Around the world

slamjam-milano-2Milan may be well reputed for its high fashion scene, but the city also has an ambition when it comes to streetwear and sneakers. A spot where fashion, streetwear and sneaker influences merge is in Brera’s Via Lanza. Slam Jam just moved to this upscale, very fashionable neighborhood some weeks ago, concluding a quite successful chapter at their old location in Navigli. Their HQ remains in Ferrara.

slamjam-milano-9 slamjam-milano-17The new Milan store located in the former NikeLab space borrows influences from traditional Italian (Romanic) architecture and mixes them with modern, clean aesthetics. Metal shelves, lots of glass and very clear lines contribute to the store’s ”less is more“ approach which definitively lives up to Slam Jam’s excellent reputation in- and outside Italy. Divided into two floors with a well-assorted sneaker wall, apparel, shoes and accessories share the rack space in this elegant, sophisticated setting. You can even pick up some older releases that are already sold out online

slamjam-milano-13slamjam-milano-10During our visit an extra room was dedicated to the new fall/winter collection from OAMC, addressing some of the brand’s most exclusive pieces. It’s another proof of Slam Jam’s ambition for mixing fashion and streetwear influences under one roof. The sneaker industry is heading in the same direction as the fashion influences are growing stronger every season. We won’t discuss the multiple reasons for that at this point. Slam Jam Milano is stocking the latest Quickstrikes, Tier Zeros and adidas Consortium releases as well as limited drops from brands like Asics, Diadora, New Balance and Reebok. To cut a long story short: Slam Jam is Italy’s first and most popular source among sneaker heads.

slamjam-milano-26Japan is another big player in the global fashion scene with high-quality labels like Visvim, Neighborhood, Undercover and Sophnet (just to name a few) appealing to a growing niche within the streetwear community. As a consequence it’s not a surprise to see many Japanese brands on display here in Milano. Home accessories from retaw Tokyo also match Slam Jam’s apparent desire for beautiful things – and we can’t deny our retaw addiction. Unfortunately our pics don’t convey how good the store smells.

slamjam-milano-16To sum things up, the new Slam Jam Milano location lives up to its promise delivering a high end, exclusive shopping experience in a stylish, yet unique setting. With its store at Via Lanza 1 Slam Jam manages to raise the bar in retail once again. Even dedicated online shoppers like us have to admit this simple truth. A trip to Milano without checking out Slam Jam’s temple of streetwear would feel incomplete.

E & M.slamjam-milano slamjam-milano-3 slamjam-milano-4 slamjam-milano-5 slamjam-milano-6 slamjam-milano-7 slamjam-milano-8 slamjam-milano-11 slamjam-milano-12 slamjam-milano-14 slamjam-milano-15 slamjam-milano-18 slamjam-milano-19 slamjam-milano-20 slamjam-milano-25 slamjam-milano-24 slamjam-milano-21 slamjam-milano-22 slamjam-milano-27 slamjam-milano-28 slamjam-milano-23

Barcelona ist mit Sicherheit eine der schönsten Städte Europas und immer eine Reise wert. Nach drei Jahren waren wir wieder einmal in der katalanischen Metropole. Der Anlass hierfür war eine Einladung zum Pre-Opening des neuen Stores von Sivasdescalzo. Ursprünglich kommt das Team aus Madrid, wo zugleich ihr erster Store aufmachte. Es folgte Barcelona. Dabei war der erste Barcelona-Store, den wir damals auch besuchten, ziemlich klein und unscheinbar. Von der neuen Location unweit des Tetuan-Platzes in der Calle Bailén (Nr. 18) kann man beides wahrlich nicht behaupten.

SVD Pre-OpeningSVD Pre-Opening SVD Pre-Opening Vermutlich hat man sich auch das Sivasdescalzo gewünscht, dass die Vorbereitungen und Bauarbeiten bis zur „richtigen“ Eröffnung schon etwas weiter gewesen wären. Denn David, der Marketing-Chef bei Sivasdescalzo, führte die Presse vor der anschließenden Party noch durch eine richtige Baustelle. Zwar waren schon einige Sneaker ausgestellt, das Feintuning – wozu später auch das ausgefeilte Lichtdesign und große Touch-Displays gehören werden – stand aber bei unserem Rundgang noch aus. Zum Glück bekam man dennoch schon einen ganz guten Eindruck von den durchaus beeindruckenden Dimensionen (über 500qm verteilt auf zwei Etagen) und dem innovativen Store-Konzept, für dessen Architektur der Spanier Antoni Pallejà verantwortlich ist. Inspiriert wurde er vom Industriedesign des frühen 20. Jahrhunderts sowie von klaren geometrischen Formen und offenen Räumen.

SVD Pre-Opening SVD Pre-OpeningDa fallen einem zunächst die beiden Eingänge aus, wovon der rechte den Kunden gleich vor einen Touchscreen führt, auf dem ihm die neuesten, zu ihm passenden Produkte angezeigt werden. Dazu wird auch sein Profil über Kameras auf das Display projiziert. Dieser Eingang soll zudem zu den besonders Produktpräsentationen führen. Eingang Nr. 2 bringt den Kunden gleich zu einer von mehreren, großen Sneakerwalls und dahinter in den wirklich großzügigen Hauptraum des Stores mit einer großen Videoleinwand. Dort wo beim Pre-Opening später Star-DJ Tiga auflegte, sollen später einmal Sitzmöglichkeiten installiert werden. Genau solche Ideen würden wir uns bei der Weiterentwicklung im Retail-Segment öfters wünschen (oder solche Konzepte wie das von The Park-ing in Tokio).

SVD Pre-Opening SVD Pre-Opening SVD Pre-Opening SVD Pre-Opening SVD Pre-Opening SVD Pre-OpeningDas ganze Store-Design wirkt durchdacht, stylisch und recht minimalistisch (aber nicht kühl oder seelenlos). Das gilt vor allem für die untere, zweite Ebene, die sich hauptsächlich den Premium-Modellen und Fashion-Themen widmen wird. Hier findet man dann Releases von Rick Owens, Raf Simons, NikeLab und natürlich von Kanye West. Der neue Yeezy Boost 750 war leider nur ein Ausstellungsexemplar. Gleichzeitig wird es hier aber auch eine Lounge-Ecke und eine Café-Bar geben und – wer es lieber sportlich mag – eine Tischtennisplatte, die einmal Pallejà als Schreibtisch diente. Der Ansatz eines multifunktionalen Konzeptstores ist gleich erkennbar. In Zukunft will Sivasdescalzo die Räumlichkeiten auch für Produktpräsentation und Fashion-Shows nutzen.

SVD Pre-OpeningVerbunden sind beide Ebenen über eine große Glasfront zur Innenseite, umfasst von dunklem, aus Indien importierten Marmor. Durch das einfallende Tageslicht wirkt der Laden innen heller als gedacht. Wir können uns schon jetzt vorstellen, dass man sich in diesem Store durchaus länger aufhalten wird passend zur Intention als neuer Treffpunkt von Barcelonas Sneakerszene.

Mit Le Coq sportif haben Sivasdescalzo zuletzt ihre erste Sneaker-Collabo herausgebracht. Angesichts des neuen Flagschiffs, das in seinen Dimensionen die Madrider Dependance angeblich locker hinter sich lassen soll, dürften Projekte mit anderen Brands nur eine Frage der Zeit sein. David machte auf uns zumindest den Eindruck, dass man auch in dieser Hinsicht von Sivasdescalzo noch so manches in den nächsten Monaten erwarten darf. Wir sind gespannt!

SVD Pre-Opening SVD Pre-Opening SVD Pre-Opening „Sivasdescalzo“ bedeutet auf deutsch so viel wie „Wenn Du barfuss wärst“. Zumindest ist das wohl die beste Art, wie man es übersetzen könnte. Die Kurzform Sivas, wie auch wir gerne benutzt haben, ergibt hingegen gar keinen Sinn. Aus diesem Grund und weil die Aussprache für Nicht-Spanier durchaus schwierig ist, tritt man fortan unter der Abkürzung „SVD“ auf. Der neue Name wurde dann zu Beginn des Abends auch feierlich enthüllt. Wie wir erfahren haben, plant man bei SVD die Eröffnung weiterer Stores in anderen europäischen Ländern. Ein Ziel der Expansion dürfte Deutschland sein. Dafür spricht auch, dass gleich mehrere deutsche Blogger und Influencer zum Pre-Opening vor Ort waren.

