidmet haben. Adam ist derzeit einer der erfolgreichsten Jungköche auf der Insel und ein echter Macher, dabei aber sehr sympathisch und gelassen. Seine Zero-Waste-Philosophie ist ebenso wie seine Vorliebe für Street Art und Kunst im Allgemeinen auch im Frog überall erkennbar. In einer sehr entspannten Atmosphäre serviert sein Team hier einen kulinarischen Volltreffer nach dem nächsten. Die Chicken Butter mit dem Brot müsst Ihr probieren, gleiches gilt den Schweinebauch und die Beef-Gerichte (sorry an alle Vegetarier). Und am Ende solltet Ihr Euch auf ein sündhaft leckeres Dessert vorbereiten. Hinzu kommt, dass das Preis-/Leistungsverhältnis selbst für Londoner Verhältnisse absolut fair und angemessen ist. Unser neues Lieblings-Restaurant!

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Frog by Adam Handling (Covent Garden)

Natürlich darf auch Adam Handlings zweites Restaurant in diesem Guide keinesfalls fehlen. Das „Frog by Adam Handling“ ist sein neues Aushängeschild und in den Gerichten noch kreativer als das am Hoxton Square. Es ist ein Ort für besondere Anlässe oder ein ganz besonderes Dinner. Ihr solltet Euch unbedingt für einen der Plätze an der offenen Küche (Counter Sets) entscheiden und frühzeitig reservieren. Denn das Restaurant ist gerade am Wochenende schon mal Monate im voraus ausgebucht. Neben Á la Carte-Gerichten wird auch ein 5-gängiges Tasting Menu und Adams persönliches Lieblingsmenü in 9 Gängen angeboten. Essen, Service, Atmosphäre – hier stimmte einfach alles.

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Hide (Mayfair)

Das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Hide ist eigentlich eine dreifache Überraschung. Hinter der von außen unscheinbaren Holztüre verbergen sich gleich drei verschiedene Gastro-Konzepte. Während im Obergeschoss ein Fine Dining-Erlebnis mit Blick auf den Green Park geboten wird, werden in dem ebenfalls sehr stylischen und doch sehr gemütlichen Erdgeschoss sowohl Frühstück als auch Lunch und Afternoon Tea zelebriert. Man setzt auf regionale Zutaten und einen ausgezeichneten Service. Auch hier bestimmt viel Holz den Look des Restaurants. Der absolute Hingucker des Hide ist sicherlich die gewaltige, in Spanien angefertigte Holztreppe im Eingangsbereich. Im Keller versteckt sich schließlich eine Bar, für die wir aber noch einmal nach London zurückkehren müssen.

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Dirty Bones (Soho)

Inzwischen gibt es fünf Dirty Bones-Restaurants in London. Nach der Eröffnung des ersten Restaurants in Kensington kamen schnell weitere hinzu. Wir besuchten das in Soho, bei dem die 90er-Jahre von den Wänden grüßten und wir uns auch deshalb gleich wie zuhause fühlten. Das Essen ist nichts für Kalorienzähler oder Gesundheitsfanatiker. Geboten wird stattdessen amerikanisches Bar-Food, kalorienreich, fettig und leider auch äußerst lecker. „A little naughty“ sei das Essen, gibt Dirty Bones selber zu. Diese Umschreibung trifft es ganz gut. Am Wochenende bietet das Dirty Bones auch einen Brunch.

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Portland (Fitzrovia)

Moderne britische Küche aus den besten Zutaten serviert das Portland, was dem Restaurant unlängst einen Michelin Stern einbrachte. Absolut zu Recht, meinen wir. Empfehlen können wir den Lunch (35 Pfund für 3 Gänge) oder das Tasting Menu am Abend (für 65 Pfund). Wie nicht anders zu erwarten, ist der hier gebotene Standard absolut erstklassig. Weinkenner dürften das Portland ebenso glücklich verlassen. Vor allem am Abend empfiehlt sich eine rechtzeitige Reservierung, denn das Restaurant ist leider längst kein Geheimtipp mehr.

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Clipstone (Fitzrovia)

Mehr als nur eine Alternative zum Portland ist dessen Schwester-Restaurant Clipstone, das nur wenige Straßen weiter auf seine Gäste wartet. Man versteht sich als modernes Bistro mit einer kreativen Karte. Es geht noch etwas lockerer als im Portland zu und die Menü-Preise sind etwas günstiger (3-Gänge-Menü für 26 Pfund). Ansonsten kann sowohl das Essen als auch der Service absolut mit der Verwandtschaft mithalten. Auf die Auszeichnung als „Restaurant of the Year 2017“ durch das GQ Magazine ist man zurecht stolz.

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The Breakfast Club (Hoxton Square, Soho)

„Today is going to be good day…“ Mit diesem Satz wird man im Breakfast Club begrüßt und man glaubt ihn sofort. Denn wer hier frühstückt, hat danach garantiert gute Laune und einen vollen Magen. Amerikanische wie englische Frühstücks-Klassiker bietet die Karte des Breakfast Club, dessen Filiale am Hoxton Square deutlich weniger überlaufen ist. Zumindest war das bislang unsere Erfahrung. Ganz im Diner-Style bekommt man hier auch seinen Kaffee unendlich nachgeschüttet.

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Beigel Bake (Shoreditch)

Eigentlich hassen wir es, irgendetwas mit dem überstrapazierten Wort „Kult“ zu umschreiben. In diesem Fall trifft es aber die Sache sehr genau. Denn Beigel Bake sind Kult, Ende der Diskussion. Die Beigel-Bäcker von der Brick Lane gehören in diesen Stadtteil mehr als jedes Hipster-Café. Vor allem nachts wird das Beigel Bake zum Treffpunkt für Party-People, Nachtschwärmer und – nun ja – Hipster. Ihr Cream Cheese Bagel mit Lachs ist unschlagbar. Ohne mindestens einen Besuch dieser liebenswert schrulligen Bäckerei wäre für uns kein London-Trip komplett. Gewisse Traditionen müssen einfach sein!

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Dishoom (u.a. Shoreditch, Soho, Carnaby)

Bleiben wir noch kurz bei Traditionen. Auch ein Frühstück im Dishoom mit den verboten leckeren Naan Rolls und dem „The Big Bombay“-Frühstück gehört für uns dazu. Dabei bietet das von der britischen Kolonialzeit in Indien geprägte Restaurant natürlich zu jeder Tageszeit ein (Überraschung!) von der indischen Küche inspiriertes Menü. Der Schärfegrad ist jedoch eher auf westliche Gäste abgestimmt. Wir lieben die ganz besondere Atmosphäre der Dishoom-Restaurants, wobei das in Shoreditch unser liebstes es.

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Nopi (Soho)

Das zu den bekannten Ottolenghi-Restaurants gehörende Nopi bietet eine moderne, leicht mediterrane Küche mit frischen Zutaten. Viele der Gerichte sind dazu gedacht, mit allen am Tisch geteilt zu werden. Gegrillter Fisch, eine große Auswahl an vegetarischen Speisen und raffinierte Fleischgerichte stehen bei Lunch und Dinner zur Auswahl. Natürlich kann man hier auch frühstücken. Die Auswahl reicht von French Toast bis Shakshuka, von herzhaft bis sehr süß.

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Dean Street Townhouse (Soho)

Im noblen Dean Street Townhouse lässt sich nicht nur stilvoll übernachten sondern auch im Restaurant auf traditionelle englische Art speisen. Unser kleiner Erfahrungsbericht bezieht sich nur auf das Frühstück, bei dem unsere Wahl natürlich auf den Klassiker aus Baked Beans, Wurst, Blood Pudding, Speck, Champignons und pochierten Eiern fiel. In einem solchen Ambiente gehört einfach das „Full English Breakfast“ auf den Tisch. Und so gut wie hier bekommt man es nur ganz selten serviert.

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Albion (Shoreditch)

Das Albion im luxuriösen und überaus stylischen Boundary Hotel (eine absolute Empfehlung auch dafür) ist von morgens bis abends fast immer gut besucht und das nicht ohne Grund. Morgens kann man hier gut frühstücken, am Mittag den Lunch genießen und später den Tag bei einem Drink ausklingen lassen. Die Küche interpretiert britische Klassiker mit zumeist saisonalen und regionalen Zutaten. Auch die täglich wechselnden Pies erfreuen sich im Albion großer Beliebtheit. Das Brot, das hier auf den Tisch kommt, wird zudem im eigenen Haus frisch zubereitet.

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Lyle’s (Shoreditch)

Kaum ein anderes Restaurant in London versteht sich auf einen derart perfekten Minimalismus wie das Lyle’s. Das fängt bereits bei der Innenarchitektur an. Als Dinner bekommt der Gast dann ein täglich anderes 4-Gang-Menü serviert (Kostenpunkt: 59 Pfund), die Auswahl wird ihm von der Küche abgenommen. Was sich laut Karte noch recht nüchtern liest, entwickelt später am Tisch seine volle Magie. Vollkommen zu Recht zählt das Lyle’s daher schon seit mehreren Jahren zu den 100 weltbesten Restaurants (und dafür ist es auch nicht überteuert).

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Herman Ze German (Soho)

Selbst ohne Aleman-Bonus würden wir in dieser Aufzählung nicht auf das Herman Ze German verzichten. Die Currywurst und die anderen fettigen Spezialitäten des deutschen Wurst-Braters haben schließlich auch unter Londonern viele treue Fans. Und wenn das Deutschsein dann noch mit einem Augenzwinkern kommentiert wird, macht uns das den Herman und seine Wurst umso sympathischer. Selbstverständlich konnte uns hier auch der Geschmack überzeugen. Ansonsten würden wir Euch diese Kult-Bude nicht ans Herz legen.

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Drinks & Coffee

London ist die Bar-Hauptstadt der Welt – zumindest für uns. Nirgendwo sonst haben wir bislang so viele großartige und vor allem unterschiedliche Bars besuchen dürfen. Auch wer lieber in ein gutes Café geht, muss in London nicht wirklich lange suchen. Es folgt eine Auswahl unserer ganz persönlichen Lieblinge, die wir in der Zukunft regelmäßig erweitern und aktualisieren wollen.

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Attendant (Fitzrovia, Shoreditch)

Auch wenn jedes Attendant-Café anders aussieht, manches ist dennoch immer gleich: Die Qualität des Kaffees, die hohe Kunst des Röstens und das Gefühl, als Gast immer willkommen zu sein. Attendant legen großen Wert auf nachhaltiges Wirtschaften und faire Arbeitsbedingungen. Auch für ihre Bohnen zahlen sie einen höheren Preis. Das schmeckt man. Ein Highlight ist das im viktorianischen Stil gehaltene Underground(!)-Café in Fitzrovia, das einst als Toilette diente. Doch keine Sorge: Das ist lange her!

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Monocle Café (Marylebone)

Das gleichnamige Magazin betreibt im mondänen Marlyebone in unmittelbarer des eigenen Shops zugleich ein stets gut besuchtes Café, in dem man auch diverse Backwaren und Snacks bekommt. Natürlich kann man hier auch in den verschiedenen Monocle-Publikationen blättern während man seinen Kaffee genießt. Für uns ist das Monocle immer ein willkommener Zwischenstopp bei einem Rundgang durch das Viertel.

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Bar Termini (Soho)

Die von außen recht unscheinbare Bar Termini ist schon ein Phänomen. Irgendwie wirkt sie mit ihrem original italienischen Flair zunächst etwas deplatziert im hippen Soho. Dabei ist die Espresso-Bar selbst längst eine Londoner Institution, die nicht nur für ihren großartigen Espresso bekannt ist sondern zugleich und noch viel mehr für ihre Drinks. Vergleichbar dem Café Dante in New York hat sie sich auch als Cocktail-/Aperitif-Bar einen Ausnahmestatus erarbeitet. Auch ein Besuch der weniger bekannten Schwester-Bar 69 Colebrooke Row in Islington lohnt sich, wenn man klassische Drinks schätzt.

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Boundary Rooftop Bar (Shoreditch)

Bei einem Drink den Sonnenuntergang über East London genießen? Das kann man auf der Dachterrasse des Boundary Hotels in Shoreditch, die auch Nicht-Hotelgäste nutzen können. Gelegentlich muss man sich hier jedoch auf Wartezeiten einstellen – vor allem zu den beliebten Sundowner-Zeiten im Sommer. Entschädigt wird man dann aber mit einem erfrischenden Drink und einer tollen Aussicht. Später zieht man dann am besten weiter in eines der guten Restaurants in Shoreditch (siehe oben).

