Berlin Tag

Wenn wir gelegentlich in Berlin sind, dann gibt es dort für uns nur ganz wenige Dinge, die praktisch immer auf unserem Programm stehen. Neben einem Drink in einer großartigen Bar wie dem Truffle Pig oder der Goldfisch Bar, einem Lunch bei Yafo und einem Treffen mit unseren Berliner Freunden ist vor allem ein Besuch in der Hauptstadt-Filiale von Sneakersnstuff (SNS) immer eine absolute Freude. Das liegt weniger an den dort erhältlichen Sneakers – die meisten gibt es schließlich auch in anderen Sneaker-Stores – sondern an dem großartigen Team um Store Manager Raphael.

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Dabei zeigen Rapha und die SNS-Crew, dass man mit dem richtigen Kundenumgang und einer entspannten, aufgeschlossenen Art im schon oftmals tot gesagten Retail-Geschäft tatsächlich etwas bewegen kann. Auch wir beklagen uns gelegentlich, dass das Einkaufserlebnis offline weit hinter dem äußerst bequemen, 24/7 verfügbaren Online-Shopping zurückbleibt. Das liegt aber auch daran, dass wir Einkaufen grundsätzlich hassen (auch wenn uns das niemand glaubt). Entweder findet sich nicht das, was man gerade sucht, oder es nerven andere Kunden, die glauben, sie wären alleine auf der Welt. Bei SNS, die für ihren Online-Store und die meisten Raffles eine ziemlich praktische App anbieten, deckt sich dagegen das virtuelle mit dem realen Image.

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Hierzu gehört auch, dass alle SNS-Stores eine eigene „Persönlichkeit“ besitzen. Denn obwohl die beiden SNS-Gründer Erik Fargerlind und Peter Jansson inzwischen über ein halbes Dutzend Stores betreiben – gerade hat ihr Tokio-Store eröffnet –  fühlt man sich dort nie wie bei einem anonymen Filialisten. Jeder Shop bietet andere Interior-Highlights und Details, die wie die eingebaute Fitness-Ecke am Venice Beach oder die gemütlichen Sofas in Stockholm das jeweilige Viertel im Store-Design abbilden. Auch im Berliner Store in Sichtweite der Torstraße gibt es einige dieser wunderbaren Hauptstadt-Referenzen zu entdecken. Und wer beim Bezahlen an der Kasse einmal nach oben schaut, entdeckt dort Erik und Peter, die auch hier alles im Blick haben. Big (Swedish) Brother is watching you!

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Auch die klare Aufteilung nach Styles und Brands gefällt uns hier. Wo andere, ebenfalls sehr namhafte Stores alles wild durcheinander anbieten oder den Charme eines Outlets ausstrahlen, die längst alles in ihr Online-Geschäft investieren, verfolgt man bei SNS ein durchdachtes Instore-Konzept. Hinten im Store befindet sich die Abteilung für die Ladies, die erfreulicherweise auf den üblichen Girly-Kram verzichtet. Nicht alle weiblichen Sneakerheads wollen schließlich in einer pinken Designhölle einkaufen. Stattdessen findet man hier schwedische Gemütlichkeit und eine angenehm unaufdringliche Beratung. Die Berliner SNS-Crew beweist dazu praktisch jeden Tag mit der eigenen Sneaker-Wahl, dass sie über ihren Job hinaus mit der Sneaker- und Streetwear-Kultur verbunden ist.

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Das gilt natürlich auch für die beiden SNS-Bosse Peter und Erik. Was haben die beiden in den letzten Jahren nicht alles auf die Beine gestellt! Ein wichtiger Teil waren dabei immer besondere Collabs und „SNS Exclusives“. Ihre Jordan-Liebe ist besonders groß, was sie zuletzt mit dem „Past Present Future“-Pack einmal mehr unter Beweis gestellt haben. Der AJ 1 Mid, der in diesem Drop für die große Vergangenheit von Jordan steht, hat sogar das Zeug zu einem echten Klassiker. Es wäre nicht der erste und sehr wahrscheinlich auch nicht der letzte „SNS Exclusive“, dem dies gelingt. Wir bereuen es immer noch, dass wir vor vielen Jahren bereits unseren New Balance 1500 aus dem RGB-Pack abgegeben haben. Aber solche Fehler macht vermutlich jeder.

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Ohne SNS wäre die Sneaker-Welt ganz bestimmt etwas ärmer und langweiliger. Über wie viele Shops lässt sich Vergleichbares noch sagen? Viele sind es nicht.

E. & M.

Grau schimmerndes Samt auf einem Sneaker? Warum nicht, dachte man sich bei Nike und tüftelte an einem neuen Lux-Pack für die Damen. Herausgekommen ist ein ziemlich starkes Quartett, das sicher nicht nur bei den weiblichen Air Max-Fans auf viel Gegenliebe treffen wird. Besonders gelungen finden wir den Air Max Plus aus diesem Drop. In der leicht schimmernden Samt-Verpackung wirkt die eigentlich aggressive Air Max Plus-Silhouette fast schon edel. Ebenfalls zu den Velvet-Air Max gehört ein grauer AM97 Ultra ’17, bei dem sich die Samt-Elemente auch stimmig in den modernen Look einfügen. Letzteren findet Ihr seit heute bei TGWO, Bstn und Nike. Der Air Max Plus ist bei TGWO sowie bei 43einhalb und Foot Locker erhältlich.

Drop Weekly

Von New Balance erscheint am kommenden Samstag ein schönes Duo, auf das wir Euch gerne hinweisen wollen. Das „Peaks to Streets“-Pack vereint den Klassiker 574 mit seinem modernen Verwandten, den 574 Sport. Auffällig sind bei beiden Schuhen ihre unterschiedlichen Farbakzente im Fersenbereich, die dem ansonsten eher dezenten Look im klassischen New Balance-Grau einen gewissen Twist verleihen. New Balance verspricht dazu wieder ein Premium-Upper aus Wildleder, Nubuck und Pig Suede. Der hellere Grauton des 575 Classic (nennt sich Sea Salt) mag sicherlich deutlich schmutzanfälliger sein. Wir haben uns in den cleanen Style aber gleich etwas verguckt. Zum Preis von 120 (Classic) respektive 140 Euro (für den Sport) findet Ihr dieses NB-Doppel ab dem 13. Januar bei ausgewählten Stores wie 43einhalb, Afew und asphaltgold.

Drop Weekly

Ihre “Beyond the Hype“-Reihe setzen Sneakersnstuff und Reebok Classic in dieser Woche mit einer ebenfalls zeitlosen Collabo auf dem Classic Leather fort. Ganz einfach „Premium“ nennen sie ihr elegantes, cleanes Design, bei dem wieder weiches Elch-Leder zum Einsatz kam. Ansonsten hat man auf alle unnötigen Gimmicks und Spielereien verzichtet. „A Sneaker that can be worn with anything“ heißt es dazu von SNS und das trifft es sehr genau. Die Schweden versprechen einen ehrlichen Turnschuh, der sich an die echten Sneakerheads richtet. Reseller und Hypekids dürfen sich ruhig woanders umsehen. Der Online-Release startet am Samstag um 13 Uhr. Wirklich beeilen muss man sich hier aber nicht. Sneaker-Shopping like back in the days!

Drop Weekly

Was steht für Berlin? Nach Brandenburger Tor, Reichstag und Currywurst ist das ganz sicher die BVG – die Berliner Verkehrsbetriebe. Sowohl deren klassisches Gelb als auch die besonderen Muster der Sitzbezüge in den Bahnen sind Pendler wie Touristen gleichermaßen bekannt. Auch bei adidas Originals scheint es einige BVG-Fans zu geben und so startete man eine besondere Zusammenarbeit, die nun in einer ungewöhnlichen BVG x adidas-Collabo endete. Limitiert auf 500 Paare und nur in Berlin erhältlich – in diesem Fall absolut verständlich – erscheint am 16. Januar der EQT Support 93/Berlin. Besagtes Muster der Sitzbezüge wurde bei diesem EQT ebenso als Designelement aufgegriffen wie das gelbe Herz der BVG. Der eigentliche Clou ist jedoch, dass der Sneaker gleichzeitig als BVG-Jahresticket genutzt werden kann. Als Berliner Sneakerhead ist man so nie mehr ohne Fahrschein! Diese Idee finden wir fast noch besser als den eigentlichen Schuh, obwohl auch der sich absolut sehen lassen kann (wir würden nur andere Laces reinmachen). Erhältlich ist der BVG x adidas EQT 93/Berlin exklusiv im Overkill Store sowie im adidas Originals Store Mitte.

Drop Weekly

Hin und wieder brechen wir mit unserer Gewohnheit und nehmen auch mal einen Jordan-Release in den Weekly auf. Bekanntermaßen sind wir ansonsten ganz auf Running-Modelle fixiert. Tatsächlich ist dieser Jordan IV etwas ganz Besonderes. Wie schon sein Denim-Upper verrät, hatte bei diesem Drop die US-Kultmarke Levi’s ihre Hände im Spiel. Genau genommen fanden Jordan und Levi’s zu Ehren der legendären Denim Trucker-Jacke zusammen, die 2017 ein halbes Jahrhundert alt wurde. Insofern ist es nur logisch, wenn es zu den AJ IV die passende Trucker Jacket geben wird. Diese wird ab dem 17.Januar jedoch nur in sehr wenigen Stores (darunter SNS London, Kickz Berlin und SVD sowie einige Levi’s-Flagship-Shops) erhältlich sein. Etwas breiter erscheint am gleichen Tag der AJ IV (u.a. bei Bstn, der auch durch seine vielen Details wie das goldene Lining, den typischen Levi’s-Patch und den roten Levi’s-Tab besticht.

