Denim Tag

GL3 Japanese-9Bei unserer letzten Reise nach Südkorea und Japan ist er uns gleich aufgefallen: Gemeint ist der neue Asics Gel-Lyte III „Japanese Textile“ aus dem gleichnamigen Pack. Zusammen mit einem ebenfalls gelungenen, nahezu komplett blauen Gel-Lyte V bringt Asics diesen in Japan veredelten Schuh am kommenden Freitag endlich auch in die deutschen Stores. Um es gleich zu sagen: Für mich ist der Gel-Lyte III vor allem aufgrund seines Farbdesigns der stärkere dieses Duos.

Natürlich muss man weder den Gel-Lyte III noch die Japan-Releases von Asics näher vorstellen. Konzeptionell knüpft der Schuh erkennbar an das letztjährige „Japanese Denim Pack“ an. Japan und Denim – das sind zwei Dinge, die ganz einfach zueinander passen. Und auch wenn dieses Mal der Denim-Zusatz aus dem Namen verschwunden ist, so besitzt auch der neue Gel-Lyte III wieder einen Anteil aus Okayama-Denim in der typischen Indigo-Waschung. Kleine Polkadots dienen zudem als optische Auflockerung. Ansonsten käme der „Japanese Textile“ Gel-Lyte III vielleicht etwas zu brav und bieder daher.

GL3 Japanese-4Die farbliche Zweiteilung verläuft zur Abwechslung einmal horizontal und trennt den relativ robusten Denim-Teil vom hellen und daher leider recht schmutzanfälligen Nubuck. Immerhin besteht die Hoffnung, dass das Wetter in den nächsten Wochen tendenziell besser als schlechter wird. Tatsächlich könnte sich das Upper des Gel-Lyte III als Dreckmagnet entpuppen. Da bleibt einem nichts anderes übrig, als besonders vorsichtig oder gelassen zu sein. Dafür fühlt sich das Nubuck aber auch richtig gut (weich) und hochwertig an. Überhaupt gibt es an der Verarbeitung wenig zu kritisieren. Bei einem Preis von 145 Euro für einen Sneaker sollte das eigentlich der Normalfall sein.

GL3 Japanese-16Zu den Feinheiten des Gel-Lyte III „Japanese Textile“ zählen ein zusätzliches Handtag aus Denim, Tiger Stripes aus Leder sowie eine cremefarbene Außensohle und ein farblich dazu passendes zweites Paar Laces. Auf eine besondere Gestaltung der Innensohlen wurde hingegen verzichtet. Zusammen mit dem Gel-Lyte V wird der Schuh ab dem 15. April bei den bekannten Asics-Händlern wie 43einhalb, Titelhelden und asphaltgold in den Verkauf gehen.

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FL NMD-3Es ist unübersehbar: adidas befindet sich auf der Überholspur. Der unaufhaltsam steigende Aktienkurs oder die Yeezy Season sind dafür aber nicht die einzigen Belege. Auch in der Breite werden adidas-Releases so gut angenommen wie schon lange nicht mehr. Nach der Boost-Revolution im vergangenen Jahr und der „Geburt“ des Ultra Boost als dem neuen Status Quo im Bereich zwischen Performance und Lifestyle legte die adidas Originals-Crew kürzlich mit dem NMD (Nomad) Runner noch einmal nach.

Auch uns hat es ehrlich gesagt überrascht, wie gut das neue Modell angenommen wurde. Natürlich hat hierzu bei den ersten Releases auch die recht strenge Limitierung beigetragen. So etwas steigert immer den Wert und erhöht die Aufmerksamkeit (wir hatten die ersten beiden Releases vor kurzem in einem Blogpost gegeneinander „antreten“ lassen). Abseits aller Marketing- und Releasepolitik ist der NMD aber ganz sicher mehr als starker Newcomer, wobei sich in seinem Design abseits der überbequemen Boost-Sohle gleich mehrere Querverweise auf alte adidas-Ikonen wie den Boston Super und dem Rising Star mit seinen austauschbaren EVA-Elementen entdecken lassen. So und nicht anders verbindet man drei Jahrzehnte Turnschuhkultur.