Der Ehrgeiz der SVD-Crew ist schon bemerkenswert. Für die Präsentation des neuen Barcelona-Stores scheute man weder Kosten noch Mühen. Schade war lediglich, dass manche der spannenden Features noch nicht fertig waren und zu Beginn vieles noch eher an eine Baustelle erinnerte. Die Leidenschaft, mit der man bei SVD die Neueröffnung angepackt hat, lässt uns Barcelona aber mit einem guten Gefühl verlassen. Schon heute verfügt man bei allen wichtigen Brands über Top-Accounts. In der spanischen Sneakerszene scheint das SVD-Team zudem extrem gut vernetzt zu sein. Die Messlatte auch für andere Stores liegt damit jedenfalls ein ganzes Stück höher.

Wir werden Euch natürlich über die offizielle Eröffnung auf dem Laufenden halten. Dann gibt es für alle Turnschuhverrückten einen Grund mehr, das schöne Barcelona zu besuchen.

E. & M.SVD Pre-Opening SVD Pre-Opening SVD Pre-Opening SVD Pre-Opening SVD Pre-Opening SVD Pre-Opening SVD Pre-Opening SVD Pre-Opening SVD Pre-Opening SVD Pre-Opening SVD Pre-Opening SVD Pre-Opening SVD Pre-Opening SVD Pre-Opening SVD Pre-Opening SVD Pre-Opening SVD Pre-Opening SVD Pre-Opening IMG_6409 SVD Pre-Opening SVD Pre-Opening SVD Pre-Opening SVD Pre-Opening SVD Pre-Opening SVD Pre-Opening SVD Pre-Opening SVD Pre-Opening SVD Pre-Opening SVD Pre-Opening SVD Pre-Opening SVD Pre-Opening SVD Pre-Opening SVD Pre-Opening SVD Pre-Opening SVD Pre-Opening

GoudronIt’s really a little bit unfair. If you’re already big, you’ll probably grow even bigger over time. If, however, you’re a new name in the fashion and sneaker industry, the road to success gets a little more rough. You could use this insight on brands as wells as on stores or blogs. During our last trip to Marseille a friend told us about a new street fashion address. To be honest, we had never heard of the shop’s name before: Goudron.

The store is located on Rue Montgrand near Marseille’s Vieux Port and very close to the shopping district in the city centre. Even without a tip the big Bearbrick toy in the window would have drawn us in since it immediately caught our attention. We were pretty sure that this place might be worth checking out. And so it was.

Goudron-4We met Alex, the store’s mastermind, who has a creative and ambitious vision for his new baby. Goudron just opened its doors last February. Since then Alex and his crew add more and more styles and labels to the shop’s collection. By now they already feature (premium) streetwear brands like Drapeau Noir, Black Scale and – as one of the latest additions – Stüssy. For denim lovers Goudron offers styles by our personal favourite Edwin.

Goudron-3Of course it takes some time to get the best accounts. But Alex definitely seems to be on the right track with his nicely done store and passionate staff. We spotted one of the guys wearing some really dope Air Max 95 „The Running Man“ by dutch artist Parra. With such a good taste in sneakers we feel pretty confident for Goudron’s future. Perhaps in one or two years the store will be a well known spot for good streetwear and street fashion in southern France.

Goudron-12When it comes to shoes and sneakers Goudron’s take is one of premium and quality. Besides Y-3 releases like the Pure Boost ZG Knit or Qasa High, we also spotted some Rick Owens releases and Grenson models on Goudron’s shoe wall. Alex’s background in the skate culture shows with brands like Vans and Converse. It’s an interesting selection altogether, mixing different styles for different types of customers. But of course Alex has the ambition to broaden the product range also in this category.

For fall/winter 2016/17 he gave us a glimpse of what will be coming to Goudron. Aimé Leon Doré, The North Face Red Line and Italian’s Stone Island Shadow Project are only some of the new labels. The classic Goudron logo tees in different colorways – we picked up the pink and white one – are stylish and timeless.

Goudron-13Beyond fashion and shoes you can also find some nice artwork and prints at the store, reflecting Goudron’s broader approach to street culture and fashion. Unfortunately the highly limited Bape and Mastermind chairs that Alex imported himself from Japan were not for sale. But with an eye for such detail the store’s interior sets itself apart from other shops with similar offerings. It’s obvious that the people at Goudron are not salesmen but an already established part of Marseille’s vibrant streetwear scene.

You can contact Goudron easily over their Facebook-Page.

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During our trip to the south of France we also visited the beautiful city of Avignon. The town’s historical center is home to one of not only France’s but Europe’s finest sneaker and fashion boutiques. Tucked away between ancient buildings in an area with many high quality stores – some fashion, some more lifestyle oriented – The Nextdoor and its high-fashion spin-off Acte.2 offer a broad and very exclusive selection of brands from across the globe. The The Nextdoor/Acte.2-crew invited us to pay both stores a visit and to explore their philosophy and secret to customer relationship management which they have refined over the course of the last couple of years.

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The Nextdoor – the first chapter of this well-established French institution – is already celebrating it’s ten year anniversary. Visiting the shop and witnessing how passionate the entire team is about their products, it’s easy to grasp that the enthusiasm has caught on with customers. The team don’t so much sell apparel, shoes, sneakers and accessories as they represent this lifestyle in a very authentic way. Take for example Viktor, one of The Nextdoor’s employees. He is really into streetwear and sneakers as was already obvious from his choice of footwear, the Acronym x Nike Lunar Force 1 that day. He explained to us the idea of the store, which was once a ritzy grocery store. They took the old, very decorative interior and adapted its functionality to their needs. Now the store offers premium denim brands like Edwin and BLK DNM, streetwear and mid-fashion apparel and also lifestyle products from Byredo, Master-Piece, Miansai and Super Eyewear.

The_Nextdoor_Acte2-27Viktor’s story is also quite intriguing, as he was once himself a customer at The Nextdoor. Now he works in the store and knows many patrons who come by once or twice a week to check out the latest fashion and streetwear arrivals. With a Nike Quickstrike account and premium releases from New Balance „Made in USA“, adidas and Puma their well-assorted sneaker corner, including a women’s sneaker space, deserves mentioning. We found the latest Trapstar x Puma collab as well as as performance models like the much loved adidas Ultra Boost. Now we understand why many of their customers are such loyal and frequent shoppers. Some even have grown to become real friends during the last years – or even part of the team like Viktor.

The_Nextdoor_Acte2-36The crew’s second store Acte.2 is just around the corner, facing a beautiful little square with many charming cafés and restaurants. As Viktor told us it gets quite crowded here especially during Avignon’s warm spring and summer evenings. From the square it’s nearly impossible to miss Acte.2 as the store is located inside an impressive and old building that was once a public theatre – hence the name Acte.2.The_Nextdoor_Acte2-13

The_Nextdoor_Acte2-19Acte.2 is just the perfect spot to shop high fashion and luxury goods in Avignon. With its wide product range from apparel to shoes and brands like Comme des Garcons, Visvim, Acne, Suicoke, Y-3, Études, Junya Watanabe and Kenzo (just to mention a few) it targets a slightly different clientele. Acte.2 has an Asics „Family & Friends“ and an adidas Consortium account. You can also acquire Kanye’s Yeezy collections here. Returning customers may find their name on a VIP list for some of the most wanted releases – one example of how Acte.2 rewards loyalty. They try to avoid the growing reseller community and instead cater to people with a real passion for their products and who appreciate what they do and represent.

