Triple White Tag

Drop WeeklyNach einer urlaubsbedingten Pause – die meisten dürften es bemerkt haben, wir waren in Japan und Korea unterwegs – meldet sich der Weekly in dieser Woche mit mehreren, durchaus lang erwarteten Releases zurück. Beginnen wollen wir mit dem Presto, der im März mit dem „Digi Camo“ und dem „Safari“ das letzte Mal in unserer Release-Vorschau vertreten war. Am Freitag bringt Nike neben zwei GS-Prestos und vier Wmns-Releases auch den „Triple White“ Presto zurück. Ob es von diesem auch eine unendliche Restock-Serie geben wird, wissen wir nicht. Bei Nike wird der Presto ab Freitag 9 Uhr online erhältlich sein. Auch bei ELEVEN und Foot Locker solltet Ihr fündig werden. Alle vier neuen Wmns-Prestos bekommt Ihr bei 43einhalb.

Drop WeeklyAm Samstag erscheint wiederum Teil 2 des Saucony „Fisherman’s Journey Packs“. Nach dem Shadow 90 „Saltwater Fisherman“ aus dem vergangenen Herbst entschieden sich West NYC bei ihrer maritimen Fortsetzung für den Shadow 6000 – für uns die eindeutig bessere Silhouette. Und auch die Umsetzung mit einem Upper aus perforierten Premium Suede und einer eher erdigen Farbpalette lässt uns mit Vorfreude auf diese Collabo blicken. Obgleich West NYC nicht in einer Liga mit Concepts, SlamJam oder Packer spielen, so sind die New Yorker von der Upper West Side immer zuverlässige Partner. Saucony-Fans können sich den Shadow 6000 „Fresh Water“ in der Nacht zu Samstag als Midnight-Release u.a. bei 43einhalb, Afew und asphaltgold ins Netz legen. Overkill wird den Schuh am Samstag zunächst Instore verkaufen.

Drop WeeklyMit inzwischen zwei Stores in Boston und New York sind Concepts an der Ostküste einer der ersten Adressen im Sneaker-Geschäft. Beide Städte bzw. deren konkurrierende Baseball-Teams nutzten Concepts als Aufhänger für ihr zusammen mit New Balance entworfenes „City Rivalry Pack“. Die Konkurrenz zwischen Red Sox und NY Yankees ist legendär und sicherlich mit einem bestimmten Ruhrpott-Derby hierzulande vergleichbar. Während der türkisgrüne New Balance 997 der New Yorker-Seite gewidmet ist (der Farbcode erschließt sich uns als Baseball-Laien allerdings nicht wirklich), soll der farblich zweigeteilte New Balance 998 das Bostoner Team repräsentieren. Schon lange gehören sowohl der 997 als auch der 998 zu unseren Lieblingsmodellen von New Balance. Folglich endet das Duell für uns mit einem Unentschieden. Der 997 wird am Samstag um 18 Uhr deutscher Zeit im Concepts-Webstore released, der 998 „Boston“ folgt dann am 16. April.

NikeDrop Weekly erfreut einmal mehr alle Racer-Fans mit einem weiteren Colorway auf seinem ultraleichten Runner. Dieses Mal dominiert ein Lila-Blau-Mix mit schwarzem Swoosh den Look des Leichtgewichts. Gibt es eigentlich jemand, der noch keinen einzigen Flyknit Racer besitzt? Wäre es tatsächlich so, könnten wir das fast nicht glauben. Denn gerade im Sommer spielt der Schuh seine Vorzüge voll aus. Für uns ist er daher aus keiner gut sortierten Sneakersammlung wegzudenken. Das On-Feet-Foto von Titolo, wo der Racer „Game Royal“ ab Freitag 9 Uhr ebenfalls erhältlich sein wird (zeitgleich im Nike-Store), sagt ohnehin mehr als 1000 Worte. Foot Locker meldete zuletzt Samstag 9 Uhr als Termin für den Online-Verkauf.