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Viele weitere Links zu den Releases dieser Woche findet Ihr wie immer zu gegebener Zeit unter unserem Twitter-Account @sneakerzimmer. Der Drop Weekly-Beitrag enthält Affiliate-Verlinkungen zu verschiedenen Online-Shops.

Bilder: adidas Originals, 43einhalb, SNS, New Balance, Jordan Brand

Wir sparen uns alle Berlin-Klischees über Mitte-Hipster und Prenzlberg-Schwaben, wir lassen die langweiligen Postkarten-Ansichten von Reichstag und Brandenburger Tor links liegen und starten dafür gleich mit unseren Lieblingsorten, Alten wie Neuen, die wir entweder selbst entdeckt haben oder auf die uns unsere Berliner Freunde (unser Dank gilt vor allem Mr. Biancissimo Adrian, Vincent und Kirsten) aufmerksam gemacht haben. Leider reichte auch unser letzter Besuch wieder mal nicht aus, um alles auf unserer Bucket List abzuarbeiten. Berlin ist ein Phänomen. Eines, das man eigentlich nur lieben und vielleicht hin und wieder auch mal hassen kann. Erstaunt stellten wir zuletzt fest, dass uns statt der typischen Berliner Schnauze immer öfter eine beinahe unheimliche Freundlichkeit begegnete. Das fing bereits beim sehr hilfsbereiten und kommunikationsfreudigen Taxifahrer an, der uns vom Flughafen Tegel zu unserem Hotel in Mitte brachte. Was ist da los Berlin?

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Teil 1: Mitte – Prenzlauer Berg

Es gibt gerade in Mitte und Prenzlauer Berg zahllose Orte für ein gutes Frühstück oder einen Top-Brunch am Wochenende. Mindestens einmal bei jedem Berlin-Besuch starten wir im Café Entweder Oder (Oderberger Str. 15) unseren Tag. Vor allem am Wochenende sollte man besser bereits früh da sein oder vorher einen Tisch reservieren. Das Café in Prenzlauer Berg ist nämlich bei Einheimischen wie Touristen gleichermaßen beliebt. Wer ordentlich Hunger mitbringt, dem empfehlen wir eines der großen Frühstücks-Menüs, von denen es auch eine vegetarische Option gibt. Auch sehr lecker: Das Bauern-Omelette mit Bratkartoffeln und sauren Gurken.

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Eine Frühstücks-Alternative ist das Commonground (Rosenthaler Str. 1) am Rosenthaler Platz in Mitte. Hier lässt sich in der Woche schon ab 7.30 Uhr und am Wochenende ab 8.30 Uhr in einem schönen Ambiente frühstücken. Bei gutem Wetter empfehlen wir den ruhigen Innenhof. Das Commonground gehört zum Circus Ho(s)tel, weshalb dort auch Hotel-Gäste ihr Frühstück serviert bekommen. Die kompakte Frühstückskarte bietet verschiedene French Toast-Varianten, hausgemachtes Granola und Haus-Klassiker wie den „Commonground“-Toast belegt mit pochierten Eiern, Avocado und Salsa Verde. Der Service ist freundlich und – für Mitte durchaus erwähnenswert – ziemlich flott.

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Ebenso obligatorisch wie für manche ein Besuch des Brandenburger Tores ist für uns ein Gang über die Torstraße. Wir fangen einfach mal bei No.74 (Torstr. 74 wer hätte es gedacht) an, die in Berlin zu den besten Adressen für alle adidas Originals-Releases, Consortium-Drops, Y-3-, Raf Simons- und Stella McCartney-Kollektionen zählen. Auch die Sale-Wochen verleiten uns regelmäßig zum Geld ausgeben. Da alles nur instore verkauft wird, findet man im No.74 oft noch ältere, zum Teil sehr limitierte Releases in durchaus interessanten Größen. Dazu macht das superhilfsbereite No.74-Team das Einkaufen für uns hier immer zu einer sehr entspannten Sache. „Entspannt“ ist ohnehin eine Umschreibung, die abseits bestimmter Samstag-Releases auf das No.74 ziemlich gut zutrifft. Wir hassen bekanntlich nichts mehr als überlaufene Shopping-Malls.

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Direkt neben No.74 öffnet sich eine Schatzkammer für alle echten Turnschuhfreunde und Liebhaber von Vintage-Modellen. Die Rede ist von Paul’s Boutique (Torstr. 76), die seit 2008 auch in Mitte Zuhause sind. Das „Original“ findet Ihr natürlich noch immer im Prenzlauer Berg (Oderberger Str. 47). Am besten bringt Ihr etwas Zeit mit, denn die herrlich unsortierte Schuh- und Klamottenauswahl kann einen schon erschlagen. Jedenfalls stellt sich bei uns mitunter eine gewisse Überforderung ein und manchen Schatz übersieht man vermutlich auch in diesem Vintage-Wald aus lauter Bäumen. Gleich neben der ersten Paul’s Boutique verkauft das Goo (Oderberger Str. 45) inzwischen Designer-Labels von APC bis Y-3 als Second Hand-Ware.

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Kehren wir zurück in die Torstraße, wo der Soto Store (Torstr. 72) als Concept Store für Männermode und Streetwear längst nicht mehr wegzudenken ist. Die enge Anbindung an das an gleicher Adresse ansässige Highsnobiety-Magazin geht auf David Fischer zurück, einem der drei Gründer von Soto. Seit 2012 präsentiert sich der Store auf einer in etwa doppelt so großen Fläche. Das Sortiment ist vielfältig und umfasst sowohl klassische Sportswear (Nike, NikeLab, Puma, Fila) als auch skandinavische Brands wie Acne und Norse Projects. Weitere interessante Marken sind A Kind of Guide, Suicoke, OAMC und Maison Kitsuné. Inzwischen gehören Soto zum schwedischen Caliroots-Netzwerk, was im Store aber nicht auffällt.

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Ein weiterer Concept Store lacht uns gleich auf der anderen Straßenseite an. Und das ist im Fall des Happy Shop (Torstr. 67) durchaus wörtlich gemeint. Dazu reicht ein Blick auf die gestreifte Fassade mit ihrem angedeuteten Smile in Neon-Grün. Der Store bietet sowohl Nachwuchsdesignern als auch etablierten Brands eine Bühne. Der Clou des luftigen, mit Holzwänden ausgekleideten Stores sind seine beweglichen Kleiderstangen-Systeme, die sich bei Bedarf bis unter die knapp 6 Meter hohe Decke fahren lassen. Das verschafft der eigentlich kleinen Verkaufsfläche eine besondere Flexibilität. Der außen angebrachte Hashtag #happygetshappier nimmt man hier anscheinend sehr ernst.

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Vom Happy Shop ist nicht weit bis zum Berliner Ableger von Sneakersnstuff (Schönhauser Allee 6-7), die hier ihrem Standing in der Sneakerwelt angemessen „residieren“. Zumindest muss sich der Store nicht vor dem in Paris oder Stockholm verstecken. Selbst ohne das SNS-Logo wäre der überraschend großzügige Laden sofort als Sneakersnstuff-Dependance zu erkennen. Das Angebot an Sneakers und Streetwear ist entsprechend groß. Vor allem zu den bekannten Release-Terminen am Wochenende kann es bei den Berlinern schon mal etwas voller werden. SNS verfügen bekanntermaßen über die besten Accounts. Uns gefielen nicht zuletzt die vielen Details wie die Lampe mit Swoosh-Branding, der Tisch im Boost-Design oder die großzügige Women’s Ecke. Wer sich genau umsieht, wird feststellen, dass die SNS-Chefs Peter und Erik auch immer ein wachsames Auge auf ihren Berliner Shop haben.

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Auch unsere Lieblings-Japaner von Comme des Garçons sind seit einigen Jahren in der Hauptstadt angekommen – beinahe selbstverständlich in Mitte, wo das Publikum internationaler und hipper kaum sein könnte. Tür an Tür findet man hier den Black- und Pocket-Shop (Linienstr. 115) mit einerseits den aktuellen Mode-Kollektionen von Rei Kawabuko als auch den CdG-Klassikern aus dem Play-Sortiment. Die T-Shirts, Geldbörsen, Taschen, Düfte und anderen Accessoires sind sicherlich nichts für Schnäppchenjäger. Aber das haben wir auch nie behauptet. Die fast schon meditative Ruhe im Store ließe sich fast mit einem Spaziergang durch einen Zen-Garten vergleichen.

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Für einen guten Kaffee machen wir aber auch immer gerne eine Pause vom Shopping. The Barn (Schönhauserallee 8, Auguststr. 58) zählen zu den sicherlich bekanntesten Kaffeeröstern. Tatsächlich werden die hier in Berlin gerösteten Bohnen inzwischen weltweit an Cafés geliefert. The Barn nutzen ausschließlich Premium-Bohnen aus nachhaltigem Anbau. Das schmeckt man. In Berlin gehören drei Cafés zum The Barn-Imperium. Wir haben das kleine Café in der Auguststraße besucht und dort einen Flat White bestellt.

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Zum Lunch haben wir die versteckt in einem Hinterhof gelegene Chipperfield Kantine (Joachimstraße 11) gleich mehrfach besucht. Das benachbarte Architektenbüro zählt zu den weltweit ersten Adressen. In der ebenfalls sehr stylischen Kantine bekommt man aber auch als Nicht-Chipperfield-Mitarbeiter von Montag bis Freitag ein wirklich herausragendes Mittagessen serviert. Alles ist hier frisch und sehr lecker. Mit einer „normalen“ Kantine teilt sich diese allenfalls nur den Namen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist für Berlin-Mitte sogar unschlagbar. Einziger Haken: Gerade ab 13 Uhr muss man schon mal auf einen freien Tisch warten.