The_Nextdoor_Acte2-38The shop’s clean interior design matches its spectacular outside appearance. It’s also an interesting mix of old and new. Equally divided over two levels, high fashion connoisseurs will most likely find themselves spending more money at Acte 2 than they had anticipated prior to entering the store. We loved the Visvim FBTs and high quality Acne shirts. The helpful staff with their deep knowledge of style and fashion is another benefit – besides all the beautiful things to find. All the Japanese brands that are hard to lay hands on in Europe are worthwhile in themselves. If you’re also an Aesop addict, your search is finally over.

The_Nextdoor_Acte2-37Alban and Gabrielle from Acte.2/The Nextdoor’s creative online team kindly granted us an insightful „behind the scenes“ look into some of their projects. We even discovered one of our old stickers on their working desk. As we were told, the web shop will undergo a major update this summer. The new version will feature better navigation features and a mobile responsive design.

The_Nextdoor_Acte2-35As you will imagine, we couldn’t leave either store without some nice pick ups (yes also a pair of sneakers, guilty). We left with a smile and the feeling that the story of The Nextdoor/Acte.2 has just begun to unfold. You don’t need to live in New York, London or Tokyo to visit some of the currently most stylish and elaborate fashion/sneaker-stores out there.

E. & M.

The_Nextdoor_Acte2-30thenextdoorfguide-2The_Nextdoor_Acte2-2 The_Nextdoor_Acte2-3 The_Nextdoor_Acte2-4 The_Nextdoor_Acte2-5 The_Nextdoor_Acte2-6 The_Nextdoor_Acte2-8 The_Nextdoor_Acte2-9 The_Nextdoor_Acte2-10 The_Nextdoor_Acte2-12 The_Nextdoor_Acte2-14 The_Nextdoor_Acte2-15 The_Nextdoor_Acte2-16 The_Nextdoor_Acte2-20 The_Nextdoor_Acte2-21 The_Nextdoor_Acte2-22 The_Nextdoor_Acte2-24 The_Nextdoor_Acte2-25 The_Nextdoor_Acte2-26 The_Nextdoor_Acte2-28 The_Nextdoor_Acte2-29 The_Nextdoor_Acte2-31 The_Nextdoor_Acte2-32 The_Nextdoor_Acte2-33 The_Nextdoor_Acte2-34 The_Nextdoor_Acte2-39 The_Nextdoor_Acte2-40 The_Nextdoor_Acte2 The_Nextdoor_Acte2-7 The_Nextdoor_Acte2-11

Schlägt in Shibuya und Harajuku das Herz des jungen, modernen Tokios, so steht das alte Ginza für das Große, Mondäne und den Luxus dieser Weltmetropole. In seinen Ausmaßen überschaubar ist das Viertel mit seinen vielen Luxus-Boutiquen, Kaufhäusern und Banken natürlich Pflichtprogramm bei einem Tokio-Besuch. Man findet hier eigentlich alles – schöne Stores, gute Restaurants und sogar kleine, ruhige Seitenstraßen.

IMG_7630Gar nicht weit entfernt von der U-Bahn-Station Ginza befindet sich ein recht großer BEAMS-Store. Die Japaner haben einmal als Modekaufhaus begonnen, verkaufen inzwischen aber auch Homedesign, Accessoires und Kunst. Auch Cafés gehören zum BEAMS-Imperium. Neben klassischen Sneakers findet man hier eine feine Auswahl internationaler Modelabels. Vor allem die BEAMS Street-Stores (wir haben einen in Osaka besucht) sind mit ihrem Denim- und Klamottenangebot auf eine junge Zielgruppe ausgerichtet. Zuletzt brachte man in Zusammenarbeit mit Saucony und Footpatrol aus London das „Only in Japan“-Package heraus.

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Ginza ist Luxus und wer möchte kann nicht nur hier viel Geld ausgeben. So wenig wir aber mit Armani und Gucci anfangen können, die Architektur der Flagship-Stores ist in jedem Fall ein absolutes Highlight und immer ein beliebtes Fotomotiv. Nicht nur bei uns Touristen, so scheint uns.

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Zu den wichtigsten Adressen in Ginza gehört der dort beheimatete Dover Street Market. Auf sieben Ebenen hält das wohl schönste Konzept-Kaufhaus der Welt neben der eigenen „Comme des Garcons“-Kollektion das Who-is-Who der Mode- und Streetwear-Welt für seine Kunden bereit. Undercover, Valentino, Acne, Visvim, A Bathing Ape, Celine – um nur einige zu nennen. Hier in Ginza gibt es auch einen kleinen Supreme Shop-in-Shop (als hätte Tokio nicht schon genug Supreme-Läden). Allein die Präsentation der Ware ist im DSM schon ein Erlebnis und rechtfertigt einen Besuch.

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Ebenfalls im DSM Ginza befindet sich Tokios NikeLab-Adresse. Hierher kommen die neuesten NikeLab-Drops, wobei die Auswahl insgesamt überschaubar war, was sich auch mit dem begrenzten Platzangebot erklären lässt. Vielleicht spendiert Nike einer Weltstadt wie Tokio bald auch ein „richtiges“ NikeLab.

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Das neu eröffnete Tokyu Plaza Ginza bietet auf seiner modernen Dachterrasse einen wirklich spektakulären Blick über Tokio. Auf einer der oberen Etagen findet sich darüber hinaus mit dem „Apollo“ ein ausgezeichnetes griechisches Restaurant (von Australiern betrieben!), das mit seinem 3-Gänge-Lunch-Menü ein für Tokio echt faires Preis-/Leistungsverhältnis anzubieten hat. Unser Essen war noch dazu unglaublich lecker und gut.

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So gestärkt setzen wir unseren Rundgang durch Ginza fort. Wir begeben uns ins Sony-Gebäude und fahren dort mit dem Aufzug ins Untergeschoss. Was das soll? Dort wo man es wahrlich nicht vermuten würde, wartet der derzeit vielleicht originellste Streetwear-Store auf uns. The Park – Ing Ginza ist genau das, wonach es sich anhört: Eine Tiefgarage inklusive kleinem Kassenhäuschen und typischer Parkhaus-Atmosphäre. Doch statt auf Autos trifft man hier auf neue fragment-Designs, Nike-Sneaker, Brands wie retaw, Denim by Vanquish (die Luxus-Joggerpants sind das Beste) und „The Park – Ing“-Prints auf T-Shirts, Hoodies und Tote Bags.

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Hinter diesem genialen Konzept steht kein anderer als fragment-Mastermind Hiroshi Fujiwara. Auch wenn wir schon wussten, was uns erwartet, so waren wir doch ziemlich beeindruckt von der Umsetzung und der eigentlich einfachen Idee. Warum gibt es so etwas nicht in Berlin oder Köln? Bereits Hiroshis inzwischen beendetes „The Pool“-Projekt in Aoyama – dort war der Store in einem alten Swimming-Pool – zeichnete sich durch eine erfrischende Originalität und Radikalität aus. Wenn Ihr nur Zeit für einen Store in Tokio habt, dann besucht The Park – Ing!

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Wie kommen wir jetzt von fragment auf Hello Kitty? Eine auch nur halbwegs glaubwürdige Überleitung ist vermutlich ausgeschlossen. Wir geben es einfach zu, dass wir zusammen mit unseren Freunden aus Amsterdam durchaus zielstrebig zur Sanrioworld Ginza gelaufen sind. Ob wir auch etwas gekauft haben, bleibt aber unser Geheimnis. Der „Hello Kitty“-Swiffer war übrigens kein Aprilscherz.

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Es gibt sowohl in Ginza als auch in ganz Tokio noch so viel zu entdecken. Ein weiterer Tokio-Trip dürfte daher nur eine Frage der Zeit sein. Zum Ende unserer Rundgänge durch diese faszinierende Stadt haben wir noch einen Geheimtipp für die Abendgestaltung. Unweit des Bahnhofs Shibuya liegt am Ende einer kleinen Gasse mit Bars und Restaurants die „Tight Bar“. Der Name lässt es schon erahnen: Diese Bar ist wirklich klein und eng. Hier klettert der Barkeeper unter den Gästen zu seinem Arbeitsplatz durch. Muss man gesehen haben. Angeblich sollen 20 Leute reinpassen – vielleicht 20 Japaner? Die Drinks sind exzellent, gleiches gilt für die Stimmung und die Gäste, mit denen man aufgrund des beengten Platzangebots recht schnell ins Gespräch kommt. Schaut unbedingt mal vorbei wenn Ihr in Tokio seid!