Eine zweite Chance auf den HighSnobiety UltraBoost gibt es an diesem Wochenende, wobei man angesichts des gewaltigen Interesses schon mehr als ein bisschen Glück oder alternativ sehr viel Geduld bei einem der Campouts haben muss. Es ist zu vermuten, dass die Server beispielsweise bei SlamJam unter dem Ansturm kapitulieren werden. Die meisten Stores wie TGWO, Sneakers 76 und Overkill werden den UltraBoost ohnehin nicht online verkaufen. Der Summer Store aus Lyon veranstaltet hingegen ein Instagram-Raffle, wofür es natürlich auch etwas Glück braucht. Bei END kann man sich über den neuen Service „END Launches“ für den auf Samstag Nacht 1 Uhr angesetzten Release online registrieren. Auch SNS haben sich für einen Online-Raffle entschieden. Nicht vergessen wollen wir den ebenfalls sehr feinen HighSnobiety Campus 80s, der im ganzen UltraBoost-Hype gelegentlich etwas zu kurz kommt.

Drop WeeklyBleiben wir noch etwas im Hype-Modus. Denn in diesem befindet sich zweifellos auch der NMD. Davon konnten wir uns zuletzt wieder in Japan überzeugen, wo der NMD-Wahnsinn sogar noch verbreiteter und größer zu sein scheint. So rückten viele gleich mit der ganzen Familie beim NMD-Restock im Tokioter adidas Originals-Store an. Das war schon ein seltsames Bild, als Opa vollbepackt mit NMD-Boxen den Laden verließ. Am Samstag folgt nun ein weiteres Primeknit-Quartett in Camo-Optik. Oliv, Blau, Orange/Pink und ein diffuses Weißgrau stehen dabei zur Wahl. Allzu lange sollte man sich mit seiner Kaufentscheidung vermutlich nicht Zeit lassen. Jeweils knapp 170 Euro sollen die NMD Primeknit Runner kosten. Dabei werden die meisten Stores hierzulande nur zwei der vier NMDs erhalten. Während bei Afew, TGWO und 43einhalb (Instore Only) der orangene/pinke und olivgrüne NMD PK erhältlich sein werden, haben Caliroots bislang alle vier Farben in ihrer Release-Vorschau gelistet. Zu END kommen hingegen nur der blaue und olivgrüne Colorway. Weitere Updates zu diesem NMD-Release werden wir auch auf Twitter bekannt geben. Bei adidas werden die NMD vermutlich wieder kurz nach Mitternacht online gehen.

Foot LockerDrop Weekly haben zuletzt im Februar anlässlich ihrer „Hottest Month“-Kampagne bewiesen, welch hohes Tempo sie bei ihren Exclusives anschlagen können. Der erste FL NMD sorgte wenig später ebenfalls für eine gewaltige Resonanz. Am Montag bringt der Retailer zusammen mit Asics das „Snake Pack“ bestehend aus einem schwarzen Gel-Lyte III sowie einem Gel-Lyte V im beliebten „All Red“-Colorway heraus. Beiden Modellen ist die namensgebende Schlangen-Optik gemein. Zum Preis von 125 (GLIII) bzw. 130 Euro (GLV) wird das Pack zeitgleich in den europäischen FL-Stores und online erscheinen.

Viele weitere Links zu den Releases dieser Woche findet Ihr wie immer zu gegebener Zeit unter unserem Twitter-Account @sneakerzimmer.

Bilder: Foot Locker EU, Highsnobiety, adidas Originals, Sneaker Shouts, 43einhalb, Nike, Concepts, Titolo

Während Nike es gelungen ist, den lange zu Unrecht als „hässliche Sandale“ verschrienen Huarache als absoluten Trend-/Hype-Schuh zu etablieren – manches dauert eben seine Zeit –, arbeitete man zeitgleich an der Weiterentwicklung des Modells. Nach Hybrid-Spielereien wie dem vor ein paar Jahren gelaunchten Free Huarache, mit dem selbst ich mich als Free-Fangirl nie wirklich anfreunden konnte, stand für 2015 der Huarache NM auf dem Plan. Dieser war tatsächlich etwas Neues und wie alles Neue musste auch er zunächst eine Bewährungsprobe durchlaufen.