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Ganz schön voll kann es zur Mittagszeit auch im kleinen Laden von MA’LOA Poké Bowl (Oranienburger Str. 7) am Hackeschen Markt werden. Die hawaiianischen Schalen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Man kann sich entweder aus über 20 Zutaten seine eigene Bowl zusammenstellen oder eine der vorgegebenen Menü-Optionen nehmen. Als Basis stehen dabei weißer Reis, Vollkornreis, Greens oder Zucchini-Nudeln zur Wahl. Lachs, Thunfisch oder Tofu kommen dann hinzu sowie verschiedene Toppings und eine Sauce (von süß bis scharf). Bei den Poké Bowls besteht absolute Suchtgefahr. Dafür sind sie mit ca. 10 Euro je Schale zugegeben auch nicht ganz billig. Solange aber die Qualität stimmt, ist das immer noch ein recht faires Angebot. Gleich um die Ecke kann man dann im Nike Store Berlin Mitte (Hackescher Markt 2-3) neue Laufschuhe kaufen.

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Ein absoluter Fels in der schnelllebigen Mode-/Streetwearwelt sind sicherlich Firmament (Linienstraße 40). Auch wenn Mitbegründer Jörg Haas schon vor längerer Zeit Firmament verlassen hat, um sich wieder ganz seinem „Baby“ Beinghunted zu widmen, so bleibt der Store doch eine verlässliche Anlaufstelle für Premium Streetwear aus aller Welt. Der Blick richtet sich vor allem nach Japan, wo Brands wie Porter, Visvim und Wtaps zu Hause sind. Sie gehören praktisch zur Grundausstattung von Firmament, die sich in einem unaufgeregten Ambiente auf das Wesentliche konzentrieren. Auch Kollektionen von Acronym, Bianca Chandon und Undercover findet man hier.

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Im Berliner Wood Wood-Ableger (Rochstraße 4) mit seiner Sneaker-Sektion Annex findet man skandinavische Mode und eine Auswahl aktueller Releases. Für uns ist der Store ein 50/50-Ding. Bei ungefähr jedem zweiten Besuch werden wir hier entweder bei einem der Wood Wood-Entwürfe oder einem Sneaker-Schnapper fündig. Meistens sind das Spontankäufe. Auf einem Rundgang durch Mitte kann man sicher mal reinschauen, wobei man besser bei den Sneakers nicht zu viel erwarten sollte. Gegenüber bietet der Edwin Store (Rochstraße 18) beste japanische Denim-Qualität.

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Ein unauffälliger Name und eine umso raffiniertere Küche. Dafür steht das Lokal (Linienstraße 160) in Mitte. In einem modern-minimalistischen Setting, das trotzdem gemütlich und einladend wirkt, werden hier feine Speisen aus vorwiegend regionalen Zutaten serviert. Alles, was wir im Lokal probiert haben, hat uns ausgezeichnet geschmeckt. Das Lokal steht für eine neue Restaurant-Generation, die ein entspanntes Ambiente mit einer bodenständigen Gourmet-Küche verbindet. Was zunächst wie ein Widerspruch klingt, ist in Wahrheit keiner. Von uns gibt es für diese Küche eine absolute Empfehlung!

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In der Bryk Bar (Rykestraße 18) lässt sich der Tag in Berlin ziemlich entspannt und bei einem guten Drink zu einem Abschluss bringen. Hier geht es sehr locker und fast schon familiär zu. Die Barmannschaft besitzt nicht nur Entertainer-Qualitäten, ihre Mixkünste sind sogar noch besser. Besonders die verschiedenen Gin Tonics (gesmoked!) sind ein Aushängeschild der Bryk Bar, die sogar einen Haus-Gin destilliert haben. Im Prenzlauer Berg gibt es eben nicht nur Bioläden und Hipster-Cafés sondern auch einige richtig gute Bars (die uns empfohlene Bar Immertreu hatte leider Sommerpause).

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In der Champions League der Trinkkultur spielen Buck and Breck (Brunnenstraße 177). Von außen gibt man sich „speakeasy“. Vor der angegebenen Adresse deutet nur eine kleine Aufschrift unterhalb des Klingelschilds auf den Barhimmel, der sich dahinter verbirgt. Schon mehrmals haben es Buck and Breck auf die Liste der weltbesten Bars geschafft. Vergesst alles, was Ihr über typische Happy Hour-Cocktails wisst. Die exzellenten, ziemlich kräftigen Longdrinks des Buck and Breck sind gleich mehrere Lichtjahre davon entfernt. Bereits die Karte lässt die Herzen echter Mixology-Kenner höher schlagen. Aber Vorsicht: Die meist kleinen Drinks haben es in sich! Es herrscht striktes Handy-Verbot und eine stilvolle, aber gleichzeitig recht lockere Bar-Atmosphäre. Wer die qualitativ besten Longdrinks in Berlin sucht, kommt am Buck and Breck nicht vorbei (ein kleiner Hinweis: hier gilt Cash only).

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Ein absolutes Touristen-Ding ist sicherlich der sonntägliche Flohmarkt am Mauerpark, den aber auch viele Berliner regelmäßig besuchen (sagen wir jetzt einfach so). Und weil der genau entlang der alten Grenze zwischen West- und Ost-Berlin verläuft, kann man hier im Vorbeigehen ein wichtiges Kapitel deutsch-deutscher Geschichte besichtigen – zumindest wenn man sich für die aufgestellten Infotafeln interessiert und nicht nur die Fressbuden ansteuert. Ansonsten gibt es die übliche Flohmarkt-Romantik, die man entweder liebt oder hasst. Sucht es Euch aus!

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Teil 2: Kreuzberg – Neukölln

Unweit des Görlitzer Parks bietet das Restaurant Bastard (Reichenberger Str. 122) ab 9 Uhr ein großartiges Frühstück, wozu selbstgebackenes Brot und eine Deluxe-Version des Klassikers Strammer Max gehören. Hier fühlten wir uns auf Anhieb wie Zuhause. Die scheinbar große Zahl an Stammgästen deutet auch darauf hin, dass das Bastard-Team vieles richtig macht. Mittags serviert man rustikale Gerichte und Speisen und ab dem frühen Abend gibt es im Restaurant Bastard ganz oldschool „Abendbrot“. Viel besser und entspannter als hier lässt sich ein Tag in Berlin nicht beginnen.

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Wie kommen wir jetzt vom Bastard zu Overkill? Der Weg ist nicht weit, zumindest wenn man sich durch den Görlitzer Park traut, der aus den bekannten Gründen nicht das beste Image hat. Am Schlesischen Tor steht das Overkill-Hauptquartier (Köpenicker Str. 195A) – eine echte Institution im internationalen Turnschuhgeschäft, die man eigentlich nicht mehr vorstellen muss. Marc und seine Mannschaft haben mit ihren zahlreichen Projekten, Events, Collabos und dem vielleicht größten Sortiment unter allen deutschen Sneakerstores über die letzten Jahre für viel Aufsehen gesorgt. Für uns ist ein Besuch im Store bei jedem Berlin-Besuch Pflicht. Wir wissen noch ganz genau, wie wir bei unserem ersten Besuch von der riesigen Sneakerwand förmlich erschlagen wurden. Und dass die Overkill-Crew selbst die besten Schuhe rockt, beweist unser On-Feet-Shot.

Berlin City Guide-49 Berlin City Guide-52 Berlin City Guide-51Berlin City Guide-50 Direkt neben dem Hauptgeschäft sind seit dem letzten Jahr Overkill Women (Köpenicker Str. 194) zu finden. Hier dürfen die Ladies ihrer Sneakersucht nachgehen. Und von denen gibt es bekanntlich immer mehr. Das helle Design des erfreulich geräumigen Stores mit seinen Metall-Applikationen wirkt modern, clean und dennoch nicht unterkühlt. Es ist nach unserem Geschmack genau die richtige Mischung gefunden worden. Das gilt auch für die Präsentation der Sneakers und der dazu passenden Apparel. Diese stehen hier übersichtlich nach Brands sortiert in den Regalen. Kleine Glasboxen, die offensichtlich als Eyecatcher funktionieren, sorgen zudem für eine gewisse Auflockerung. Und welcher Sneakerstore besitzt schon eine vergoldete Palme?

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Etwas versteckt in einem Kreuzberger Hinterhof hat der Voo Store (Oranienstraße 24) seit dem Jahr 2010 ein echtes Einkaufsparadies für alle Fashion-Liebhaber etabliert. Der modern-minimalistische Concept Store bietet eine feine Sneaker-Auswahl (von Tom Sachs’ Mars Yard 2.0 bis zum Yeezy Boost 350), große Modelabels wie A.P.C., Acne und seit kurzem Prada, Streetwear von Gosha bis Stone Island, und schließlich viele eher kleinere Brands, denen Einkäufer und Store-Manager Herbert Hofmann aber nicht weniger Aufmerksamkeit schenkt. Das Ergebnis ist ein unverwechselbarer Look, zu dem auch verschiedene Home Accessoires, Bücher, Magazine und Düfte gehören. Stil- und Modebewusstsein sind für uns das Kennzeichen des Voo Stores (hier geht’s zu unserem ausführlichen Store Guide). An gleicher Adresse zeigen im Übrigen die Baristas von Companion Coffee ihr Können.

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Der 032c Workshop (Alexandrinenstraße 118) des gleichnamigen Berliner Kulturmagazins steht Besuchern immer von Dienstag bis Freitag offen. Herzstück des Workshops, der oft auch als Event-Kulisse genutzt wird, ist eine 8 Meter lange Glasvitrine mit wechselnden Exponaten aus den Bereichen Popkultur, Mode und Design. Bei einem Spaziergang durch Kreuzberg kann man hier durchaus einmal reinschauen. Für die meisten Events benötigt man hingegen eine persönliche Einladung und recht gute Kontakte in die Kreativszene der Hauptstadt.