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The Borough Barista (Marble Arch)

Wir lieben Cafés und ganz allgemein Orte, an denen man wirklich zu Ruhe kommen kann. Das Borough Barista, nur einen Steinwurf vom Trubel am Marble Arch und den großen Shopping-Straßen Londons, ist ein solcher Ort. Dass hier außerdem frisch geröstete Kaffee-Spezialitäten auf den Gast warten, macht das Café nicht unsympathischer – ganz im Gegenteil. Am Nachmittag erhält man dann auch schon mal ein Croissant von den Angestellten geschenkt.

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Bean & Wheat (Hoxton Square)

Das Bean & Wheat ist ein weiteres Projekt des viel beschäftigen Adam Handling. Gelegen auf der Rückseite seines neuen Restaurants am Hoxton Square steht es für seine „Zero Waste“-Philosophie. Die hier angebotenen Pastrys und Backwaren sind das Ergebnis einer kreativen Resteverwertung des Restaurants. Ziel soll es sein, Abfall möglichst zu vermeiden und gute Zutaten nicht achtlos wegzuschmeißen. Eine andere Besonderheit des Bean & Wheat ist die mit viel Liebe zusammengestellte Ausfall aus über 100 Biersorten. Homer Simpson würde es freuen!

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The Blind Pig (Soho)

Über dem mit einem Michelin Stern ausgezeichneten Restaurant des Social Eating House (eine Reservierung ist hier absolut notwendig) liegt die Speakeasy Bar The Blind Pig, an die von außen nur eine unscheinbare Holztüre mit einem Schweinekopf (oink oink) erinnert. Drinnen geht es dann richtig gemütlich zu. Gedimmtes Licht, viel Holz, und Kupfer bestimmen den Look der vergleichsweise kleinen Bar. Ein echtes Highlight ist die nach verschiedenen Kinderbuchklassikern gestaltete Cocktail-Karte und deren Drinks. Darauf finden sich so fantasievolle Kreationen wie Winnie Poohs „Honey Pot“ oder Bilbo Baggins’ „Shire Brew“.

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Swift (Soho)

Gegenüber der bereits erwähnten Bar Termini liegt die Swift Bar, die sich streng genommen in zwei Barbereiche aufteilt. Für den im Untergeschoss empfiehlt sich eine Reservierung. Der andere Teil ist dagegen mehr für Laufkundschaft und einen schnellen Drink/Aperitif ausgelegt. Aber auch diese haben es in sich und können qualitativ mit den Drinks in anderen Londoner Top-Bars absolut mithalten. Nicht zufällig hat es das Swift schon mehrfach unter die besten „50 besten Bars der Welt“ geschafft.

Iron Stag (Hoxton Square)

Manch einer mag beim Wort „Whisky Bar“ zunächst zurückschrecken. Dabei beweist das Iron Stag, das die Spirituose in jede gute Bar gehört und auch für Nicht-Whisky-Trinker durchaus zugänglich gemacht werden kann. Seit diesem Sommer bietet die neue Bar von Adam Handling allen Whisky-Freunden und solchen, die es werden wollen, ein neues sehr gemütliches/stylisches Zuhause. Genau so muss für uns eine gute Bar aussehen. Die Bartender beraten jeden Gast und gehen auf seine Wünsche ein. Freitags und Samstags sorgt dazu noch Live-Jazz für Unterhaltung und die richtige Atmosphäre, an der es aber auch ansonsten im Iron Stag nicht fehlt.

Happiness Forgets (Hoxton Square)

Praktisch in Sichtweite des Iron Stag liegt das Happiness Forgets. Die etwas versteckte Kellerbar bietet unprätentiöse Barkunst auf allerhöchstem Niveau. Dabei gefällt uns vor allem die Low-Key-Atmosphäre des Happiness Forgets, in dem die Drinks sowie der Gast und nicht die Show im Mittelpunkt steht. Den Glamour überlässt man ganz bewusst anderen. Noch nicht getestet haben wir bislang die neue Schwester-Bar Original Sin etwas außerhalb in Stoke Newington. Wir werden versuchen, dies schnellstmöglich nachzuholen.

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Oriole (Smithfield Market)

Es ist Zeit für ein Geständnis: Wir sind verliebt! Unsere Liebe gilt der Oriole Bar, die den Gast in den Hallen des Smithfield Market auf eine koloniale Cocktail-Weltreise mitnimmt. Regelmäßig wird das Oriole unter die besten Bars der Welt gewählt. Für uns ist sie die Nummer 1 in London. Wir lieben den besonderen Vibe der Bar, vor allem am Wochenende, wenn die Jazz-Band spielt und man sich in eine andere Welt hineinträumen kann. Aber nicht nur dann empfiehlt sich hier eine Reservierung. Den erstklassigen, kreativen Drinks des Oriole-Barteams aus zum Teil recht exotischen Zutaten macht im Geschmack und in der Präsentation so schnell keine andere Bar etwas vor.

Nightjar (Shoreditch)

Wenn das Oriole-Team noch eine zweite Bar aufmacht, dann gibt es an deren Erfolg eigentlich keine Zweifel. Tatsächlich gehört das Nightjar längst zu den besten Adressen der Stadt und das will in London mit seiner Dichte an großartigen Bars wahrlich etwas heißen. Hinter einer unscheinbaren Tür steigt man in die Keller-Räumlichkeiten, in denen sich das Nightjar „versteckt“. Man versteht sich als Old-School-Bar. Es werden alte Drinks neu aufgelegt, vergessene Rezepte wiederbelebt und fantasiereiche Eigenkrationen gemixt. Wer das nötige Kleingeld besitzt, kann hier auch aus einer Vielzahl an Vintage-Spirituosen wählen. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich auch die verschiededenen Punches, die man sich mit mehreren Personen teilen kann. Regelmäßige Live-Performances aus den Bereichen Swing, Jazz und Blues sorgen für eine unverwechselbare Bar-Atmosphäre. Gerade am Freitag und Samstag Abend sollte man sich jedoch ohne Reservierung auf längere Wartezeiten einstellen (wir sprechen aus eigener Erfahrung).

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Eve Bar (Covent Garden)

Und wieder sind wir bei Adam Handling. Seine zweite Bar liegt in Covent Garden gleich neben seinem Flagship-Restaurant. Von der eher klassischen Bar-Atmosphäre des Iron Stag unterscheidet sich die geheimnisvoll dunkle Eve Bar deutlich. Es ist der perfekte Ort für ein Date oder einen romantischen Abend mit ausgezeichneten Cocktails (Empfehlung für „Adam’s Apples“). „Resist Everything except Temptation“ leuchtet als Schriftzug bereits über dem Eingang und tatsächlich lauert die Versuchung hier an jeder Ecke. Bei dieser Vertreibung aus dem Paradies sind wir immer wieder gerne zu Gast.

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The Gibson (Clerkenwell)

Eine Zeitreise in das London um 1900 erlebt man im The Gibson. Die kleine, gemütliche Bar mit ihrer schönen alten Fassade ist das neue Baby des früheren Nightjar-Managers und Mixologen Marian Beke. Dieser schuf hier ein wahres Refugium für Cocktail-Liebhaber. Vor allem Gin-Fans kommen im Gibson auf ihre Kosten. Bereits der gleichnamige Signature Drink serviert im klassischen Martini-Glas beweist die hohe Cocktail-Kunst dieser Bar, deren Menü nach Monaten und Jahreszeiten aufgefächert ist (die Auswahl kann einen zunächst erschlagen, am besten lässt man sich beraten). Zu den einzelnen Drinks wird eingelegtes Obst oder Gemüse serviert, eine weitere Besonderheit des Gibson.

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In our latest issue of „Sneakerzimmer meets“, we packed our bags and traveled to London. It’s a place where we immediately realize how small and sometimes boring Cologne could be (no offense, as we’ve lived nearly all our lives in Cologne, so we can appoint ourselves as judges). London, like New York or Tokyo, simply plays in the Champions League of all good things in life: fashion, music, style, bar culture and of course, fine dining. That’s one of the reasons why the city never gets boring. Every time we discover something new, unexpected or completely freaky and we meet people that stand their ground successfully in this intensely competitive environment. So may we introduce Adam Handling?

If you live outside of the UK or if you’re not familiar with London’s culinary scene, you might have some questions now. Adam is one of the most ambitious and successful young chefs of the whole UK. At the age of 30, he already operates two restaurants, two bars and one café. In a few months, he will open his third restaurant in the Chelsea area (the hotel/restaurant will be partially located in Oscar Wilde’s old residence). Adam’s background is nothing short of impressive. He became the youngest head chef ever at the famous Fairmont St. Andrews luxury hotel in Scotland. You better don’t google the hotel rates for this venue. Adam has been awarded „Scottish Chef of the Year“ and won the „Food and Travel Reader Awards“ for its first own restaurant. The success of Adam’s Frog E1 restaurant in Shoreditch opened simultaneously new doors. After finding investors for an ambitious business plan, Adam’s main workplace was relocated to Covent Garden, where he operates the flagship restaurant Frog by Adam Handling on Southampton Street.

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We will come back later to that place close to culinary heaven but in the meantime we meet Adam at its second venue near Hoxton square in Shoreditch. Since this summer, Frog Hoxton offers Adam’s refined cooking techniques in a casual and yet very stylish environment. The latter is attributed to the graffiti-covered walls and provocative street art. Despite a very tight schedule and numerous duties, we meet a chef that seems relaxed and stress-relieved. Just the same impression we got the other night, when we watched Adam directing the kitchen crew of his Covent Garden restaurant. Adam already knows that we can’t say no to a good drink so he invites us to his bar next door. Iron Stag is a whisky bar with a modern twist. Especially women are sometimes afraid of whisky or whisky-based drinks, as told by Adam. So he and his bar team wanted to make the spirit more approachable, resulting in various creative whisky cocktails and a cozy bar interior appealing to both sexes.

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We completely understand this philosophy, which is implemented in every detail of Iron Stag’s speakeasy vibes. Hence, the dimly lit bar already owns our hearts. Live jazz music on Friday and Saturday nights is another plus. If Iron Stag would be a movie, it’s definitely a feel good movie for adults. Being a fan of designer and director Tom Ford, Adam has created a place for „Nocturnal Animals“. „I love good food, drinks and expensive shoes.“, he admits. Wearing sublime leather shoes by Ermenegildo Zegna might be a proof for his statementthe latter. „I have more shoes than my misses“ Adam adds with a big grin. He doesn’t know how many pairs are in his closet, but neither do we. His bias for bold art might also reflect his easy going and creative personality. Influenced by Japanese cuisine, he established a modern cooking style that blends the world of fine dining with a more casual setting. You don’t dress to impress at an Adam joint, but of course you feel free to do so as we noticed ourselves.

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It’s the eclectic mix of fine food, great drinks, modern design and art that distinguishes Adam’s restaurants from its peers. Also the word „sustainability“, which sadly becomes an empty phrase nowadays, is filled with substance thanks to Adam’s progressive understanding of entrepreneurship. Bean & Wheat is a zero-waste café on the back side of his Hoxton restaurant. The aim was to use all of The Frog’s food waste for their baked goods. Other than that, Adam wanted to establish a new coffee spot, where you can sip your coffee in a nice atmosphere. We can confirm that this aspiring concept works. Take their cappuccino for example – nothing short of perfect indeed. In addition, Bean & Wheat offers a wide selection of beers (officially there are more than 200 different beers). The ones on tap are made inhouse by the chefs Stephen and Johnny. Kudos to those guys!

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After having dinner at Frog Hoxton, where you should order the bread with the chicken butter, the fried brussel sprouts, the pork belly and the deliciously cooked venison (not to forget all the desserts), Adam invited us to Covent Garden the next evening. His flagship restaurant is a place for a special occasion or just a great dinner perhaps once or twice a year. As most of the tables are fully booked many months in advance, it’s quite a challenge to see Adam and his team preparing delicious courses one after another in the open kitchen. We recommend the seats at the counter. The restaurant’s elaborate design is another winner, especially the idea to group all tables towards the kitchen, so every guest can experience the dedicated work of the highly engaged Frog crew. Besides ordering some dishes from the Á la carte menu, you can choose from a 5-course tasting menu or simply go with Adam’s personal favourites. Either way you won’t be disappointed! When doing a Lamb Wellington wrapped in Haggis, Adam pays homage to his Scottish roots. Despite combining culinary influences from all over the world, he hasn’t forgotten where he came from.