Wir starten unseren zweiten Tokio-Rundgang am Bahnhof Harajuku, den bequem wir mit der Yamanote-Line erreichen. Natürlich lässt sich auch von Shibuya aus ein kurzer Spaziergang die Meji Dori Richtung Norden unternehmen. Dann kommt man unter anderem beim gut sortierten Männer-Modehaus Édifice vorbei, die von Lacoste über neue Flyknit Max bis hin zu Business-Anzügen so ziemlich alles im Angebot haben.

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Tokio City Guide Tokio City Guide Tokio City GuideIn Harajuku findet sich ein großer Nike-Store, der sich allerdings nicht sonderlich von anderen unterscheidet. Man findet hier das Übliche wie z.B. das HTM-Pack zum Air Max Day oder eine breite Auswahl an Sport-Apparel. Spannend ist jedoch anders. Vorbei am Nike-Store läuft man auf die große Kreuzung an der Meiji Dori zu, an deren Nordost-Ecke das Tokyu-Plaza-Kaufhaus mit seiner Spiegelfassade schon aus der Ferne sichtbar herausragt. Während das Kaufhaus selber sicherlich zum Stöbern von Klamotten und Krimskrams einlädt, befindet sich das eigentliche Highlight jedoch auf dem Dach. Der dortige Starbucks bietet samt Dachgarten einen tollen Ausblick über Tokio. Gerade nach ein paar stressigen Shopping-Stationen kann man hier wirklich etwas entspannen.

Tokio City Guide Tokio City Guide Tokio City Guide Tokio City Guide Tokio City GuideNach einem Kaffee gehen wir zunächst ein paar Meter weiter Richtung Osten, wobei wir bereits die erste Straße neben dem Tokyu Plaza links abbiegen. Vorbei am hawaiianischen Frühstücksmekka „Eggs ‚n’ Things“ (hier muss man immer mindestens eine Stunde in einer Schlange auf einen Tisch warten, die Japaner lieben das Ding) befinden wir uns jetzt in einer ruhigen Seitenstraße, in deren Verlauf gleich mehrere Sneakerstores und Klamottenläden zu finden sind. Den Anfang machen wieder Billy’s und gleich gegenüber Undefeated.

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Undefeated eröffnen wie die meisten Stores in Harajuku erst um 12 Uhr, weshalb wir später noch einmal zum Store zurückkamen. Hätten wir nicht zuvor schon in Osaka im dortigen Undefeated-Store die passenden „Made in Japan“-Socken mitgenommen, so hätten wir das hier vermutlich nachgeholt. Fühlen sich richtig gut an. Besonderes Fundstück war das Quote/Peter O’Toole-Buch „Quote’s Archive“, das hier noch erhältlich war.

Tokio City Guide Tokio City Guide Tokio City GuideTokio City GuideEin paar Meter weiter befindet sich ein weiterer Aape-Shop. Der ist etwas größer als der in Shibuya und so kann es sein, dass man mit etwas Glück noch Sachen findet, die dort bereits ausverkauft waren (und umgekehrt). Ein Besuch lohnt, zumal die Lage wirklich nicht viel besser sein könnte.

Tokio City Guide Tokio City GuideGegenüber kann man bei einem weiteren Supreme einen Teil der Urlaubskasse lassen. Wie üblich darf man den Laden nicht von innen fotografieren. Ehrlich gesagt gab es aber nichts, wofür ein Foto gelohnt hätte. Vermutlich sind Supreme auch der einzige Store in Tokio mit notorisch unfreundlichen Mitarbeitern.

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Auf der gleichen Route liegen viele weitere Shops und Labels wie Neighborhood (im gleichen Gebäude wie Supreme) und Carhartt. Erwähnen wollen wir noch KicksLab, die neben aktuellen Releases auch ältere Collabos und limitierte Nike, Jordans und Reeboks führen. Dann aber zu den üblichen Consignment-Kursen. Kurz nach unserem Tokio-Urlaub hat im Übrigen ein neuer KicksLab eröffnet. Für uns kam dieses Opening leider zu spät.

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Am Ende der Straße entscheiden wir uns für die rechte Abzweigung, wobei wir nach einer weiteren Rechtskurve vor dem Stüssy Store Harajuku stehen. Oben befindet sich Stüssy Woman, unten das Angebot für die Jungs. Mit etwas Glück findet ihr hier auch weitere Specials.

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Parallel zur Kicks Lab/Undefeated/Aape-Gasse verläuft die berühmte Cat Street mit einem ebenfalls verrückten, abwechslungsreichen Angebot an Cafés, Shops (u.a. X-Large und X-Girl) und Straßenkunst. Wir stolperten eher zufällig über die NMD-Gallery, in der vor der urbanen Kulisse Tokios verschiedene Fotografen ihre NMD- und City-Shots präsentierten.

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In diesem Viertel verstecken sich zudem viele kleine Vintage- und Second Hand-Shops. Das Suchen und Stöbern kann sich dort echt lohnen. Wir fanden im unscheinbaren Chameleon Wearhouse-Store (IG: @chameleonwearhouse) richtige Vintage-Schätze. Alte L.A. Gear, Air Moc, Presto, adidas und sogar ACG-Klamotten. Ein echtes Paradies!

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Geht man die Cat Street weiter Richtung Norden trifft man nach einigen Minuten auf Bape Kids. Ja auch das gibt es hier in Tokio. Selbst die Kleinen sollen nicht auf ihr Bape-Dress verzichten. Der Laden mit seinem bunten Bananen-Bad ist wirklich zu süß. Wir waren jedenfalls gleich auf Anhieb verliebt. Selbst wer keine Kinder hat, wird hier selbst wieder zum Kind. Ein Tipp für den kleinen oder großen Hunger sind San Francisco Peaks, die neben Burgern auch Hot Dogs mit Würsten aus eigener Herstellung anbieten. Fanden wir mehr als lecker!

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Zurück an der Meiji Dori-Kreuzung am Tokyu Plaza entscheiden wir uns dieses Mal für den Weg Richtung Osten entlang der großen Einkaufsstraße und den Menschenmassen hinterher. Über eine Fußgängerbrücke gelangen wir auf die andere Straßenseite und dort ins exklusive Gyre-Kaufhaus. Hier kann man bei Brands wie Maison Margiela, CdG und ami einkaufen.

Interessiert waren wir vor allem am Visvim-Store im 2. Obergeschoss (ein zweiter Visvim-Shop findet sich praktisch um die Ecke vom Gyre etwas versteckt im Souterrain des Tumi-Shops). Leider waren dieses Mal keine FBTs erhältlich. Von den Preisen ist der Einkauf von Visvim-Sachen in Japan jedenfalls absolut zu empfehlen. Diese liegen zum Teil fast 50% unter denen in Europa. Auch das Little Cloud Cafe freut sich über einen Besuch.

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Wenige Meter neben dem Luxus vom Gyre-Kaufhaus kann man dann in eine ganz andere Welt eintauchen. Im Kiddyland darf man wieder zum Kind werden bei Totoro-Souvenirs, riesigen Monchichis und anderen Kinderhelden. Selbst wer mit dem festen Vorsatz dort reingeht, nichts kaufen zu wollen, dürfte mit einer Kiddyland-Tüte später wieder rauskommen.

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Wir wechseln noch einmal die Straßenseite, dieses Mal für die Omotesando Hills-Shopping Mall. Hier gibt es einen emmi-Store. emmi bietet Casual Mode für Frauen und Sneakers an. Dort fanden wir auch den grauen Asics Gel Lyte-V, der exklusiv bei emmi in Japan erhältlich ist. Allerdings war Daniela die 38 deutlich zu klein, weshalb wir immer noch auf der Suche nach einer 39,5 sind. Wer uns bei dieser Suche weiterhelfen kann, für den denken wir uns ein besonderes Dankeschön aus. Auch in der Omotesando Hills-Mall befindet sich der Y-3 Store.