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Wir benötigten als nächstes erst einmal einen Kaffee. Als entspannten Rückzugsort mitten im pulsierenden Berlin/Neukölln empfehlen wir das Isla Berlin (Hermannstraße 37). Dieses gehört zu einer neuen Café-Generation, in der Minimalismus nicht nur bei der Einrichtung den Ton angibt. Neben den bekannten Kaffee-Varianten von Espresso über Flat White, Americano bis Cappuccino kann man noch zwischen Wasser, Limo, Tee, Saft und einer heißen Schokolade wählen. Das war’s! Passend dazu gibt es Kuchen, Gebäck und Cookies. Am Wochenende wird hier auch gebruncht, was wir aber nicht selbst getestet haben (also ohne Gewähr). Eigentlich würden wir ein solches Café eher in Mitte oder Prenzlauer Berg vermuten. So kann man sich täuschen.

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Von außen ebenfalls recht unscheinbar wirkte auf uns das Neues Off-Kino (Hermannstraße 20), das zur York-Kinogruppe gehört. Hinter der grauen, etwas baufälligen Fassade versteckt sich dann aber ein wunderschönes Kino im klassischen 1950er-Jahre-Stil. So etwas findet man in Köln nicht mehr. Das Neues Off verfügt nur über einen Saal. Dort werden täglich Filme im Original mit Untertiteln (OmU) gezeigt – ein weiteres Plus dieses nostalgischen Kinos, in dem man noch auf echte Filmfans und Kinoleidenschaft trifft.

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In der Markthalle Neun (Eisenbahnstraße 42/43) in Kreuzberg findet jeden Donnerstag ein Street Food-Markt statt. Ab 17 Uhr laden unzählige Stände zu einer kulinarischen Weltreise an. Koreanische Burger, japanisches Tako-yaki, Berliner Bouletten, vietnamesische Reisgerichte, indisches Naan-Brot, vegane Spezialitäten – die riesige Auswahl kann einen schon etwas überfordern. Und dabei haben wir noch kein Wort über die verschiedenen Desserts verloren! Einziger Nachteil in diesem Schlemmerparadies: In der Halle kann es am Abend sehr, sehr voll werden. Ihr schaut daher am besten kurz nach der Eröffnung um 17 Uhr mit dem entsprechenden Hunger vorbei.

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Nicht nur am Donnerstag gibt es im 44eins (Elbestraße 28/29) raffinierte Gerichte aus saisonale und regionalen Zutaten auf einem wirklich hohen Niveau. Bereits die Location der Otto-Reichel-Höfe – eine alte Industriehalle aus dem Beginn des letzten Jahrhunderts – hat sich die Maximalpunktzahl verdient. Im 44eins wird das Prinzip des Fine Dining mit einer lockeren Atmosphäre verbunden. Die hohen Decken und das rustikale Industriedesign der Halle verleihen einem Dinner hier noch mehr Charakter. Aus zwei Menüvorschlägen und 3 bis 6-Gängen kann man sich sein ganz individuelles Wunschmenü zusammenstellen. Auch die Drinks und Weine können mit der Qualität des Essens locker mithalten. Eine Reservierung ist aber in jedem Fall sehr empfehlenswert. Als Alternative können wir die nahe gelegene Föllerei (Weichselstraße 30) empfehlen. Auch dort bekommt man qualitativ beste Gerichte mit deutsch-französischem Einschlag serviert.

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Teil 3: Der „alte“ Westen – Stadtmitte

Weiter geht unsere Berlin-Tour im alten Westteil, genauer in Charlottenburg. Dort in der Kantstraße gibt es nicht nur zahllose gute asiatische Restaurants, über die unser Freund Adrian aka Biancissimo bereits ausführlich gebloggt hat, sondern mit dem Stilwerk (Kantstraße 17) auch einen „Tempel“ für alle Möbelfreunde und Designliebhaber. Auf insgesamt 20.000 (!) Quadratmeter und verteilt auf 55 Stores finden in dieser etwas anderen (weil angenehm ruhigen) Shopping Mall die besten Möbel-/Designer-Marken wie USM, Vitra und Kartell einen Platz. Wer will, kann hier gleich seine gesamte Wohnung neu einrichten oder auch nur ein schickes Accessoire mitnehmen. Letzteres passt vielleicht sogar noch ins Handgepäck.

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Seit einigen Monaten ist auch der in Köln beheimatete Taschen-Verlag wieder mit einem neuen, perfekt durchdesignten Store (Schlüterstraße 39) in der Hauptstadt vertreten. In unmittelbarer Nähe zum Ku’damm liegt dieses Retail-Juwel, das sich live noch schöner als auf jedem Foto präsentiert. Taschen sind vor allem bekannt für ihre großen Fotobände, limitierten Editionen wie dem Marvel-Buch (75 Jahre Marvel) und dem Bildband über Muhammad Ali (GOAT), sowie für viele sehr hochwertige Bücher über Kunst, Reisen, Fotografie und Popkultur. Nicht vergessen sollte man in dieser Aufzählung die durchaus provokanten Werke aus den Bereichen schwuler Subkultur, Erotik und S/M. Den Sammler-Editionen ist im Berliner Store sogar ein eigener Raum gewidmet.

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Das What do you fancy love?-Café (Knesebeckstraße 68/69 und Linienstraße 41) liegt zwischen Savignyplatz und Ku’damm nicht weit vom Taschen Store entfernt. Es bietet viele leckere hausgemachte Kuchen (Empfehlung: Der Mascarpone-Käsekuchen), Müslis, Salate, Säfte und Bagels. Die Einrichtung ist hip und dennoch einladend, das Publikum sehr gemischt. In der Linienstraße in Mitte gibt es noch ein zweites Fancy-Café, das sich ebenfalls für einen Snack, zum Lunch oder für eine Kaffeepause anbietet.

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Auch das Bikini Berlin (Budapester Str. 38-50) passt nicht in den genormten Rahmen eines üblichen Einkaufszentrums. Stattdessen vereint das Bikini Berlin als „Concept Shopping Mall“ unter einem Dach viele moderne Brands und Designer. Man findet hier beispielsweise den Lifestyle-/Fashion-Store AM+ von Andreas Murkudis, den industriell angehauchten Design-Shop LNFA und das dänische Modelabel Samsøe & Samsøe. In mehreren Pop-up-Boxen stellen darüber hinaus verschiedene Marken temporär ihre Entwürfe vor. Das erinnert etwas an den Boxpark in Shoreditch. Wie dort ist auch für Essen und Trinken gesorgt – vom Café bis zum Lunch auf der Dachterrasse.

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In der Nürnberger Straße begegnet man einem Roboter. Der steht im Berliner Solebox-Store (Nürnberger Str. 14), in dem passend zu Mr. Robot ein cleanes, futuristisches Industriedesign dominiert. Zwar wurden in den letzten 2 Jahren weitere Solebox-Stores in München, Wien und Amsterdam eröffnet, das Original steht aber weiterhin in Berlin. Über den Eigentümerwechsel hinter den Kulissen dürfte fast jeder Sneakerhead informiert sein, weshalb wir uns eine Chronik dieser Ereignisse ersparen. Ein echter Coup gelang Solebox zuletzt mit der Aufnahme von Bape in das Brand-Sortiment. Der Ansturm auf den ersten Bape-Drop im letzten Sommer konnte jedenfalls mühelos mit dem eines limitierten Sneaker-Releases mithalten.

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Wir fahren als nächstes in den Bezirk Tiergarten. Unser Ziel sind die beiden Concept Stores von Andreas Murkudis (Potsdamer Straße 77 & 81). Dieser wurde einst als Geschäftsführer des Berliner „Museum der Dinge“ bekannt. In seinen beiden Stores hält er ebenso alle Fäden in der Hand. Hier kommt nur das auf eine der sorgsam arrangierten Verkaufsflächen, was er selbst ausgewählt hat. Das kann Mode sein, aber auch Spirituosen oder Home Accessoires. Lokale Designer sind für Murkudis ebenso ein Thema wie Weltmarken wie Balenciaga. Zusammen mit Birkenstock stellte er bei unserem Besuch die Birkenstock-Box – gewissermaßen einen Pop-up-Store mit limitierten Birkenstock-Entwürfen – vor die 1000 qm große Halle mit dem Hauptgeschäft.

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Etwas anders ist auch das Konzept vom Oukan-Store (Kronenstraße 71). Die Kombination aus asiatischem Restaurant in der oberen Etage und Fashion-Store funktioniert sicherlich nicht überall. Aber in Berlin hat das Konzept schnell viele Freunde gefunden. Auch die Mode, die im Oukan verkauft wird, ist asiatisch inspiriert. Man findet hier Designer wie Issey Miyake und Juun J., der auch schon mit adidas zusammengearbeitet hat. Die Preise sind wie erwartet ambitioniert und viele Entwürfe sicherlich nichts für den modischen Mainstream. Oukan selbst bezeichnet die Mode als „Avant-Garde“. Das trifft die Sache ziemlich gut.

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Statt im Oukan haben wir uns jedoch für ein Mittagessen im Yarok (Wilhelmstraße 41A) entschieden. Das syrische Restaurant bietet bodenständiges arabisches Essen, darunter Klassiker wie Falafel, Hummus, Kabab, Couscous und Schawarma (das arabische Pendant zum Gyros/Döner) zu wirklich fairen Preisen. Neben dem Restaurant in der Wilhelmstraße mit Blick auf’s Bundesfinanzministerium gibt es die leckere Yarok-Küche auch in Mitte (Torstraße 195). So schmeckt richtige Küche für Herz und Bauch.