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The same warmth and hospitality applies to Adam’s last project. The Eve Bar is a sexy and also a little mysterious cocktail bar next to the Frog restaurant. Situated in a dark basement with multi-coloured church windows (what a nice design feature), it’s pretty close to the perfect date spot. And of course the skilled bartenders make you a drink that matches those of London’s other top bars. If you’re into fruity cocktails, just order an „Adam’s Apple“ and be happy. We can’t wait to see what idea/project Adam will tackle next. When you’re in London, make sure to check at least of one his restaurants or bars. We’re pretty sure: This frog is aiming for its next big leap!

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Wir könnten es uns mit London einfach machen und kurz und knapp schreiben: Was es hier nicht gibt, gibt es auch woanders vermutlich nicht. Denn in London sind praktisch alle großen Brands, Stores und Designer mit eigenen Shops vertreten. Daneben ist die Stadt aber auch für unabhängige Labels und kleinere Stores ein ziemlich spannender „Tummelplatz“. Und auf diesen entführen wir Euch nun in unserem neuen Shopping & Store Guide zu London. Haltet lieber Eure Kreditkarten fest! Der Trip an die Themse könnte nämlich ein ziemlich teures Vergnügen werden.

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Sneakersnstuff (Shoreditch)

Kaum eine Metropole kommt inzwischen ohne einen Ableger unser schwedischen Freunde von Sneakersnstuff aus. Dabei war London seinerzeit die erste Stadt außerhalb Schwedens, in der Erik und Peter von SNS einen eigenen Store eröffneten. Gefühlt scheint das eine Ewigkeit her. Ansonsten muss man weder SNS noch das, was einen dort erwartet, noch näher vorstellen. Praktisch alle aktuellen Sneaker-Releases sind hier zu finden – die meisten Hype-Drops werden natürlich über Raffles vergeben. Der Store in Shoreditch erhielt jüngst erst ein hübsches Makeover ohne dabei den typischen SNS-Charme zu verlieren.

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Goodhood (Shoreditch)

Für uns sind Goodhood so etwas wie die kleine, streetwear-taugliche Version von Colette oder Dover Street Market. So gibt es auf den beiden Etagen des ziemlich gemütlich eingerichteten Shops nicht nur Streetwear, Sneakers und andere Accessoires. Auch wer schönes Home Design und Interior schätzt, kann hier recht schnell sein London-Budget dezimieren. Bücher, Düfte und jede Menge stylischer Krimskrams runden das breit gefächerte Goodhood-Sortiment ab.

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Fred Perry (Shoreditch)

Gibt es etwas urbritischeres als ein Fred Perry (Polo) Shirt? Eine zugegeben ziemlich rhetorische Frage, denn die Marke ist so britisch wie kaum eine andere. Und wie kaum eine andere ist sie seut Jahrzehnten in vielen Subkulturen und Moden zu finden. Der kleine, gut sortierte Store in Shoreditch ist auch deshalb für uns immer einen Besuch wert. Dabei war unsere Suche nach dem letzten Raf Simons x Fred Perry-Polo leider erfolglos.

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NikeLab 1948 (Shoreditch)

Wo ein NikeLab steht, da kann man fest davon ausgehen, dass dort auch Trends gesetzt werden. London ist definitiv eine Metropole, die einer solchen Vorgabe im Sneaker-Bereich gerecht wird. Derzeit befindet sich die alte NikeLab-Location in Shoreditch jedoch im Umbau. Eine Wiedereröffnung dürfte schon bald erfolgen. Wir werden Euch an dieser Stelle auf dem Laufenden halten! Die meisten NikeLab-Releases sind indes auch bei Sneakersnstuff in unmittelbarer Nachbarschaft erhältlich.

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Footpatrol (Soho)

Was wäre die Londoner Sneaker Community ohne Footpatrol? Der Laden in der Berwick Street ist fester Bestandteil der britischen Sneakerszene und aus dieser wie nur wenige andere Shops kaum mehr wegzudenken. Wen stört es da, dass hinter Footpatrol mit den deutlich kommerzielleren size?-Stores ein Sneaker-Gigant steht? Ihren Ruf haben sich Footpatrol nicht zuletzt durch ihre kontinuierlich gute Arbeit und viele Collabs erarbeitet. Seit kurzem erstrahlt der Store zudem in einem neuen, ziemlich cleanen Design, das uns auf Anhieb sehr gut gefiel.

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END. (Soho)

Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit bis der Luxus-Retailer END. auch in London der Konkurrenz das Fürchten lernt. Online ist man ohnehin schon lange ein echtes Powerhouse. Nach den beiden Stores in Newcastle und Glasgow findet man das gewaltige END-Sortiment an Streetwear, Fashion und Luxus-Marken nun auch in Londons Streetwear-Hotspot. Auf zwei Etagen präsentiert man seiner zahlungskräftigen Kundschaft Labels von A wie A.P.C. bis Z wie Zespa (und natürlich alles dazwischen). Optisch ist der Store schon ein echter Genuss. Viel Marmor und Glas bilden den stilvollen Rahmen für die Präsentation der zumeist teuren Ware.

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Maharishi (Soho)

Wer das Wort „Maharishi“ googelt, lernt, dass so in Indien hohe geistliche Würdenträger bezeichnet werden. Das soll uns an dieser Stelle aber nur am Rande beschäftigen. Der Londoner Maharishi-Flagshipstore widmet sich nämlich ganz den Kollektionen des britischen Labels. Seit nunmehr über zwei Jahrzehnten hat sich dieses in der Streetwear-Szene fest etabliert. Die Maharishi-Kollektionen sind meist militärisch inspiriert, spielen mit dem gerade in den letzten Jahren beliebten Techwear-Look und bieten darüber hinaus eine überdurchschnittliche Qualität. Inmitten eines oftmals stressigen Shopping-Wahnsinns ist der stillvoll eingerichtete Store mit seinen asiatischen Vibes für uns immer ein willkommener Ort, um etwas Ruhe zu finden.

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Acne Studios (Mayfair)

Wir haben uns schon mehrfach als Fans von Acne geoutet. Die eleganten, skandinavisch-schlichten Designs des Labels treffen immer wieder genau unseren Geschmack. Natürlich sind Acne nur bedingt etwas für Schnäppchenjäger, wobei gerade im Sale schon mal ein Schnapper zu machen ist. In der noblen Dover Street befindet sich einer der beiden Londoner Acne-Stores. Auch hier wird die stilvolle Mode der Schweden mit großer Hingabe zelebriert. Wir können vor allem die Accessoires und die Denim-Stücke empfehlen.

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adidas Originals Flagship (Soho)

Fast scheint es, als wolle sich der Londoner Flagshipstore von adidas Originals in einer kleinen Seitenstraße verstecken. Dabei gibt es hier die jeweils aktuellen Kollektionen und Releases der drei Streifen. Ab und an kommen in den Store auch besondere London-Modelle wie zuletzt die drei Modelle des „Oyster Club Packs“, die in Zusammenarbeit mit dem Londoner Verkehrsverbund TfL entstanden. Entgegen anders lautender Gerüchte kann man den Store durchaus auch in Nike-Sneakers betreten.

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Foot Locker Flagship (Marble Arch/Mayfair)

Seit diesem Sommer besitzt Foot Locker am Marble Arch einen sehr repräsentativen und großzügig eingerichtet Flagship-Store, der seinem Namen wirklich alle Ehre macht. Hier bekommt Ihr so ziemlich alle „Foot Locker exclusives“ und darüber hinaus die meisten gängigen Sneaker-Releases von adidas über Fila, Asics, Reebok, Jordan und natürlich Nike. Wer die dazu passende Apparel sucht, ist hier ebenso an der richtigen Adresse. Nicht zufällig sind Foot Locker eine der Dinos der Sneakerszene. Anders als besagte Dinosaurier ist man jedoch nicht vom Aussterben bedroht – ganz im Gegenteil!

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Oi Polloi (Soho)

Fest verankert in der britischen Mode-(Sub-)Kultur sind definitiv auch Oi Polloi. Bereits der Name ist eine Referenz an die wilden 80er im britischen Königreich. Heute verkaufen Oi Polloi zeitgemäße Streetwear-Mode für Männer (und nicht für Hypekids). Labels wie Clarks, Vans, Edwin, Lacoste, New Balance, Dockers, Patagonia und Burlington definieren die Ausrichtung des Sortiments. Qualität geht hier ganz eindeutig vor Hype und schon dafür muss man Oi Polloi wirklich dankbar sein.

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Supreme (Soho)

Nothing to see here.

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Dover Street Market (Piccadilly Circus)

Nachdem sich Colette von dieser Welt verabschiedet haben, sind Dover Street Market unsere unangefochtene Nummer 1 im Bereich Fashion und moderner Streetwear. Dazu kommt, dass jeder der einzelnen DSM-Standorte auch in Bezug auf Architektur und Design neue Maßstäbe im Retail-Segment setzt. Einkaufen wird hier tatsächlich noch zu einem Erlebnis. Daran hat auch der Umzug an den deutlich größeren Standort unweit des Piccadilly Circus nichts geändert. DSM sind und bleiben das Maß aller Dinge. Das legen wir jetzt einfach mal so fest.

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size? (Soho, mehrere Locations)

In bester Lage auf der berühmten Carnaby Street warten size? auf Euch. Als es vor vielen Jahren noch keinen size?-Store in Deutschlang gab, schauten wir hier zugegeben noch öfters rein. Überraschendes sollte man besser nicht erwarten. size? sind ein Sneaker-Filialist, der ebenso wie Foot Locker und Offspring auf die breite Masse und den Teilzeit-Sneakerhead setzt. Anders ließe sich ein solches Unternehmen auch kaum wirtschaftlich betreiben. Für die gelegentlich durchaus interessanten „size? exclusives“ lohnt aber der Besuch in einem der Londoner Stores.

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Palace Skateboards (Soho)

Zwar spielen Palace noch nicht ganz in den Regionen von Supreme, doch viel fehlt nicht mehr, um mit den amerikanischen Hype-Göttern gleichzuziehen. Das Publikum ist in beiden Stores ohnehin zu 99% identisch und so muss man meist in einer Schlange auf Einlass warten (da hört der Spaß für uns schon auf). Wir sind eher ein Fan der Thames-Kollektionen, müssen aber dennoch zugeben, dass vor allem die ironischen adidas-Collabs uns immer wieder ziemlich gut gefallen. Werbung oder Publicity benötigen Palace ohnehin keine mehr. Immerhin sind die Mitarbeiter deutlich freundlicher und umgänglicher als bei der arroganten Konkurrenz.

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Stüssy (Soho)

Es wurde auch langsam Zeit, dass Stüssy endlich ihren eigenen Store in London eröffnen. Seit August findet man die Kollektionen der Kalifornier in ihrem Chapter Store in Soho, der außerdem einige besondere London-Drops und Specials führt. Zur Eröffnung gab es bereits Collabs mit Aries Aries und Gimme5. Mögen uns die echten Skater verzeihen, dass auch wir als Nicht-Skater die eine oder andere Stüssy-Klamotte besitzen. Aber das mit der Street Credibility wird sowieso wahnsinnig überschätzt. Am Ende sind auch Stüssy ein Wirtschaftsunternehmen, das einen ganz bestimmten Lifestyle verkauft.

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Patta (Soho)

Wir haben lange überlegt, ob wir den Londoner Ableger von Patta in diesem Guide wirklich aufnehmen sollen. Wenn wir das hiermit tun, dann letztlich nur aus Gründen der Vollständigkeit. Denn so enttäuschend bereits der Shop in Amsterdam ist, der in London ist es kaum weniger. Natürlich kann man hier auch mal ein Shirt oder Ähnliches mitnehmen und so die Versandkosten sparen. Das war’s dann aber auch schon.

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Other/Shop (Soho)

Weniger bekannt als manche der Stores in unmittelbarer Nachbarschaft dürften Other/Shop sein. Dabei führt der Londoner Fashion-Store qualitativ hochwertige Brands wie Lemaire, A Kind of Guise und Our Legacy. Ergänzt wird das kleine aber feine Sortiment um Newcomer-Marken und junge Designer. Diese Mischung ist selbst in London nicht an jeder Ecke zu finden und daher durchaus eine Erwähnung wert.