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Geht man die Einkaufsstraße weiter Richtung Osten hinunter, überquert man nach ca. 200 Metern eine große Kreuzung (hier befindet sich auch die U-Bahn-Station Omote-Sando). Danach ist man im edlen Aoyama mit seinen unzähligen Luxus-Boutiquen. Man könnte es auch als ein Mini-Ginza beschreiben. Architektonisch ist dieses Viertel schon sehr interessant. Auch das bekannte Nezu-Museum ist hier Zuhause.

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Biegt man in die erste Straße nach der großen Kreuzung links ab, so steht man schon bald vom stylischen Café Kitsune. Die kleinen Fuchs-Cookies sind zu gut, um sie stehen zu lassen. Hier kann man sich wirklich erholen, wobei wie überall in Tokio das Motto „Sehen und Gesehen werden“ gilt. Wir ärgern uns noch immer etwas, dass wir keine der niedlichen Kitsune-Kaffeetassen mitgenommen haben.

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Gleich um die Ecke vom Café liegt der Maison Kitsune-Store. Wer nicht nur Sneakers sondern auch Fashion mag, darf hier nicht vorbei gehen. Nur hier gibt es nämlich eine spezielle Tokioter MK-Tote Bag und ein Tokio MK-Shirt. Braucht man beides nicht, will man aber dennoch haben (ein weiterer Maison Kitsune-Store befindet sich in der neu eröffneten NeWoMan-Mall in Shinjuku). Weitere Brands mit Shops in Aoyama sind Sacai, Comme des Garcons, Bape (na klar) und acne.

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Zurück in Harajuku folgen wir dem südlichen Teil der Cat Street (links rein hinter Gyre) bis nach Shibuya. Auf diesem Weg kommen wir zunächst bei Opening Ceremony vorbei. War für uns jetzt nicht so spannend, was auch an den Preisen lag.

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Kurz danach erscheint auf der linken Seite der adidas Originals-Store, der bei unserem Besuch mit einem weiteren NMD-Restock ganze Familien anlockte. Vollbepackt wurden die Boxen aus dem Shop herausgeschleppt. Die Asiaten sind anscheinend noch NMD-verrückter als wir in Europa. Ja, das ist möglich! Überhaupt war der NMD im Tokioter Stadtbild allgegenwärtig – genauso wie der Yeezy Boost.

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In Sichtweite befindet sich zudem ein großer Reebok Classic-Shop. Schnell stellten wir fest, dass die Japaner und Koreaner so richtig auf den hierzulande etwas verkannten Insta Pump Fury abgehen. Hat uns sehr gefreut. Die Auswahl an Pump Furys ist hier jedenfalls um einiges größer. Sogar ältere Collabos findet man gelegentlich noch. Auch auf der Cat Street sind Beauty & Youth mit einem Women-Store vertreten.

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Wer nach diesem zugegeben großen Rundgang durch Harajuku und Aoyama noch Lust und Ausdauer hat, kann mit der Bahn nach Sendagaya (ca. 1 km nördlich von Harajuku) fahren oder knapp 15 Minuten zu Fuß laufen. Dort gibt es nicht wirklich viel. Eine Ausnahme ist der Loopwheeler-Store. Loopwheeler sind bekannt für ihre erstklassigen Pullover, Sweater und Hemden, die mit einer besonderen Strick-Methode „Made in Japan“ hergestellt werden. Aber auch ihre meist nur in Japan erhältlichen Specials mit Nike dürften vielen bekannt sein. In Sendagaya befindet sich die Tokioter Dependance. Bei unserem Besuch wurden wir von der Loopwheeler-Crew mit offenen Armen empfangen. Selten haben wir uns in einem Store wohler gefühlt.

Schon bald geht es weiter mit dem dritten Teil unserer Tokio-Rundgänge. Dann geht es nach Ginza.

Hier geht es zu Teil 1 (Shibuya & Ebisu).

Nachdem Sneakerstores mittlerweile im Wochentakt neu eröffnen – und manche von ihnen schneller als gedacht auch wieder verschwinden –, fällt es zunehmend schwer, hier den Überblick zu behalten. Auf Reisen schauen wir gerne bei Shops vorbei, von denen wir bislang nur ihr „Online-Leben“ kannten. Der letzte US-Trip führte uns mal wieder nach New York und von dort ist es nicht weit ins ruhige White Plains. Die Stadt mit ihren rund 50.00 Einwohnern liegt nur eine halbe Fahrstunde nördlich des Big Apple. Von Harlem (125th Street) bzw. Grand Central fährt die recht zuverlässige Bahn auf ihrer Nordroute 2 bis 3 Mal in der Stunde bis nach White Plains.

In der Mamaroneck Avenue Nr. 339 ist Heist NY bzw. HNY (HistoryofNewYork) zu Hause. Der Store führt ein ziemlich umfangreiches Sneakerangebot, das auch Brands wie Diadora und Filling Pieces umfasst (Nike, Jordan und Co. muss man bei einem gut sortierten Sneakerstore eigentlich nicht extra erwähnen). Wir waren zunächst von der Größe und dem Angebot an aktuellen Releases positiv überrascht. Aber noch besser gefiel uns gleich das im Namen angedeutete Konzept. So sind Heist NY (zu deutsch Raub/Überfall) ein Sneaker-Shop in der Verpackung einer alten Bank – Tresorraum und Bankräuber inklusive.

Der alte Schalter aus massivem Holz habe man damals auf ebay ersteigert, erklärt uns Sam. Auch weitere Requisiten wie die großen Wanduhren oder die Schreibmaschine sind keine Fakes. Schon für diese Idee und ihre konsequente Umsetzung gehört der Laden für uns zu den schönsten Sneakerstores, die wir bislang besucht haben. Wegen der massiven Tresortür mussten wir auch direkt an Limited Edt. aus Singapur denken, die dahinter ihre Schätze und Collabos aufbewahrten. Bei HNY ist es hingegen „nur“ eine Auswahl neuer Releases. So wurden u.a. der Asics Gel Lyte III „Strawberries & Cream“ oder die letzten Flyknit Max-Colorways vor den vergoldeten Schließfächern ausgestellt. Macht schon was her.

Ergänzt wird das Sortiment an Sneaker von ausgewählten Apparel. Hier sind Marken wie Zanerobe, Reigning Champ und Iloveugly zu finden, die man Turnschuhfans keinesfalls mehr vorstellen muss. Damit bieten Heist das modische Komplettpaket für Sneakerheads und solche, die es werden wollen. Wie wir hören, darf man von der Heist-Crew in Zukunft noch einiges erwarten. Eine Sneaker-Collabo aus White Plains könnte jedenfalls schon früher als später Realität werden. Wir sind gespannt und werden darüber selbstverständlich berichten. Wenn Ihr demnächst mal im Großraum New York unterwegs seid, schaut doch mal bei Sam und Rob in White Plains vorbei (und lasst gerne ein paar Grüße von uns da).

Thanks Rob and Sam for your hospitality and warm welcome. Keep us updated on your future projects! This heist is only the beginning, right?

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Wir waren in den letzten Tagen zusammen mit Bloggern aus Deutschland und anderen Ländern in London unterwegs. Der Anlass war die Präsentation von Foot Lockers (Europe) diesjähriger Februar-Kampagne. Wie schon in den vergangenen Jahren – 2015 hieß die Tagline des Events noch „It must be February“ – wird man in den kommenden Wochen zahlreiche, zumeist als „Foot Locker exlcusives“ angekündigte Releases in die Stores bringen. Mit Asics, Nike, Jordan, adidas, New Balance und Reebok sind praktisch alle wichtigen Brands mit am Start, die ihre Bestseller in neuen oder alten, beliebten Colorways und Ausführungen herausbringen werden.