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Ein deutlich größeres Budget benötigt man für einen Einkauf im The Corner (Französische Straße 40). Der edle Concept Store am Gendarmenmarkt führt neben Designer-Ware von A wie Acne bis V wie Valentino (sorry nichts mit Z gefunden) auch Sneakers, sämtliche Yeezy-Seasons sowie Hypekram von Vetements und Off-White. Hier stehen NMDs neben Rick Owens, Nike Cortez neben Balenciaga-Runner. Für den guten Duft gibt es Aesop. Nicht weit entfernt ist das Borchardt. Auch das passt irgendwie.

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Zum Ende unseres Guides mit unseren ganz persönlichen Empfehlungen wollen wir noch unbedingt erwähnen, dass wir zuletzt nicht alles noch einmal besuchen konnten, was in Berlin zu unseren Lieblingsorten zählt. Aus diesem Grund haben wir wieder einen kompakten Guide mit allen Adressen als PDF-Dokument erstellt – zum Runterladen, Ausdrucken und Mitnehmen.

Manchmal fühlen wir uns in Berlin wie auf einem anderen Planeten. Auch wenn wir in Köln leben und damit in einer vermeintlichen Großstadt, so ist der gefühlte Abstand zu einer Metropole wie Berlin doch gewaltig. Das gilt für viele Dinge: Die Entfernungen, die Verschiedenheit der Kieze, die Internationalität seiner Bewohner, die Möglichkeiten, neue Restaurants und Food-Trends zu entdecken und natürlich auch für Mode, Streetwear, Design und Sneakers. Allein die Anzahl an Stores, die sich auf diese Themen konzentrieren, sprengt den üblichen Rahmen. Aber so sehr viele es versuchen, so viele scheitern mit ihren Ideen leider auch. Zu einer richtigen Erfolgsgeschichte hat es hingegen der 2011 eröffnete Voo Store in Kreuzberg gebracht. Damals war der einst gefürchtete Kiez zwar schon ein Geheimtipp, mit der Hipness von heute konnte es die Gegend rund um Oranienstraße, Kottbusser Tor und Mariannenplatz allerdings noch nicht aufnehmen. Während nach Mitte und Prenzlauer Berg schon Tausende Neuberliner strömten, blieben die Kreuzberger noch meist unter sich.

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Insofern war die Idee, genau hier einen modernen Concept Store zu eröffnen, eine durchaus mutige. Die Brüder Yasin und Kaan Müjdeci hatten sie und setzten sie dann auch gleich in die Tat um. Dabei half ihnen sicherlich ihre Erfahrung in der Gastronomie. Zudem waren sie in der Kreativszene der Hauptstadt gut vernetzt. In einem dieser typischen Berliner Hinterhöfe ist seitdem ihr „Baby“ untergekommen. Heute gehört der Voo Store längst zu den international bekanntesten Concept Stores. Mag früher manch einer an der Adresse in der Oranienstraße ahnungslos vorbeigelaufen sein, so steuern heute viele an Mode und Design interessierte Berliner und Touristen genau diesen Ort zielstrebig an. Das Konzept hat sich durchgesetzt und ist über die Jahre stetig gewachsen. Inzwischen finden sich über 70 Brands im Voo-Portfolio. Große Namen der Fashion-Welt wie A.P.C. Acne Studios, Marni, Raf Simons, Jil Sander oder ganz neu Prada prägen ebenso wie viele kleine Brands (Carne Bollente, Re/Done, Goetze, Mykita) den unverwechselbaren Voo-Look.

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Für die Zusammenstellung des Sortiments und den Einkauf ist Kreativdirektor Herbert Hofmann verantwortlich. Er bestimmt, was in den Store kommt und welche Kollektionen mit der Aufnahme in den Voo-Katalog geadelt werden. Denn längst sind Voo selbst eine begehrte Marke. Gerade für junge Designer und Brands kann daher ein Listing zum Sprungbrett werden. Auch wir lieben Herberts untrügliches Gespür für Modetrends, Design und Architektur. Wer sich davon überzeugen möchte, muss sich nur einmal etwas genauer im Store umsehen oder Herberts privaten Instagram-Postings folgen. Für ihn ist es aber die Präsentation ebenso wichtig wie der Inhalt. Übersetzt auf den Store heißt das: Der moderne, zeitlose Stil des Shops wird nicht nur über das Sortiment definiert sondern auch über den Ort selbst und die Menschen, die sich dort treffen. Regelmäßig finden im Voo Store besondere Events und kleine Veranstaltungen statt. Aus dem kreativen Netzwerk Berlins ist der Concept Store auch deshalb kaum mehr wegzudenken.

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Uns gefällt neben der Auswahl exklusiver Fashion und Streetwear auch das Angebot an Home Accessoires, Kunst, Bücher und Magazinen. Auch darin spiegelt sich Herberts Handschrift. Und obwohl hier so viele Marken zusammenkommen, wirkt nichts einfach zusammengewürfelt oder beliebig. Tatsächlich ist das dahinter liegende Konzept ziemlich intuitiv, weshalb man bei Voo zweifellos von einem „Concept Store“ sprechen darf. In den Ansatz, den Store auch als einen Ort zu verstehen, an dem man einfach gerne zusammenkommt (selbst wenn man nicht auf Shopping-Tour ist), passt das integrierte Café von Companion Coffee. Von deren Barista-Kunst überzeugen wir uns bei jedem Voo-Besuch nur zu gerne. Überhaupt ist die ganze Atmosphäre hier so wunderbar entspannt und unaufgeregt. Das hektische Mitte mit seinen überlaufenen Shopping Malls könnte gefühlt jedenfalls kaum weiter entfernt sein. Manchmal ist Kreuzberg immer noch ein anderer Planet.

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Es dürfte kaum überraschen, dass auch der Voo Store eine zweite, digitale Heimat hat. Der Online-Shop ist ebenfalls klar strukturiert und nach Men- bzw. Women-Releases aufgeteilt. Für uns als Nicht-Berliner ist er jedenfalls ein hilfreicher Link in das elegant-lässige Voo Store-Universum. Bei unserem Besuch ließ Herbert aber keine Zweifel, woran sein Herz wirklich hängt. Und das ist der Store in der Oranienstraße. Für seine treuen Berliner Kunden reserviert man bei Voo regelmäßig bei besonders gehypten Releases einen extra Stock für den Verkauf im Laden – so geschehen zuletzt beim Drop der neuen Gosha x adidas-Kollektion. Diese hätte man auch komplett online innerhalb weniger Minuten verkaufen können, doch das wäre nicht in Herberts Sinne gewesen. Dass der begehrte Tom Sachs Mars Yard 2.0 in Deutschland beim Voo Store herauskam, sagt eigentlich schon alles über die Reputation des Shops. Dabei ist die Sneaker-Ecke hier nur ein Puzzleteil von vielen (aber ein zugegeben nicht unwichtiges), weshalb sich Voo nicht mit den üblichen Sneaker Shops vergleichen lassen. Für die Peer Group muss man vielmehr nach Istanbul (290 sqm), New York (Opening Ceremony), Kopenhagen (Storm) oder London schauen. Die Berliner können froh sein, einen solchen Schatz zu besitzen.

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Zum Abschluss möchten wir Euch noch unser Interview mit Herbert ans Herz legen. Viel Spaß damit!

Du bist jetzt seit vielen Jahren Kreativdirektor und Einkäufer beim Voo Store. Hat sich Deine Arbeit in dieser Zeit verändert? Was ist heute vielleicht anders als in Deiner Anfangszeit?

Herbert: Der Markt hat sich sehr verändert. Socialmedia diktiert, was in ist und was nicht. In diesen Zeiten nicht auf offensichtliche Trends zu schauen, ist schwierig. Ebenso schwierig ist es, im Stil unabhängig zu bleiben. Wir sind ohne Online-Store gestartet und der Schritt in diese Richtung war hart und aufwändig. Seit dem ersten Launch haben wir viele Phasen durchgemacht und nicht nur gute. Die Ansprüche der Kunden, was den Online-Store angeht, werden immer höher und viele wissen nicht, dass wir kein riesen Unternehmen sind. Unser Shop und das Lager befinden sich im Herzen Kreuzbergs. Wir bieten persönlichen Service, aber wir haben (noch) keine Drohnen, die bestellte Pakete innerhalb von Stunden nach Hause liefern. Es ist schwieriger geworden, den Leuten Neues zu zeigen und sie in ihrem eigenen Geschmack zu stärken. Nur weil scheinbar alle Gucci tragen, heißt das nicht, dass es zu einem selbst passt und auch nicht zu allen Stores.

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Voo ist ein Concept Store. Wie würdest Du Euer „Concept“ zusammenfassen?

Herbert: Der Begriff Concept Store wurde die letzten Jahre etwas überstrapaziert. Sobald es in einem Shop mehr als Kleidung gibt und einen Kapsel-Kaffee für Kunden, wird der Laden zum Shop mit Konzept. Viel Konzept sehe ich in den meisten dieser Läden aber nicht: Welche Marken neben welchen gut funktionieren, lässt sich leicht googeln. Mit viel Geld teures Interior für einen Store kaufen, ist auch keine Kunst. Mittlerweile geht es in Concept Stores noch stärker um die Auswahl und diese definiert das Konzept zum größten Teil. Wir behandeln ein Produkt, das 20 Euro kostet, mit genauso viel Sorgfalt und Respekt wie eine 3.000 Euro teure Lederjacke. Der Wert eines Produkts sollte nie am Preis gemessen werden. Eine Anekdote dazu: Eines meiner Lieblingsteile ist ein gratis Lufthansa-T-Shirt, das ich nach einem gestrichenen Flug im Flughafenhotel bekommen habe.