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Y-3 (Mayfair)

Die elegante und zugegeben hochpreisige Mode von Yohji Yamamoto passt ins mondäne und ebenso exklusive Mayfair. Sein Label Y-3 muss man kaum mehr vorstellen. Die Handschrift Yamamotos wird schließlich längst von anderen Designern kopiert, was man auch als Kompliment verstehen kann. Als eine der ersten hat es der Japaner verstanden, Fashion und Streetwear zu verbinden. Die Freiheiten, die adidas ihm mit seinen Y-3-Kollektionen erlaubt, sind ein weiterer Beleg für Yamamotos Ausnahmestellung.

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Liberty of London (Soho)

Kein Store steht mehr für London als die Institution Liberty. Bereits die alte Architektur im Tudor-Stil ist eine echte Augenweide und trotz des hohen Besucherandrangs immer sehenswert. Man sollte allerdings beim Shopping die nötige Gelassenheit mitbringen, wenn man mal wieder rechts oder links angerempelt wird. Das passiert hier öfters mal. Auch für ein London Souvenir sind Liberty immer eine sichere Bank. Ein Ort für die schönen Dinge des Lebens und ein echtes Highlight.

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Slam City Skates (Spitalfields)

Die Skate-Welt besteht nicht nur aus Palace oder Supreme, selbst wenn gelegentlich dieser Eindruck entsteht. Ein Beweis dafür sind Slam City Skates, deren Stores man gleich an mehreren Orten in London begegnet. Einer davon befindet sich der in der Old Truman Brewery unweit des berühmten Brick Lane Markets. Vor dem Board-Kauf denkt man aber besser an die Obergrenze für das eigene Reisegepäck! Oder man bleibt besser gleich bei der Apparel.

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Pam Pam (Shoreditch)

Ein Sneaker-Laden nur für Mädels wäre vor einigen Jahren noch eine Skurrilität gewesen. Inzwischen ist die Damenwelt bei den meisten Brands ebenso gut wie die Männerwelt versorgt. Pam Pam waren unseres Wissen in Europa zusammen mit No Boys Allowed der erste Store mit einem ausschließlich auf weibliche Sneakerheads ausgerichteten Sortiment. Ihr kleiner, süßer Laden im hippen Shoreditch liegt zudem gefühlt gleich mehrere Lichtjahre von der gestressten Hype-Jagd im heutigen „Sneaker Game“ entfernt. Sehr angenehm!

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Modern Society (Shoreditch)

Die Kombination aus Designer-Boutique und Café wie sie Modern Society betreibt, gefiel uns Anhieb. Während der vordere Teil als klassisches Café dient, warten im hinteren Teil Kollektionen von jungen Designern/Brands (darunter Carne Bollente und RE/Done) auf die modebewusste Kundschaft. Neben Apparel führt die Modern Society auch ausgewähltes Interior Design. Genau diesen Mix würden wir uns in noch mehr Stores wünschen!

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Carhartt WIP (Soho & Shoreditch)

Während die meisten Brands nach einer Season oder spätestens nach einigen Jahren vergessen sind, entwickeln sich manche zu Klassikern. Diesen Status haben sich auch Carhartt über viele Jahre und Jahrzehnte erarbeitet. Heutzutage muss man die Marke niemanden mehr vorstellen. Carhartts Workwear-Stil wird laufend kopiert. Wir bleiben da doch lieber beim Original. Carhartts Anziehungskraft beweist auch die jüngste Zusammenarbeit mit Nike, auf die sich viele Sneakerheads freuen dürften.

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Couverture & The Garbstore (Notting Hill)

Ein Rundumpaket bieten Couverture & The Garbstore, streng genommen zwei Stores, die sich eine Adresse teilen. Während bei Couverture die Themen Home, Beauty und Women-Apparel im Mittelpunkt stehen, liegt der Fokus bei dem in Untergeschoss einquartierten The Garbstore eindeutig auf Streetwear und Sneakers. Manch einem dürfte der Store vielleicht durch seine Reebok-Collabs bekannt sein. Die Zielgruppe ist streetwear-affin und eher männlich.

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Monocle Shop (Marylebone)

Wenn es um die Schönheit von eigentlich Überflüssigem geht, dann macht darin so leicht niemand etwas dem Monocle Shop vor. Die Macher des gleichnamigen Magazins lieben das Schöne und den Genuss. Das macht sie uns schon einmal sehr sympathisch. Ihre kleinen Stores sind ein Spiegelbild dieser Philosophie. Streng genommen sind Duftkerzen für 50 Euro aufwärts oder Notizbücher für 40 Euro nämlich gnadenlos überteuert. Bei Monocle werden wir dann aber hin und wieder trotzdem schwach. Etwas günstiger ist es, im nahe gelegenen Monocle Café einen Kaffee zu bestellen und dabei in den Monocle-Ausgaben zu blättern.

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The Conran Shop (Marylebone)

Für all die schönen Dinge im Leben ist auch im Conran Shop ausreichend Platz. Der Store bietet ein umfangreiches Sortiment aus Möbel, Design, Textilien, Home Accessoires, Kleidung sowie Beauty und Wellness. Oder anders gesagt: Hier wird so ziemlich jeder glücklich! Sir Terence Conran, der Gründer und Namensgeber des Shops, gilt nicht nur in seiner Heimat als absolute Instanz in Sachen Design. Er ist auch der Gründer des Design Museums in Kensington.

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Boxpark (Shoreditch)

Das Konzept des Pop-up-Shops muss man vermutlich niemandem mehr vorstellen. Aber nur wenige können mit einer derart originellen Location aufwarten wie die im Boxpark von Shoreditch. Die aus alten Containern zusammengesetzte „Pop-up-Mall“ bietet neben Mode und Streetwear auch allerlei Krimskrams und natürlich wechselnde Food-Angebote. Auch deshalb darf der Boxpark eigentlich auf keiner Shoreditch-Tour fehlen.

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Offspring (u.a. Spitalfields & Covent Garden)

Ebenso wie size? haben auch Offspring ihre Heimat in Großbritannien bzw. genauer in London. Und ebenso wie bei der Konkurrenz trifft man gleich an mehreren Orten auf einen Offspring-Store. Mit Blick auf Sortiment und Angebot gibt es so gut wie keine Unterschiede. Als Sneakerhead wird man hier bestens versorgt.

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Nachdem wir Euch Toronto zunächst als Foodie-Stadt mit ganz unterschiedlichen Küchen und einer unglaublich vielfältigen Bar-Kultur vorgestellt haben (hier geht es zu unserem Food & Drinking-Guide), widmet sich dieser Beitrag unseren Shopping-/Store-Empfehlungen. Möglichkeiten in Toronto sein Urlaubsbudget auszugeben, gibt es reichlich. Zum Abschluss haben wir außerdem noch einen besonderen „Kultur-Tipp“ für Euch, der nicht nur Sneakerheads interessieren könnte. Wer besonders ungeduldig ist, kann an dieser Stelle natürlich auch direkt bis zum Ende des Artikels scrollen. Ansonsten: Viel Spaß beim Lesen, Geld ausgeben und shoppen!

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Haven (Downtown)

Der ohne jeden Zweifel beste Store in Bezug auf Sneakers, Streetwear und Street Fashion sind für uns Haven, die neben Vancouver auch in Toronto zu finden sind. Dabei versteckt sich ihr Store zunächst recht unscheinbar hinter einer dunkelgrauen Fassade. Hat man die Treppe erst einmal hinter sich gelassen, steht man in einem hellen, großzügigen Loft, in dem aktuelle Sneaker-Releases von Nike(Lab) bis New Balance, japanische Labels wie CdG, Visvim, Head Porter, Wtaps und Sophnet und viele andere angesagte Brands (Stone Island, A Bathing Ape) auf zahlungskräftige Käufer warten. Denn etwas Kleingeld sollte man besser schon mitbringen. Die Auswahl ist groß und so fällt es schwer, sich am Ende an sein selbst gesetztes Limit zu halten. Ob uns das gelungen ist, wollen wir an dieser Stelle nicht verraten.

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Reigning Champ (Chinatown & Ossington)

Unser Lieblings-Label aus Kanada sind Reigning Champ. Die sportlich-eleganten Klamotten überzeugen mit ihrem beinahe zeitlosen und sehr funktionalen Style. Sie sind die Premium-Basics in unserem Kleiderschrank und so mussten wir hier einfach zuschlagen. Überhaupt stimmt bei Reigning Champ unserer Meinung nach auch das Preis-/Leistungsverhältnis. Man zahlt nicht bloß für ein Label sondern auch für die Qualität der Apparel. Neben dem Store nahe der Spadina Avenue findet sich ein zweiter RG-Shop in West Queen West auf der Ossington Avenue.

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Livestock (Spadina Ave & Roncesvalles)

Pflicht dürften zumindest aus Sicht eines Sneakerfans auch die Stores von Livestock sein, die schließlich zu Kanadas bekanntesten Sneaker-Boutiquen zählen. Gleich zwei Livestock-Stores finden sich in Toronto, wobei uns der in Roncesvalles deutlich besser gefiel (weil größer, heller, besser sortiert). Als wir zuletzt dort reinschauten, stellte man gerade seine neue Outdoor-Collection mit adidas Originals und Arc’teryx vor. Man führt praktisch alle aktuellen Sneaker-Releases und noch dazu eine feine Apparel-Auswahl mit Brands wie Pleasures, CdG und Wood Wood. Damit deckt man sogleich die ganze Bandbreite von Streetwear bis eleganter Fashion ab. Gleich neben dem Store auf der Spadina Avenue können Skatefans bei Adrift einkaufen.

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Gravitypope (West Queen West)

Direkt auf drei Etagen präsentieren Gravitypope in West Queen West Mode, Footwear und Accessoires für Männer und Frauen. In einem luxuriösen Ambiente und auf insgesamt 3000 Quadratmeter finden sich Designer-Brands wie Maison Kitsuné, Marni, Wings + Horns und CdG. Auch der Footwear-Bereich kann sich durchaus sehen lassen. Neben ausgesuchten Sneaker-Modellen (von New Balance, Vans, adidas, Asics) gibt es hier elegante Casual-Styles von Common Projects, Clarks und Church’s zu entdecken. Das Publikum ist schon etwas älter und auch daher recht zahlungskräftig. Mit etwas Glück läuft gerade wieder eine Sale-Aktion.

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Stüssy (Chinatown)

Natürlich bedürfen Stüssy keiner Vorstellung. Auch ihr Shop ist weit entfernt von einer Überraschung (eigentlich ähnelt er alle anderen, die wir kennen). Einzige Besonderheit: Man teilt sich die Location auf der Spadina Avenue mit einer Filiale von Sam James Coffee. Aus einem unerklärlichen Grund wollte man nicht, dass wir drinnen im Store Fotos machen. Aber wie gesagt ist das jetzt auch kein Beinbruch. Man bekommt hier schließlich genau das, was man erwartet. Nicht mehr aber auch nicht weniger.

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BYOB Cocktail Emporium (West Queen West & Kensington Market)

Alle Cocktail-Fans dürften sich im BYOB Cocktail Emporium wie im siebten Himmel fühlen. Hier kann man seine kleine Hausbar mit allem nötigen Equipment ordentlich auf Profi-Standard bringen. Es gibt für jede Sorte Spirits das passende Glas, ganze Cocktail-Sets, Tumbler, Shaker, unzählige Bitters, diverse Cocktail-Literatur und jede Menge Krimskrams (vom Untersetzer im Tiki-Style bis zum Trinkhalm aus Metall). Wäre vieles nicht ziemlich zerbrechlich, so hätten wir uns hier vermutlich tot gekauft. Das eine oder andere Cocktail-Accessoire passt aber zum Glück auch ins Handgepäck.

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OVO Flagship (Dundas Street West)

An dieser Stelle ist es Zeit für ein Geständnis: Wir können den Drake-Hype irgendwie nicht so ganz nachvollziehen. Der in Toronto geborene und aufgewachsene Musiker hat zwar ein paar gute Songs geschrieben (oder schreiben lassen), doch erklärt das bereits diese Hysterie um seine Person? Drakes Label OVO ist in seiner Heimatstadt selbstverständlich mit einem Flagship-Store vertreten, der in seinen Ausmaßen allerdings eher übersichtlich ausfällt. Manche Teile der bequemen Street- und Sportswear von October’s Very Own gefallen uns aber dennoch recht gut. Wer sowieso die Dundas Street herunterläuft – vielleicht weil er die nahe gelegene Cocktail Bar oder die Rhum Corner besuchen will, für beides gibt es eine Empfehlung –, kann hier mal reinschauen. Am besten vorher wenn er/sie noch nüchtern ist.