Um dieses für Foot Locker wichtige Ereignis vorzustellen, gab es in den Shoreditch Studios eine Vorschau auf den „HottestMonth“ – so der neue Kampagnen-Hashtag – und dazu auch eine Ausstellung mit wichtigen Ikonen der FL- und Sneaker-Geschichte wie den Tuned 1, der als exklusiver Signature-Schuh von Foot Locker vor allem die enge Verbindung zu Nike repräsentiert. Aber auch auf den Presto, den Cortez und den Air Force 1 legte man bei diesem Event ein besonderes Augenmerk.

Monochrome Designs bleiben ganz klar eines der wichtigen Themen. Egal ob „Triple Black“ oder „Triple Red“ mit neuen Superstars, Huaraches und Roshes setzt man weiterhin auf den Trend zum einfarbigen Turnschuh. Und gerade bei den Kids bleibt dieser Sneakertrend auch 2016 absolut „hot“ (haben wir uns sagen lassen, wir sind ja schon etwas älter).

Themen und Stories rund um einen Release oder ein Pack zu bauen, ist ebenso fast schon Pflicht. Auch wenn derzeit der Winter am Drücker ist, so kann man sich als weiblicher Sneakerhead mit dem Gel Lyte III „Easter Pack“ von Asics schon auf den Frühling vorbereiten. Die drei „very shiny“ Colorways im Metallic-Look sollen im Februar in die Stores kommen. Nehmen wir die Reaktionen auf unseren ersten Post hierzu als Maßstab, werden diese Gel Lyte IIIs ein garantierter Erfolg.

Bereits zum Valentinstag hat Foot Locker mit dem TN1 ein verdammt starkes rot/schwarzes Doppel für Sie und Ihn am Start. Über das zu Unrecht schlechte Image des Air Max Plus haben wir uns schon oft so unsere Gedanken gemacht. Davon einmal abgesehen bleibt das Modell nicht nur ein Meilenstein für die Nike-/Foot Locker-Connection sondern auch für die Sneaker-Geschichte mit seiner Kombination aus mechanischer Dämpfung und dem Nike Air-System. Das Valentins-Pack ist für ein Pflichtkauf und die etwas mutigere Alternative zum kommenden Valentins-Release von Asics.

Dieser schwarz-gelbe TN1 ist kein offizieller BVB-Fan-Release, was ja durchaus denkbar wäre, sondern Teil des kommenden „Taxi Packs“. Angesichts des eindeutigen Farbcodes erübrigt sich jede Interpretation. Schönes Ding! Im Fokus steht zudem der Tubular, wobei uns zugegeben der Tubular x Knit (und der bald erhältliche Tubular Doom) wesentlich besser als die „Basisversion“ gefällt. Die kommenden Releases beinhalten eine graue Strick-Variante sowie Modelle mit hellen Suede- und dunklen Camo-Highlights. In dieser Richtung darf adidas Originals gerne weitermachen bzw. nachlegen. Gefällt uns sehr!

Noch einmal zurück zu den Mädels. Dass deren Anteil an den Sneaker-Verkäufen in den letzten Jahren stetig zugenommen hat, dürfte kein Geheimnis sein. Dementsprechend viele Releases befinden sich auch in der „HottestMonth“-Kampagne in der Pipeline. Pastellfarben sind insbesondere für den Frühling eines der beherrschenden Themen und so hat man bei Foot Locker nicht nur beim „Easter Pack“ von Asics sondern auch mit neuen adidas Superstars, Huaraches und Reebok Classic Leather-Colorways diesen Farbtrend abgedeckt. Geld auszugeben und das Passende zu finden dürfte somit nicht allzu schwer werden.

In der Pipeline hat Foot Locker darüber hinaus auch weitere Sneaker in metallischen Looks und das sowohl in eher klassischen Farben wie Silber und Kupfer bis hin zu noch einmal deutlich auffälligeren Colorways. Verstecken scheint beispielsweise in diesen rosaroten Superstars unmöglich. In diesem Fall muss man den Ladies auf ihre Sneaker starren.

Ein Highlight abseits der Modell-Präsentation war für uns der kurze Auftritt von „Unboxing Champion“ Brad Hall, den Foot Locker extra aus den Staaten einfliegen lassen. Der Typ ist unglaublich! Zwar sind wir uns immer noch nicht sicher, ob das ganze eher große Schauspielkunst ist oder ob hier jemand aus seiner Nerdigkeit eine echte Marke gemacht hat. Zumindest sind nicht nur seine Youtube-Videos unglaublich unterhaltsam. Manchmal stand er etwas verloren zwischen all den gestylten Fashion-People, weshalb er uns fast schon leid tat. Aber eigentlich kann man Brad einfach nur lieben. Und die Frau hat jetzt ihr eigenes Foto mit ihm! Und vielleicht schafft es der unverwechselbare „Brad-Style“ – das jeweils passend gemusterte Hemd zum Sneaker hatte er natürlich dabei – irgendwann auf das Cover der Fashion-Magazine.

Gezeigt wurden auch noch ein neuer Presto, Huarache und TN1 im „Persian Violet“-Colorway, die allesamt im März erscheinen sollen. Von den kommenden NMD-Colorways, von denen nicht wenige richtig einschlagen dürften, waren leider keine Fotos erlaubt – darunter auch wieder „Foot Locker exclusives“. Offenbar sieht man bei FL großes Potenzial in der neuen Silhouette von adidas Originals. Da wir selbst bislang keinen NMD besitzen, halten wir uns noch mit einem abschließenden Urteil zurück.

Dafür wissen wir mit absoluter Sicherheit, dass der Ultra Boost auch 2016 einer unserer Lieblinge bleiben wird. Der Hype um den Schuh ist inzwischen gewaltig – vollkommen zu Recht! Bei Foot Locker bringt man im Februar neben einer cleanen, off-white Variante auch einen sehr schönen blauen Ultra Boost heraus.

Abends ging es mit der ganzen Truppe noch zum NBA-Spiel zwischen Toronto und Orlando in die O2-Arena, was dann noch mal ein echtes Highlight war samt Overtime. Am nächsten Morgen besuchten wir dann noch den Foot Locker-Store am Oxford Circus. Hier suchten wir uns ein TN1-Doppel aus, das wir demnächst auch noch näher vorstellen wollen. Für die super Organisation möchten wir uns noch einmal bei Foot Locker und vor allem Kerstin von Zucker bedanken! Und das Wiedersehen mit Simon von Turnschuh.tv, Hikmet und Sergio hat uns auch sehr gefreut.

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London City Guide Verlassen wir nun das alternative Shoreditch (zu Teil 1 geht es hier) Richtung Londoner City. Mit der Tube ist man nach wenigen Stationen im schicken, hippen Soho, wo man nicht nur für Sneaker ordentlich Geld ausgeben kann. Als erstes führt uns unser Weg in die etwas unscheinbare Berwick Street und zu einer echten Londoner Institution. Angekommen bei Hausnummer 80 steht man vor dem Foot Patrol-Store mit seinem typischen Gasmaken-Logo. Die FP-Crew wurde nicht zuletzt dank ihrer zahlreichen Collabs zu einem Aushängeschild der britischen Turnschuhkultur. So übersichtlich der mit viel Holz verkleidete Store auch ist, das Sortiment an limitierten und exklusiven Turnschuhen lässt kaum Wünsche offen. Vor allem am Samstag warten hier regelmäßig vor Ladeneröffnung Sneakerheads auf die neuesten Special-Releases. Wir fühlten uns hier bislang bei jedem unserer Besuche sehr wohl. Und ab und an kann man sogar einen echten Schnapper machen. Auch Fans von Y-3 sollten bei Foot Patrol unbedingt einmal vorbeischauen. London City Guide London City Guide London City Guide London City Guide London City Guide