Unser Konzept repräsentiert, was wir im Team mögen: Design, das innovativ ist oder Traditionen folgt, Musik, Kultur, Architektur, Essen, Politik, Umwelt und vieles mehr.  Wir glauben, dass auch ein nicht limitiertes Produkt wie z.B. ein Sneaker seine Berechtigung im High-End Markt hat und sind froh, dass sich unsere Kunden selbständig ein Bild machen und ein Produkt mögen oder nicht.

Am tollsten ist es, einen super limitieren Schuh in den Laden zu stellen und an eine Person zu verkaufen, die nicht weiß, wie rar dieser ist. Wenn dieser Kunde zurückkommt und erzählt, wie viele Sneakerfans auf der Straße ausrasten, wenn sie den Schuh sehen, freut mich das sehr. Das Konzept ist, Dinge zu präsentieren, die uns gefallen oder von denen wir denken, dass sie auch noch lange nach dem Kauf einen Wert für den Käufer haben. Kurzlebige Trends sind zu einfach zu durchschauen und machen keinen Spaß. Es geht stattdessen um Inspiration. Als Plattform haben wir auch eine Verantwortung, nicht nur die Verkaufszahlen nach oben zu drücken.

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Welche Brands interessieren Dich/Euch derzeit am meisten?

Herbert: Wir sind große Fans von der Winterkollektion von Prada und auch die aktuellen Drops von Gosha und Raf Simons mit adidas sind toll. Die Jungs von Carne Bollente sind auch immer noch unsere Lieblinge. Ich liebe, wie sich die Marke verbreitet hat und wie gut ihre süß-sexy Designs ankommen (Anmerkung von uns: Kann man Dir nur für diesen letzten Satz ein „Gefällt mir“ schenken?).

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Gibt es so etwas wie den typischen Voo-Kunden? Oder was zeichnet die Leute aus, die bei Euch einkaufen?

Herbert: Den typischen Voo-Kunden gibt es nicht. Wir haben ja Frauen- und Männerkollektionen und dabei auch von Teenagern zu über 70-jährigen Kunden, die unsere Auswahl mögen. Ich denke sagen zu können, dass viele unserer Kunden auch gerne neue Sachen kennenlernen wollen und nicht nur nach Brands kaufen. Viele kommen nur für einen Kaffee vorbei und shazamen Musik. Ich mag das.

Wie stehst Du zu der „Flut“ an Sneaker-Releases und wonach wählt Ihr die für Euch interessanten Releases aus?

Herbert: Wir sind super selektiv geworden. Es war ein langer Lernprozess. Wir haben hart gearbeitet und plötzlich viele limitierte Drops bekommen, was uns sehr geehrt hat und immer noch ehrt. Wir kommen aber als Shop nicht hinterher, allem zu folgen und können nicht verlangen, dass der Kunde da durchblickt. Wenn es nach den Marken geht, sollten wir alle jede Woche einen Schuh von jeder Marke kaufen, weil dieser der beste und neueste ist. Aber wie schon erwähnt: Nicht alles Limitierte ist passend für uns. Deswegen ist es wichtig, dass auch die Brands die Shops und deren Stil sehr gut kennen.

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Viele Sneaker-Boutiquen expandieren schon länger in andere Städte und Länder. Ist so etwas auch für Voo denkbar? (in Köln bräuchten wir Euch dringend)

Herbert: Danke für die Einladung! Wir denken viel darüber nach, aber wir glauben dass Voo Store sehr viel von dem Input der Stadt lebt. Wir lieben es, hier zu leben und Berlin jeden Tag besser kennenzulernen. Diese Voraussetzungen müssten dann in einer neuen Stadt auch gegeben sein. Man braucht außerdem jemand vor Ort, der die Stadt versteht. Wir sind Weltenbummler. Mailand ist zum Beispiel auch eine Metropole, die wir lieben und wo wir uns gerne niederlassen würden. Aber erst einmal müssen wir hier ankommen.

Herbert, hab vielen Dank für Deine Zeit und die klaren Antworten! Wir wünschen dem ganzen Voo-Team weiter viel Erfolg!

Am Freitag ging es für uns nach Berlin. Grund war eine Einladung des neuen Berliner Oqium Stores, der wir sehr gerne nachgekommen sind. Obwohl der Store unweit des Alexanderplatzes schon seit einigen Wochen geöffnet ist, holte man erst jetzt die offizielle „Einweihungsparty“ mit DJ, Food, Drinks und einigen besonderen Restocks nach.

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Wer uns auf Facebook oder unseren IG-Stories folgt, wird schon entdeckt haben, dass darunter unter anderem der AJ 1 OG „Shattered Backboard“, der „Top3“ und der letzte AJ XI „Space Jam“ waren. Das hat so manchen Jordanhead natürlich sehr gefreut, zumal alle Modelle noch in vielen Größen am Start waren. Auch auf den in Samt verpackten AJ XI PRM „Heiress“ konnten die Partygäste bereits einen Blick werfen (der ging gestern ja überraschend schnell überall weg). Komplettiert wird das Oqium-Sortiment von den dazu passenden Klamotten, zum Teil mit besonderen Oqium/Berlin-Branding. Wir finden, dass sich das Besondere immer in kleinen Details zeigt. In diesem Fall galt unsere Aufmerksamkeit vor allem der Vitrine mit den alten Jordan-Releases und „Zurück in die Zukunft“-Fundstücken.

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Insgesamt ist der Store wie schon seine Vorgänger in Paris, Amsterdam und Rotterdam ganz auf Basketball ausgerichtet. Oqium haben ihre Wurzeln in den Niederlanden. Und unsere Nachbarn sind bekanntermaßen besonders auf Jordans und andere Basketball-Modelle fixiert. Das merkt man sofort, wenn man einmal dort war. Aber natürlich sollte das Oqium-Konzept auch in Berlin funktionieren, zumal die Lage am Alex (die genaue Adresse lautet: Karl-Liebknecht-Str. 13) neben einheimischen Jordan-Fans auch viele Berlin-Touristen anziehen dürfte. Gerade die klare Ausrichtung auf das Basketball-Segment ist für Oqium ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal, das man fortan in der Hauptstadt pflegen wird.

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Uns bleibt nur, der Berliner Oqium-Crew viel Erfolg zu wünschen und uns für die Einladung sowie das prall gefüllte Goodie-Bag zu bedanken. Big thanks also to Thierry from Visionarism for taking care of us!

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Adidas hatte am Freitag zum Start des miEQT-Customization-Programms nach Berlin eingeladen. Das Launch-Event im adidas Originals-Store in Berlin Mitte war ein entspanntes Event, bei dem wir unsere eigenen EQT-Designs ausprobieren, bauen, verwerfen und schließlich abschicken durften. So schwer wir uns mit der Entscheidungsfindung in solchen Dingen tun – lieber Mesh oder doch Wildleder, Gumsohle oder weiße Sohle, Premium oder Classic? –, war das einfacher als gesagt. Zur Stärkung gab es später dann noch original Berliner Currywurst.

miEQT LaunchBereits zum Start des miEQT-Programms standen beispielsweise bei der Premium-Variante fünf verschiedene Obermaterialien zur Auswahl, darunter neben dem Klassiker Mesh auch strukturiertes Spaltleder und weiches Wildleder. Besonders auffällig war das gemusterte Stingray-Leder rund um die Ferse, für das sich der Mann bei seinem EQT Support entschied. Wie unsere beiden Entwürfe am Ende in der Realität aussehen werden, können wir kaum noch abwarten. Immerhin unterscheidet sich das Basteln am Computer meist von der Realität. Da war es schon eine Hilfe, dass die Muster für das Upper und die Sohlenvarianten im Store auslagen. So konnte man zumindest den Look des eigenen Schuhs erahnen und sich mit der Haptik der verschiedenen Materialien vertraut machen.

miEQT LaunchDie vor Ort ausgestellten miEQT-Designs für Jungs und Mädels (in Pastellfarben!) machten einen verdammt guten Eindruck und ließen nicht nur bei uns die Vorfreude auf den eigenen Schuh nochmals steigen. Jetzt müssen wir uns aber erst einmal ein paar Wochen gedulden. Egal ob mit Mesh, Leder oder teilweise reflektierenden Upper (bei der Classic-Variante) der miadidas-Neuzugang konnte gleich mit mehreren Designs überzeugen. Da sollte für jeden EQT-Fan eigentlich das Passende dabei sein. Wer Mesh bevorzugt und es lieber etwas farbenfroher mag, sollte vielleicht eher den EQT Support Sport Classic wählen. Dieser kann einerseits mit dem bereits erwähnten reflektierenden Mesh, andererseits mit einer schwarzen, roten, grünen oder komplett dunkelblauen Basis bestellt werden. Hoffentlich rüstet adidas beim Premium auch mit weiteren Farboptionen nach.

miEQT LaunchInzwischen dürfte es bekannt sein, dass der EQT Support selbst für adidas-Verhältnisse recht groß ausfällt. Im Vergleich zu Eurer normalen (adidas-)Größe empfiehlt es sich daher unbedingt eine halbe US/UK-Größe kleiner auszuwählen. Ansonsten müsst Ihr später wohl drei Paar Socken anziehen, hehe. Nach dem erfolgreichem Start von miEQT – allen Instagrammern legen wir den @teamEQT-Account von Till und den Hashtag #teameqt ans Herz – sind wir gespannt, wie die Reise hier weitergeht. Wie wäre es zum Beispiel mit einem miEQT in der Primeknit-Verpackung? Oder mit einem miEQT Guidance? Über beides würden wir uns sehr freuen.

Vielen Dank an Markus, Till und das ganze adidas-Originals-Team für die Einladung. Berlin ist doch immer eine Reise wert!