Das Mutige an diesem Entwurf war nicht nur die neue, überarbeite Sohlenkonstruktion, die auf mich im Vergleich zum klassischen Huarache etwas flacher und schnittiger wirkt. Natürlich fielen den meisten – so auch mir – zunächst die scheinbar viel zu großen, wuchtigen Rope-Laces ins Auge, die den Look des Huarache NM maßgeblich prägen. Vor allem traf das auf die ersten, eher bunten Colorways zu, bei denen Nike sich an klassischen Huarache-Farbcodes wie dem „Scream Green“ orientierte. Besser gefallen mir jedoch die tonalen Colorways. Und so wurde der „All White“ mein erster Huarache NM. Vielleicht mag ich diesen auch so sehr, weil hier die ansonsten recht dominante Schnürung farblich mit dem Upper doch zu einem harmonischen Ganzen verschmilzt. Darüber hinaus lässt sich ein derart cleaner Schuh mit allen Outfits kombinieren und tragen, was insbesondere Mädels zu schätzen wissen.

Der Huarache NM setzt auf die Kombination aus Neopren und Mesh, was ihn noch mehr als Sommerschuh auszeichnet. Zumindest lässt er sich gut auch bei etwas höheren Temperaturen tragen. Hinter dem groben, leicht schimmernden Mesh im Vorderfußbereich verbirgt sich abgesehen von seiner Funktionalität vor allem eine echt gelungene Designidee. So sieht der Huarache NM im Gegensatz zu manch anderem Sneaker aus praktisch jedem Blickwinkel gut aus. Was das Sizing angeht, so würde ich schon dringend dazu raten, mindestens eine halbe Größe rauf zu gehen, fällt der Hua NM doch ähnlich klein wie sein Vorgänger aus (der Mann meint sogar, eine ganze Größe rauf). Wer den „All White“-Trend übrigens nicht mehr sehen kann, für den ist der dunkelgraue CW vermutlich keine schlechte Alternative. An den hier beschriebenen Qualitäten des Schuhs ändert sich dadurch schließlich nichts.

E.                

 Der adidas Ultra Boost scheint so etwas wie der Sneaker der Stunde. Und das nicht nur im klassischen Running-Bereich, wo er zunächst mit seinen technischen Eigenschaften und der in der Sohle untergebrachten, unzähligen Kügelchen aus sogenanntem „thermoplastischen Poly­urethan“ eine echte Revolution auf den Laufstrecken dieser Welt auslöste. Der Ultra Boost ist dank cleverem Marketing und einer konsequenten Weiterentwicklung längst im Lifestyle-Segment angekommen. Den letzten Beweis hierfür lieferte adidas mit dem Start der Collective-Serie und dem von Stella McCartney designten Ultra Boost für eine gleichermaßen modebewusste wie sportliche (weibliche) Klientel.

Noch bevor am kommenden Wochenende die beiden adidas-Designer Dirk Schönberger und James Carnes mit ihrem Collective-Release (Triple White/Triple Black) an den Start gehen – die Schuhe werden trotz eines Verkaufspreises von 220 Euro wohl ziemlich schnell vergriffen sein –, bringt man bei adidas mit dem „Key City Pack“ ein weiteres, ziemlich stylisches Ultra Boost-Trio in die Läden. Neben einem schwarzen und einem grauen Colorway komplettiert der „All White“ diesen von vielen schon heiß erwarteten Release. Natürlich ist der Name nicht ganz korrekt. Eigentlich müsste der Schuh, der am Fuße eines Herrn West bereits prominent auf diversen Blogs und Online-Magazinen abgebildet war, „Almost White“ heißen. Schließlich besitzt dieser im Gegensatz zum kommenden Collective „Triple White“ eine schwarze Außensohle.

Weitere Unterschiede betreffen laut adidas das Obermaterial der beiden mehr oder weniger weißen Ultra Boosts. Hier kann man wohl beim Collective noch eine gewisse qualitative Steigerung erwarten, was am Ende auch den Aufpreis erklärt. Der hier abgebildete Ultra Boost ähnelt hingegen der Modellpremiere aus dem Frühjahr, welche seitdem öfter als jeder andere Schuh von uns getragen wurde. Damit der „All White“ aber noch etwas länger so hübsch anzusehen bleibt, werde ich für den Sport sicherlich weiter auf meinen alten Ultra Boost ausweichen. Wie empfahl es schon meine Kinoheldin „Lady Vengeance“? „Be white, live white.“ Ihre Worte könnten auch die Überschrift zu diesem Sneaker-Schmuckstück sein.

M.