Nur einen Steinwurf von Foot Patrol entfernt, befindet sich der Londoner Supreme-Store (2-3 Peter St). Was gibt es über diesen zu sagen? Supreme eben. Nicht mehr aber auch nicht weniger! Natürlich sind die besonderen Kollektionen auch hier meist am Release-Tag restlos ausverkauft. Aber wenn man schon mal in der Nähe ist, kann man sicher kurz reinschauen. Viel erwarten sollte man dennoch nicht.London City Guide

Davor oder danach lässt sich in jedem Fall bei Snowflake Gelato auf der Wardour Street (Hausnr. 102) kurz Halt machen. Die Eiscremesorten sehen nicht nur wahnsinnig gut aus, sie schmecken auch so. Die besondere Empfehlung des Chefs ist eigentlich immer ein todsicherer Tipp. Für alle Eisjunkies und solche, die es werden wollen.London City Guide London City Guide

In der eigentlich immer gut besuchten Carnaby Street (auf der Rückseite vom Kaufhaus Liberty) lassen sich in einem der größeren size?-Stores sowohl die bekannten „Exclusives“ der Briten als auch eine breite Auswahl an Sneaker-Styles unterschiedlicher Marken einkaufen. Der Andrang ist meist groß, weshalb man für ein etwas ruhigeres Einkaufserlebnis entweder auf den Laden in der Neal Street (Nr. 34A) oder besser gleich den Online-Shop ausweichen sollte. Inzwischen sind size? bzw. JD Sports ja auch in Deutschland vertreten, wobei London natürlich die Heimat der beiden Ketten bleibt. Manchmal finden sich in den dortigen Stores auch kleine Ausstellungen zu einem bestimmten Sneaker-Thema wie beispielsweise zu Nikes „Anatomy of Air“-Kampagne.London City Guide London City Guide London City Guide London City Guide London City Guide London City Guide London City Guide

Noch gar nicht so lange sind Oi Polloi (1 Marshall St) in London vertreten. Der Store bietet Klamotten, Schuhe (Sneaker nur am Rande) und Accessoires für den modebewussten, männlichen Großstädter. Klassische Marken wie Barbour, Edwin, Our Legacy, Polo Ralph Lauren oder Stone Island gehören zu Oi Pollois Sortiment, welches allein aus Platzgründen im Store deutlich reduziert wirkt. 2002 erblickten Oi Polloi in Manchester das „Licht der Welt“.London City Guide London City Guide

Machen wir als nächstes einen kleinen Abstecher in den Londoner Westen. Mit der U-Bahn erreicht man recht schnell die Station Shepherd’s Bush. Nach 500m entlang der Uxbridge Road steht man vor Stuarts London (35-37 Uxbridge Rd), die neben einem kleinen, aber feinen Sneaker-Angebot (darunter adidas, Saucony, Y-3 und Asics) vor allem viele klassische Modemarken für den (englischen) Mann führen. Burlington Socken findet man hier ebenso wie Schuhe von Church’s oder Dr. Martens. Paul Smith, Fred Perry und sogar Hugo Boss gehören ebenso zum umfangreichen Sortiment. Wer auch mal etwas abseits des klassischen Turnschuhs einkaufen will, findet bei Stuarts jede Menge Gelegenheiten dazu. Leider spielte bei unserem Besuch das Wetter (grau in grau und dazu Nieselregen) für eine schöne Außenaufnahme nicht mit.London City Guide London City Guide London City Guide London City Guide London City Guide London City Guide London City Guide

Zurück in Soho wollen wir unbedingt noch in der Londoner J.Crew-Filiale (165 Regent St) vorbeischauen. Den Laden muss man ja nun wirklich nicht mehr vorstellen – seit der Zusammenarbeit mit New Balance oder zuletzt Asics ist die Kette auch in der Sneaker-Community fest etabliert. Tatsächlich finden sich im Store an der belebten Regent Street durchaus auch noch ältere „Exclusives“ und mit etwas Glück sogar in der richtigen Größe. Wir hatten leider Pech, was immerhin unser Budget etwas schonte.London City Guide London City Guide London City Guide

Von J.Crew ist es nicht weit bis zum Y-3-Store (54 Conduit St), den man allerdings nicht ohne das nötige Kleingeld – oder am besten mit Kreditkarte – betreten sollte. Als Y-3-Fans ist es für uns praktisch unmöglich, hier nichts zu shoppen und ohne einen Einkauf den Laden wieder zu verlassen. Seien es die neuen Y-3-Sneaker oder die von Mr. Yamamoto entworfenen hochpreisigen Klamotten und Accessoires, das Herz von Fashionjunkies und Hypekids schlägt in diesem stylischen Outpost garantiert höher.London City Guide

Den letzten Satz könnte man so auch 1-zu-1 auf unseren nächsten Einkaufstipp übertragen. In der gleichnamigen Dover Street Nr. 17-18 im noblen Westen residiert der legendäre Dover Street Market. DSM lässt sich am ehesten als vollendetes Konzept-Kaufhaus umschreiben. Hinter DSM steht die japanische Marke Comme des Garcons (CdG), deren gesamtes Sortiment hier auf mehreren Etagen perfekt in Szene gesetzt wird. Dazu finden sich im DSM limitierte NikeLab-Releases oder CdG-Collabos. Passend zum High-Fashion-Anspruch ist die Markenauswahl exklusiv und fast durchweg hochpreisig. Taschen von Céline oder Jacken von CdG kosten gerne auch schon mal eine vierstellige Summe. Hier gilt die Devise: „Wer hat, der kann!“London City Guide

Deutlich preiswerter ist im Vergleich dazu ein Besuch bei Herman Ze German (3 Old Compton St). In London gibt es gleich drei dieser gemütlichen Bratwurst-Buden, die mit Kultfaktor, deutschem Background und einer gnadenlos guten Currywurst überzeugen. Aber auch auf der Strasse finden sich immer wieder kulinarische Highlights wie Foodtrucks mit Polled Pork-Burger. Damit beenden wir auch unsere kleine Stadtführung und wünschen Euch viel Spaß bei Eurer London-Reise. Aber nicht vergessen: Mind the gap!

London ist immer eine Reise wert. Das haben wir uns auch gedacht, als wir schon Flug und Hotel gebucht hatten und dann die Nachricht kam, dass die geplante „Sneakerness London“ ausfallen muss. Na dann erkunden wir eben London ohne Turnschuhmesse. Zusammen mit unserem London-Trip letztes Jahr im Dezember haben wir nun genug „Futter“ gesammelt, um Euch nun endlich unseren ganz persönlichen City Guide zur Streetwear- und Sneaker-Metropole vorstellen zu können. In diesem Blogpost präsentieren wir unsere Highlights abseits von Big Ben, Westminster Abbey und Buckingham Palace.

London City Guide London City GuideAuch dieses Mal haben wir wieder in Shoreditch gewohnt. Nach einer kleinen, süßen Wohnung an der Ecke zur Bethnal Green Road, die wir über Airbnb gefunden hatten, sind wir bei unserem letzten London-Trip im Ace Hotel abgestiegen. Wobei „absteigen“ es nicht so ganz trifft. Denn das Hotel, das einige sicher schon kennen, ist ein wahr gewordener Hipster-Traum. Selbst die einfachen Zimmer sind schon ein kleiner Traum – stylisch eingerichtet, groß und ausgestattet mit vielen verspielten, eigentlich sinnlosen Details wie einem Designer-Anspitzer (!) und einem wings+horns-Bademantel. Das Beste aber: Die Zimmer riechen bzw. duften wahnsinnig gut. Das im Erdgeschoss beheimatete Restaurant/Brasserie „Hoi Polloi“ haben wir vor unserer Abreise bei einem Frühstück getestet. Auch hier stimmt vom Design, über die Atmosphäre bis hin zum Essen eigentlich alles. Allein die hippen Gemüse-Smoothies sind sicherlich Geschmacksache. Empfehlen können wir das unglaublich cremige Rührei und das knusprige Granola mit Pflaumen.