E. & M.

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Zeitgleich in New York und Berlin fand am vergangenen Freitag der Release des ersten gemeinsamen Sneaker-Projekts von Kith bzw. Ronnie Fieg und Highsnobiety statt. Dazu holte die deutsch-amerikanische Connection mit Puma einen bei solchen Collabs ebenfalls erfahrenen Partner ins Boot. Anlass war der 10. Geburtstag des weltweit gelesenen, einflussreichen Lifestyle- und Street-Culture-Magazins. Nach einer überaus ereignisreichen Dekade, in der auch die Sneaker-Szene viele Veränderungen durchlaufen hat, war die Zeit reif für eine Zusammenarbeit zwischen diesen prominenten Köpfe/Marken.

Für Ronnie Fieg sollte das Jubiläum nicht einfach mit zwei „normalen“ Collabs gefeiert werden. Stattdessen nahm Fieg, den man für seinen geschäftlichen Weitblick und sein Marketing-Geschick ehrlich Respekt zollen muss, einige Änderungen am Puma R698 und Blaze of Glory vor. Letzterer erhielt nicht nur ein Upper aus gestepptem Nubuck-Leder sondern auch einen zusätzlichen Strap und ebenfalls gesteppte Innensohlen. Farblich wurde das Paar an die US-Flagge und damit der Heimat von Kith/Fieg angepasst. Der modifizierte R698 (eigentlich nennt er sich nun RF698S) spielt hingegen auf die deutschen Wurzeln des von David Fischer geleiteten Highsnobiety-Magazins an. Bei diesem Modell, dessen Obermaterial ebenfalls aus gestepptem Nubuck besteht, wurde die übliche Zunge durch einen Sockliner aus Mesh/Neopren ersetzt. Auch die für Puma so typischen Formstripes erhielten ein kleines Update samt reflektierender Deutschland-Flagge aus 3M.

Auf den ersten Promo-Bildern und auch bei der wieder einmal perfekten Präsentation des Packs im New Yorker Kith-Store machte der RF698S eigentlich den etwas stärkeren Eindruck auf uns. Wenn wir uns jetzt aber beide Schuhe noch einmal genauer auf unseren eigenen Fotos vom Release anschauen, dann kommen an dieser Meinung doch leise Zweifel auf. So sieht gerade der Blaze of Glory aus fast jeder Einstellung wirklich stark aus. Wer Fieg kennt, der weiß, dass er auf das Drumherum gleichsam sehr viel Wert legt. Und so gab es zum Release nicht nur eine Kith-Edition des Highsnobiety-Magazins mit besonderen Cover-Gimmick sondern auch eine Special Box, die multifunktional zur Aufbewahrung der Magazine genutzt werden kann.

Dass beide Modelle des „Tale of two Cities“-Packs instore nach knapp zwei Stunden ausverkauft waren – online dauerte es erwartungsgemäß nur wenige Minuten – überrascht nicht. Die im Umgang mit solchen Releases geübte Kith-Truppe sorgte jedenfalls für einen schnellen, reibungslosen und geordneten Ablauf. Kein Stress, keine Hektik.

And finally: Big thanks to Adam and Lucas for giving us the opportunity to take our own shots of this Kith-release!

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Tag 1 (Dienstag)

Los ging die Woche Berlin für uns am Dienstag. Viele andere waren ja schon etwas früher angereist, um den Solemart am Sonntag in der Neuen Heimat noch mitnehmen zu können. Bei gefühlten 50 Grad (so hören wir) war der aber ziemlich anstrengend. Nachdem wir unser kleines Zimmer im Prenzlauer Berg bezogen hatten, schauten wir als erstes bei Firmament vorbei. Dort hatte Jason Markk extra für 4 Tage einen Pop-up Store im schönen Firmament-Loft aufbauen lassen. Wer wollte, konnte seine schmutzigen Sneaker vorbeibringen und diese einem Wellness-Programm unterziehen. Bei der Hitze am Dienstag kam die Jason Markk-Crew trotz aufgestellter Ventilatoren ordentlich ins Schwitzen. Eine Etage tiefer im Firmament-Store konnte man die am Vorabend eröffnete Ausstellung zum 20. Geburtstag des legendären Lodown Magazines samt vieler alter Cover erleben. Sicher gehören Firmament auch bei unserem nächsten Berlin-Trip wieder zum Pflichtprogramm.  

Danach machten wir uns nach einer kleinen Kaffeepause im Kaschk auf zu No.74 in die Torstraße, wo die Frühjahr-Sommerkollektionen von Y-3, Raf Simmons und adidas Originals mit Preisnachlässen von bis zu 50% lockten. Gleichzeitig war auch schon die erst Herbst-/Winterware eingetroffen. Die neuen Raf Simons x Stan Smith Colorways fielen uns dabei besonders ins Auge. Auch ansonsten ausverkaufte Collabs wie die letzten BAPE Superstars waren hier noch in Restgrößen erhältlich – No.74 bleibt eine Top-Adresse mit einem sehr, sehr netten Staff.  

Stop Nr. 3 an diesem Tag war die Tubular Gallery in der Torstraße. adidas Originals hatte hier für 3 Tage einen Pop-up Store aufgebaut, um die kommenden Herbst-/Wintermodelle vorzustellen und darüber hinaus auch einen Ausblick auf 2016 zu geben. Die nächstjährigen Tubulars, die ihre enge Verwandtschaft zur Y-3-Linie ganz offen herausstellen, durften leider nicht von uns fotografiert werden.  Im Netz kursieren allerdings von der Pariser Fashion Show schon recht gute Bilder. Für uns macht adidas damit gleich mehrere Sprünge in die richtige Richtung. Die Frage wird nur sein, inwieweit sich diese Tubulars mit dem Premium Y-3-Segment „vertragen“. Insgesamt war es ein schönes Event, bei dem die spätere Abkühlung in Gewitterform wirklich mehr als notwendig war. Die Chance, einen miTubular zu designen, haben wir dann am nächsten Tag eingelöst. Unsere Ergebnisse werden wir natürlich rechtzeitig präsentieren. Vielen Dank dafür an Christina & das ganze adidas-Team!

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Tag 2 (Mittwoch)

An Tag 2 stand erst einmal der Besuch der Bright und der Seek auf dem Programm. Dass beide Messen dieses Mal praktisch nebeneinander liegen, war sehr praktisch. Bei Asics auf der Bright ließ sich unter anderem schon ein Blick auf das „Valentine’s Pack“ 2016 erhaschen. Auch die Evo-Linie wird fortgeführt. Leider herrschte auch hier Fotografieverbot und daran halten wir uns auch. Auf der Seek waren u.a. Puma, Diadora, Karhu und Saucony vertreten. Bei Saucony durfte man zumindest aus der Ferne fotografieren. Überzeugt hat uns vor allem, was Diadora noch so vorhat. Natürlich waren auch neue Colorways vom N9000 darunter aber auch andere Modelle wird man ab Frühjahr 2016 stärker in den Fokus rücken.    

Bei unserem Rückweg durch Kreuzberg haben wir noch beim Voo Store in der Oranienstraße Halt gemacht.  Vor allem die Frau liebt den stylischen Shop mit seiner Mischung aus Streatwear, Fashion und Designer-Spielzeug.  Auch hier hatten wir im Sale wieder einmal Glück (aber kein Sneaker-Content, nur Klamotten). Aber auch ohne einen kleinen Einkauf lohnt der Besuch allein schon wegen dem großartigen Kaffee von Companien Coffee, die sich den Hinterhaus-Shop mit dem Voo-Team teilen.

Nach einem Abendessen in der Fleischerei (Schönhauser Allee 8), die wir wirklich nur empfehlen können – sogar die Salate schmecken hier – konnten wir uns gestärkt zur offiziellen OPM x Overkill-Party ins Soho House aufmachen. Das war ein doch ziemlich exklusives Ding, weshalb unser Dank noch einmal an Marc und Mel geht.  Auch wenn wir das Pusha T-Konzert verpasst haben – wir haben uns an der Bar ganz einfach mit den Jungs von „Save Our Sole“ verquatscht –,  hat der Abend großen Spaß gemacht. Schon die edle Location ist eine ziemliche Wucht.

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Tag 3 (Donnerstag)

Am Donnerstag sind wir an den Ku’damm gefahren, haben uns im Bikini Berlin umgeschaut und im nahe gelegenen Nike Store. Auch der Foot Locker dort hatte durchaus ein paar gute Angebote zu bieten. Die Woven Superstars finden wir immer noch wirklich gut. Von Asics ließen sich gleich mehrere „Foot Locker exclusives“ zu einem fairen Kurs mitnehmen. 

Am späten Nachmittag zog es dann in die Nürnberger Straße zum nicht mehr so ganz neuen Solebox-Store. Für uns war dieser aber immerhin neu, hatten wir die Eröffnung im letzten Sommer doch leider verpasst. Das weiße, cleane Innendesign traf voll unseren Geschmack. Da ist der erste Sneakerstore-Roboter, über den letzten Jahr jeder aufgeregt sprach, fast schon eine Nebensache.  Oder zumindest eine hübsche Spielerei. Das am vorletzten Wochenende releaste  Solebox x Puma „Adventurer Pack“ war ebenfalls noch in Restgrößen erhältlich.  

Der alte Solebox-Laden wurde am Abend schließlich als ständiger „Solemart“ wiedereröffnet. Die Idee, in Berlin einen Consignment-Store zu betreiben (wo wenn nicht hier sollte so ein Konzept funktionieren?), ist eigentlich so naheliegend wie genial. Gut eingeschweißt fanden sich in der alten Solebox-Örtlichkeit jede Menge Turnschuhschätze zu allerdings mitunter recht deftigen Preisen. Aber wer schon lange seinen Holy Grail sucht, der wird hier vielleicht fündig. Viel Erfolg muss man Hikmet eigentlich gar nicht mehr wünschen! Gefreut hat es uns, an diesem Abend endlich einmal Fabrizio von IloveTokyo aus Rom zu treffen. Zum Abschluss des Tages ging es in die Alte Münze, wo New Balance zum Motto „Alwaysinbeta“ eingeladen hatte.  Drinks, Musik, etwas Party, viele bekannte Gesichter – so wie man sich Berlin zur Modewoche eben vorstellt.