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Off-White (Yorkville)

Weder die Marke noch ihr Mastermind Virgil Abloh muss man an dieser Stelle noch einmal vorstellen. Beides sind Heiligtümer nahezu jedes Hypebeasts, wobei wir Virgils Arbeit u.a. für Nike auch sehr schätzen – trotz des ganzen zum Teil irrsinnigen Hypes. Der Store im Einkaufsviertel Yorkville bietet die Off-White typischen Zutaten. Er ist zugegeben sehr dekorativ und auch schon deshalb ein nettes Fotomotiv. Virgils Kollektionen finden wir aber ganz eindeutig angesichts ihrer „Made in China“-Qualität absolut überteuert. Wer das anders sieht, kann sich hier gemäß des eigenen Budgets nach Herzenslust austoben. Man sollte sich aber darüber bewusst sein, dass bei Off-White Name und Hype den Preis bestimmen.

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Capsule (Yorkville)

Capsule waren für uns ein Fall von schlechtem Timing. Denn als wir Toronto besuchten, war ihr Store gerade wegen einer Renovierung geschlossen. Dennoch wollten wir pflichtbewusst auch diesen Sneaker-Store keineswegs auslassen, zumal der Umbau in Kürze abgeschlossen sein dürfte. Wir kommen dann demnächst noch mal vorbei!

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Ace/Five (West Queen West)

Zu Torontos vermutlich etwas weniger bekannteren Adressen im Bereich Street-Fashion zählen Ace/Five. Der gut aufgeräumte Store in West Queen West führt Labels wie 032c, Aimé Leon Dore, Harmony Paris und Pleasures. Sich selbst bezeichnet man als Shop für „Contemporary Menswear“, was das Sortiment recht gut zusammenfasst. Vielleicht macht Ihr ja in der Sale-Ecke ein echtes Schnäppchen?

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Eaton Centre (Downtown)

Wer uns kennt, weiß, dass wir die üblichen Downtown-Adressen eigentlich gerne meiden. Das riesige, dreistöckige Eaton Shopping-Center ist eine Ausnahme. Zum einen kam es uns weniger überlaufen als vergleichbare Shopping Malls vor, zum anderen fanden sich hier gleich mehrere Stores, die wir immer mal wieder gerne besuchen. Uniqlo ist einer davon. Bis demnächst endlich auch ein Store in Köln aufmacht, haben wir erst einmal hier geshoppt. Über die Qualität und das unschlagbare Preis-/Leistungsverhältnis der Uniqlo-Designs kann es eigentlich keine zwei Meinungen geben. Ansonsten finden sich hier die bekannten Namen und Einzelhandelsketten (Apple, J.Crew, Nordstrom, Champs Sports).

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Bata Shoe Museum (Yorkville)

Mehr als ein Schlechtwetter-Tipp ist das Bata Shoe Museum, das weltweit größte seiner Art. Auf insgesamt drei Etagen stellt das Museum überaus abwechslungsreich 4500 Jahre Schuh-Geschichte dar. Angefangen bei den alten Ägyptern, über die Naturvölker bis hin zu modernen Designer-Entwürfen und natürlich auch Sneakers gibt es hier einen umfassenden und sehr interessanten Einblick in die Kunst und die Bedeutung des Schuhs im Alltag, in der Mode und der Kultur. Im Obergeschoss finden dazu wechselnde Sonderausstellungen statt. Bei unserem Besuch ehrte das BSM den spanischen Designer Manolo Blahnik und seine wegweisenden Entwürfe. Selbst als Sneakerhead, den ansonsten High Heels wenig interessieren, fanden wir diese Ausstellung wirklich spannend.

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Hier findet Ihr unseren Food & Drinks Guide zu Toronto.

Food

Alle, die gutes und vor allem abwechslungsreiches Essen lieben, dürften sich in Toronto wie Zuhause fühlen. Denn in dieser von Einwanderern aus aller Welt geprägten Stadt ist das Essen so vielfältig wie die einzelnen Kulturen und ihre Traditionen. Es gibt wohl kaum eine Küche, die in Kanadas größter Stadt nicht vertreten ist. Von Fast Food bis Fine Dining, Toronto wird garantiert niemand hungrig oder mit leerem Magen verlassen. Dafür sorgen auch unsere Empfehlungen!

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The County General (West Queen West)

Angeblich hat der County General das „Best Fried Chicken“ der Stadt auf der Karte. Das können wir zwar nicht bestätigen, dafür empfehlen wir das kleine Restaurant sowohl für den schnellen Lunch als auch am Abend für ein Soulfood-Dinner. Burger, Steaks, Salate und Sandwiches bereitet die Küche mit viel Liebe und Geschmack zu. Und wenn man dann mal der Bacon für den Ceasar Salad vergessen wird (was uns zunächst gar nicht aufgefallen wäre), dann wird dieser schnell mit einem freundlichen „Sorry“ nachgereicht.

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George Street Diner (Downtown)

Natürlich gehört ein ordentliches Diner auf unsere kulinarische To-Do-Liste. Es gibt davon viele in Toronto. Besonders wohl gefühlt haben wir uns im George Street Diner. Das Frühstückslokal mit irischen Wurzeln bietet Frühstücks-Klassiker wie das „Full Irish Breakfast“ mit Baked Beans, Bacon, Ham, Bratkartoffeln und Spiegeleier. Die gegrillten Tomaten verschweigen wir lieber, obwohl uns diese hier sogar geschmeckt haben (und das ist schon ein echtes Kunststück)! Kaffee wird natürlich unendlich nachgeschüttet und wie in vielen Diner gilt auch hier die Regel: Cash only!

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Bacchanal (West Queen West)

Französische Küche modern und durchaus kanadisch interpretiert bietet das Bacchanal. Das hell und stylisch eingerichtete Restaurant haben wir zum Brunch besucht, der uns sofort überzeugen konnte. Bestellt das Shakshuka und Ihr werdet uns Recht geben (müssen). Am liebsten wären wir hier noch mal zum Abendessen zurückgekehrt, was leider am Ende nicht ganz geklappt hat. Wir glauben aber sofort, dass Küchenchef Luke Donato seinen Gästen auch ein erstklassiges Dinner serviert. Auch die bestens ausgestattete Bar unter der Leitung von Jason Griffin machte auf uns einen ziemlich guten Eindruck. Eine Reservierung am Abend ist bei diesem beliebten Restaurant absolut ratsam.

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Tennessee Tavern (Parkdale)

Zunächst könnte man diesem gemütlichen Neighborhood-Lokal Etikettenschwindel vorwerfen. Denn eigentlich erwartet man in der Tennessee Tavern passend zum Namen rustikale Südstaaten-Küche. Doch dann die Überraschung: Hier gibt es zwar rustikales Essen aber kein typisches Southern Food. Stattdessen serviert man osteuropäisches (genauer polnisches) Essen. Kielbasa, Blutwurst, Sauerkraut, Pierogi und Kohlrohladen sind Teil des deftigen Menüs, das dem Kalorien-Zählen den Kampf ansagt. Am besten bestellt Ihr den Sausage-Mix, so könnt Ihr einmal die verschiedenen Bratwürste durchprobieren. Ein weiteres Plus sind die absolut fairen Preise.

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Antler Kitchen (Dundas Street West)

Die Philosophie, regionale Gerichte aus wenn möglich saisonalen Zutaten zuzubereiten, befolgen Antler. Die beiden Besitzer Michael Hunter (ja das ist sein richtiger Name) und Jody Shapiro haben ihre Idee eines modernen kanadischen Restaurants perfekt umgesetzt. Wir haben im Antler gebruncht und waren von der Qualität der Gerichte und des Service sofort überzeugt. Allein die Portionen könnten etwas größer sein, aber das ist Jammern auf sehr hohem Niveau. Wie wir hören, lohnt es sich, am Abend wiederzukommen. Dann nämlich serviert das Antler regionale Fisch- und Wildgerichte auf bestem Fine Dining-Niveau!

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Little Sito (Bloor Street West)

Multikulti ist in Toronto kein Kampf- oder Angstbegriff sondern etwas, das man gerade als Foodie absolut schätzen und lieben sollte. Das Little Sito bringt die libanesische Küche auf die Food-Map Torontos. Natürlich gibt es noch andere libanesische Restaurants, doch die dürften es schwer haben, die Qualität des Little Sito zu übertreffen. Am liebsten hätten wir die gesamte Karte einmal hoch und runter bestellt. Hummus, Fatoush Salat und Baba Ganoush mit Fladenbrot, wer kann dazu Nein sagen? Wir jedenfalls nicht. Am besten teilt man sich gleich alles. Kleines Highlight für alle Hypebeasts: Die Mezze-Platte „Supreme“, hehe!

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Oretta (West Queen West)

Manchmal ist die Fassade schöner als der Inhalt. Im Fall von Oretta stimmt aber beides. Während die Inneneinrichtung des italienischen Restaurants einem feuchten Instagram-Traum entspringen könnte, entführt uns das Essen der Bella Cucina direkt nach Italien. Vor allem abends sollte man hier unbedingt reservieren, denn das Oretta ist dann sehr gut besucht. Mittags geht es deutlich ruhiger und entspannter zu. Die Karte ist dann etwas kleiner, bietet aber dennoch für jeden Geschmack ordentlich Auswahl (von Pasta, Pizza über Salate bis hin zu mediterranen Fleisch- und Fischgerichten). Und das bunt-verspielte Interieur sorgt für ein ebenso erstklassiges Ambiente. Selbst für den Coffee-to-Go ist das zugehörige Café des Oretta mit seinen italienischen Snacks immer ein guter Anlaufpunkt.

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La Banane (Ossington)

Wer auf Meeresfrüchte und Fisch steht, für den ist ein Abend im La Banane absolute Pflicht. Die exzellente Raw Bar des stylischen Restaurants bietet Garnelen, Hummer, Muscheln und Austern in bester Qualität. Diese kulinarischen Schätze sind zugegeben nicht ganz billig, aber dennoch jeden Dollar wert. Ebenso gut sind aber auch die anderen Gerichte im La Banane und die Drinks der perfekt ausgestatteten Bar. Und weil das Auge bekanntlich mitisst, darf man sich vor und während des Dinners beim Anblick der Popart noch etwas mehr Appetit holen. Auch deshalb ist das La Banane längst ein Treffpunkt für viele Promis und ein Hot Spot auf der abends sehr belebten Ossington Avenue.

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Alo (Chinatown/Spadina)

Wie schreiben wir über das Alo, ohne dass es so klingt, als seien wir dafür bezahlt worden? Wir hatten hohe Erwartungen, immerhin wurde das Alo schon mehrfach zum besten Restaurant Kanadas gewählt, und dennoch gelang es Küchenchef Nick Bentley, diese mit Leichtigkeit zu übertreffen. Von den 8-9 Gängen seines Tasting Menu (so genau wissen wir es nicht mehr) war einer besser als der andere. Egal ob die Meeresfrüchte, das Alo-Brot, die Ente oder des Schoko-Dessert, jeder Gang ist im Alo ein echter Fine Dining-Hochgenuss. Nicht weniger gut haben uns die Drinks der Alo-Bar geschmeckt. Perfekt wird der Abend durch den unglaublich aufmerksamen und freundlichen Service. Die sehr begrenzten Plätze werden online über ein Ticketsystem verkauft. Dabei gehen die Reservierungen für einen gesamten 2-Monats-Zeitraum immer an einem bestimmten Tag zu einer ganz bestimmten Uhrzeit online (am besten dazu den IG-Kanal des Alo abonnieren, denn nach wenigen Minuten sind alle Plätze weg). Ohne Reservierung kann man im Schwester-Restaurant Aloette sein Glück versuchen.

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Aunties & Uncles (Little Italy)

Wer hat eigentlich gesagt, man könne nur am Wochenende brunchen? Im Aunties & Uncles gibt es extrem leckere Frühstücks- und Brunch-Gerichte täglich von 9 bis 15 Uhr. Zu seinem Omelett oder Rührei kann man aus einem Dutzend Sides seine drei Favoriten wählen oder gleich mit den House Pancakes sündigen. Wechselnde Specials hat die Küche ebenfalls im Angebot. Das Aunties & Uncles sollte man aber nie ohne Bargeld betreten. Kreditkarten werden hier nämlich nicht akzeptiert (es gibt aber einen Automaten im Keller).