London City Guide London City Guide London City GuideSo gestärkt sollte man gleich die Londoner Dependance von Sneakersnstuff besuchen, die sich praktisch nebenan befindet (geschätzte 10m Fußweg haha, Shoreditch High Street 107-108). Im Spätsommer 2014 öffneten Erik und Peter von SNS hier ihren ersten Store außerhalb Stockholms. Inzwischen haben beide ja auch Paris erobert. Der Laden ist gemütlich und typisch skandinavisch eingerichtet und dabei gleich als Original-SNS zu erkennen (wer den Store in Stockholm kennt, hat gleich mehrere Déjà-vues).  Bezogen auf das Sortiment findet man das Erwartbare. Bei unserem zweiten Besuch fiel uns lediglich der weiße Pure Boost besonders auf, von dem noch einige Größen auf Lager waren. Der Rest war allerdings nicht so spannend. Meist am Samstag Morgen werden die strenger limitierten Schuhe released, wobei man sich auch hier brav anstellen muss. In jedem Fall sollte man bei einem Rundgang durch Shoreditch einmal reinschauen.

London City GuideGegenüber von SNS (140 Shoreditch High St) trifft man auf den Store von Present London. Der Shop bietet verschiedene Herren-Fashion- und Streetwearmarken wie Champion, Stone Island, Bedwin & The Heartbreakers, TSPTR und Hartford. Hier findet man zwar keine Sneaker, aber dafür eine wirklich feine Auswahl an Klamotten, Casual Shoes und Accessoires.

London City Guide London City Guide London City Guide London City Guide London City GuideAls nächstes führt unser Rundgang durch Shoreditch, in dem abends das Partyvolk vergleichbar den Kölner Ringen regiert (soll nur eine kleine Warnung sein), zu 1948 NikeLab (477-478 Bateman’s Row). Was einen hier erwartet, dürfte klar sein. Ins NikeLab kommen die Releases der gleichnamigen Nike-Serie wie zuletzt der Sock Dart „Be True“, von dem wir mit etwas Gück den allerletzten mitnehmen konnten. Dazu findet man die Entwürfe von NikeLab-Designern wie Johanna F. Schneider, die Sacai-Kollektion oder die letzten Pigalle-Releases. Zum Teil gibt es auch noch Schuhe in Größen, die online schon lange ausverkauft sind. Ein Besuch lohnt sich daher unbedingt.

London City Guide London City Guide London City GuideEbenfalls in Shoreditch ist Goodhood (151 Curtain Rd) zu Hause und das schon seit 2007. Der Laden hat uns sofort überzeugt mit seiner speziellen Mischung aus Designer-Klamotten, Lifestyle und Designer-Spielzeug. Über 200 Brands finden sich verteilt auf 2 Etagen, wobei das Basement dem Thema „Schöner Wohnen besonders hip“ vorbehalten ist. Skandinavisch, minimalistisch, stylisch ist hier fast alles. Die Sneaker-Abteilung ist hingegen überschaubar und nicht der Grund, weshalb man hier einkauft. Wer nicht mit Übergepäck nach Hause reisen möchte, kann später auch ganz entspannt den Online-Store besuchen. Ganz in der Nähe findet sich im Übrigen einer von mehreren Londoner Byron Burger-Läden sowie ein Breakfast Club. Beides sehr zu empfehlen!

London City Guide London City Guide London City Guide London City Guide London City GuideNicht zu verfehlen ist der Boxpark im Herzen von Shoreditch. Längst die schmalen Container mit ihren wechselnden Stores und Ausstellungen eine echte Institution. Für Sneakerheads ist vor allem die erst vor wenigen Wochen eröffneten „Fresh Laces“-Box interessant. Fresh Laces verfolgt einen Consignment-Ansatz. Neben Raritäten von Nike und Jordan findet man hier auch echte Luxusschätze wie den „Made in Japan“ Air Jordan IV von Hender Scheme. Wie wir erfahren haben, will Fresh Laces zunächst 1 Jahr das Store-Konzept am Boxpark testen.

Geht man nun die Bethnal Green Road Richtung Osten, erreicht man nach wenigen Minuten die Kreuzung zur Brick Lane Road, die für ihre vielen hippen Cafés und kleinen Imbisse bekannt ist. Einen Beigel mit Cream Cheese und Lachs im Beigel Bake (159 Brick Lane) sollte man sich nicht entgehen lassen. Besonders gut ist dieser um 2 Uhr nachts, wenn sich im Beigel Bake eine skurrile Mischung aus Partyvolk und Ur-Shoreditchern (?) begegnet.

London City Guide London City Guide London City Guide London City GuideGleich schräg gegenüber vom Beigel Bake hat mit Pam Pam (129 Bethnal Green Rd) Anfang des Jahres Englands erster Sneakerladen nur für Mädels aufgemacht. Inzwischen hat das Konzept ja schon einige Nachahmer gefunden. Pam Pam führt neben bekannten Sneakermarken (adidas, Saucony, Puma, Reebok) auch Streetwear für die weibliche Zielgruppe. Ein heller, gut sortierter Store, in dem in Zukunft auch regelmäßig Events und Workshops stattfinden sollen.

London City Guide London City Guide London City Guide London City GuideAuf der Bethnal Green Road ist mit Slam City Skates ein echtes Urgestein der Londoner Sneaker-/Streetwearszene beheimatet (also einer von drei Stores). Und es findet sich mit Mr. Sneaker (408-410 Bethnal Green Rd) ein weiterer Consignment-Store, der bei unserem letzten Besuch gerade eine unfassbare Lieferung alter Air Rifts und Prestos erhalten hatte. Es fiel echt schwer, sich davon loszureißen. Natürlich hat der Laden auch die üblichen Hype-Releases wie das „Air Max 90 Independence Day“-Pack oder die letzten Sock Dart-Releases im Angebot. Dazu sehr viele Huaraches und die in UK besonders beliebten Air Max 95 sowie 97. Leider sind die Preise durchaus anspruchsvoll.

London City Guide London City Guide London City Guide London City GuideEin Paradies für Schatzsucher und Vintage-Liebhaber ist der in einem alten viktorianischen Warenlager eingerichtete Second-Hand-Store Blitz (55-59 Hanbury Street) unweit der Brick Lane. Hier kann man wohl einen ganzen Tag verbringen und immer wieder Neues entdecken. Wer bei seiner Suche nach Vintage-Klamotten etwas Stärkung braucht, kann im angeschlossenen Café verschiedene Kaffee-Spezialitäten und Backwaren testen.

London City Guide London City Guide London City Guide London City GuideIn Shoreditch ist auch einer von insgesamt vier Londoner Offspring-Stores beheimatet (104 Commercial Street). Wir haben diesen zuletzt beim Release des Saucony Shadow 6000 „Stealth“ besucht – eine weitere Offspring-Collab, welche die Bekanntheit der Sneaker-Kette auch hierzulande nochmals steigern dürfte. Das Sortiment ist recht umfangreich und reicht von Jordan-Releases über Nike Quickstrikes bis hin zu Fashion-Sneaker wie die Stan Smith von Raf Simons. Insofern sollte hier eigentlich jeder etwas finden, was ihm gefällt. Nicht selten findet man in den Offspring-Stores auch Releases, die woanders schon länger ausverkauft sind. Dazu gibt es eine freundliche und kompetente Beratung.

London City Guide London City Guide London City Guide London City GuideBevor wir nun Shoreditch verlassen, wollen wir noch eine Empfehlung für ein großartiges Restaurant loswerden. Die Merchants Tavern (36 Charlotte Road) bietet Kochkunst ohne den üblichen Schnickschnack irgendwelcher Sterneköche. Schon die Location im viktorianischen Stil hat sehr viel Atmosphäre. Wer sich zu einem Besuch entschließt, sollte aber besser vorher reservieren und dabei nicht die Plätze im normalen Restaurant sondern die am „Kitchen Counter“ auswählen. Denn von denen kann man der sehr sympathischen Küchenmannschaft bei der Zubereitung über die Schulter gucken. Unbedingt die frittierten Austern und den unglaublich knusprigen Schweinebauch probieren! Aber eigentlich schmeckt hier alles unverschämt gut.

Fortsetzung folgt…