FL NMD-17Neben den kommenden NMD-Releases und spannenden Weiterentwicklungen wie dem NMD City Sock Boost wird adidas zusammen mit Foot Locker eine Serie an „Foot Locker Exclusives“ an den Start bringen. Den Auftakt hierzu markiert ein Release, der dem ersten NMD zumindest farblich recht nahe kommt. Damit dürfte er bereits für viele interessant sein, die beim OG leer ausgingen oder die noch einen zweiten, leicht abgewandelten schwarz-weißen Colorway suchen. Der größte Unterschied zu den ersten adidas Originals NMDs ist das Obermaterial, das am besten als Primeknit-ähnlich beschrieben werden kann. Es ist grober gestrickt und fühlt sich leichter und luftiger an, womit es in Richtung Mesh geht. Darüber hinaus ist der Abschluss unterhalb des Knöchels verschieden. Während die ersten NMDs hier dank des flexiblen Primeknits mehr einer eng anliegenden Socke ähneln, fühlt sich der Foot Locker-NMD in diesem Bereich etwas starrer an. Bequem ist er trotzdem.

FL NMD-10Ansonsten sind beide Versionen und ihre „inneren Werte“ (Boost-Dämpfung) durchaus vergleichbar. Tragegefühl und Optik können mit den ersten NMD-Releases absolut mithalten. Die Laces sind immer noch zu lang, reflektieren aber immerhin. Erfreulicherweise wird der Foot Locker NMD zu einem sehr wettbewerbsfähigen Preis von knapp 120 Euro am 17. März in den Handel kommen. Im Gegenzug muss man gewisse Abstriche bei der Materialwahl und Exklusivität machen. Am Ende dürfte die Rechnung mit großer Wahrscheinlichkeit für beide Partner aufgehen und der Release neue Kundengruppen für den NMD begeistern. Kurzum: Der NMD-Virus ist nicht aufzuhalten!

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Von size? erreichen uns regelmäßig sogenannte „exclusives“ die entweder nur dort oder zunächst nur dort erhältlich sind. Für diesen Freitag haben die Briten, die bald auch in Köln zu Hause sein werden – wir sind gespannt –, gleich zwei solche exklusiven Releases angekündigt. Nicht nur adidas-Fans werden auf die beiden neuen Colorways des Boston Super sicherlich einen Blick riskieren. Mit dem Modell kann man ohnehin nichts falsch machen. 77 Pfund sollen die Running-Klassiker kosten und in den Größen UK 6 bis 12 erhältlich ab 9 Uhr morgens im size?-Webstore sein.

Zur gleichen Zeit trifft dort auch die in dezenten Grau- und Blautönen gehaltene Air Trainer-Collection bestehend aus einem Air Huarache, einem Air Trainer 3 und einem SC II Low ein. Diese machen zumindest auf den Teaser-Fotos von size? einen wirklich guten Eindruck. Alle drei Modelle besitzen ein aufgerautes Suede-Upper und eine perforierte Toebox. Für 85 Pfund können die drei neuen „size? exclusives“ dann ab morgen in den Stores oder bequem von Zuhause aus eingekauft werden (Größenverlauf ebenfalls UK 6 bis 12).

Aus seiner „Remastered“-Reihe bringt Jordan am Samstag mit dem Air Jordan IV „Oreo/Tech Grey“ das Highlight für alle Fans des Jumpman an den Start. Auch ohne Netz sieht das Ding schon ziemlich gut aus. Schwarzes Leder ist eigentlich immer eine sichere Nummer. Natürlich dürfen auch in diesem Fall schwarze Sprenkel nicht fehlen, Oreo verpflichtet. Preislich sollte der neue IVer wieder ein paar Euro über den „normalen“ Jordan-Releases liegen. Ab 9 Uhr wird diese schwarzgraue Bombe am Samstag im Nike-Store gezündet. Man sollte sich einen Kauf wohl nicht allzu lange überlegen. Schließlich dürften die bösen Bots bei diesem Release ebenfalls wieder unterwegs sein.

Gleich eine ganze Kollektion bringen adidas Originals und Neighborhood an diesem Wochenende in die Stores. Neben viel Apparel wird sich auch so mancher adidas-Klassiker darin wiederfinden. Der im schwarzen Nubuck gekleidete Boston Super samt Sägezahnsohle ist ebenso wie der weiße ZX500 mit seinen „fluffy“ Extras ein garantierter Hingucker. Tournament, Pro-model, Campus 80s Mid sowie die „one and only“ Adilette wurden ebenfalls einem NBHD-Makeover unterzogen. Bei Hanon (ab 1 Uhr deutscher Zeit) und END Clothing wird die NBHD-Collection ab dem kommenden Samstag erhältlich sein. Weitere Stores folgen.