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The Federal (Dundas Street West)

Und noch mal ließe sich die Brunch-Frage an dieser Stelle aufrufen. Denn auch im The Federal wird jeden Tag bis 15 Uhr gebruncht (und ab 18 Uhr ist das Dinner an der Reihe). Und wie schon bei Aunties & Uncles konnte das, was hier auf den Tisch kommt, unsere Geschmäcker überzeugen. Der „Gold Standard Sandwich“ genießt in Toronto sogar fast Kultstatus. Im gleichnamigen Sandwich-Laden, der eher einem kleinen Büdchen gleicht und im Viertel Roncesvalles liegt, ist der in goldene Folie eingerollte Sandwich das einzige Gericht auf der Karte. In einen English Muffin werden Rührei, Cheddar, Speck, eingelegte Gurken und eine scharfe Soße verpackt. Bei The Federal gibt es darüber hinaus bis zum Nachmittag auch andere Sandwiches, Suppen, Salate und Eier-Gerichte. Gegen den süßen Hunger helfen French Toast und belgische Waffeln.

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Union (Ossington)

Das Union auf der Ossington Avenue ist abends meist sehr gut besucht (Reservierung empfohlen) und auch zur Mittagszeit eine beliebte Lunch-Adresse. Regionalität und Saisonalität sind die Leitlinien der modernen kanadischen Küche im Union. Die Karte wechselt täglich, bietet aber mit dem Union Burger oder dem Union Salad auch einige Konstanten. Vegetarier werden hier ebenso gut bedient. Die Qualität des Essens, das auf eine moderne Interpretation traditioneller Gerichte setzt, hat sich längst in der Stadt herumgesprochen. Wir können die vielen Stammgäste jedenfalls sehr gut verstehen.

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Wanda’s Pie in the Sky (Kensington Market)

Mitten im bunten und alternativen Kensington Market ist das Kuchenlokal/Café von Wanda’s Pie in the Sky. Dabei handelt es sich um eine echte Institution. Die Kuchen und Küchlein von Wanda, die angeblich seit ihrem 9. Lebensjahr leidenschaftlich backt, sind stadtbekannt und das vollkommen zu Recht. Auch wenn wir nicht Wandas legendären Kirschkuchen probiert haben, unsere Wahl fiel auf den schokoladigen Pecan Pie, so können wir die süßen Sünden hier nur jedem empfehlen. Am besten packt man sich noch einen Pie für die Heimreise ein.

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Drinks & Coffee

Wer unsere Instagram-Stories verfolgt, dem wird nicht entgangen sein, dass wir uns sehr gerne und oft in guten Cafés und Bars herumtreiben. Am Morgen geht ohne einen Kaffee erst einmal gar nichts, später dann darf es gerne ein Americano oder Cappuccino sein. Und am Abend begeben wir uns auf die Suche nach dem besten Drink. In Toronto gibt es fast überall kleine Cafés mit zum Teil eigenen Röstereien, gemütliche Nachbarschafts-Pubs und echte High-Class-Bars zu entdecken.

Sam James Coffee (u.a. West Queen West & Spadina/Chinatown)

Die Erfolgsstory von Sam James Coffee begann 2008. Seitdem ist viel passiert. Heute bringt es das Kaffee-Kollektiv bereits auf fünf Cafés verteilt über die ganze Stadt. Unser Anlaufpunkt war meist der Shop am Trinity Bellwoods Park in West Queen West. Dort und auch anderswo werden die eigenen Mischungen von Cut Coffee serviert. Hinter der unscheinbaren Spadina-Location in Chinatown versteckt sich übrigens noch der Stüssy-Store. Es werden hier nur kanadische Debit-Karten und Bargeld akzeptiert. Nur Sam James haben wir bislang nicht getroffen.

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BarChef (Chinatown)

Fragt man uns, welche Bar man in Toronto unbedingt besuchen sollte, dann müssten wir keine Sekunde lang überlegen: BarChef lautet die Antwort. Seit inzwischen 10 Jahren hat diese Weltklasse-Bar am Rande von Chinatown ihre Türen geöffnet. Das „Kind“ von Bartender Frankie Solarik bietet nicht nur ungewöhnliche Cocktail-Kreationen sondern auch ein Rundumpaket aus Atmosphäre, Service und Interieur, das einfach kaum besser sein könnte. Die Modernist-Cocktails kosten zum Teil mehr als 30 Kanada-Dollar (umgerechnet 20 Euro), doch die Präsentation und die verschiedenen Kompositionen der Drinks bewegen sich dann auch einem Niveau, das seinesgleichen sucht. Aber auch die „normalen“ Drinks der BarChef-Karte (zwischen 13 und 16 Dollar) sind absolute Ausnahme-Drinks, die vom Barteam mit größter Hingabe und Wissen zusammengestellt wurden. Wenn Ihr das BarChef besucht (und das solltet Ihr unbedingt), dann richtet viele Grüße vom Sneakerzimmer aus!

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Tokyo Smoke (u.a. West Queen West & Bellwoods)

Der Name mag zunächst nicht an einen Kaffee-Spot erinnern und tatsächlich haben Tokyo Smoke ihre Wurzeln im Cannabis-Geschäft. Wir waren hier jeden Morgen aber eher auf der Suche nach Koffein. Der kleine Laden in Bellwoods lag praktisch in Sichtweite unserer Wohnung. Neben den Haus-Röstungen, die wir auch gleich für Zuhause eingepackt haben, gibt es hier auch mehrere gute Tee-Mischungen mit japanischem Einschlag. Wer will, kann sich zudem mit Tokyo Smoke-Apparel und Merchandising eindecken. Ein sehr entspannter und angenehmer Coffee-Hangout!

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Founder Bar (Dundas Street West)

Das Konzept, gute Drinks mit erstklassigem Bar-Food zu kombinieren, verfolgt die Founder Bar. Über das Essen können wir hier allerdings kein Urteil fällen, da wir nur die Drinks der kleinen aber feinen Barkarte probiert haben. Während uns die Cocktails sofort überzeugten, sind wir in Bezug auf die Einrichtung etwas zwiegespalten. Für eine Bar war uns diese schlichtweg zu hell, so dass keine richtige Atmosphäre aufkam. Wir bevorzugen dann eher andere Bar-Konzepte. Wer am Abend die Dundas Street runterläuft, kann in der Founder Bar aber bedenkenlos mal auf einen Drink vorbeischauen. Der freundliche und aufmerksame Service ist ein weiteres Plus.

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Gift Shop (Ossington)

Nein, hier handelt es sich nicht um einen Schreibfehler oder um eine falsche Einordnung. Der Gift Shop auf der Ossington Avenue ist tatsächlich eine grandiose Cocktailbar. Allerdings tarnt sich diese tagsüber als Barbershop. Wenn es dunkel wird, startet in dem kleinen Raum dahinter der Barbetrieb. Einfach in den Barbershop eintreten und der Gift Shop-Leuchte folgen. Man sollte möglichst früh da sein, gerade am Wochenende, ansonsten muss man sich auf längere Wartezeiten einstellen (man kann seine Nummer hinterlassen und wird dann zurückgerufen). Es gibt in dem kleinen Bar-Raum nur wenige Tische und Plätze. Die Karte im Comic-Style ist ebenso kreativ wie detailverliebt. Der „Nutella Drink“ samt Schokocreme-Extra scheint bei den Gästen besonders beliebt zu sein. Bei dieser Speakeasy Bar stimmt einfach alles: Drinks, Atmosphäre, Konzept.

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Lipstick & Dynamite (West Queen West)

So gerne wir Cocktail-Bars besuchen, gelegentlich ist uns danach, in einem entspannten Neighborhood-Pub etwas Zeit zu verbringen. Dafür ist das Lipstick & Dynamite einfach die perfekte Wahl. Es gibt Bier, eine Auswahl bekannter Gesellschaftsspiele, viel Atmosphäre und noch mehr Gastfreundschaft. Dazu lassen sich an jede Ecke liebevolle Details und nerdiger Krimskrams entdecken. Bei unserem Besuch lief gerade „Der weiße Hai“ auf dem alten TV über der Bar. Wie bei vielen solcher Bars gilt auch im Lipstick & Dynamite, dass man seine Rechnung nur bar bezahlen kann.

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Reunion Island Coffee Bar (Roncesvalles)

Was nach Karibik und Strand-Feeling klingt, ist tatsächlich ein Coffee-Store in Roncesvalles. Die Reunion Island Coffee Bar bietet die Bohnen für ihre Kaffeespezialitäten sowohl „natural“ (also unbearbeitet) als auch „washed“ an. Das Café ist gemütlich und recht großzügig gestaltet. Es gibt kostenloses Wifi und viele Sitzmöglichkeiten. Bei gutem Wetter kann man auch auf den Bänken draußen Platz nehmen und sich von nebenan einen Gold Standard-Sandwich holen. Diese Kombination scheint bei vielen Reunion-Gästen gut anzukommen.

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Track & Field (Dufferin Grove)

Besondere Bar-Ideen gibt es viele in Toronto. Eine, die uns besonders gut gefallen hat, findet sich in der Track & Field Bar. Dort kann man bei einem Bier oder Drink auf zwei Bahnen Shuffleboard oder Boccia spielen. Wenn sich niemand hinter einem anstellt, kann man so lange spielen, wie man möchte. Am Sonntag Abend waren wir zunächst die einzigen Gäste, so dass wir bei den Games die Qual der Wahl hatten. Nach mehreren Partien Shuffleboard (wir brauchen jetzt keine Kreuzfahrt mehr zu machen) waren wir gar schön außer Atem! Natürlich mussten wir hier den „Old Kanye“-Drink probieren, cheers Mr. West!

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Cocktail Bar (Dundas Street West)

Manchmal ist das Einfache auch das Beste. Ohne Schnickschnack, stylische Gimmicks oder Marketing-Geschrei kommt die Cocktail Bar aus. So naheliegend wie der Name für eine Cocktail-Bar ist, so gut und ehrlich sind die Drinks. Diese spielen nämlich in der Champions League der Bartender-Kunst. Die cozy Bar versteht, warum es wirklich geht. Man muss sich als Gast wohl fühlen und dabei in Ruhe seine Drinks genießen können. Zu unaufdringlicher Jazz-Musik und im Kerzenschein (Ramontik pur) gelingt das hier auf Anhieb. Wer eher auf Rum-Drinks steht, sollte gleich gegenüber die Rhum Corner-Bar besuchen, die den gleichen Besitzer hat. Ein absoluter Wohlfühlort!

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Fika Café (Kensington Market)

Skandinavische Kaffee-Kultur bietet das Fika Café etwas abseits des Trubels des Kensington Market. Hier wird schwedische Gemütlichkeit und Gastfreundschaft zelebriert. Den Gästen stehen kuschlige Decken und sogar Schaukelstühle zur Verfügung. Der Kaffee ist stark und sollte am besten mit einem süßen Gebäck oder Cookie bestellt werden. Auch die hausgemachte Schokolade mit Espresso-Splitter ist ein absoluter Traum! Warum haben wir davon nur eine Tafel mitgenommen? Als Zwischenstopp bei einem Rundgang durch Kensington Market/Chinatown ist das Fika eine echte Entspannung.

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Tampered Press (Dundas Street West)

Ein Kaffee-Tipp für schönes Wetter: Holt Euch erst ein heißes Getränk bei Tampered Press und geht danach gegenüber in den Trinity Bellwoods-Park. Bei Eichhörnchen- und Hunde-Watching kann man dort ganz entspannt seinen Tampered-Kaffee genießen. Manchmal liegen die guten Dinge einfach so nahe!

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In Teil 2 unseres Toronto Guides dreht sich dann alles ums Shopping! Coming very soon!

Eigentlich sind die USA nicht bloß ein Land, es sind mindestens drei. Da gäbe es die Ostküste, wo die Wurzeln dieser Nation zu finden sind. Dann natürlich die Westküste mit ihrem Mythos des nie enden wollenden kalifornischen Sommers. Und dann alles, was dazwischen liegt und manchmal etwas abschätzig den Stempel der „Flyover States“ aufgedrückt bekommt. Zwischen Ost- und Westküste liegen fast 5 Flugstunden und drei Zeitzonen, was aber offensichtlich kein Hindernis darstellt. Erst vor wenigen Monaten eröffnete Ronnie Fiegs Kith-Imperium einen Store in Los Angeles – eigentlich ein längst überfälliger Schritt. Immerhin ist LA zusammen mit New York das Zentrum der weltweiten Sneaker-Kultur. Auch Bodega aus Boston sind inzwischen in der „Stadt der Engel“ angekommen und – soviel sei verraten – eine echte Bereicherung für LA’s große Sneaker-Community.

