ChicksonKIcks Tag

Von Männern wird gerne behauptet, sie seien einfach gestrickt und ebenso einfach zu durchschauen. Dabei sind auch wir Mädels in manchen Dingen ziemlich leicht zu manipulieren. Das zeigt auch dieser metallisch schimmernde Asics Wmns Gel-Lyte III. Sein glänzendes Upper in einem unübersehbaren Pink (es gab noch zwei weitere Colorways in Grün und Blau) zog bereits bei der Präsentation anlässlich von Foot Lockers „It must be February“-Kampagne Anfang des Jahres in London alle Blicke auf sich. Später als gedacht kam dieser „Foot Locker exclusive“ dann im Frühjahr in die Läden, woraus er ebenso schnell wieder verschwand.

Asics Wmns Gel-Lyte IIIDie Kombination aus Modell, Farbe und der glänzenden Verpackung ließen ohnehin keinerlei Zweifel am Verkaufserfolg zu. Wenn dieses Gesamtpaket bei uns weiblichen Turnschuhfans nicht funktioniert, dann hätte ich die (Sneaker-)Welt nicht mehr verstanden. Der Gel-Lyte III hat  – so ist mein Eindruck von Events wie der Sneakerness oder K’lektion – andere Klassiker wie den Air Max 1 aus so manchem Schuhschrank inzwischen verdrängt. Aus heutiger Sicht ist es kaum zu glauben, dass die Silhouette mit ihrer charakteristischen Split-Tongue noch vor 6 oder 7 Jahren als seltsamer Exot galt. So ändern sich die Zeiten und die Meinungen. Dazu kommt, dass der Gel-Lyte III egal in welcher Ausführung eine echte Wohltat für jeden Fuß ist. Und selbst wenn ich dank des Ultra Boost an noch bequemere Schuhe gewohnt bin, weiß ich die Vorzüge des Gel-Lyte III immer noch zu schätzen.

Wenn man sich schließlich neue Releases wie das „Whisper Pink“–Pack oder zuletzt den Hype um die „Super Greens“ anschaut, dann ist der Gel-Lyte III von einem Auslaufmodell zum Glück sehr weit entfernt. Sogar in der Masse findet sich aus meiner Sicht noch immer erstaunlich viel Klasse.

E.

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Geburtstage? Jubiläen? Specials? 2015 wird ein teures Jahr für Sneakerfans. Bei adidas feiert man 45 Jahre Superstar, bei Nike sind es 25 Jahre Air Max 90. Und bei Asics hat neben dem Gel Lyte III, dem man 12 Geburtstags-Collab spendierte, auch der Saga ein Vierteljahrhundert erfolgreich hinter sich gebracht. Na ja „hinter sich gebracht“ klingt jetzt ein wenig nach Mühe. Tatsächlich ist der Saga auch noch mit 25 Jahren fit wie ein Turnschuh (aua, der Kalauer musste einfach sein). Zwar ist es bei Saga-Collabs in den letzten Monaten spürbar ruhiger geworden – der komplett schwarze „Grand Opening“ von Kith war ja eher so ein Zwischending –, dafür können bei mir auch die General Releases weiterhin punkten.

Mein letzter Saga-Neuzugang ist der deutlich von den knallbunten Neunzigern inspirierte Colorway aus dem „90s Oddity Pack“. Das weiße Leder/Mesh-Upper des Sagas wurde gleich mit vier unterschiedliche Akzentfarben bedruckt, die sich konsequent nicht nur vom rechten zum linken Schuh sondern auch am gleichen Schuh von Seite zu Seite abwechseln. Dass dieser wilde Mix aus ziemlich knalligen Neontönen manchen etwas zu viel des Guten ist, kann ich verstehen. Mir gefällt aber gerade dieses Durcheinander, weil es eben so perfekt zum Thema und damit zu „meinem“ Jahrzehnt passt. Ein wunderbares Detail sind zudem die ebenfalls im 90er-Jahre-Design bedruckten Innensohlen. MTV, „Der Prince von Bel Air“, Technopartys, bunte Coast-Taschen, A Licky Boom Boom Down weiß Bescheid!

Ansonsten ist auf den „alten“ Saga natürlich auch ganz abgesehen von irgendwelchen Farbspielen Verlass. Die Gel-Dämpfung bleibt ein fast unschlagbares Bequemlichkeitsmonster (ich weiß nicht, wie ich dieses Laufgefühl anders ausdrücken soll). Nicht zufällig hat das Modell inzwischen ein Vierteljahrhundert als Sneaker-Dauerbrenner überlebt. Und auch der Sprung von der Laufstrecke in den Lifestyle-Bereich hat der Saga schon vor vielen Jahren gemeistert. Seitdem läuft er und läuft und läuft. Und meine Füße immer mittendrin.

Erhältlich ist der Wmns Saga bei Overkill.

E.                   

Es gab eine Zeit, da überlegten wir uns ernsthaft, ob wir den Blog nicht in „Roshe Zimmer“ umbenennen sollten. Fast jeder neuer CW des leichten und so wunderbar schlichten Modells löste in uns den bekannten Habenwollen-Reflex aus. Doch dann brachte Nike angespornt vom Erfolg des Roshes in zu kurzer Zeit zu viele Modelle raus. Manche Serien wie die Hyperfuse-Geschichte oder das fürchterlich misslungene „Two Face“-Pack ließen selbst bei uns die Sorge aufkommen, dass der Roshe bereits in einer Sackgasse angekommen sei.

Es gibt Schuhe, die sind ganz einfach ihrer Zeit voraus. Diese Beobachtung könnte auch auf den Air Python zutreffen. Erstmals im „Air Max 1“-Geburtsjahr 1987 veröffentlicht, dauerte es unglaubliche 26 Jahre bis Nike das Herz in die Hand nahm und sich zu einem Retro durchringen konnte. Diese lange Wartezeit mag mit dem eher mäßigen Erfolg des Midtop-Hybriden zusammenhängen. So wurde der nicht allein aufgrund seines Schlangenmusters auffällige Basketballschuh damals nur in sehr geringen Stückzahlen bei ausgesuchten US-Shops released. Nach Europa schaffte es der Air Python hingegen nicht.

Es war Liebe auf den ersten Blick. Ja, so etwas kommt auch bei Schuhen manchmal vor. Der knuffige „Rudolph“ aus Asics’ lang erwartetem Christmas-Pack löste in mir neben dem „Habenwill“-Reflex – kenn ich bei Sneakern zu genüge – ganz besondere Glückshormone aus. Und so ging es wohl nicht nur mir. Zumindest lässt der rasante Abverkauf der Bestände auf einen weiteren Saga-Volltreffer schließen. Dabei hatte Asics erst im September mit dem Camo-Saga ein echtes Schmuckstück vorgelegt.

Man kann wirklich nicht sagen, dass der Lunar Flynit Chukka ein brandneues Modell sei. Immerhin gibt es ihn in verschiedenen CWs schon über ein halbes Jahr. Angefangen hat alles mit den HTMs, die der Mann auch schon einmal besaß, dann aber doch verkaufte, weil er sie einfach nicht anzog. Wahrscheinlich habe ich auch deshalb den Schuh lange links liegen gelassen.