Bleiben wir noch kurz in Japan. Denn von dort kommt in Bezug auf Mode vieles, was uns sehr gefällt. Denim aus Japan ist hierfür nur ein Beispiel. Bei Asics hat man nun dieses japanische „Kulturgut“ für zwei Luxus-Gel-Lyte III verwendet – einmal in schlichtem Schwarz und einmal mit einem etwas auffälligeren Camo-Print. Wir haben uns gleich in ersteren verguckt. Beide Gel-Lyte III werden hierzulande 140 Euro kosten und bei den bekannten Asics-Adressen wie Asphaltgold und Overkill ab Freitag 0.01 Uhr erhältlich sein.

Mit gleich mehreren Releases ist auch Diadora an diesem Wochenende vertreten. Die Italiener bringen ihren bereits letztes Jahr kurzzeitig erhältlichen und umso schneller ausverkauften N9000 „Espresso ristretto“ zurück. Wenn das mal keine gute Nachricht ist? Vermutlich sollte man sich aber auch dieses Mal mit einer Kaufentscheidung nicht allzu lange Zeit lassen. TGWO, Afew, Overkill und Sneakers 76 gehören zu den ausgesuchten Adressen, bei denen der „Espresso ristretto“ ab Freitag zu finden sein wird. Bei Afew und Overkill wird es dazu am Freitag Abend auch ein kleines Re-Release-Event samt Musik und Drinks geben. Also schaut vorbei, wenn Ihr in der Nähe seid!

Drop Weekly„DiadoraN9000Live“ lautet die Überschrift über diese Events, die am morgigen Freitag zeitgleich in mehreren Stores in Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien stattfinden werden. Praktisch zeitgleich gehen weitere N9000-Colorways aus der Inline-Serie in den Verkauf. Als Highlight haben u.a. Sneakers 76 und der Suede-Store aus Rom bislang den Release des Solebox „Ferro“ angekündigt. In beiden Fällen wird der Schuh aber „Instore first“ verkauft. Die Chancen auf einen Online-Release sind somit leider gering.

Von der Ost- an die Westküste wechselte Ronnie Fieg für seinen jüngsten Coup. Auf das „East Coast Project“ folgt nun das „West Coast Project“, für das der Kith-Gründer zwei recht Fieg-typische Asics entwarf. Basierend auf der Silhouette des erst kürzlich reaktivierten Gel Sight stehen diese stellvertretend für den Atlantik bzw. Pazifik und damit für Ost- bzw. Westküste. Der vorrangig blaue „Atlantic“-Gel Sight ist dabei auf den ersten Blick nicht ganz so interessant wie der mit einer hellen Frontpartie ausgestattete „Pacific“. Beide Schuhe werden ab Freitag im kalifornischen Pop-up-Store in Venice Beach sowie online über den Kith-Webshop verkauft (Uhrzeit tba). Wer möchte, kann die dazu passenden „WCP“-Klamotten gleich mitbestellen.

 

Viele weitere Links zu den Releases dieser Woche findet Ihr wie immer zu gegebener Zeit unter unserem Twitter-Account @sneakerzimmer.

 

Fotos: adidas Originals/NBHD, Nike, size?, Asics, Diadora, Kith

Stockholm hat natürlich mehr als Sneakersnstuff und Caliroots zu bieten. Da wir auf Södermalm wohnten, haben wir natürlich vor allem die dortige Nachbarschaft erkundet. Södermalm ist das Künstler- und In-Viertel Stockholms. Früher eine Arbeitergegend wohnen heute hier vor allem junge Familien, Künstler, Hipster (und nicht wenige) und sehr modebewusste Menschen. Dazu passt das vielfältige Angebot an kleinen Shops, Mode-Boutique, Vintage-Läden und szenigen Cafés. Sehen und gesehen werden ist hier scheinbar das Motto. Durch die sehr entspannte Atmosphäre und die doch nur wenigen typischen „Touris“ haben wir uns aber sehr wohl gefühlt.

Ein neues, von Ronnie Fieg designtes (?) Asics-Modell bei einem Online-Release zu ergattern, war für mich bislang ein Ding der Unmöglichkeit. Auch beim Verkaufsstart des auf „Selvedge Denim“ getauften Gel Lyte III sah es ganz danach aus, als ob wir mal wieder leer ausgehen würden. Bereits nach wenigen Sekunden schienen sämtliche Größen ausverkauft zu sein. Und doch versuchte es der Mann immer wieder, mit allen Größen und in keiner logischen Reihenfolge. Nach unzähligen Versuchen hatten wir dann Glück und das sogar mit einer 6,5 – meiner Größe. Nach nur einem Tag tauchte schließlich die Versandbestätigung im Postfach auf. Nun hieß es Warten.