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Wir müssen immer noch etwas über uns selber lachen, als wir vor sechs Jahren das erste Mal in Boston waren und an der Adresse des dortigen Bodega-Shops etwas arglos vorbeiliefen. Ebenso gut getarnt präsentiert sich nun die LA-Dependance der Bostoner, die Teil des neuen Einkaufs- und Erlebniszentrums Row DTLA ist. Dort, wo früher einmal das Herz des Großhandels schlug, wo Waren aller Art den Besitzer wechselten, entstand ein neues Quartier mit zahlreichen Shops, Restaurants, Büros und weiteren Angeboten. Das „Row DTLA“ steht damit auch stellvertretend für den Wandel des historischen Stadtkerns, der sich in Downtown vor allem im angrenzenden Arts District zeigt. „We are hidden in plain sight“ heißt es dazu auf der Bodega-Webseite. Tatsächlich versteckt sich ihr Shop am südlichen Ende nahe der E 8th Street hinter einem unscheinbaren Eingang, der so auch zu einer typischen Markthalle gehören könnte.

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Dieses Tarnen und Täuschen ist natürlich Absicht und Teil des Bodega-Konzepts, das auch schon in Boston so wunderbar funktioniert hat. Wer genau hinsieht, der entdeckt auf der Bank vor dem Shop einige Bodega-Sticker. Sie sind aber auch der einzige Hinweis auf das, was sich hinter dem Vorhang und dem Raum mit seinen gefaketen Obst- und Gemüsekisten versteckt. Geht man durch diesen hindurch, befindet man sich plötzlich in einer hellen, überaus großzügigen Halle mit mehreren Ebenen. Auf rustikalen Holzregalen und eingerahmt von dekorativem Grünzeug warten hier aktuelle Sneaker-Releases auf potenzielle Käufer. Bodega gehören zu den weltweit bekanntesten Namen der Branche, was sich auch im Sortiment der LA-Filiale zeigt. Für die meisten Hype-Releases muss man aber natürlich bei den obligatorischen Raffles mitmachen und auf sein Glück vertrauen. Auch bei Bodega fallen Off-White Nikes schließlich nicht vom Himmel.

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Es soll aber noch andere schöne Schuhe geben. Davon kann man sich hier selbst überzeugen. Swoosh-Lover und Trefoil-Sammler sind bei Bodega ebenso richtig wie die Liebhaber von Fashion-Modellen (Raf Simons, Rick Owens, Alexander Wang, Y-3). Und weil ein schöner Sneaker das passende Outfit braucht, bietet die zwei Etagen höher untergebrachte Apparel-Ecke eine gute Auswahl verschiedener Marken und Styles. Vieles davon ist auf das ganzjährig sommerliche Wetter in Los Angeles abgestimmt. Man findet Sweatpants und Shorts von Champion, Kollektionen von Nanamica, Human Made, Maison Kitsuné und Stone Island sowie Lokalmatadore wie Pleasures und Stüssy, die in Kaliforniens Punk- und Skate/Surf-Szene verwurzelt sind. Dazu bringen Bodega selbst immer wieder eigene Kollektionen heraus, die unter anderem mit der Geschichte dieses Orts, eine ehemalige Markthalle, auf eine kreative Weise spielen.

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Bei Bodega steht das besondere Einkaufserlebnis ganz klar im Vordergrund. Die Location in DTLA drückt diesen Anspruch auf eine sehr charmante Weise aus. Auf der unteren Ebene finden sich auch ein typischer Bodega-Kiosk und genügend Platz für weitere Shop-in-Shop-Konzepte. Bei unserem Besuch hatten dort Vault by Vans gerade ein kleines Bikini-Bottom-Paradies aufgebaut. Die Idee, einen Shop nach einem bestimmten Thema aufzuziehen, kann schnell daneben gehen und an eine billige Freizeitparkkulisse erinnern. In diesem Fall passt jedoch das Bodega-Konzept zur Location. Wir würden sogar behaupten, dass der neue Los Angeles-Ableger seinen Vorgänger in Boston eindeutig in den Schatten stellt. Bodega haben sich ein unverwechselbares Image aufgebaut. Das ist angesichts der vielen Sneaker-Stores mit ihrem oftmals gleichen Sortiment sicherlich die richtige Strategie. Ihr Social-Media-Auftritt mit seinen kunstvollen Artworks ist ebenso einzigartig und übersetzt diese Philosophie in die virtuelle Welt. Auch wenn wir DTLA ansonsten nicht allzu viel abgewinnen können, für Bodega würden wir uns jederzeit wieder dorthin auf den Weg machen.

Unseren kompletten Sneaker City Guide über Los Angeles mit einem „Survial Guide“ vielen Food-, Drink – und Shopping-Empfehlungen findet Ihr hier.

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Willkommen in Minga! Unser City Trip beginnt dort, wo vermutlich viele München-Erkundungen starten: Am Hauptbahnhof. Direkt gegenüber liegt das 25 Hours The Royal Bavarian Hotel in einem Gebäude, das im vorigen Jahrhundert noch als königliche Telegrafenstation und Oberpostamt diente. Diese Geschichte wurde in das moderne, verspielte Design des Hotels mit seinen 165 Zimmern übernommen. Bayerns legendärer König Ludwig II. hat hier überall seine Spuren hinterlassen. Zum Münchener 25 Hours Hotel gehört auch die Boilerman Bar, ein Burger Joint und das Neni Restaurant, in dem nicht nur Hotelgäste bei einem leckeren, abwechslungsreichen Frühstücksbuffet in den Tag starten können. Hier mussten wir natürlich „landestypisch“ auch die Weißwürste mit einer Brez’n probieren.

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Nach dieser bayerischen Stärkung und einem ordentlichen Kaffee zieht es uns über den Stachus/Karlsplatz in Richtung Stadtmitte. Das ist zumindest unter der Woche am frühen Vormittag noch halbwegs stressfrei möglich. Größere Touristengruppen sind aber natürlich auch dann schon unterwegs. Egal, wir sind schließlich auch Touristen und manche Dinge wie die Frauenkirche und der Marienplatz gehören bei einem München-Besuch einfach dazu. Auf das Hofbräuhaus haben wir dann aber ganz bewusst verzichtet und uns für eine andere bayerische Gemütlichkeit entschieden. Dazu später aber mehr.

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Als erstes besuchen wir den Münchener Solebox-Ableger (Altheimer Eck 6), der tatsächlich etwas versteckt und abseits der großen Fußgängerzone liegt. Aber auch das dürfte dem Erfolg nicht im Wege stehen. Solebox kennt man eben. Über einen imposanten Spiegelgang, der sich als beliebtes Instagram-Motiv eignet, gelangt man eine Etage tiefer in den eigentlichen Verkaufsbereich in einem ehemaligen Weinkeller. Der Kontrast zwischen den modernen Sneaker und dem urigen, urbayerischen Ambiente ist durchaus gelungen. Das Sortiment von Solebox dürfte hingegen niemanden überraschen. Man findet hier alle Top-Releases, ein umfangreiches Angebot an Bape-Klamotten sowie ausgewählte Accessoires (Socken, Bearbricks). Vielleicht seid Ihr ja zufällig auch bei einem Instore-Raffle vor Ort.

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Nur wenige Meter entfernt findet sich der Boneless Skateshop (Herzogspitalstraße 7). Hier dürfte allen echten Skatern das Herz aufgehen. Wie wir hören bieten die Jungs einen erstklassigen Service, reparieren alte Bretter und beraten Euch beim Kauf eines neuen Boards. Natürlich kann man hier auch als Nicht-Skater Streetwear und Klamotten von Nike SB bis Stance einkaufen. Da der Store recht zentral liegt, lohnt es sich, hier mal reinzuschauen.

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Praktisch direkt am Marienplatz liegt der Münzinger (Marienplatz 8). Das Sportkaufhaus ist eine Münchener Institution und sicher auch vielen außerhalb Bayerns bekannt. Verkauft werden neben Fußballtrikots und Sportschuhen auch diverse Lifestyle-Marken (Fred Perry, Kappa, pinqponq) und eine gute Auswahl aktueller Sneakers. Tatsächlich hat man den Sneaker-Bereich in den letzten Jahren deutlich ausgebaut und sich so auch in ein neues Segment vorgewagt. Die gute Lage mitten in der Münchener City dürfte zudem viele Touristen anlocken.

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Nur eine Straße entfernt vom Trubel des Hofbräuhauses liegt die gemütliche Bar Centrale (Ledererstraße 23), die gerade ihr 20. Jubiläum feiern durfte. Hier fühlt man sich im sehr mediterranem München schon fast wie in Italien. Die Bar Centrale ist eine typische Espresso Bar, die tagsüber italienische Kaffeespezialitäten und abends erfrischende Drinks und Cocktails serviert. Wer etwas Hunger mitbringt, sollte hier unbedingt die Pasta probieren. Für die originalgetreue Inneneinrichtung und die superlockeren Mitarbeiter gibt es von uns einen weiteren Pluspunkt.

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Zum Lunch sind wir nun aber im Herzog (Maxburgstraße Altstadt 4) verabredet. Das stylische Restaurant in der Nähe des Karlsplatzes ist jedoch fast zu jeder Tageszeit gut besucht. Morgens ab 10 Uhr kann man hier in einem noblen Ambiente frühstücken, ab 12 Uhr wird ein Lunch serviert, den wir nur empfehlen können, abends erwacht dann die Bar im Herzog zum Leben und mixt Euch erstklassige Drinks (manchmal sogar etwas früher). Auch als Promi-Treffpunkt scheint das Herzog äußerst beliebt. Wir haben jedoch kein bekanntes Gesicht entdecken können. Dafür hat uns neben dem Essen vor allem die Inneneinrichtung des Restaurants auf Anhieb gefallen.

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Mit den U-Bahn-Linien 3 und 6 ist man recht schnell in Schwabing, wo es für Sneakerfreunde zunächst den Kickz Monaco (Feilitzschstraße 1) zu besuchen gilt. Kickz muss man nicht mehr vorstellen und der Schwabinger Store ist mit seiner langen schwarzen Sneaker-Wand sicher eines der Aushängeschilder des Sneaker-Retailers (zusammen mit dem in der Berliner Torstraße). Nike, Jordan, adidas, Puma, Reebok sind hier erwartungsgemäß ziemlich gut vertreten. Mit etwas Glück macht Ihr vielleicht im Sale einen guten Fang.

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Wen man hier in Schwabing den Englischen Garten betritt, dann lässt es sich im Grünen wirklich noch gut entspannen. Je weiter man Richtung Süden und der berühmten Eisbachwelle kommt, desto voller und lauter wird es. Dabei sind die Surfer auf der Welle und die im Eisbach schwimmenden Kids natürlich ein gutes Fotomotiv. Zum Relaxen gerade an einem heißen Sommertag empfehlen wir Euch aber unbedingt andere, deutlich ruhigere Ecken des Parks aufzusuchen. Davon gibt es gerade weiter nördlich eine ganze Menge.

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Auf dem Rückweg zum 25 Hours Hotel machen wir in der Schumanns Tagesbar (Maffeistraße 6) einen kurzen Zwischenstopp. Charles Schumann ist eine Institution, eine Legende der Bar-Kultur, die weltweit andere Bartender und ihre Bars geprägt hat. Auch mit Mitte 70 trifft man Schumann noch immer in seinen verschiedenen Bars an. Dazu gehört neben der Tagesbar in der Nähe des Marienplatzes das „Stammhaus“ am Hofgarten (Odeonsplatz 6 – 7) und die exklusive Cocktailbar „Les Fleur du Mal“ über der Bar (im Sommer leider geschlossen). Die Tagesbar, in der sich auch gerne die Münchener Schickeria trifft, bietet bis in den späten Nachmittag verschiedene mediterrane Gerichte, gute Drinks und italienische Kaffeevariationen. Ein Ort zum Sehen und Gesehen werden.