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Tag 4 (Freitag)

So langsam hieß es für uns Abschied von Berlin zu nehmen. Doch bevor es zurück nach Kölle ging, mussten wir unbedingt bei „Pauls Boutique“ vorbeischauen. Ist fast schon eine feste Tradition. Außerdem macht das Rumkramen in den Turnschuhbergen auch irgendwie Spaß. Vermutlich aktiviert es in uns alte Jäger-und-Sammler-Instinkte. Ein Presto Woven für 29 Euro (leider viel zu groß) und ein Vintage Diadora versteckten sich dieses Mal in den vollgestopften Regalen.

Unsere letzte Station vor der Abreise war der Overkill Shop in Kreuzberg. Am frühen Freitag Nachmittag waren schon einige Camper für den „Desert Rose“ vor Ort. Wir gerne hätten wir noch das abendliche Pre-Release-Party im orientalisch eingekleideten Hinterhof und den eigentlichen Release am Samstag Morgen mitgemacht. So etwas nennt man dann wohl schlechtes Timing. Wie sehr wir uns für Mel, Marc und die Overkill-Crew freuen, dass ihr „Baby“ so gefeiert wird, brauchen wir eigentlich nicht mehr betonen. Mel zeigte uns in der ganzen Release-Hektik auch noch die ersten Samples und den Weg zum finalen Modell. So sehr das Team in den vergangenen Monaten Gas gegeben hat, so überzeugt sind wir, dass dieser Release nicht das letzte Overkill-Highlight war. Wir sind schon auf die nächsten Projekte gespannt!

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Damit endet unser kleines Reisetagebuch. Spätestens im Sommer 2016 gibt es eine Fortsetzung!

miadidasWir waren in den letzten Tagen in Berlin unterwegs. Highlight unseres Kurztrips war zweifellos das „miadidas“-Event zum Relaunch des gleichnamigen Customizing-Tools von adidas Originals. Damit meldet man sich aus Herzogenaurach mit einem ziemlich lauten Knall zurück. Im Zentrum von „miadidas“ steht der ZX Flux, der bereits nach nur wenigen Monaten aus der Sneakerlandschaft kaum mehr wegzudenken ist. Schon bei seiner Einführung im Januar zeigte sich, welches Potenzial das neue Modell hat.

miadidasDiese Möglichkeiten werden nun mit dem Start von „mizxflux“ noch einmal erweitert. Wir durften uns schon vor einigen Wochen einen ZX Flux „Sneaker Zimmer“ zusammenstellen, was damals ohne eine grafische Oberfläche noch etwas Fantasie erforderte. Inzwischen lässt sich der eigene Flux mit nur wenigen Klicks auf der Webseite basteln. Offenbar war der Wunsch, einen mintfarbenen Schuh zu designen, nicht nur bei uns vorhanden. Jedenfalls war Mint die Farbe der Stunde, hehe. Wir entschieden uns für eine „icy“ Sohle, einen dunkelgrünen Heel Cage und eine weiße Midsole. Dazu gab es mintfarbene Laces und den „Snkr Zmmr“-Schriftzug auf der Schlaufe.

miadidasWeil alle guten Dinge bekanntlich drei sind, schickt adidas neben dem ZX Flux auch die Klassiker Stan Smith und Superstar 80s ins „miadidas“-Rennen. Vor allem die Materialoptionen beim Stan Smith – Leder mit Krokoprägung, Ponyhaar – schauen schon verdammt gut aus. Überaus fair ist auch die Preisgestaltung. So kostet der selbstgestaltete ZX Flux lediglich 5 bis 15 Euro mehr als ein „normaler“ Colorway. Das ist schon eine Kampfansage an die Konkurrenz.

miadidasIm August folgt dann eine weitere Innovation. Mit der neuentwickelten „Photo Print App“ lässt sich jedes Foto kinderleicht auf das Upper eines ZX Flux projizieren. Egal ob psychedelische Muster, Oberflächenstrukturen, ein Selfie oder das Lieblingsessen, alles ist möglich, wobei man sich natürlich fragen sollte, ob man mit einer Pizza Salami am Fuß wirklich herumlaufen möchte. Ob die App möglichst einfach zu halten, sind hier die Farben der adidas-Streifen, der Sohle und des Heel Cage vorgegeben. Wir haben uns bei unserem Besuch an einem Bild aus „Sneaker Zimmer“-Stickern versucht. Das Resultat werden wir dann in 3 bis 4 Wochen in Händen halten.

miadidasAnsonsten bot adidas auf dem Event noch eine Vorschau auf die ZX Flux-Releases des nächsten Jahres. 2015 werden neben vielen auffälligen Prints auch ein Slip On-Modell, „Ninja“ Flux mit Strap und eine mittelhohe Version released. Wir hatten den Eindruck, dass die Kollektion nicht nur bei uns sehr gut ankam. Besonders freuen wir uns dabei auf den schnürsenkellosen „Strap“ ZX Flux, der sicherlich bald auch von einem gewissen Kanye West getragen werden dürfte.

miadidasAuch wenn das Event ganz auf den ZX Flux und den „miadidas“-Relaunch zugeschnitten war, gab es an diesem Abend noch andere Stars zu entdecken. So schauten wie schon am Vorabend Pharrell Williams und Nigo kurz vorbei. Wer hat, der kann eben. Wer mochte, konnte sich später dann noch das Halbfinale der Fußball-WM auf den Videoleinwänden ansehen. Alles in allem war dieser Nachmittag/Abend ein Top-Event, auf dem uns viele bekannte Gesichter begegneten und den wir mit einem Kopf voller Ideen und neuer Eindrücke verließen. Ein großes „Danke“ geht daher an Christina Elisa und das ganze „teamadidas“!

E. & M.miadidasmiadidas miadidas miadidas miadidas miadidas miadidas miadidas miadidas miadidas miadidas miadidas miadidas miadidas miadidas miadidas IMG_0248 miadidas miadidas miadidas miadidas miadidas miadidas miadidas miadidas miadidas miadidas miadidas miadidas miadidas miadidas miadidas miadidas miadidas miadidas miadidas miadidas miadidas miadidas miadidas

House of Phenomenal

Hinter uns liegt ein ziemlich ereignisreiches Wochenende. Nach der „Kicks’n’Coffee“ am Samstag, die wir nun schon zum zweiten Mal besucht hatten (unsere Bilder zum Event findet Ihr hier), ging es am Sonntag Mittag in die Hauptstadt. Sneaker Freaker und Nike hatten anlässlich der bevorstehenden Fußball-WM in das ziemlich schick eingerichtete „House of Phenomenal“ eingeladen. Die Location in der Brunnenstraße, wo im Winter noch die letzte „Bright“ stattfand, diente nicht nur als Showroom für Nikes Innovationen im Fußball-Bereich, im Forum des Gebäudes war zugleich ein Hallenfußball-Platz aufgebaut, in dem die Berliner Kids ihr Fußballkönnen beweisen konnten.

House of PhenomenalUnter dem Motto „Riskier alles“ fährt Nike derzeit eine ziemlich aufwändige Kampagne, in deren Mittelpunkt der Magista und der Mercurial als die ersten Fußballschuhe mit Flyknit-Technologie stehen. Daneben konnten wir uns in Nikes Modell-Geschichte umschauen. Hier durften echte Klassiker wie der Air Max 1, der Cortez oder der Air Flow natürlich nicht fehlen. Gleichzeitig deuteten eher neuere Releases wie die ganzen Flyknit-Modelle an, welchen Weg man bei Nike in der Zukunft gehen möchte.

House of PhenomenalInteressant war vor allem der anschließende Sneaker Talk mit Nike-Verantwortlichen und Jungdesigner Mago, der schon mit 14 Jahren (!!!) erste Arbeiten für Nike ablieferte. Das war schon beeindruckend. In dem Alter saßen wir fast noch im Sandkasten. Nike hörte sich zugleich die Kritik der versammelten Blogger und Turnschuhfreunde an, wonach sich sowohl die Zahl der Releases als auch deren Qualität zuletzt in eine unerfreuliche Richtung entwickelt habe. Auch das bekannte Reseller-Problem wurde lebhaft diskutiert. Natürlich stellen wir uns nun die Frage, inwieweit ein solches Feedback aus der Community aufgegriffen wird. Wir würden uns zumindest wünschen, dass sich nicht nur Nike hiervon manches zu Herzen nimmt.

House of PhenomenalSpäter gab es noch die Möglichkeit, sich einen Nike ID zu designen, was gar nicht so leicht ist, wenn man sich nicht entscheiden kann. Mit etwas Druck und Input hat es dann aber doch geklappt. Die Ergebnisse der ID-Session gibt es dann in einigen Wochen hier zu sehen. In lockerer Atmosphäre und bei leckerem Essen (Burger again!) wurde sich nach dem Ende des „offiziellen“ Teils noch längere Zeit über Sneaker und alles, was dazu gehört, ausgetauscht. Auch wenn wir viele Gesichter bereits kannten, so war es doch auch mal wieder schön, nicht nur über Facebook oder Mail miteinander zu kommunizieren. Gerade die Nicht-Kölner/Berliner-Fraktion sieht man eigentlich eher selten (Ausnahme die „Kicks’n’Coffee“-Crew haha).

Ein großes Danke geht an Bianca von Nike, Sneaker Freaker Germany und den Weltklasse-Fahrservice von Overkill Marc! Berlin, wir kommen wieder – schon sehr bald!

E. & M.

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