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So langsam meldet sich bei uns aber der „richtige“ Hunger. Und um diesen zu bekämpfen, haben wir uns ein bayerisches Original ausgesucht. Statt der bekannten Brau- und Wirtshäuser zieht es uns ins Straubinger (Blumenstraße 5). Auch wenn dieses etwas abseits des Trubels liegt, sollte man abends besser reservieren. Die Qualität des deftigen Essens in rustikalem Wirtshausambiente hat sich inzwischen herumgesprochen. Schweinshaxn, Schweinsbraten, Schnitzel und andere bayerische Originale werden im Straubinger serviert. Der Service ist freundlich und ziemlich flott.

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Nun ist es Zeit für einen ersten Drink. Und nach dem Weizen im Wirtshaus, das wie das Kölsch hier in Köln eher unter die Grundnahrungsmittel fällt, bekommen wir diesen im Garçon (Utzschneiderstraße 4). Die von außen recht unscheinbare Bar im hippen Glockenbachviertel ist für ihre gute Weinauswahl und ihre erstklassigen Cocktails bekannt. In einer entspannten Wohnzimmeratmosphäre bekommt man hier hochwertige Spirituosen gemixt. Die Karte sollte für jeden Geschmack den passenden Drink bereithalten. Aber selbstverständlich kann man sich vom Bar-Team des Garçon auch beraten lassen.

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Unser zweiter Bar-Tipp ist die Zephyr Bar (Baaderstraße 6) in der Nähe des Gärtnerplatzes. Vom Garçon sind es zu Fuß nur wenige Minuten. Insbesondere Freitags und Samstags ist das Zephyr immer sehr gut besucht. Unter der Woche geht es dagegen selbst später am Abend noch recht entspannt zu. Das Zephyr zählt für uns zu den besten Bars Deutschlands – Ende der Diskussion. So wurde das Team um Lukas Motejzik für seine kreative Barkarte unter anderem mit dem begehrten „Mixology Award“ ausgezeichnet. Bereits die Präsentation der einzelnen Drinks auf kleinen Holztäfelchen und deren Gestaltung verdient die Höchstnote. Dazu kommt ihr Geschmack, der jedes Mal für neue, positive Überraschungen sorgt. Insofern sind die Preise (zwischen 11 und 14 Euro) absolut angemessen. Die entspannte Atmosphäre im Zephyr verdient ebenfalls eine Erwähnung.

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Am nächsten Morgen zieht es uns entlang des alten botanischen Gartens in die Maxvorstadt vorbei an den bayerischen Museen, der Pinakothek und der TU. Unser Ziel ist das Café Altschwabing (Schellingstraße 56), das architektonisch noch den alten Kaffeehaus-Charme mit Stuckdecken und viel Gold zelebriert. Das Gebäude selbst wurde bereits 1887 erbaut. Die Frühstückskarte bietet neben den Klassikern (Müsli mit Früchten, süßes Gebäck, verschiedene Eierspeisen) auch türkische Frühstücks-Optionen mit Sucuk und Schafskäse, die wir absolut empfehlen können. Das Café, einst ein Künstlertreff, ist heute auch bei Studenten sehr beliebt.

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Nicht weit entfernt kann man sich in einem der Münchener Ace & Tate-Stores (Schellingstraße 19) nach einer neuen Brille umsehen. Wir sind schon lange Fans des Ace & Tate-Konzepts. Wir haben in den letzten Jahren gleich mehrere Brillen und Sonnenbrillen gekauft, die uns mit ihrem Design und ihrer Verarbeitung überzeugen konnten. Auch preislich ist das Ace & Tate-Angebot wirklich fair. Auf eine kompetente Beratung war auch bei unserem Besuch im Münchener Store Verlass (der zweite Store liegt übrigens am Gärtnerplatz im Glockenbachviertel).

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Ein Besuch im BSTN Store (Amalienstraße 44) hatte für uns bei unserem München-Trip absolute Priorität. Was jetzt vielleicht wie das pflichtbewusste Abhaken einer To-Do-Liste klingt, ist in Wahrheit das genaue Gegenteil. Wir haben uns sehr darauf gefreut, einmal vor Ort vorbeizuschauen und wurden sofort mit offenen Armen empfangen. BSTN feiern bald ihr 5-jähriges Jubiläum und sind aus der Münchener Sneakerszene sicher nicht mehr wegzudenken. Dieses Standing erklärt sich nicht nur mit der feinen Auswahl an Sneakers und Apparel. Dank der besten Accounts findet man hier nahezu jeden Top-Release. Vor allem der Community-Gedanke wird von der BSTN/Beastin-Familie noch mit großem Engagement gepflegt. Den Münchener BSTN-Store stellen wir Euch auch in einem eigenen Store-Guide vor.

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Große Fans sind wir auch von A Kind of Guise (Adalbertstraße 41B). Das liegt vor allem an den Ideen und Idealen, von denen sich das 2009 gegründete Modelabel leiten lässt. Dazu zählen eine Produktion „Made in Germany“, die Zusammenarbeit mit lokalen Herstellern, die Nutzung hochwertiger Materialien und zeitlose, klassische Designs. Auch wenn man inzwischen einen Store in Berlin-Mitte betreibt, so liegen die AKOG-Wurzeln doch eindeutig in München. Ihre erneute Zusammenarbeit mit adidas ist schließlich der Beweis, dass auch große Brands die Arbeit und Qualität von AKOG schätzen. Die Kampagne rund um ihren Ultra Boost bietet eine andernorts oftmals nur behauptete Liebe zum Detail wie man sie sich bei solchen Collabs eigentlich immer wünschen würde.

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Eine Empfehlung, die wir bei unserem Besuch bei AKOG mitnahmen, ist die Waldmeisterei (Barer Str. 74). Dieses gemütliche Café liegt praktisch gleich um die Ecke. Wir haben hier zwar nur einen Cappuccino getrunken, glauben aber dennoch sofort, dass auch das Frühstück und die hausgemachten Kuchen in der Waldmeisterei ihr Geld absolut wert sind. Kleine Mahlzeiten, Kuchen oder auch erfrischende Eistees gibt es dazu im Café Joon (Theresienstraße 11) nahe der TU. Das Publikum ist jung und international, die Bedienung sehr freundlich und immer aufmerksam.

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Wir fahren nun mit der U3 bis zur Haltestelle Olympiazentrum. Dort befindet sich nicht nur die architektonisch imposante BMW Welt und das BMW Museum sondern auch das alte Olympiadorf, das einst von den Athleten bewohnt wurde und in dem heute vor allem Studenten leben. Diese haben viele der Häuser mit bunter Streetart „verschönert“. Auch das alte Olympia-Stadion ist sicherlich ein schönes Fotomotiv, das man mitnehmen kann. Oder man informiert sich am Erinnerungsort über das Olympia-Attentat von 1972 – eine Zeitreise in das München der siebziger Jahre.

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Zurück in der City suchen wir bei Temperaturen von 30 Grad eine Erfrischung im Eiscafé Eismeer (Pestalozzistraße 21). Dort gibt es köstliche Eissorten aus frischen, zumeist regionalen Zutaten und ohne künstliche Zusatz-/Farbstoffe. Auch an Veganer hat man hier gedacht. Seine Kunden überrascht man zudem täglich mit neuen Sorten. Unsere Wahl fiel auf das Pistazien-Eis, von dem wir am liebsten sofort 10 Kugeln bestellt hätten so gut hat es uns geschmeckt.

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Man versus Machine Coffee (Müllerstraße 23) sind derzeit einer der Top-Adressen für Kaffeeliebhaber in München. Das hippe Café besitzt eine eigene Rösterei, deren Bohnen man natürlich auch gleich vor Ort kaufen kann. Gerade an den heißen Tagen dürften Koffeinjunkies das Angebot an Cold Brew Coffee zu schätzen wissen. Man scheint generell gerne zu experimentieren. Auch das Merchandising haben Man versus Machine Coffee schon ziemlich perfektioniert. Ein Nachteil sind allerdings die manchmal etwas längeren Wartezeiten. Man bringt also am besten etwas mehr Zeit mit.

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Bevor wir uns auf das Abendessen „vorbereiten“, wollen wir unbedingt noch bei Terrace Tint (Klenzestraße 2) reinschauen. Der Store bietet eine angenehme, wenngleich wenig spektakuläre Mischung aus Sneakers und Streetwear. Es finden sich sowohl die neuen New Balance „Made in UK“-Modelle als auch Brands wie Karhu, Nike und adidas mit ihren jeweiligen aktuellen Releases. Im Apparel-Bereich gehören Kappa, Stüssy, Fila und Ellesse zu den wichtigsten Marken. Bei einem Rundgang durch’s Glockenbachviertel sind Terrace Tint sicherlich eine gute Anlaufstelle.

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Bis in den südlichen Stadtteil Giesing sind es vom Glockenbachviertel lediglich 2 U-Bahn-Stationen. Unser Ziel ist Der Dantler (Werinherstraße 1). Hinter dem Namen verbirgt sich die bayerische Version eines New Yorker Gourmet-Delis, das mittags zunächst typische Deli-Speisen wie einen Pastrami oder Reuben Sandwich anbietet. Abends ab 17.30 Uhr serviert man kleinere Tellergerichte für jeweils 8 Euro, die man am besten sofort doppelt bestellt. Die Qualität des Essens ist absolut top, die Portionen könnten manchmal für unseren Geschmack aber etwas größer sein. Zum Preis von 30 Euro bietet Der Dantler außerdem ein viergängiges Abendmenü mit hausgemachtem Brot und Butter an.

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Eine Dinner-Alternative wäre das La Kaz (Ligsalzstraße 38). Das Restaurant nahe der Theresienwiese hat uns sowohl mit der Qualität des Essens als auch vom Preis-/Leistungsverhältnis und dem ungezwungenen Ambiente überzeugt. Der Hummus war cremig, die mit Guacamole aufgepeppte Gazpacho frisch und schön kalt. Auch die Salate mit Rinderstreifen und Entenbrust haben uns wirklich gut geschmeckt. Wie schon in der Zephyr Bar gilt auch hier: Cash only! Einen Extrapunkt gibt es für die 80er-Jahre-Playlist!

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Das Beste soll man sich doch immer für den Schluss aufbewahren oder? Was unseren München-Trip angeht, so steht außer Frage, was damit gemeint sein könnte. Die im Hearthouse ansässige Bar Circle by Cihan Anadologlu (Lenbachplatz 2a) gehört für uns ohne jeden Zweifel zu den weltbesten Bars. Und das bezieht sich einerseits auf das exklusive aber alles andere als steife Ambiente als auch auf die herausragende Qualität der Drinks (jeweils 13 Euro). Das japanisch inspirierte, mehrfach prämierte Design der halbrunden Bar ist das nächste Highlight. Diese wird nur noch von Cihans Gastgeberqualitäten getoppt. Locker und offen geht der Barchef auf seine Gäste zu. Uns gab er gleich eine Privatführung durch die Räumlichkeiten des Hearthouse. Als wir ihn im Vorfeld unseres Besuchs fragten, ob man auch mit Sneakers in seine Bar kommt, erhielten wir binnen Minuten die Antwort: Na klar wir tragen auch alle Sneakers! An diesem Abend hatte Cihan einen schwarzen Air Max 97 am Fuß. Es gibt allerdings einen kleinen Haken, den wir nicht verschweigen wollen. Das Hearthouse, zu dem auch die Circle-Bar gehört, ist eigentlich ein Members Club (für den derzeit auch noch ein Aufnahmestopp besteht). Wenn Ihr allerdings die Möglichkeit bekommen solltet, hier einmal Gast zu sein, dann nutzt diese Chance. Ihr werdet es garantiert nicht bereuen!

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Am nächsten Morgen zieht es uns vor unserer Abreise noch in das Café am Beethovenplatz (Goethestraße 51). In München ist dieses auch unter dem Namen „Mariandl“ bekannt. Das denkmalgeschützte Jugendstil-Haus ist schon eine echte Augenweide. Aber auch das Frühstück hat uns hier geschmeckt. Wer auf ein schönes Ambiente wert legt, sollte das Mariandl bei einem Besuch in München keinesfalls auslassen. Direkt gegenüber kann man in der Bar Gabányi (Beethovenplatz 2) bis spätnachts Drinks und Bar-Snacks (Gulaschsuppe!) bestellen – eine typische Absacker-Bar mit leider ein paar Schwächen im Service.

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Wir hoffen, dass wir Euch mit diesem Guide etwas Lust auf München machen konnten. Natürlich sind 2 oder auch 3 Tage eigentlich viel zu wenig. Wir werden daher bestimmt eher früher als später wiederkommen!